Glenn Gould

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Glenn Gould (o.J.)

Glenn Herbert Gould [gu:ld] (* 25. September 1932 in Toronto, Ontario, Kanada; † 4. Oktober 1982 ebenda) war ein kanadischer Pianist, Komponist, Organist und Musikautor. Er ist vor allem für seine Bach-Aufnahmen bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glenn Gould und Alberto Guerrero, um 1945

Glenn Gould war ein Einzel- und Wunschkind seiner Eltern Russell Herbert („Bert“) Gold (1901–1996)[1] und Florence („Flora“) Emma Gold (1891–1975),[2] geborene Grieg. Der Familienname Gold wurde 1939 in Gould geändert.[3] Sein Vater war Amateur-Violinist und seine Mutter Pianistin und Organistin.[4] Florence Gould war entfernt mit dem Komponisten Edvard Grieg verwandt, der ein Cousin ihres Großvaters gewesen war.[5] Gould erlernte bereits ab seinem dritten Lebensjahr das Klavierspiel und Notenlesen von seiner Mutter, die wollte, dass ihr Kind ein Musiker würde, und Glenn sieben Jahre lang unterrichtete. Sie erwartete von ihm, dass er beim Spielen sang. Diese Gewohnheit konnte er später nur sehr schwer ablegen.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab seinem zehnten Lebensjahr besuchte er das Royal Conservatory of Music in Toronto. Dort studierte er Klavier bei Alberto Guerrero, Orgel bei Frederick C. Silvester und Musiktheorie bei Leo Smith. Die Schüler von Guerrero erlernten eine besondere Technik des Klavierspielens. Obgleich die Klaviertasten von oben mit den Fingern heruntergedrückt werden, sollten seine Schüler mit dem Gefühl spielen, dass die Tasten „heruntergezogen“ und nicht „von oben niedergeschlagen“ werden. Außerdem saß Guerrero sehr tief am Klavier und nah an den Tasten, was Gould ebenfalls übernahm, daher nahm er als Erwachsener stets einen Klavierstuhl mit 33 cm Sitzhöhe bei seinen Auftritten mit.[5] Ein normaler Klavierstuhl ist 51 bis 60 cm hoch. Mindestens einmal bei einem Konzert soll er auch am Boden sitzend gespielt haben.[6] Ein Nachbau des Stuhls (das Original steht in der Library of Toronto), der sich allerdings zwischen 35 und 45 cm verstellen lässt, ist im Handel erhältlich.[7]

Konzertleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den internationalen Durchbruch schaffte er 1955 mit seinem USA-Debüt in New York. Am nächsten Tag lud ihn ein Produzent des Labels Columbia Records zu einer Schallplattenaufnahme in sein Studio ein. Es entstand die berühmte erste Studio-Aufnahme von Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen (ein bereits 1954 von der kanadischen Rundfunkgesellschaft CBC aufgenommener Live-Mitschnitt des Werks wurde erst Jahrzehnte später auf CD veröffentlicht). Gould blieb dem Label bis an sein Lebensende treu. Zwischen 1955 und 1964 konzertierte Gould ausgiebig in Nordamerika und Europa. 1957 trat er zwei Wochen lang in der Sowjetunion auf, wo ihn der Enthusiasmus seiner Zuhörer tief bewegte.[5][8]

Studioleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunehmend wurde er jedoch des Konzertierens überdrüssig, da er den Auftritt eines einzelnen Künstlers vor einer großen Menge von Menschen für den Künstler als unwürdig und für die Musik als ungeeignet erachtete. So konzentrierte er sich ab 1964 ganz auf die elektronischen Medien und gab bis zu seinem Tod kein einziges öffentliches Konzert mehr. Es entstanden weiterhin zahlreiche Tonaufnahmen für CBS; für CBC produzierte er Ton- und Filmaufnahmen sowie drei Dokumentarhörspiele. Gould hatte großes Interesse am Aufnahmeprozess und besaß daher ein eigenes Tonstudio, in dem er die Auswirkungen des Zusammenschneidens einer Aufnahme aus zahlreichen Versionen („takes“) auf das musikalische Argument erforschte. Mit der Zeit wurde Gould immer kontrollsüchtiger, so dass selbst Zeitungs- und Fernsehinterviews von ihm selbst Wort für Wort verfasst wurden.[9]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1967 bis 1972 lebte er mit der kanadischen Malerin Cornelia Foss, der Ehefrau des von Gould verehrten Komponisten und Dirigenten Lukas Foss, und deren zwei Kindern in Toronto.[10] In den 1970er-Jahren hatte er mit der Sopranistin Roxolana Roslak eine Arbeits- und Liebesbeziehung.[5]

1982, nur wenige Monate nach Erscheinen seiner zweiten Studioaufnahme der Goldberg-Variationen und neun Tage nach seinem 50. Geburtstag, starb Gould an den Folgen eines Schlaganfalls. Den Erfolg dieser zweiten Aufnahme konnte er nicht mehr miterleben. Gould ist gemeinsam mit seinen Eltern auf dem Mount Pleasant Cemetery seiner Heimatstadt Toronto beerdigt.[11]

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goulds Aufnahmen konzentrieren sich auf den Barock, die Klassik und die klassische Moderne. So befinden sich darunter nahezu das gesamte Klavierwerk von Johann Sebastian Bach, die meisten Beethoven- und alle Mozartsonaten, das gesamte Klavierwerk von Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg ebenso wie alle Sonaten für Klavier sowie für Bläser mit Klavierbegleitung von Paul Hindemith.

Goulds teils scharf artikuliertes Spiel ist umstritten. Während diese Art der Interpretation bei Barockmusik als Cembalo-Imitation sehr erfolgreich war, wurden seine röntgenartig zergliederten Mozart-Sonaten von den Kritikern mehrheitlich abgelehnt. Zu den Komponisten der Romantik und ihren Werken hatte Gould, der sich halb im Scherz einst als „der letzte Puritaner“ bezeichnete, ohnehin ein schwieriges Verhältnis, weil er in den Werken dieser musikalischen Epoche das strukturelle Element der Musik zu sehr vernachlässigt sah. Allerdings existieren einige Aufnahmen romantischer Musik, wie z. B. zehn Intermezzi, vier Balladen und zwei Rhapsodien von Johannes Brahms, fünf Lieder ohne Worte von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Klaviersonate Nr. 3 h-Moll von Frédéric Chopin (dessen Musik er genau wie die Robert Schumanns eigentlich ablehnte), Klaviersonaten von Alexander Skrjabin sowie Klaviermusik, Lieder und das Melodram Enoch Arden von Richard Strauss und nicht zuletzt der Mitschnitt der legendären Aufführung des 1. Klavierkonzertes von Johannes Brahms mit Leonard Bernstein am Dirigentenpult. Von Georges Bizet nahm Gould die wenig bekannten Variations Chromatiques op. 3 auf, zusammen mit der Klaviersonate in e-Moll op. 7 von Edvard Grieg. Außerdem spielte Gould mit einem Orchester Wagners Siegfried-Idyll ein, das er auch zusammen mit einigen anderen eigenen Transkriptionen Wagnerscher Werke für den Konzertflügel aufnahm. Zu dieser Art von Aufnahmen zählen auch die Transkriptionen von Beethovens 5. und 6. Symphonie durch Franz Liszt (gegenüber dessen eigenen Werken er ebenfalls eine starke Abneigung hegte), die er 1968 für Columbia Records (5. Symphonie) bzw. das kanadische Radio (6. Symphonie) auf Tonträgern festhielt.

Goulds Interpretationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das leise, aber hörbare Mitsummen gilt, obwohl ihm selbst zufolge unbeabsichtigt, als ein Markenzeichen Goulds. Bei vielen seiner Aufnahmen ist es vernehmbar, vor allem bei seiner zweiten Einspielung der Goldberg-Variationen. Gould sagte dazu in einem Interview, er betrachte das Mitsummen eher als lästige Angewohnheit. Dennoch fürchtete er, beim Ablegen seiner Marotte könnte sein Klavierspiel darunter leiden. Umstritten war oft seine Wahl extrem schneller (und bisweilen auch langsamer) Tempi, die aber nicht auf Kosten der Transparenz und Klarheit der musikalischen Darbietung ging. Seine Spieltechnik ermöglichte ihm eine Transparenz, welche die polyphonen Zusammenhänge der Musik hervorhob. Allerdings zeigte Gould in seinen Brahms-Aufnahmen (Intermezzi, Vier Balladen) auch eine romantische Seite.

Gould wollte in seinen Interpretationen keine romantischen Effekte erzielen. Beispielsweise spielte Gould Barockmusik streng rhythmisch, was ihm von Seiten der Kritik oftmals vorgeworfen wurde. Jedoch wirken seine Bach-Interpretationen gerade durch ihre rhythmische Intensität auf viele Hörer mitreißend. Die Aufnahmen der Werke Johann Sebastian Bachs waren es, die hauptsächlich seine bis heute anhaltende Geltung begründeten. Er tat sich aber ebenso als Interpret der Werke Ludwig van Beethovens hervor, die in seinen Einspielungen teils jugendlich-ungestüm, teils nachdenklich-stimmungsvoll erklingen. Bekannt wurde er auch als Schönberg-Interpret.

Sein respektloses Verhältnis gegenüber einigen Komponisten wie Mozart und Ludwig van Beethoven ist bekannt. So legte Gould eine umstrittene Gesamtaufnahme der Klaviersonaten Mozarts vor. Er bezeichnete Mozart als einen mittelmäßig begabten Komponisten, der eher zu spät als zu früh gestorben sei. Diese provozierende Äußerung bestätigte Glenn Gould später in einem Interview im Jahre 1976 gegenüber Bruno Monsaingeon, betonte dabei jedoch die Vorzüge des Frühwerks und bezeichnete KV 284 als seine Lieblingssonate.[12] Joachim Kaiser hielt diese Aussage im Hinblick auf Spätwerke wie der Zauberflöte für frivol, erklärte sie aber damit, dass der junge Mozart als Form-Erneuerer mutiger gewesen sei als später.[13]

Gould verstand sich nicht als rein wiedergebender Interpret, sondern vielmehr als nachschöpfender, musizierender Komponist. Dies ist letztlich auch der Grund seiner Bemühungen, vertraute Musik in oftmals ungewohnter Weise aufzuführen. Es ging ihm darum, Facetten der Musik aufzudecken, die von der Tradition vernachlässigt wurden. So erklärt sich auch seine Vorliebe für weniger populäre Musik wie etwa die von Bach, die wegen ihrer Komplexität erst spät bei breiten Hörerschichten beliebt wurde. Gould versuchte diese Musik nicht wie üblich durch interpretatorische Annäherungen an das populäre romantische Repertoire dem Publikum näher zu bringen, sondern wagte es, Barockmusik in all ihren Eigenheiten lebendig und ohne akademische Strenge, dabei stets exakt und kontrolliert, zu spielen.

Radio-Dokumentationen und Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weniger bekannt als seine Musikaufnahmen sind Goulds Radio-Dokumentationen für die CBC, die von vielen Kritikern gelobt wurden. Hervorzuheben ist unter ihnen die Solitude Trilogy, eine Serie von drei Hörspielen über das Leben nördlich des Polarkreises. Sie besteht aus dem ersten Teil The Idea of North, der vom Norden und seinen Bewohnern handelt, The Latecomers, einer Sendung über Neufundland, und The Quiet in the Land, einem Hörspiel über die Mennoniten in Manitoba. Alle Teile der Solitude Trilogy benutzen eine Technik, die Gould selbst „kontrapunktisches Radio“ nannte. Hierbei sprechen mehrere Personen gleichzeitig, aber nicht willkürlich aneinander vorbei. Der Sinngehalt des Gesagten der einzelnen Personen ergänzt sich gegenseitig – ähnlich wie die Stimmen einer Fuge. Goulds Co-Produzent bei diesen Dokumentationen, Lorne Tulk, erzählte einst, dass Gould diese Technik bei The Idea of North aus einer gewissen Notlage heraus entwickelt hatte. Die Sendung durfte nur 60 Minuten dauern, aber Gould besaß Material für weitere 14 Minuten, das er unbedingt verwenden wollte. Auf diese Weise kam ihm, der die Kompositionstechniken des Barock sehr schätzte, die Idee, Gesprochenes wie kontrapunktische Musik zu behandeln. Goulds Schriften sind gesammelt in zwei Bänden auch auf Deutsch erschienen. Solitude Trilogy wurde in die Wireliste The Wire’s "100 Records That Set The World On Fire (While No One Was Listening)" aufgenommen.

Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Streichquartett op. 1
  • So You Want to Write a Fugue? für vier Stimmen und Streichquartett
  • Klaviersonate (unvollendet)
  • Sonate für Fagott und Klavier
  • Zwei Stücke für Klavier (1951/52)
  • Fünf kurze Stücke für Klavier (1951)
  • Lieberson Madrigal
  • Kadenzen für Beethovens Erstes Klavierkonzert

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Glenn Gould: Briefe. Hrsg.: John P. L. Roberts. Piper, München / Zürich 1999, ISBN 3-492-22939-5.
  • Glenn Gould: Von Bach bis Boulez. In: Tim Page (Hrsg.): Schriften zur Musik. Band 1. Piper, München Zürich 2002, ISBN 3-492-23614-6.
  • Glenn Gould: Vom Konzertsaal zum Tonstudio. In: Tim Page (Hrsg.): Schriften zur Musik. Band 2. Piper, München/Zürich 2002, ISBN 3-492-23615-4.

Biografien und Verwandtes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kevin Bazzana: Wondrous strange: the life and art of Glenn Gould. Oxford University Press, New York 2004, ISBN 0-19-517440-2.
  • Kevin Bazzana: Glenn Gould: Die Biografie. Ausgabe mit CD. Schott, Mainz 2006, ISBN 978-3-7957-0570-1.
  • Kevin Bazzana: Glenn Gould oder die Kunst der Interpretation. Bärenreiter Metzler, Kassel / Stuttgart / Weimar 2001, ISBN 978-3-7618-1492-5.
  • Jonathan Cott, Glenn Gould: Telefongespräche mit Glenn Gould. Alexander-Verl, Berlin / Köln 2012, ISBN 978-3-89581-296-5.
  • Otto Friedrich: Glenn Gould: eine Biographie. 1. Auflage. Wunderlich, Reinbek bei Hamburg 1991, ISBN 3-8052-0513-9.
  • Glenn Gould: ein Leben in Bildern. Nicolai, Berlin 2002, ISBN 3-87584-475-0.
  • Katie Hafner: Romanze mit einem Dreibeiner: Glenn Goulds obsessive Suche nach dem perfekten Klavier. 1. Auflage. Schott, Mainz 2009, ISBN 978-3-7957-0657-9.
  • Andrew Kazdin: Glenn Gould: ein Porträt. Schweizer Verl.-Haus, Zürich 1990, ISBN 3-7263-6631-8.
  • Malcolm Lester: Glenn Gould: a life in pictures. Doubleday, Toronto 2002, ISBN 0-385-65903-2.
  • Glenn Gould, John McGreevy (Hrsg.): Glenn Gould Variations, By Himself and his Friends. 1. Auflage. Doubleday, Toronto 1983, ISBN 0-385-18995-8 (zweites über Gould erschienenes Buch; enthält Schriften von Gould selbst, damals noch nicht in Buchform erhältlich, und von Weggefährten).
  • Geoffrey Payzant: Glenn Gould: Music and Mind. 6. Auflage. Key Porter Books Ltd, Toronto 1997, ISBN 978-1-55013-858-0 (die erste Biografie; noch zu Goulds Lebzeiten erschienen).
  • Michael Stegemann: Glenn Gould: Leben und Werk. Piper, München / Zürich 2007, ISBN 978-3-492-25056-6.
  • Michael Stegemann: The Glenn Gould Trilogy – Ein Leben. (Hörspiel, Biografie, Hörbuch, Musik und O-Töne), 3 CDs, 230 Minuten, Sony Classical, in Deutsch und Englisch.
  • Sandrine Revel: Glenn Gould – Leben off-beat. Hrsg.: Anja Kootz. Deutsche Erstausgabe Auflage. Knesebeck, München 2016, ISBN 978-3-86873-750-9.

Literarische Darstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Bernhard: Der Untergeher. Suhrkamp, Frankfurt 1983, ISBN 978-3-518-37997-4.
  • James Strecker: Variations on Genius (ein Gedichtzyklus über Glenn Gould, zu lesen im Glenn Gould Archive, siehe Weblinks).
  • Attila Csampai (Hrsg.): Glenn Gould: photographische Suiten. Schirmer/Mosel, München 1995, ISBN 3-88814-736-0.
  • Jean-Yves Clément: Glenn Gould oder das innere Klavier. Übers.: Maja Ueberle-Pfaff. [16] Fotos Don Hunstein. Freies Geistesleben, Stuttgart 2017

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronologische Liste der Aufnahmen von Glenn Gould[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Studio-Aufnahmen aus dem Zeitraum 1956 – 1982.

Year of Issue Title Recorded Label, serial number
1956 Bach: The Goldberg Variations June 10 – June 16, 1955 in CBS 30th Street Studio Columbia Masterworks, ML 5060
1956 Beethoven: Piano Sonatas Nos. 30-32 June 20 – June 29, 1956 in CBS 30th Street Studio Columbia Masterworks, ML 5130
1957 Bach: Concerto No. 1 in D minor, BWV 1052 & Beethoven: Concerto No. 2 in B-flat major, Op. 19 April 9 – April 11, 1957 and April 30, 1957 in CBS 30th Street Studio Columbia Masterworks, ML 5211
1957 Bach: Partitas Nos. 5 & 6; Fugues in F-sharp minor and E major Columbia Masterworks, ML 5186
1958 Haydn: Sonata No. 3 in E-flat major; Mozart: Sonata No. 10 in C major, K.330; Fantasia and Fugue in C major, K.394 Columbia Masterworks, ML 5274
1958 Beethoven: Concerto No. 1 in C major; Bach: Concerto No. 5 in F minor

(with Vladimir Golschmann / Columbia Symphony)

Columbia Masterworks, ML 5298
1959 Berg: Sonata for Piano, Op. 1; Schoenberg: Three Piano Pieces, Op. 11; Krenek: Sonata No. 3 for Piano, Op. 92, No. 4 Columbia Masterworks, ML 5336
1960 Gould: String Quartet No. 1
  • String Quartet in F minor, Op. 1

(performed by The Symphonia Quartet)

Columbia Masterworks, ML 5578, MS 6178
1960 Beethoven: Piano Concerto No. 3 in C minor, Op. 37

(with Leonard Bernstein / Columbia Symphony)

Columbia Masterworks, ML 5418
1960 Bach: Italian Concerto in F major & Partita Nos. 1 & 2 Columbia Masterworks, ML 5472
1961 Brahms: 10 Intermezzi Columbia Masterworks, ML 5637
1961 Beethoven: Piano Concerto No. 4 in G major, Op. 58

(with Leonard Bernstein / New York Philharmonic)

Columbia Masterworks, ML 6262
1962 Mozart: Piano Concerto No. 24 in C minor, K. 491 & Schoenberg: Piano Concerto, Op. 42 Columbia Masterworks, ML 5739
1962 Bach: The Art of the Fugue, Volume I

(played on organ)

Columbia Masterworks, ML 5738
1962 Strauss: Enoch Arden (Tennyson), Op. 38

(with Claude Rains, speaker)

Columbia Masterworks, MS 6341
1963 Bach: The Well-Tempered Clavier, Book I Volume I, BWV 846-853 Columbia Masterworks, MS 6408
1963 Bach: Partitas 3 & 4, Toccata 7 Columbia Masterworks, MS 6498
1963 Bach: The Well-Tempered Clavier, Book I Volume 2, BWV 854-861 Columbia Masterworks, MS 6538
1964 Bach: Two and Three Part Inventions, BWV 772-801 (Inventions & Sinfonias) March 18 & 19, 1964 in CBS 30th Street Studio Columbia Masterworks, MS 6622
1965 Beethoven: Sonatas No. 5-7, Op. 10, No. 1-3 Columbia Masterworks, ML 6086, MS 6686
1965 Bach: The Well-Tempered Clavier, Book I Volume 3, BWV 862-869 Columbia Masterworks, MS 6776
1966 The Music of Arnold Schoenberg recorded between 11 June 1964 and 18 November 1965 Columbia Masterworks, M2S 736
1966 Beethoven: Piano Concerto No. 5 in E-flat major, Op. 73, "Emperor"

(with Leopold Stokowski / American Symphony Orchestra)

Columbia Masterworks, ML 6288, MS 6888
1967 Beethoven: Sonatas for Piano No. 8-10, Op. 13 "Pathétique", Op. 14, No. 1 & 2 Columbia Masterworks, ML 6345
1967 Bach: Three Keyboard Concertos, BWV 1054, 1056 & 1058
  • Concerto for harpsichord and strings in D major, BWV 1054
  • Concerto for harpsichord and strings in F minor, BWV 1056
  • Concerto for harpsichord and strings in G minor, BWV 1058

(with Vladimir Golschmann / The Columbia Symphony Orchestra)

Columbia Masterworks, ML 6401
1967 Canadian Music in the XXth Century CBS Masterworks, 32 11 0045
1968 Beethoven: Symphony No. 5 in C minor, Op. 67 (Transcribed for Piano by Franz Liszt) Columbia Masterworks, MS 7095
1968 Bach: The Goldberg Variations June 10 – June 16, 1955 in CBS 30th Street Studio, rechanneled for stereo 1968 Columbia Masterworks, MS 7096
1968 The Mozart Piano Sonatas, Vol. 1 Columbia, MS 7097
1968 Bach: The Well-Tempered Clavier, Book II Volume I, BWV 870-877 August 8, 1966; January 24, 1967; February 20, 1967 in CBS 30th Street Studio Columbia Masterworks, MS 7099
1968 Glenn Gould: Concert Dropouts - In Conversation with John McClure
  • The Concert Is Dead
  • The Only Excuse For Recording Is To Do It Differently
  • The Great Get-Sibelius Plot Exposed
  • A Live Audience Is A Great Liability
  • Petula Clark’s Songs Are In The Post-Mendelssohn Tradition
  • Why I Sing Along
  • Electronic Music Is The Future

(John McClure, interviewer)

Columbia Masterworks, BS 15
1969 Scriabin: Sonata No. 3 in F-sharp minor, Op. 23 & Prokofiev: Sonata No. 7 in B-flat major, Op. 83 Columbia Masterworks, MS 7173
1969 The Mozart Piano Sonatas, Vol. 2 Columbia Masterworks, MS 7274
1969 Bach: Keyboard Concertos, Vol. II
  • Concerto for harpsichord and strings in E major, BWV 1053
  • Concerto for harpsichord and strings in A major, BWV 1055
  • Italian Concerto (performed without orchestra)

(with Vladimir Golschmann / The Columbia Symphony Orchestra)

CBS, S 72840
1970 Bach: The Well-Tempered Clavier, Book II Volume II, BWV 878-885 Columbia Masterworks, MS 7409
1970 Glenn Gould Plays Beethoven Sonatas Nos. 8, 14 & 23 Columbia Masterworks, MS 7413
1970 Beethoven: Variations for Piano Columbia Masterworks, M 30080
1971 Bach: The Well-Tempered Clavier, Book II Volume III, BWV 886-893 Columbia Masterworks, MS 30537
1971 A Consort of Musicke Bye William Byrde and Orlando Gibbons
  • Byrd: The Firste Pavian; The Galliarde to the Firste Pavian; Pavana the Sixte Kinbrugh Goodd; The Galliarde to the Sixte Pavian; Hughe Ashtons Grownde: A Voluntarie; Sellingers Rownde
  • Gibbons: "Lord Of Salisbury" Pavan And Galliard; Allemande (Italian Ground); Fantasy in C major
Columbia Masterworks, M 30825
1972 The Mozart Piano Sonatas, Vol. 3 Columbia Masterworks, M 31073
1972 Schoenberg: Complete Songs for Voice and Piano, Vol. 1

(all tracks previously released on M2S 736, 1966)

Columbia Masterworks, M 31311
1972 Schoenberg: Complete Songs for Voice and Piano, Vol. 2
  • Six Songs, Op. 3
  • Eight Songs, Op. 6
  • Two Ballads, Op. 12
  • Two Songs, Op. 14
  • Three Songs, Op. 48
  • Two Songs, Op. posth.

(with Donald Gramm, baritone; Cornelius Opthof, baritone and Helen Vanni, mezzo soprano)

Columbia Masterworks, M 31312
1972 Music from Kurt Vonnegut’s Slaughterhouse-Five

(OST Slaughterhouse-Five, all tracks previously released)

Columbia Masterworks, S 31333
1972 Händel: Suites for the Harpsichord
  • Suite No. 1 in A major, HWV 426
  • Suite No. 2 in F major, HWV 427
  • Suite No. 3 in D minor, HWV 428
  • Suite No. 4 in E minor, HWV 429
Columbia Masterworks, M 31512
1973 Glenn Gould’s First Recording of Grieg and Bizet Columbia Masterworks, M 32040
1973 Bach: The French Suites, Vol. 1 Columbia Masterworks, M 32347
1973 The Mozart Piano Sonatas, Vol. 4 Columbia Masterworks, M 32348
1973 Beethoven: Piano Sonatas, Op. 31 Complete Columbia Masterworks, M 32349
1973 Glenn Gould Plays Hindemith’s Piano Sonatas 1-3 Columbia Masterworks, M 32350
1973 Glenn Gould Plays His Own Transcriptions of Wagner Orchestral Showpieces Columbia Masterworks, M 32351
1974 Bach: The French Suites, Vol. 2 & Overture in the French Style Columbia Masterworks, M 32853
1974 Bach: The Three Sonatas for Viola da Gamba & Harpsichord
  • Sonata No. 1 in G major, BWV 1027
  • Sonata No. 2 in D major, BWV 1028
  • Sonata No. 3 in G minor, BWV 1029

(with Leonard Rose, viola da gamba)

Columbia Masterworks, M 32934
1975 Beethoven: Bagatelles, Op. 33 & Op. 126 Columbia Masterworks, M 33265
1976 Hindemith: The Complete Sonatas For Brass & Piano
  • Sonata in F for French Horn and Piano
  • Sonata for Bass Tuba and Piano
  • Sonata for Trumpet and Piano
  • Sonata in E-flat for Alto Horn and Piano
  • Sonata for Trombone and Piano

(with members of the Philadelphia Brass Ensemble)

Columbia Masterworks, M2 33971
1976 Bach: The Six Sonatas for Violin and Harpsichord
  • Sonata in B minor for violin and harpsichord, BWV 1014
  • Sonata in A major for violin and harpsichord, BWV 1015
  • Sonata in E major for violin and harpsichord, BWV 1016
  • Sonata in C minor for violin and harpsichord, BWV 1017
  • Sonata in F minor for violin and harpsichord, BWV 1018
  • Sonata in G major for violin and harpsichord, BWV 1019

(with Jaime Laredo)

Columbia Masterworks, M2 34226
1977 Glenn Gould Plays Sibelius
  • Sonatine No. 1 for Piano in E major, Op. 67
  • Sonatine No. 2 for Piano in E major, Op. 67
  • Sonatine No. 3 for Piano in B minor, Op. 67
  • Kyllikki, Op. 41
Columbia Masterworks, M 34555
1978 Hindemith: Das Marienleben for Soprano & Piano

(with Roxolana Roslak)

Columbia Masterworks, M2 34597
1979 Bach: The Toccatas, Vol. 1
  • Toccata in F-sharp minor, BWV 910
  • Toccata in D major, BWV 912
  • Toccata in D minor, BWV 913
Columbia Masterworks, M 35144
1980 Bach: The Toccatas, Vol. 2
  • Toccata in C minor, BWV 911
  • Toccata in E minor, BWV 914
  • Toccata in G minor, BWV 915
  • Toccata in G major, BWV 916
Columbia Masterworks, M 35831
1980 Bach: Prelude, Fughettas & Fugues
  • Prelude And Fugue in A minor, BWV 895
  • Prelude And Fughetta in D minor, BWV 899
  • Prelude And Fugue in E minor, BWV 900
  • Preludes, BWV 902 & 902A
  • Fughetta in G major, BWV 902
  • Prelude in C major, BWV 924
  • Prelude in D major, BWV 925
  • Prelude in D minor, BWV 926
  • Prelude in F major, BWV 927
  • Prelude in F major, BWV 928
  • Prelude in G minor, BWV 930
  • Prelude in C major, BWV 933
  • Prelude in C minor, BWV 934
  • Prelude in D minor, BWV 935
  • Prelude in D major, BWV 936
  • Prelude in E major, BWV 937
  • Prelude in E minor, BWV 938
  • Fugue in C major, BWV 952
  • Fugue in C major, BWV 953
  • Fughetta in C minor, BWV 961
CBS Masterworks, M 35891
1982 Haydn: The Six Last Sonatas CBS Masterworks, I2M 36947
1982 Bach: The Goldberg Variations (1981 Digital Recording) CBS Masterworks, M 37779
1983 Brahms: Ballades, Op. 10 & Rhapsodies, Op. 79 CBS Masterworks, IM 37800
1983 Beethoven: Sonatas No. 12, Op. 26 & No. 13, Op. 27, No. 1 CBS Masterworks, M 37831
1984 Richard Strauss: Sonata, Op. 5; 5 Piano Pieces, Op. 3 September 3, 1982 in RCA's Studio A in New York CBS Masterworks, IM 38659
  1. Schoenberg / Ode to Napoleon, with John Horton (narrator) and the Juilliard Quartet; Fantasy for Violin and Piano, with Israel Baker (1964-65/1967)
  2. Schumann / Piano Quartet in E-Flat major; Juilliard Quartet (1968/1969)
  3. Mozart / Piano Sonatas, Vol. 5: Nos. 14, 16, and 17, K. 457, 570, and 576; Fantasia in C minor, K. 475 (1966, 1970, 1973-74/1975)
  4. J. S. Bach / Six English Suites (1971, 1973-76/1977)
  5. Beethoven / Piano Sonatas, Op. 2/Nos. 1-3 and 28 ("Pastoral") (1974,1976,1979/1980)
  6. The Glenn Gould Silver Jubilee Album: Scarlatti / Sonatas, L/ 463, 413, and 486 (rec. 1968); C.P.E. Bach / Würtenberg Sonata No. 1 (rec. 1968); Gould / So You Want to Write A Fugue? (rec. 1963); Scriabin / Two Pieces, Op. 57 (rec. 1972); Strauss / Ophelia-Lieder, with Elisabeth Schwarzkopf, soprano (rec. 1966); # Beethoven-Liszt / Pastoral Symphony, First Movement (rec. 1968); A Glenn Gould Fantasy

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die internationale Gesellschaft Glenn Gould Society wurde 1982 von Cornelis Hofmann in Groningen gegründet, sie veröffentlichte bis zu ihrer Schließung im Jahre 1992 eine Zeitschrift mit dem Namen BGGS (Bulletin of the Glenn Gould Society) im halbjährlichen Rhythmus.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glenn Gould – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Glenn Gould – Zitate

Medien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Russell Herbert „Bert“ Gould (1901–1996) in der Datenbank von Find a Grave. Abgerufen am 18. September 2017 (englisch)
  2. Mrs Florence Emma „Flora“ Greig Gould (1891–1975) in der Datenbank von Find a Grave. Abgerufen am 18. September 2017 (englisch)
  3. Kevin Bazzana: Wondrous Strange: The Life and Art of Glenn Gould. 1. Auflage. Oxford University Press, New York 2005, ISBN 978-0-19-518246-0, S. 24–26.
  4. Answers. In: answers.com. Answers.com; abgerufen am 11. Oktober 2016.
  5. a b c d Glenn Gould. In: arte.tv. ARTE Programm; abgerufen am 11. Oktober 2016.
  6. Franz Mohr. In: klavier-wagner.de. www.klavier-wagner.de; abgerufen am 11. Oktober 2016.
  7. Benedict Ernst: Glenn Gould Chair. In: zechlin.de. Abgerufen am 11. Oktober 2016.
  8. codonauta: Glenn Gould: The Russian Journey. In: youtube.com. 17. August 2011; abgerufen am 11. Oktober 2016.
  9. Michael Fitzgerald: The Genesis of Artistic Creativity: Asperger’s Syndrome And The Arts. Jessica Kingsley Publishers, London 2005, ISBN 978-1-84985-668-3, S. 202 (Der irische Professor für Kinder- und Jugendpsychiatrie Michael Fitzgerald ging in seiner 2005 erschienenen Veröffentlichung The Genesis of Artistic Creativity unter anderem der Frage nach, ob Gould das Aspergersyndrom gehabt hätte. Anhand des biographischen Materials kommt er zu dem Schluss, dass die Diagnosekriterien auf ihn zuträfen.).
  10. Michael Clarkson: News. In: thestar.com. 25. August 2007; abgerufen am 11. Oktober 2016.
  11. Glenn Gould in der Datenbank von Find a Grave. Abgerufen am 8. September 2017 (englisch)
  12. Glenn Gould, Schriften zur Musik 1, von Bach bis Boulez, Von Mozart und verwandten Dingen, Glenn Gould im Gespräch mit Bruno Monsaingeon
  13. Viel mehr als „wunderbar“, stern, 5. Februar 2006, Interview mit Joachim Kaiser
  14. Canadian Music Hall of Fame – Inductees. Canadian Music Hall of Fame; abgerufen am 6. August 2017 (englisch).
  15. Auszeichnungen für Musikverkäufe: CH
  16. Ueberle-Pfaff in der Übersetzer-Datenbank des VdÜ, 2017