Brennpunkt Brooklyn

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Filmdaten
Deutscher Titel Brennpunkt Brooklyn
Originaltitel The French Connection
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch, Französisch
Erscheinungsjahr 1971
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie William Friedkin
Drehbuch Ernest Tidyman
Produktion Philip D’Antoni
Musik Don Ellis,
Jimmy Webb
Kamera Owen Roizman
Schnitt Gerald B. Greenberg
Besetzung

Brennpunkt Brooklyn (Originaltitel: The French Connection, auch: French Connection I) ist die preisgekrönte US-amerikanische Literaturverfilmung des Robin-Moore-Romans aus dem Jahr 1971. Der Thriller wurde von Ernest Tidyman für Regisseur William Friedkin adaptiert.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte handelt von den Kriminalpolizisten Jimmy „Popeye“ Doyle und Buddy „Cloudy“ Russo, die dem Drogendezernat des New York City Police Department angehören.

Die wahre Begebenheit beruht auf einem Zufall. Eddy Egan und sein Partner gehen nach einem Nachtdienst in den Nachtclub Copacabana, weil sie nicht schlafen können. Dort fällt ihnen jemand auf, den sie aus einer Laune heraus beobachten „… give him a tail“. Sie observieren diese auffällige Person und stellen fest, dass seine Lebensumstände nicht mit seinem Verhalten im Nachtclub im Einklang stehen. Im Nachtclub warf der Verdächtige mit Geld um sich, was zu seinem ausgeübten Beruf in keinem Verhältnis steht. Die Basis für weitere Ermittlungen ist damit gelegt. Den anfänglichen Observationen folgte eine Abhöraktion.

Gemäß dieser wahren Begebenheit beginnt auch der Film.

Die Polizisten beschatten Salvatore Boca, der den Kauf von 89-prozentigem Heroin im Wert von 32 Millionen US-Dollar von dem französischen Drogenboss Alain Charnier aus Marseille plant.

Da „Popeye“ und „Cloudy“ durch ihre Ermittlungen Charnier immer näher kommen, veranlasst dieser einen Mordanschlag auf „Popeye“. Dies führt im Verlauf der Handlung zu einer brutalen Hochbahnentführung und einer Verfolgungsjagd, die Filmgeschichte schrieb. „Popeye“, der bei der Verfolgungsjagd mehrmals sein Leben riskiert hatte, stellt und erschießt den Killer.

Bei einer nächtlichen Observierung beschlagnahmt er das Fahrzeug, das der französische Schauspieler Devereaux im Auftrag Charniers in die USA bringen ließ. Zunächst entsteht der Eindruck, „Popeye“ hätte wieder ins Leere gegriffen: Die Polizei findet nichts im Wagen. „Popeye“ lässt den Wagen in die Werkstatt bringen und zerlegt diesen wie besessen in seine Einzelteile. Als bereits keine Hoffnung mehr besteht, etwas Brauchbares zu entdecken, findet „Popeye“ die Drogen unter der Fußleiste.

Die Polizei stellt den US-amerikanischen und französischen Gangstern bei der Drogenübergabe eine Falle; dabei kommt es zu einem Schusswechsel zwischen Polizei und der „French Connection“ in einem verlassenen Fabrikgebäude außerhalb von New York. Bei diesem Feuergefecht erschießt „Popeye“ irrtümlich Mulderig, einen Beamten des FBI, setzt aber die Verfolgung von Charnier fort.

Hier verlässt „Popeye“ den Blickwinkel des Kinozuschauers, im Off fällt ein Schuss und der Abspann des Films beginnt. Eine Einblendung informiert die Zuschauer über die Schicksale der wichtigsten Filmfiguren: Die beiden Polizisten „Popeye“ und „Cloudy“ wurden aus dem Drogendezernat heraus versetzt, Joel Weinstock und Angie Boca kamen ohne Gefängnisstrafe davon, Lou Boca bekam eine reduzierte Strafe und Devereaux vier Jahre Haft. Charnier wurde nie gefasst und es wird vermutet, dass er unbehelligt in Frankreich weiterleben würde.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt erhielt der Film fünf Oscars und drei weitere Nominierungen sowie drei Golden Globes und zahlreiche andere Preise, wodurch er als einer der besten Filme des Genres gilt.

Des Weiteren war der Film in den Kategorien Bester Nebendarsteller (Roy Scheider), Beste Kamera (Owen Roizman) und Bester Ton (Theodore Soderberg, Christopher Newman) für den Oscar nominiert.

Außerdem gewann Gene Hackman 1971 beim National Board of Review den Preis als Bester Darsteller.

  • Auszeichnungen vom renommierten American Film Institute
    • 1998: Platz 70 der besten 100 Filme aller Zeiten
    • 2007: Platz 93 in der gleichnamigen Liste
    • Platz 8 in der Liste der 100 besten Thriller aller Zeiten
    • Die von Gene Hackman verkörperte Rolle des Jimmy „Popeye“ Doyle erreichte Platz 44 in der Liste der 50 Top Kinohelden aller Zeiten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Friedkin war ursprünglich der legendäre New Yorker Zeitungskolumnist Jimmy Breslin für die Rolle des Jimmy „Popeye“ Doyle vorgesehen. Dann entschied sich Friedkin allerdings, die Rolle mit Peter Boyle neu zu besetzen. Als dieser – neben James Caan – die Rolle ablehnte, fiel die Wahl schließlich auf Gene Hackman und bedeutete dessen Durchbruch als Charakterdarsteller.

Auch Steve McQueen wurde eine der Hauptrollen des Films angeboten. Da dieser aber 1968 bereits einen Polizisten in Bullitt gespielt hatte, lehnte er das Angebot ab.

Die Besetzung Fernando Reys ist auch einem Irrtum zu verdanken. William Friedkin wollte einen Schauspieler besetzen, den er zuvor in dem Film Belle de Jour – Schöne des Tages (1967) gesehen hatte. Nachdem er Rey das erste Mal traf und sah, dass er nicht der Schauspieler ist, den er erwartet hatte, telefonierte er mit dem Besetzungschef Robert Weiner und erfuhr, dass dieser den Namen von Rey mit dem des richtigen Schauspielers, Francisco Rabal, verwechselt hatte. Friedkin wollte Rey daraufhin feuern; da Rabal aber nicht zur Verfügung stand und kein Wort Englisch sprach, entschied er sich schließlich doch für Fernando Rey.

Die Rollen des Vorgesetzten und eines Kollegen von „Popeye“ und „Cloudy“ wurden mit den wahren Polizeibeamten Eddie Egan und Sonny Grosso besetzt, auf denen die Charaktere von „Popeye“ und „Cloudy“ basieren. Roy Scheider und Gene Hackman patrouillierten mit Egan für einen Monat, um sich auf die Rolle vorzubereiten. Während dieser Zeit half Hackman einen Verdächtigen festzunehmen und wurde deshalb wegen Amtsanmaßung angeklagt.

Am Ende des Films werden die Zuschauer durch eine Einblendung darüber informiert, dass „Popeye“ und „Cloudy“ aus dem Drogendezernat versetzt wurden. Eddie Egan war immer unglücklich darüber, dass der Film impliziert, dass dies Sonny Grosso und ihm auch in Wirklichkeit passiert sei. Tatsächlich wurden die Polizisten vier Jahre später getrennt und klärten noch zwei ähnliche Drogenfälle auf.

Der „New Hollywood“-Klassiker French Connection – Brennpunkt Brooklyn wurde u. a. mit fünf Oscars und drei Golden Globes ausgezeichnet. Ein Zeitungsartikel zitiert einen der Schauspieler damit, „dass diese oft die Dialoge des Drehbuchs ignorierten und dafür Sprüche und Aussagen verwendeten, die ihnen die Polizeiberater während der Proben gaben“. Ironischerweise gewann das Drehbuch ebenfalls einen Oscar.

French Connection II, die von John Frankenheimer gedrehte Fortsetzung von French Connection – Brennpunkt Brooklyn – diesmal ohne Roy Scheider – konnte an den großen Erfolg des ersten Teils anknüpfen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein virtuos inszenierter Thriller, der realistische Details und die Atmosphäre der Originalschauplätze geschickt zur Spannungssteigerung verwendet und mit der Figur des Detektivs Doyle das komplexe Porträt eines kaputten, desillusionierten Einzelkämpfers entwirft.“

Lexikon des internationalen Films[1]

„Es ist nur eine dünne Linie, die Polizei und Gewalttäter trennt: Mit dieser Sichtweise auf das moderne Amerika setzte Regisseur William Friedkin („Der Exorzist“) Anfang der 70er Jahre neue Maßstäbe für das Krimigenre. Keine Heldenverehrung, keine Verklärung: Frei von aufgewühlten Emotionen, authentisch und geradezu kalt, nimmt Friedkin den gnadenlosen Krieg zwischen Drogendealern und der Polizei unter die Lupe. […] Fazit: Der Klassiker des modernen Cop-Films.“

Cinema[2]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer der Einstellungen des Films, als der Lincoln Continental Mark III aus einem Frachtschiff entladen wird, sind die beiden Türme des World Trade Centers während ihrer Entstehung zu sehen.

French Connection – Brennpunkt Brooklyn war einer der ersten Filme, den man sich in einer Videothek ausleihen konnte (der erste Laden entstand 1977 in Hollywood, gegründet von George Atkinson).

Während der Hochbahnverfolgungsjagd rammt „Popeye“ ein Auto, welches aus einer Grundstücksausfahrt kommt. Dieser Unfall – bei dem niemand verletzt wurde – war kein geplanter Teil aus dem Drehbuch; zwar waren die Straßen für diese Szene abgesperrt worden, die Grundstücksausfahrten dabei allerdings vergessen worden. Die Erschießung des französischen Killers wurde in Brooklyn an der Metrostation Bay 50th Street und der Showdown auf Wards Island (im East River) gefilmt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brennpunkt Brooklyn. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Kritik von Cinema