Hardenberg (Overijssel)

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Gemeinde Hardenberg
Flagge der Gemeinde Hardenberg
Flagge
Wappen der Gemeinde Hardenberg
Wappen
Provinz Overijssel Overijssel
Bürgermeister Bert Meulman
Sitz der Gemeinde Hardenberg
Fläche
 – Land
 – Wasser
317,24 km2
312,87 km2
4,37 km2
CBS-Code 0160
Einwohner 60.594 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 191 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 35′ N, 6° 37′ OKoordinaten: 52° 35′ N, 6° 37′ O
Vorwahl 0523, 0524
Postleitzahlen 7700–7704, 7707, 7770–7789
Website www.hardenberg.nl
LocatieHardenberg.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Hardenberg (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Stadt und eine Gemeinde in der Provinz Overijssel, in den Niederlanden. Mit den umliegenden Dörfern hatte die Stadt insgesamt 60.594 Einwohner (Stand 31. August 2017).

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten der über zwanzig Ortschaften dieser Gemeinde sind:

  • Hardenberg (18.000 Einwohner; Sitz der Gemeindeverwaltung)
  • Balkbrug
  • Slagharen
  • Dedemsvaart
  • Gramsbergen
  • Bergentheim
  • Mariënberg
  • De Krim
  • Ane.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordosten der Provinz, an der Vechte, und grenzt unter anderem an die Gemeinden Twenterand und Ommen und an die Grafschaft Bentheim auf deutschem Grundgebiet. Die Lokaleisenbahn ZwolleEmmen hält in Hardenberg, Gramsbergen und Mariënberg; hier kann man auf eine andere Lokaleisenbahn umsteigen und damit über Vriezenveen nach Almelo fahren. Die Kanäle Kanaal Almelo-De Haandrik und Coevorden-Vechtkanaal machen die Gemeinde Hardenberg für die Binnenschifffahrt erreichbar. Verbreitet über die Gemeinde finden sich viele Landwirtschafts- und kleine Industriebetriebe (letztere vor allem in der Stadt Hardenberg, die einen kleinen Binnenhafen hat). Auch der Tourismus ist von Bedeutung. In Balkbrug befindet sich die Justizvollzugsanstalt Veldzicht für geisteskranke Straftäter.

Hardenberg selbst bietet eine kleine autofreie Fußgängerpassage mit Geschäften. Vis-a-vis dem Marktplatz befindet sich das Hallen- und Freibad. In dem angrenzenden Fluss Vechte kann man ebenfalls schwimmen.

Hardenberg hat noch kleinere Vororte, der größte davon ist „Baalder“ mit eigenen Einkaufsmöglichkeiten.

Ansässige Unternehmen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hardenberg entstand als Nienstede um eine nach dem Jahr 754 erbaute Kapelle und eine 1089 auf eine kleine Anhöhe entlang der Vechte erbaute Burg Hardenberg.

Im Jahre 1227 fand beim Weiler Ane eine bedeutende Schlacht statt zwischen Truppen des Utrechter Bischofs und Aufständischen, meist einfachen Bauern, unter Führung von Rudolf, dem Grafen von Coevorden, aus Drente. Die Truppen des Bischofs, der selber auf dem Schlachtfeld starb, erlitten eine herbe Niederlage. Ein Denkmal erinnert noch an dieses Kriegsereignis.

Hardenberg wurde 1230 ummauert durch Wilbrand von Oldenburg und erhielt vom Utrechter Bischof Johann IV. von Arkel im Jahre 1362 das völlige Stadtrecht. Reste der Mauer sind noch erhalten im Stadtzentrum. Unter anderem durften die Hardenberger jedes Jahr vier Jahrmärkte halten. Die Stadt war ein Umschlagplatz, mit Hafen an der Vechte, für landwirtschaftliche Erzeugnisse, und eine Haltestelle der Strecke Zwolle - Bremen. Am 8. Mai 1708 wurde Hardenberg durch einen Brand nahezu völlig zerstört; in der Stadt sind daher kaum historische Bauten erhalten geblieben.

Die Gegend kam zu einer bescheidenen Blüte durch die Gewinnung von Torf. Ein lokaler Herr, der finanziell am Torfabbau interessiert war, Baron van Dedem, ließ 1809 den Kanal Dedemsvaart graben. Unter seiner Leitung fingen Arbeiter und Kleinbauern im 19. Jahrhundert an, die Fehnkolonien Dedemsvaart und Balkbrug zu bauen. Der Kanal war 1853 fertig, ist aber nach dem Zweiten Weltkrieg größtenteils zugeschüttet worden um einer Straße Platz zu machen.

Die jetzige Gemeinde Hardenberg wurde am 1. Mai 1941 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Ambt Hardenberg und Stad Hardenberg neu gebildet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südwestlich von der Stadt liegt zwischen Hardenberg und Ommen liegt ein Waldgebiet mit Sanddünen (Beerzer bulten, Holozän) das teils als Freizeitpark „De Oldemeyer“ mit Badesee und angrenzendem Campingplatz gestaltet is. Das Vechttal ist durchzogen von Fahrradwegen und ein beliebtes Ausflugsziel für Fahrradfreunde und Wanderer, denn der Fernwanderweg Pieterpad durchkreuzt Hardenberg. In der Gemeinde befinden sich einige kleine Landsitze, in deren Parks man wandern darf.

In Dedemsvaart befinden sich die „Tuinen Mien Ruys“, für das Publikum zugängliche Mustergärten der bekannten niederländischen Gartenarchitektin Mien Ruys (seit 2004 unter Denkmalschutz). In Slagharen befindet sich der große Freizeitpark „Slagharen“, der vor allem für Familien mit Kindern (6 – 14 Jahren) attraktiv ist. Gramsbergen hat einen malerischen Ortskern mit alten Häusern und Bauernhöfen rund um die Kirche.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büste von Frits Slomp in Hardenberg

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die in der Gemeinde gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hardenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien