Holger Stockhaus

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Holger Stockhaus (* 8. März 1973 in Hannover[1]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stockhaus absolvierte von 1994 bis 1998 seine Schauspielausbildung Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum.[1] Danach arbeitete er schwerpunktmäßig als Theaterschauspieler. Stockhaus spielte auf der Theaterbühne ein breites Repertoire, das die Stücke der Antike, Dramen von William Shakespeare, die deutschsprachigen Autoren der Klassik und Romantik, aber auch Stücke der Jahrhundertwende, der Moderne und des zeitgenössischen Theaters umfasste.

Er hatte Festengagements und Gastverträge am Schauspielhaus Bochum (1997), am Deutschen Theater in Göttingen (1998–2001; außerdem nochmals in der Spielzeit 2003/04), am Staatstheater Kassel (2001–2003) und am Theater Heidelberg (Spielzeit 2007/08)[2].

Zwischen 2004 und 2007 arbeitete er außerdem freiberuflich am Schauspiel Frankfurt, an der Volksbühne Berlin (2005/06, später nochmals 2009), am Maxim-Gorki-Theater in Berlin (2006) und am Theater unterm Dach in Berlin. Ab der Spielzeit 2008/09 war er bis 2011 festes Ensemblemitglied am Centraltheater Leipzig.

In der Spielzeit 2010/11 spielte er am Maxim-Gorki-Theater die Rolle des Gruppenführers Erhardt in einer Bühnenfassung des Films Sein oder Nichtsein von Ernst Lubitsch.[1] In der Spielzeit 2011/12 war er Ensemblemitglied am Maxim-Gorki-Theater. 2011 gastierte er am Schauspielhaus Stuttgart als Angelo in Maß für Maß. In den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 war er Ensemblemitglied am Schauspielhaus Stuttgart. 2016 gastierte er am Schauspiel Frankfurt als Bürgermeister Skwosnik-Dmuchanowski in Der Revisor.[3]

Zu seinen Bühnenrollen gehörten unter anderem: Theseus/Oberon in Ein Sommernachtstraum (1997; Schauspielhaus Bochum, Regie: Peter Fitz), Azor in Der Streit von Marivaux (1997; Schauspielhaus Bochum), Freder in Krankheit der Jugend (2003; Staatstheater Kassel), die Titelrolle in Peer Gynt (2004; Deutsches Theater Göttingen), Trinculo in Der Sturm (2004; Deutsches Theater Göttingen), die Titelrolle in Michael Kohlhaas (2007; Theater Heidelberg), Figaro in Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit (2007; Theater Heidelberg), Spiegelberg in Die Räuber (2007/08; Theater Heidelberg), Graf Guiche in Cyrano de Bergerac (2008; Schlossfestspiele Heidelberg), Mortimer Brewster in Arsen und Spitzenhäubchen (2008–2010; Centraltheater Leipzig) und Eugen Rümpel in Pension Schöller (2010/11; Centraltheater Leipzig).

Stockhaus spielte seit Ende der 1990er Jahre auch mehrere Fernseh- und Filmrollen. Der Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit ist jedoch weiterhin die Theaterarbeit. Er wirkte zunächst in einigen Kurzfilmen mit. In dem mehrfach ausgezeichneten Debüt-Film Be My Baby (2014) der Regisseurin Christina Schiewe verkörperte Stockhaus den Dozenten Olaf, in den sich die Mutter der 18-jährigen, am Down-Syndrom leidenden weiblichen Hauptfigur Nicole verliebt.

Stockhaus wirkte auch in mehreren Fernsehserien mit. Eine durchgehende Serienrolle hatte er von 2004 bis 2006 als Bernd Fabrius in der Krimiserie Mit Herz und Handschellen; er spielte, an der Seite von Henning Baum, den Ex-Freund und WG-Mitbewohner des Münchner Kriminalkommissars Leo Kraft.[4] Episodenrollen hatte er unter anderem in den Fernsehserien Polizeiruf 110 (2000), SOKO Leipzig (2009), Danni Lowinski (2011; als Kindesvater Paul Steinhausen), SOKO Köln (2014; als auf Rache sinnender Ehemann Michael Schäffner) und Mord mit Aussicht (2014; als Masseur Matthias Würselen).

In der ZDF-Serie Sibel & Max verkörperte Stockhaus in der Folge Andere Umstände (Erstausstrahlung: Januar 2015), die Rolle Georg Hansen, einen aggressiven Ehemann und zukünftigen Vater, der gegenüber seiner schwangeren Frau gewalttätig wird. Seit 2015 spielt Stockhaus in der humoristischen ZDF-Krimireihe Friesland den Bestatter Wolfgang Habedank.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Holger Stockhaus Vita auf der Webseite des Maxim-Gorki-Theaters
  2. Holger Stockhaus (PDF; 1,6 MB) Spielzeitheft Theater Heidelberg 2008/2009
  3. Gogols „Revisor“ in Frankfurt: Wer die Hose runterlässt, ist noch lange nicht nackt; Aufführungskritik. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung (Online-Ausgabe) vom 22. Februar 2016. Abgerufen am 8. Oktober 2016
  4. Mit Herz und Handschallen Produktionsdetails, Besetzung und Bilder