Female Pleasure

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Filmdaten
Originaltitel#Female Pleasure
Female Pleasure Movie Poster (2018).jpg
ProduktionslandSchweiz, Deutschland
OriginalspracheDeutsch, Englisch, Französisch, Japanisch
Erscheinungsjahr2018
Länge97 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieBarbara Miller
ProduktionPhilip Delaquis, Arek Gielnik
MusikPeter Scherer
KameraAnne Misselwitz, Gabriela Betschart, Akiba Jiro
SchnittIsabel Meier
Besetzung

#Female Pleasure ist ein schweizerisch-deutscher Dokumentarfilm der Schweizer Regisseurin Barbara Miller aus dem Jahr 2018. Der Film setzt sich mit der weiblichen Sexualität im 21. Jahrhundert rund um den Globus auseinander.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film begleitet fünf junge Frauen aus fünf verschiedenen Kulturen, die sich gegen die Repression der weiblichen Sexualität ihrer kulturellen und religiösen Gemeinschaften auflehnen. Er zeigt ihren Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität. Patriarchale Strukturen und die heutige Pornokultur werden thematisiert.[2]

Doris Wagner hat 2014 ein Buch über ihre Erfahrungen mit einer als sektenähnlich geltenden katholischen Gemeinschaft (Geistliche Familie „Das Werk“) veröffentlicht.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produziert wurde der Film von Mons Veneris Films GmbH, Zürich,[3] Das Kollektiv für audiovisuelle Werke GmbH, Zürich[4] und Indi Film GmbH, Stuttgart[5] in Koproduktion mit SRG SSR, Arte, SRF, RTS und RSI.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film startete am 8. November 2018 in Deutschland, am 15. November 2018 in der Schweiz und am 16. November 2018 in Österreich in den Kinos.[6] In der Schweiz war #Female Pleasure im Jahr 2018 der erfolgreichste Schweizer Kinodokumentarfilm[7]. Die Weltpremiere fand am 5. August 2018 am Internationalen Filmfestival Locarno in der Semaine de la Critique[8] statt.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmkritiker schreiben dem Film wegen seines Themas gesellschaftliche Aktualität zu und verorten ihn als Beitrag zur #MeToo-Debatte. So schreibt Denise Bucher in der NZZ am Sonntag: «Es ist zu hoffen, dass diejenigen, die sich über das angebliche Gejammer um Gleichberechtigung, MeToo und Genderfragen ärgern, dank Filmen wie #Female Pleasure besser nachvollziehen können, warum es nicht anders geht, als dass man sich gegen diese Kultur der Unterdrückung wehrt. (…) Regisseurin Barbara Miller führt in #Female Pleasure vor Augen, wie Diskriminierung, Frauenhass und sexualisierte Gewalt überall auf der Welt zusammenhängen mit patriarchalen Strukturen, legitimiert durch heilige Schriften, ob jene von Christen, Juden, Muslimen, Buddhisten oder Hindus.»[9]

Dieter Oßwald führt im Kinomagazin Programmkino dazu ergänzend aus: «Jenseits von Hollywood fällt die globale Unterdrückung von Frauen durch Religionen freilich gravierender aus. (…) Bei der strukturellen Zweiklassen-Gesellschaft von Mann und Frau sind sich die Fundamentalisten des Islam, des Judentums oder der katholischen Kirche erschreckend ähnlich. Die Geschichten der fünf Protagonistinnen klingen erschütternd – und ermutigend zugleich: Denn diese Heldinnen wollen sich ihr Recht auf Selbstbestimmung nicht kampflos nehmen lassen. Eine der ganz wichtigen Dokumentationen in diesem Kinojahr, die auf großes Zuschauerinteresse stoßen dürfte – wie beim Festival von Locarno bereits zu erleben war.»[10]

Annette Scharnberg hebt in ihrem Bericht auf SRF Online die Universalität des Themas hervor: «Die Regisseurin Barbara Miller stieß auf ihren Reisen – egal wo auf der Welt – auf die immer gleiche Problematik: die Tabuisierung der weiblichen Sexualität und die Negierung des weiblichen Körpers. (…) #Female Pleasure ist ein wichtiger Film — für das Selbstverständnis von Frauen und das gegenseitige Verständnis der Geschlechter. Barbara Miller schafft es mit den von ihr gewählten fünf Beispielen klar herauszuarbeiten: Jede Frau in diesem Film hat etwas mit der anderen und letztlich mit uns allen zu tun. Jede Frau in diesem Film kämpft für ihre Rechte und damit für die Rechte von uns allen.»[11]

Die ZDF-Redakteurin Nadia Nasser erachtet den Dokumentarfilm als ein starkes Plädoyer gegen verkrustete Geschlechterrollen und als eine der wichtigsten Dokumentationen des Jahres 2018. Es gehe nicht nur um die weibliche Lust oder Sexualität, sondern in Wirklichkeit um Menschenrechte. Der Film rege zum Nachdenken an und gebe Einblick in eine Welt voller Gewalt, Scham und Tabus — die Erfahrungswelt vieler Frauen, wenn es um ihren Körper geht.[12]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für #Female Pleasure. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 182110/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. DE – #femalepleasure. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  3. Mons Veneris – Das Kollektiv – Kino Dokumentarfilm. In: Das Kollektiv. 10. Juli 2014 (daskollektiv.ch [abgerufen am 19. Juli 2018]).
  4. Das Kollektiv für audiovisuelle Werke GmbH. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  5. Startseite – Indi Film Produktion. Abgerufen am 19. Juli 2018.
  6. Filmstarts.de, ProCinema.ch, Film.at.
  7. Nau.ch, Procinema.ch.
  8. Semaine de la critique. Abgerufen am 6. August 2018 (englisch).
  9. Denise Bucher: Filmkritik in der NZZ am Sonntag, 6. August 2018. Abgerufen am 22. September 2018.
  10. Dieter Oßwald: Filmkritik im Kinomagazin Programmkino, 10. August 2018. Abgerufen am 22. September 2018.
  11. Annette Scharnberg: Bericht SRF Online, 10. August 2018. Abgerufen am 22. September 2018.
  12. ZDF heute journal, 3. November 2018, ab 13′20″. Abgerufen am 5. November 2018.
  13. Presseportal. Abgerufen am 27. September 2018.
  14. Swiss Films. Abgerufen am 27. September 2018.
  15. DOK Leipzig Preisträger. Abgerufen am 5. November 2018.