Peuerbach

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Peuerbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Peuerbach
Peuerbach (Österreich)
Peuerbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Grieskirchen
Kfz-Kennzeichen: GR
Fläche: 39,36 km²
Koordinaten: 48° 21′ N, 13° 46′ OKoordinaten: 48° 20′ 44″ N, 13° 46′ 27″ O
Höhe: 390 m ü. A.
Einwohner: 4.483 (1. Jän. 2018)
Postleitzahl: 4722
Vorwahl: 07276
Gemeindekennziffer: 4 08 35
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
4722 Peuerbach
Website: www.peuerbach.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Oberlehner (ÖVP)
Lage der Stadt Peuerbach im Bezirk Grieskirchen
AistersheimBad SchallerbachEschenau im HausruckkreisGallspachGaspoltshofenGeboltskirchenGrieskirchenHaag am HausruckHeiligenbergHofkirchen an der TrattnachKallhamKematen am InnbachMeggenhofenMichaelnbachNatternbachNeukirchen am WaldeNeumarkt im HausruckkreisPeuerbachPollhamPöttingPramRottenbachSt. AgathaSt. Georgen bei GrieskirchenSt. ThomasSchlüßlbergSteegenTaufkirchen an der TrattnachTolletWaizenkirchenWallern an der TrattnachWeibernWendlingOberösterreichLage der Gemeinde Peuerbach im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Peuerbach, Kirchenplatz
Peuerbach, Kirchenplatz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Peuerbach ist eine Stadtgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 4483 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Grieskirchen.

Am 6. November 2016 gab es eine Abstimmung ob Peuerbach mit den Nachbargemeinden Bruck-Waasen und Steegen zusammengelegt wird. Die Bewohner von Peuerbach und Bruck-Waasen stimmten mehrheitlich dafür, die Bewohner von Steegen mehrheitlich dagegen. Somit wird Peuerbach mit Bruck-Waasen zusammengelegt.[1] Die Fusionsgemeinde führt den Namen Stadtgemeinde Peuerbach weiter.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peuerbach liegt auf einer Höhe von 390 m ü. A. im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 11,0 km, von West nach Ost 7,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 39,36 km². 10,9 % der Fläche sind bewaldet, 79,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Nachbargemeinden:

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst seit der Fusion mit Bruck-Waasen am 1. Jänner 2018 nunmehr 58 Ortschaften, davor 14 (Einwohner Stand 1. Januar 2018[3]):

  • Achleiten (62)
  • Adenbruck (62)
  • Aichet (30)
  • Besenberg (76)
  • Blindenau (19)
  • Brandstätten (29)
  • Breitau (78)
  • Bruck an der Aschach (154)
  • Buch (115)
  • Dunkenedt (12)
  • Eckartsroith (52)
  • Erleinsdorf (30)
  • Feichten (13)
  • Freiling (10)
  • Fuchshub (145)
  • Greinsfurth (21)
  • Gschwendthäuser (18)
  • Haargassen (11)
  • Höhenstein (415)
  • Holzleithen (14)
  • Hötzmannsberg (29)
  • Hub (31)
  • Itzling (19)
  • Kastlingeredt (80)
  • Köppensteegen (7)
  • Leithen (14)
  • Mittereibach (15)
  • Mühlbrenning (61)
  • Niederaching (20)
  • Niederensfelden (20)
  • Niederweiding (23)
  • Nußbaum (12)
  • Oberaching (24)
  • Oberndorf (57)
  • Oberngrub (17)
  • Oberweiding (22)
  • Parz bei Gattern (18)
  • Peuerbach (1475)
  • Pfarrhofheuberg (179)
  • Prambeckenhof (22)
  • Pühret (41)
  • Ranna (27)
  • Ratzling (18)
  • Schieferhub (115)
  • Sölden an der Straß (42)
  • Spielmannsberg (39)
  • Staureth (7)
  • Stefansdorf (71)
  • Steingrüneredt (30)
  • Teucht (145)
  • Thomasberg (49)
  • Untereibach (7)
  • Unterheuberg (79)
  • Untertreßleinsbach (129)
  • Usting (89)
  • Waasen (17)
  • Waasnerau (51)
  • Winkl (16)

Die Gemeinde besteht aus drei Katastralgemeinden (Fläche: Stichtag 31. Dezember 2017[4]):

  • Bruck (1108,22 ha)
  • Peuerbach (1100,87 ha)
  • Waasen (1730,91 ha)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Peuerbach erhielt im Jahr 1280 das Marktrecht. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet. Bekannt ist der Ort vor allem für seine Rolle in den Bauernkriegen (1625/26). Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Im Jahr 1995 erhielt Peuerbach das Stadtrecht.

Am 1. Jänner 2018 erfolgte die Fusionierung der Stadtgemeinde mit der Nachbargemeinde Bruck-Waasen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peuerbach ist Endpunkt einer Stichstrecke der Linzer Lokalbahn.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peuerbach liegt an der Eferdinger Straße (B129).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renaissance-Portal des ehemaligen Schlosses
Der Sturm auf Peuerbach – Zinnfigurendiorama aus dem Peuerbacher Bauernkriegsmuseum
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Peuerbach

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Star Movie Kino
  • verschiedene Pubs und Gasthäuser
  • Freibad
  • Kletterhalle
  • Eislaufhalle (nur im Winter)
  • Fußball-/Tennisplatz

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1997 findet der Silvesterlauf Peuerbach statt, einer der bestbesetzten Straßenläufe Österreichs, der von 1981 bis 1996 in Natternbach ausgetragen wurde.

In Peuerbach gibt es zwei Sportvereine, die Union Peuerbach und die ASKÖ Bruck-Peuerbach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wurde wegen der Gemeindefusionierung per 1. Jänner 2018 aufgelöst. Er hatte bis Ende 2017 25 Mitglieder:

  • 14 ÖVP
  • 4 SPÖ
  • 4 FPÖ
  • 3 Grüne

Der Stadtrat zählte 7 Mitglieder:

  • 4 ÖVP
  • je 1 SPÖ, FPÖ und Grüne
Bürgermeister
  • 1850–1855: Silvester Terpinitz
  • 1855:–1855 Mathias Lißberger
  • 1855–1864: Karl Mayrhofer
  • 1864–1867: Karl Stöbner
  • 1867–1870: Franz Wezlmayr
  • 1870–1879: Alois Spanlang
  • 1879–1883: Ignaz Starzengruber
  • 1883–1886: Franz Hoflehner
  • 1886–1917: Heinrich Pramendorfer
  • 1917–1938: Josef Heuberger
  • 1938–1945: Alois Trappmaier
  • 1945–1947: Alois Schmidauer
  • 1947–1961: Johann Peham
  • 1961–1990: Rudolf Orthofer
  • 1990–2001: August Falkner (ÖVP)
  • 2001–2017: Wolfgang Oberlehner (ÖVP)
  • Seit 1. Jänner 2018 werden die Geschäfte interimistisch durch den vom Land Oberösterreich bestellten Regierungskommissär Andreas Wenzl getätigt. Der Regierungskommissär hat keine politische Funktion und ist, wie es die Oberösterreichische Gemeindeordnung vorsieht, auf die Erledigung der laufenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten der Stadtgemeinde beschränkt. Unterstützt wird er von einem ehrenamtlichen Beirat, dessen 14 Mitglieder ebenfalls von der Oö. Landesregierung bestellt worden sind.[6][veraltet]
  • Am 8. April 2018 wurde nach der Fusion der Gemeinderat und Bürgermeister neu gewählt. ÖVP-Kandidat Wolfgang Oberlehner erhielt 43,8 Prozent der Stimmen, SPÖ-Kandidat Fritz Peham 24,3 Prozent. Am 22. April 2018 erfolgte eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten,[7][8] bei der sich Wolfgang Oberlehner (ÖVP) mit 52,85 Prozent der Stimmen durchsetzte.[9]
Ehemalige Bürgermeister von Bruck-Waasen
  • 1873–1906: Johann Zehetmayr
  • 1906:–1906 Johann Humer
  • 1906–1912: Anton Lugmair
  • 1912–1942: Josef Wohlmair
  • 1942–1945: Alois Trappmair
  • 1945–1946: Alois Schmidauer
  • 1946–1955: Johann Zauner
  • 1955–1967: Josef Aschauer
  • 1967–1984: August Mayrhuber
  • 1984–1997: Rudolf Mayr
  • 1997–2006: Josef Emprechtinger
  • 2006–2017: Peter Sattlberger (ÖVP)

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung (Offizielle Beschreibung) des Gemeindewappens:

„In Blau ein silberner, gequaderter Torbau mit aufgeschlagenen, roten Torflügeln und drei Zinnen mit schwarzen Schießlöchern. In der durchbrochenen Toröffnung auf grünem, vom Schildfuß ausgehendem Dreiberg ein schwarzer, linkshin gewendeter Rabe, einen goldenen Eichenzweig mit drei Eicheln im Schnabel.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius Strnadt: Peuerbach. Ein rechtshistorischer Versuch. In: Jahrbuch des Oö Musealvereins 27, S. 1–634 (pdf, 46 MB (!), landesmuseum.at).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Peuerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. OÖ: Zwei Gemeinden fusionieren orf.at, 6. November 2016, abgerufen 6. November 2016.
  2. Verordnung der Oö. Landesregierung betreffend die Vereinigung der Gemeinden Bruck-Waasen und Peuerbach, abgerufen am 6. Dezember 2017
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018) (pdf), (Excel)
  4. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Regionalinformation, Stichtag 31. Dezember 2017, abgerufen am 4. Jänner 2018
  5. MVP. Abgerufen am 16. Juni 2017.
  6. Startseite der Stadtgemeinde Peuerbach, abgerufen am 7. Jänner 2018
  7. orf.at: Neue Bürgermeister: Stichwahl in Peuerbach. Artikel vom 8. April 2018, abgerufen am 9. April 2018.
  8. orf.at: Bürgermeisterwahlen in drei Bezirken. Artikel vom 8. April 2018, abgerufen am 9. April 2018.
  9. orf.at: Neue Bürgermeister in Peuerbach und Micheldorf. Artikel vom 22. April 2018, abgerufen am 22. April 2018.