Fachbegriffe des Zimmerhandwerks

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Fachbegriffe der Zimmerei)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fachbegriffe des Zimmerhandwerks sind spezielle Begriffe, die im Zimmerhandwerk verwendet werden, um eine schnellere und präzisere Kommunikation zu erreichen.[1][2][3]

Holzbau-Konstruktionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Gebinde, zwei sich gegenüberliegende Sparren die im Firstknoten verbunden sind.

Tragende Hölzer

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dachkonstruktion

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hölzer in der Dachkonstruktion

Bezeichnungen am Dach

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • First, die oberste Kante am Dach und eine Schnittkante von zwei Dachflächen.
  • Traufe, die unterste Kante einer Dachfläche.
  • Grat, die Schnittkante von zwei Dachflächen die im Winkel bis 180° an der Traufe zusammentreffen.
  • Kehle, die Schnittkante von zwei Dachflächen die im Winkel über 180° an der Traufe zusammentreffen.
  • Verfallung, die Schnittkante von zwei Dachflächen und verbindet zwei Firstkanten unterschiedlicher Höhen.
  • Ortgang, die seitlichste Kante einer Dachfläche und verbindet die Traufe mit der First.
  • Gaube, ein Dachaufbau zur Vergrößerung des Dachraums im Dachgeschoss.
  • Zwerchhaus, ein Aufbau auf die Außenlängswand mit eigenem Dach im Dachgeschoss.
  • Längsverband

Bezeichnungen am Holz

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Abbundzeichen, sind Buchstaben, Ziffern und Symbole der Zimmerleute.
  • Kerve oder Sattel, rechtwinkliger und dreieckiger Ausschnitt an der Unterseite von Sparren.
  • Obholz, Holzhöhe am Sparren über der Pfetten Kante.
  • Unterblatt, untere Hälfte einer Holzverbindung.
  • Oberblatt, obere Hälfte einer Holzverbindung.
  • Hexenschnitt, spezieller Traufabschnitt an Grat-, Kehlsparren, schrägen Sparren und Strahlenschifter.
  • Abgratung, entfernt die überstehende Holzteile von Grat-, Kehlsparren, schrägen Sparren, Strahlenschifter und Kehlbohlen.
  • Klaue, V-förmiger Ausschnitt an den Enden von Klauenschiftern und Klauenkopfbändern.
  • Maß über Holz, Einteilungsmaß, Sprungmaß oder Mit Einem.
  • Längseinteilung, Einteilung (Aufteilung) von Dachsparrenlagen, Holzbalkenlagen, Dachlattung, Zaunlattung und Geländer in gleich große Felder (Abstände) ohne Passfelder.
  • Schifterschnitt, Abschnitt an den Enden von Schiftersparren wie Grat-, Kehl-, Kehlbohlen- und Gratkehlschifter (Doppelschifter).
  • Seilhieb
  • Schrägband
  • Prismenband
  • Faltband
  • Würfelband
  • Kerbband
  • Stufenprofil
  • Kreuzschlag

Arbeitsschritte

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stationäre Maschinen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Hilfsmittel

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Franz Stade: Die Schule des Bautechnikers. Lehrgang zum Selbstunterrichte im Hochbau und den dazu gehörigen Hilfswissenschaften. Holzkonstruktionen. Moritz Schäfer-Verlag, Leipzig 1904.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Franz Krämer: Grundwissen des Zimmerers. 2. Auflage. Bruderverlag Karlsruhe, 1988, ISBN 3-87104-052-5.
  2. Fachwissen Bau Zimmerer. Handwerk und Technik - Hamburg, 1995, ISBN 3-582-03506-9.
  3. Verzeichniß und kurze Erklärung der in der Zimmerkunst üblichen Haupt-Wörter, und besonders derjenigen die in diesem Werke vorkommen. In: Christian von Mechel (Hrsg.): Plan, Durchschnitt und Aufriß der drey merkwürdigsten hölzernen Brücken in der Schweiz, nähmlich: der berühmten Schaffhauser-Brücke, über den Rhein, jener zu Wettingen, über die Limmat, und der zuletzt erbaueten zu Mellingen, über die Reuß. Basel 1803, S. Scan 29 (digitale-sammlungen.de).