Hoh Xil

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Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
ཧོ་ཧོ་ཞི་ལི
ཨ་ཆེན་གངས་རྒྱལ
Wylie-Transliteration:
ho ho zhi li
a chen gangs rgyal
Aussprache in IPA:
[hohoɕili
atɕẽkaŋcɛː
]
Offizielle Transkription der VRCh:
Hohoxili
Aqênganggyai
THDL-Transkription:
Hohoshili
Achenganggyel
Andere Schreibweisen:
Chinesische Bezeichnung
Traditionell:
可可西里
阿卿貢嘉
Vereinfacht:
可可西里
阿卿贡嘉
Pinyin:
Kěkěxīlǐ
Āqīnggòngjiā

Hoh Xil (Mongolisch: köke sil ᠬᠥᠬᠡ
ᠰᠢᠯ
) ist eine entlegene Region im Nordwesten des Qinghai-Tibet-Hochlandes. Es ist die bevölkerungsärmste Region Chinas.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoh Xil liegt zwischen dem Kunlun-Gebirge und dem Dangla-Gebirge an der Grenze Qinghais zu Tibet und Xinjiang in den Kreisen Zhidoi (治多县) und Zadoi (杂多县) des Autonomen Bezirks Yushu der Tibeter. Die Region umfasst 83.000 km² und ist durchschnittlich 4800 m hoch. Sie ist Einzugsgebiet des Jangtse und wurde 1995 zum nationalen Naturschutzgebiet erklärt. Die Qinghai-Tibet-Bahn verläuft am östlichen Rand des Gebietes.

Trotz der extremen geografischen und klimatischen Bedingungen findet man in Hoh Xil über 230 Wildtierarten, von denen 20 unter Schutz stehen, darunter die Tibetische Antilope. Die Bekämpfung von Wilderern in Hoh xil ist Thema des chinesischen Films Kekexili – Mountain Patrol aus dem Jahr 2004.

Weltnaturerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 wurde die Region unter dem Namen "Qinghai Hoh Xil" von der UNESCO als Naturerbestätte in die Liste des Welterbes aufgenommen. In der Executive Summary gibt die UNESCO dabei folgende zwei Kriterien an: 1) das Gebiet sei von außergewöhnlicher ästethischer Schönheit mit einer fast 300 Millionen Jahre alten Geschichte, welche den geomorphologischen Wandel illustriere, 2) das Gebiet beinhalte signifikante Habitate für die Bewahrung von Biodiversität und sei die Heimat für zahlreiche endemische und bedrohte Tier- und Pflanzenarten wie z.B. die Tibetische Antilope.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lǐ Bǐngyuán 李炳元, Qīnghǎi Kěkěxīlǐ dìqū zìrán huánjìng 青海可可西里地区自然环境, Beijing, Kēxué chūbǎnshè 科学出版社 1996, ISBN 7-03-005562-4.
  • Cáigā 才嘎, Qīnghǎi Kěkěxīlǐ guójiājí zìrán bǎohùqū 10 nián zhàndòu lìchéng 青海可可西里国家级自然保护区10年战斗历程, Xining, Qīnghǎi rénmín chūbǎnshè 青海人民出版社 2006, ISBN 7-225-02852-9.
  • Matsumoto Otto 松本 夫, Harukanari bikyō Kokoshiri Konron o koete 遥かなり秘境可可西里 崑崙を越えて, Tokio, Nihon hōsō shuppan kyōkai 日本放送出版協会 1999, ISBN 4-14-080465-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UNESCO World Heritage Centre: Qinghai Hoh Xil. Abgerufen am 1. August 2017 (englisch).