Hattersheim am Main

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hattersheim am Main
Hattersheim am Main
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hattersheim am Main hervorgehoben

Koordinaten: 50° 4′ N, 8° 29′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Taunus-Kreis
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 15,81 km2
Einwohner: 27.747 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 1755 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65795
Vorwahlen: 06190, 06145
Kfz-Kennzeichen: MTK
Gemeindeschlüssel: 06 4 36 005
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 10
65795 Hattersheim am Main
Website: www.hattersheim.de
Bürgermeister: Hans Franssen (SPD)
Lage der Stadt Hattersheim am Main im Main-Taunus-Kreis

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Hattersheim am Main ist eine Stadt im Main-Taunus-Kreis in Hessen (Deutschland).

Geografie

Nachbargemeinden und -kreise

Hattersheim grenzt im Nordosten an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, im Südosten an die Stadt Kelsterbach, im Südwesten an die Stadt Raunheim (beide Kreis Groß-Gerau) sowie im Westen an die Städte Flörsheim und Hofheim sowie die Gemeinde Kriftel.

Stadtgliederung

Hattersheim besteht aus den drei Stadtteilen Hattersheim, Eddersheim, Okriftel.

Hattersheim

Hattersheim ist verkehrstechnisch im Nord-Westen an die A 66 (Hattersheim) und im Nord-Osten an die Flughafentangente B 40 (Hattersheim Ost) angebunden, außerdem über eine S-Bahn-Station an der Linie S1 Frankfurt–Wiesbaden. Hattersheim hat eine evangelische Kirche,[2] eine katholische Kirche (St. Martinus[3]) sowie eine Neuapostolische Kirche und zwei Moscheevereine, die Fatih-Moschee der IGMG (Vogelweidestraße) und den Marokkanischen Verein (Schützenstraße).

Okriftel – Trauerhalle

Eddersheim

Eddersheim

Im Jahr 2007 zählte der Stadtteil 4.986 Einwohner. Der Stadtteil liegt wie Okriftel am Main und ist Standort eines Wasserwerks und einer Schleuse. Der Ingenieur und Erfinder Anton Flettner stammte aus Eddersheim.

Eddersheim hat eine S-Bahn-Station an der Linie S1 Frankfurt–Wiesbaden sowie eine evangelische und eine katholische Kirche. Darüber hinaus entstanden in den letzten Jahren mehrere Reiterhöfe und Tennishallen, die im ganzen Rhein-Main-Gebiet für einen erhöhten Bekanntheitsgrad des Ortes sorgten.

Okriftel

Okriftel
Okriftel Straßeneck und alte Fabrik
Mainfähre zwischen Okriftel und Kelsterbach

Im Jahr 2007 zählte der Stadtteil 7.561 Einwohner. Mit der örtlichen Fähre können Fußgänger und Fahrradfahrer für ein geringes Entgelt den Main in Richtung Kelsterbach überqueren. Die Fähre ist in den Sommermonaten jeweils samstags, sonntags und feiertags in Betrieb.

Okriftel besitzt ein kleines Kino,einen Kunstrasenfussballplatz, eine evangelische Kirche sowie eine katholische Kirche und einen Moscheeverein der Ahmadiyya Muslim Jamaat (Sindlinger Straße). Eine direkte S-Bahn oder Autobahnanbindung besteht nicht.

Geschichte

Das Gebiet um Hattersheim war schon früh besiedelt. So wurde im Gebiet um Hattersheim zwar keine Siedlung entdeckt, aber Ausgrabungen keltischen Ursprungs gesichert. Im Baugebiet Südwest wurde ein Gräberfeld entdeckt, welches ungefähr von 500 vor Christus bis 200 vor Christus genutzt worden ist.[4]

Die Endsilbe -heim in Hattersheim und Eddersheim deutet auf fränkische Siedlungen hin, die im 6. oder 7. Jahrhundert gegründet worden sein könnten.[5]

Hattersheim wurde 1972 mit den Gemeinden Okriftel und Eddersheim zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen. Seitdem gilt die offizielle Bezeichnung Hattersheim am Main.

Einwohnerentwicklung

(Stand jeweils zum 31. Dezember)

  • 1998: 24.687
  • 1999: 24.756
  • 2000: 24.752
  • 2001: 24.858
  • 2002: 25.093
  • 2003: 25.059
  • 2004: 25.161
  • 2005: 25.198
  • 2006: 25.247
  • 2007: 26.908
  • 2008: 26.951
Wasserwerk Hattersheim

Sehenswertes

Wasserwerkchaussee
  • Das 1909 fertiggestellte Wasserwerk Hattersheim wurde nach den Plänen des Baumeisters Hand Dasen im Jugendstil errichtet. Auch Elemente des seinerzeit geforderten Heimatstils sind vorhanden. Die Förderung wurde mittels Saugpumpen betrieben. Es liefert noch heute (2008) Wasser nach Frankfurt.
Teich am Rosarium
  • Die Wasserwerkallee beginnt zwischen Hattersheim und Okriftel und war die 1905 erbaute Zufahrtsstraße zum Wasserwerk. Sie ist etwa 2 km lang, mit Kopfsteinpflaster ausgelegt und von Linden gesäumt.[6]
  • Das Rosarium Hattersheim wurde 1997 angelegt und liegt zwischen den Stadtteilen Hattersheim und Okriftel, an der Wasserwerkallee. Es erinnert an den gewerblichen Rosenanbau, der in Okriftel bis in die 1970er Jahre betrieben wurde. Die Anlage ist Teil des Angebots des Regionalparks Rhein-Main. Im Rosarium blühen im Sommer über 6000 Rosen und andere Gewächse um einen künstlich angelegten Teich. Blickfang des Rosariums sind 2 Holzpyramiden im Eingangsbereich, die von Kletterrosen berankt werden.[7]

Veranstaltungen

  • Im Mai (2009 das 21.) finden in Hattersheim rund um den Posthof, der gesamten Innenstadt und dem Bürgerpark die „Lufthansa Klassikertage“ statt. Diese Überregionale Veranstaltung wird durchgeführt von der „suderia Lufthansa classico“. Es ist über zwei Tage ein lockerers Oldtimertreffen, mit Musik, Kleindarstellern und einer Oldtimer Prämierung. Seit einigen Jahren wird die Oldtimerveranstaltung durch einen Verkaufsoffenen Sonntag und ein Innenstadtfest ergänzt. Die Klassikertage sind eine feste Institution im Rhein-Main-Gebiet, es nehmen dabei über 1000 Oldtimer Fahrzeuge teil.

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,7 16 40,9 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,3 13 33,5 12
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,5 3 9,4 3
FDP Freie Demokratische Partei 7,0 3 7,3 3
HWG Hattersheimer Wähler Gemeinschaft 1,5 1 4,6 2
FWG Freie Wähler-Gemeinschaft 1989 Hattersheim 3,0 1 4,3 2
Gesamt 37 37
Wahlbeteiligung in % 46,6 52,3

Bürgermeister

Der seit 1998 amtierende Bürgermeister Hans Franssen (SPD) wurde am 25. April 2004 im ersten Wahlgang mir 53,3 % der Stimmen im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung betrug 50,0 %.

Städtepartnerschaften

Hattersheim am Main unterhält insgesamt drei Städtepartnerschaften: seit 1987 mit dem französischen Sarcelles, seit 1989 mit Santa Catarina im afrikanischen Inselstaat Kap Verde und seit 1992 mit dem ungarischen Mosonmagyaróvár.

Wirtschaft

Hattersheim war früher ein bedeutender Standort der Rosenzucht, die von einzelnen Gärtnereien immer noch betrieben wird. Zwischen der Kernstadt und dem Stadtteil Okriftel liegt das öffentlich zugängliche Rosarium, es ist Teil des Regionalparks Rhein-Main.

Der Sitz der Sarotti AG, einer Tochtergesellschaft des Nestle-Konzerns, befand sich in Hattersheim.

Persönlichkeiten

  • Anton Flettner (1885–1961) Erfinder des Flettner-Rotors und des Flettner-Doppelrotors; geboren im Stadtteil Eddersheim
  • Jupp Jost (1920–1993) Maler, Grafiker, Bildhauer
  • Wolfgang Trapp (* 1957) Profifußballer, u. a. SV Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt, Union Solingen, Karlsruher SC, heute Trainer, startete seine Fußballkarriere bei Germania Okriftel

Weblinks

Commons: Hattersheim am Main – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. www.hattersheimevangelisch.de
  3. www.stmartinus.org
  4. Keltendorf unter Stadt vermutet: http://www.historische-eschborn.de/html/body_keltendorf_hattersheim.html gesichtet 1.Mai 2009
  5. Hattersheim.de: Stadtinfo http://www.hattersheim.de/stadtinfo/geschichte/index.html gesichtet 1.Mai 2009
  6. Regionalpark-Rheinmain: Wasserwerkallee, Hattersheim am Main
  7. Regionalpark-Rheinmain: Rosarium