Facatativá

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Facatativá
Koordinaten: 4° 49′ N, 74° 21′ W
Karte: Cundinamarca
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Facatativá

Facatativá auf der Karte von Cundinamarca

Colombia - Cundinamarca - Facatativá.svg

Lage der gesamten Fläche der Gemeinde Facatativá auf der Karte von Cundinamarca

Basisdaten
Staat Kolumbien
Departamento Cundinamarca
Stadtgründung 1600
Einwohner 132.106 (2015)
Stadtinsignien
Flag of Facatativá (Cundinamarca).svg
Escudo de Facatativá.svg
Detaildaten
Fläche 158 km2
Bevölkerungsdichte 836 Ew./km2
Höhe 2586 m
Stadtvorsitz Pablo Emilio Malo García (2016–2019)
Website facatativa-cundinamarca.gov.co
Kathedrale von Facatativá
Kathedrale von Facatativá
Facatativá von oben
Facatativá von oben
Piedras de Tunjo bei Facatativá
Piedras de Tunjo bei Facatativá

Facatativá ist eine Gemeinde (municipio) im Departamento Cundinamarca in Kolumbien. Sie liegt ungefähr 36 km von der Hauptstadt Bogotá entfernt und gehört zur Metropolregion Bogotá. Die Gemeinde hat 132.106 Einwohner, von denen 119.294 im städtischen Teil der Gemeinde (cabecera municipal) leben (Stand: 2015).[1]

Das Wort Facatativá stammt aus der Muisca-Sprache, die zu der Familie der Chibcha-Sprachen gehört und könnte mit Fort am Ende der Hochebene übersetzt werden.

In Facatativá hat das Bistum Facatativá seinen Sitz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Facatativá liegt auf einer Höhe von ungefähr 2586 Metern am westlichen Rand der Sabana de Bogotá in der Provinz Sabana Occidente. Facatativá grenzt im Norden an Sasaima, La Vega und San Francisco, im Süden an Zipacón, Bojacá und Anolaima im Osten an Madrid, El Rosal und Bojacá und im Westen an Anolaima und Albán.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Facatativá wurde offiziell am 3. Juli 1600 von Diego Gómez de Mena gegründet.[2] Allerdings war das Gebiet schon lange vorher vom indigenen Volk der Chibcha bewohnt.

Als Ende des 19. Jahrhunderts die von Girardot hinaufführende Girardot-Bahn gebaut wurde und die von Facatativá nach Bogotá weiterführende Sabana-Bahn (Ferrocarril de la Sabana, auf einer Teilstrecke 1993 wiederbelebt als Tren Turístico de la Sabana), gelangte die Stadt zu einer gewissen wirtschaftlichen Bedeutung durch den Umstand, dass beide Strecken unterschiedliche Spurweiten hatten, alle Waren infolgedessen umgeladen werden mussten und dies die Möglichkeit eröffnete, Handel zu treiben.[3] So wurde Facatativá gewissermaßen zum Stapelplatz.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Die meisten Beschäftigten gibt es im Zierpflanzenbau. Außerdem werden Kartoffeln, Erbsen, Mais, Gemüse, Hülsenfrüchte und Erdbeeren angebaut.[4]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Facatativá war der Fußballverein Expreso Rojo ansässig, der in der kolumbianischen zweiten Liga spielt. Der Verein zog jedoch Anfang 2014 nach Girardot um. Expreso Rojo trug seine Heimspiele im Estadio Jorge Torres Rocha aus.

Aus Facatativá kommt der Radrennfahrer Fabio Duarte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Facatativá – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochrechnung der Einwohnerzahlen von Kolumbien auf der offiziellen Seite vom DANE
  2. Informationen zur Geschichte auf der offiziellen Seite von Facatativá.
  3. Konrad Beißwanger: Im Lande der heiligen Seen. Reisebilder aus der Heimat der Chibcha-Indianer (Kolumbien). Beißwanger, Nürnberg 1911, S. 61.
  4. Informationen zur Wirtschaft auf der offiziellen Seite von Facatativá.