HK417

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HK417
HK417
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung: HK417
Militärische Bezeichnung: G27
Einsatzland: Deutschland
Entwickler/Hersteller: Heckler & Koch
Herstellerland: Deutschland
Produktionszeit: seit Februar 2005
Ausstattung
Gesamtlänge: 985 mm
Gesamthöhe: 196 mm
Gesamtbreite: 82 mm
Gewicht: (ungeladen) 4,15 kg
Lauflänge: 406 mm
Technische Daten
Kaliber: 7,62 × 51 mm NATO
Mögliche Magazinfüllungen: 10/20 Patronen
Munitionszufuhr: Stangenmagazin
Kadenz: 500–600 Schuss/min
Drall: 280 mm rechts
Visier: Offene Visierung
Montagesystem: Picatinny-Schiene
Verschluss: Drehkopfverschluss
Ladeprinzip: Gasdrucklader
Listen zum Thema

Das von Heckler & Koch hergestellte Sturmgewehr HK417 im Kaliber 7,62 × 51 mm NATO ist die stärkere Version des HK416. In der Bundeswehr firmiert es als G27.

Technik[Bearbeiten]

Das HK417 ist auf den Gebrauch als Designated Marksman Rifle (DMR) ausgelegt und wird in drei Varianten hergestellt, die sich hauptsächlich durch die Lauflänge unterscheiden.

Variante Gesamtlänge (mm) Lauflänge
(mm)
Höhe
(mm)
Breite
(mm)
Gewicht (kg)
Schulterstütze ausgezogen Schulterstütze eingeschoben ohne Magazin mit vollem Magazin
HK417 12" 884 804 305 196 82 3,99 4,67
HK417 16" (G27) 985 905 406 4,15 4,83
HK417 20" 1087 1007 508 4,6 5,28

Der Prototyp nutzte Stahl- und Aluminiummagazine des G3 mit je 20 Schuss. Für die Serienversion wurden Polymermagazine entwickelt, die denen des G36 ähneln. Auf die Möglichkeit, mehrere Magazine aneinanderzuclippen wurde verzichtet.

Der auf dem AG36 basierende 40-mm-Anbaugranatwerfer GLM kann unter dem Lauf montiert werden.

Verwendung[Bearbeiten]

  • DeutschlandDeutschland Deutschland – Die Bundeswehr hat im Rahmen des einsatzbedingten Sofortbedarfs mehrere HK417 bestellt, um sie als Gruppenscharfschützenwaffe unter dem Namen G27 zu verwenden und das modifizierte G3ZF zu ersetzen.[1] Da die Testanforderungen nicht erfüllt wurden, wurde das G27 bei der regulären Truppe nicht eingeführt. Das Kommando Spezialkräfte verwendete das G27 bis zur Einführung des G28.[2] Im August 2015 wurde bekannt, dass die Bundeswehr 600 G27 als Ergänzung des Waffenmixes bei Auslandseinsätzen bestellt hat.[3][4]
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich – Angeblich soll der SAS das HK417 im Irak eingesetzt haben.[5]
  • IrlandIrland Irland – Spezialeinheit der irischen Streitkräfte: Army Ranger Wing.[6]
  • NorwegenNorwegen Norwegen – Die norwegischen Streitkräfte haben einige HK417[7] gekauft und nutzen sie als Designated Marksman Rifle.[8]

Kritik[Bearbeiten]

Die Bundeswehr hat, zunächst intern, Mängel am Haltebolzen der Abzugsgruppe und beim Hülsenauswurf festgestellt. Ein Beamter des BAAINBw machte diese Mängel publik. So wurde auch bekannt, dass es vom März 2011 bis Mai 2012, also 14 Monate dauerte, bis der Mangel behoben werden konnte.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: HK 417 – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VISIER XXL Ausgabe 9/2010
  2. Info Brief Heer, S.7, Ausgabe: Februar 2011, Hrsg: Förderkreis Deutsches Heer e.V.
  3. Probleme mit G36: Bundeswehr bekommt für Auslandseinsätze neue Gewehre Spiegel Online vom 27. August 2015
  4. Thomas Wiegold: Zwischenlösung fürs G36-Problem: Zusätzliches High-End-Sturmgewehr. In: Augen gerade. ausaugengeradeaus.net, abgerufen am 10. September 2015.
  5. SAS parachuted in to Baghdad
  6. Leroy Thompson: Ireland’s Army Rangers. Irish soldiers have fought throughout the world for centuries, establishing… 1. März 2013, abgerufen am 10. September 2015.
  7. Offisersbladet nr. 3, May 2007: Heckler & Koch 416: Vårt nye håndvåpen
  8. Forsvarsnett: Fagkurs I, Skarpskytter
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAfghanistan: KSK lange ohne Scharfschützengewehr im Einsatz. Die Bundeswehr-Eliteeinheit konnte offenbar 14 Monate ein Scharfschützengewehr wegen Mängeln nicht nutzen. Ein Beamter machte die Probleme öffentlich und wurde daraufhin in eine Bücherei versetzt. In: DIE WELT. 23. Juni 2013, abgerufen am 31. August 2015 (Autorenkürzel: pku).