Think Big!

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Seriendaten
OriginaltitelThink Big!
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge~25 Minuten
Episoden10 in 1 Staffel
GenreComedy
IdeeDrehbuch: Frederik Hunschede und Elena Senft. Regie: Wolfgang Groos.[1]
MusikFifth Harmony: Worth It
Erstausstrahlung7. Februar 2020[2] auf Sat.1
Besetzung

Think Big! ist eine deutsche Fernsehserie mit Hanna Plaß in der Hauptrolle.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 24-jährige Nicole wohnt im Kölner Stadtteil Chorweiler, einem sozialem Brennpunkt. Durch eine Schlägerei lernt sie Ebru kennen, mit der sie sich anfreundet. Die beiden beschließen, gemeinsam ein Nagelstudio zu eröffnen. Mangels adäquater Qualifikation wird ihnen dafür allerdings kein Kredit gewährt. Um den gemeinsamen Traum dennoch wahr werden zu lassen, kauft sich Nicole ein gefälschtes Abitur und beginnt ein BWL-Studium. Mit dem Studium hadert sie zunächst, Ebru und ihre Familie motivieren sie aber, nicht abzubrechen. An der Uni freundet sie sich langsam mit der eigenwilligen Johanna an, während sie mit Alex eine Rivalität entwickelt.

Folge 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicole erzählt aus dem Off, wie das Leben in Chorweiler ist und sie sich mit Ebru nach einer Schlägerei anfreundete. Sie wollen aus ihrem bisherigen Leben raus und wollen eine Nagelstudio-Kette namens Spirit Fingers aufmachen. Als Hartz IV-Bezieher ohne Schulabschluss, Berufsausbildung oder Studium, lässt sie der Bank-Berater bei der Anfrage nach einem Kredit kalt abblitzen. Auch der handgeschriebene, einseitige Business-Plan kann ihn nicht überzeugen. Da Nicole der Meinung ist, dass sie sowieso etwas von Finanzen verstehen müssen, will sie BWL studieren. Bei einem Nachbarn lässt sie sich für 70 € ein Abitur drucken und schreibt sich an der Universität zu Köln ein.

Am ersten Tag kommt sie zu spät in den Hörsaal und muss sich mit dem ebenfalls zu spät kommenden Alex um den letzten freien Sitzplatz teilen. Dabei fallen sie dem Professor Amling negativ auf.

Zuhause bei ihrer alleinerziehenden Mutter Silvia bekommt ihr Studienbeginn wenig Beachtung – ganz im Gegensatz zu den Hunden, deren Geburtstag es gebührend zu feiern gilt. Später sorgt Nicole dafür, dass das frisch gekaufte Indoor-Solarium, wieder zurückgegeben wird – auch wenn ihre Mutter meint, dass es für Nicole gut wäre, damit sie nicht weiter "wie Mozzarella" aussieht. Zudem muss sich Nicole häufig um ihre kleptomanische Schwester Tiffany kümmern und sich "kluge" Sprüche von ihrem Bruder Dennis anhören. In einer Situation sagt Silvia zu ihren Kindern, dass sie keinen Kerl für sich suche, sondern einen Vater für die Kinder.

Neben Uni und Familie, muss Nicole in einem Burger-Fast-Food-Laden arbeiten und sich von ihrem Chef Tarek, Ebrus Bruder, anmachen lassen.

Zurück an der Uni verkündet Amling, dass am nächsten Tag ein Test geschrieben wird; wer ihn nicht besteht fliegt raus. Damit das nicht geschieht, lässt sich Nicole auf der Toilette einschließen und bricht nachts in Amlings Büro ein. Dabei wird sie von Alex ertappt, sie haben aber beide das gleiche Ziel und klauen die Testbogen aus seinen Unterlagen, mit dem Effekt, dass der Test am nächsten Tag abgesagt wird. Das kommt Nicole sehr gelegen, denn sie wollte eigentlich das Studium hinschmeißen und wurde nur durch ihre Familie und vor allem Ebru motiviert weiterzumachen.

Folge 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Nicoles Hinweis an die Familie, dass die Wohnung mal wieder aufgeräumt werden sollte, bringt Tiffany die arabische Mitschülerin Minura mit nach Hause, die anscheinend kein Wort Deutsch versteht, aber die ganze Wohnung auf Hochglanz bringt. Während Silvia, Tiffany und Dennis ihr beim Putzen zuschauen, lädt Silvia sie spontan ein, mit ihnen Abend zu essen. Minura nimmt gerne an und bringt gleich ihre (Groß-)Familie mit.

An der Uni bekommen die Studenten von Amling eine Aufgabe, die sie in Zweierteams bearbeiten müssen. Nicole fragt verschiedene Kommilitonen für die Tandem-Aufgabe, erhält aber nur Absagen. Als die umweltbewusste Streberin Johanna, die sie in die Mensa eingeladen hat, wegen der Tandem-Aufgabe fragt, sagt Nicole ab. Als Nicole später immer noch keinen Partner findet, müssen sie und Alex doch um Johanna buhlen. Diese entscheidet sich für Nicole, da Freundinnen immer vorgehen. Beim gemeinsamen Lernen in der Bibliothek überreicht Johanna Nicole eine selbstgebastelte Mappe mit allen wichtigen Informationen für das Studium und verrät ihr, dass sie heimlich in Alex verknallt ist. Nicole verspricht, es niemandem zu verraten. Als Nicole in der Bibliothek Alex begegnet, erzählt sie es im dennoch und dass sie Johanna nur für eine Aufgabe bräuchte. Johanna hört beides und ist entsprechend enttäuscht von Nicole.

Zunächst lästert Nicole gegenüber Ebru über die uncoolen Leute an der Uni und das "irre Blumenmädchen" / "Rapunzel" / "Streber-Ulla" Johanna. Ebru sagt, Nicole brauche keine Uni-Freundin, da sie ja Ebru habe. Nachdem Nicole ihr von der Situation mit Johanna und Alex in der Bibliothek erzählt und die Mappe zeigt, sehen beide, wie nett Johanna eigentlich ist. Ebru ermuntert Nicole sie als Uni-Freundin zu haben und sich bei ihr zu entschuldigen. Das macht Nicole und gesteht ihr auch noch dass sie ihr Abitur gefälscht hat. Johanna nimmt die Entschuldigung an verspricht es niemandem zu sagen.

Folge 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicole muss an der Uni ein Wochenendseminar bei Professor Danni-Lenko, genannt "Mark", besuchen. Die Seminararbeit soll zum Thema Grundlegende Geschäftsmodelle moderner Unternehmenskultur geschrieben werden. In der Bibliothek findet Nicole ein Buch von Professor Amling dazu, aus dem sie 1:1 abschreibt ohne es kenntlich zu machen. Das Plagiat wird Uni-intern bekannt und Professor Danni-Lenko initiiert ein Ausschlussverfahren. Durch Johanna erfährt Nicole allerdings, dass bereits Amlings Text ein Plagiat war. Dementsprechend hat dieser auch ein Interesse daran, das Ausschlussverfahren (in dem er als Ausschuss-Mitglied involviert ist) zügig zu beenden; was letztendlich auch geschieht.

Zuhause nimmt sich Nicoles Familie eines Pakets an, dass sie für eine Nachbarin angenommen hat. Sie reden sich ein, dass die Nachbarin bestimmt verstorben ist, und sie sich gewünscht hätte, dass die Familie ihre Sachen in Besitz nimmt. Umso überraschter sind sie, als die ganz und gar nicht tote Nachbarin bei ihnen klingelt und nach dem Paket fragt. Der Nachbarin fällt bspw. auf, dass Nicoles Mutter ihr bestelltes Outfit trägt und auf allen Kisten ihr Name steht. Der Sohn der Nachbarin, ein Polizist, schiebt die Anschuldigungen mit Verweis auf ihre Demenz beiseite.

Folge 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicole verliert ihren Job im Fast-Food-Restaurant, da ein Immobilieninvestor das Areal aufgekauft und die Mieten erhöht hat. Nicole thematisiert in der Familie deren nun noch stärker angespannte finanzielle Lage. Da Mutter Silvia partout keiner anderen Tätigkeit außer Fachkraft für Heißmangel nachgehen will, überlegt sie der Vergünstigungen wegen, und um von der Arbeitsagentur in Ruhe gelassen zu werden, einen Schwerbehindertenausweis zu erschwindeln, wovon Nicole sie allerdings abbringen kann. Nicole selbst sucht am schwarzen Brett der Universität nach Nebenjobs. Dabei trifft sie Alexander und erfährt, dass er sich für ein Stipendium bewirbt. Die Aussicht auf 1000 € monatlich bewegen Nicole dazu sich auch zu bewerben. Im anschließenden Casting merkt Nicole, dass ihre soziale Situation die Jury sehr bewegt, so dass sie sich dazu hinreißen lässt ihre angeblich schwerbehinderte Mutter zu erwähnen. Nicole bekommt das Stipendium, muss nun aber um nicht aufzufliegen bei der Begrüßungsfeier die Mutter in einen Rollstuhl setzen. Als bei sie der Preisübergabe sieht, dass sich der Immobilieninvestor, wegen dem sie ihren Job verlor, sich mit ihrem Stipendium schmücken will, sagt sie ihm zornig ihre Meinung.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Szenen in Chorweiler wurden vor Ort gedreht, die Innen-Szenen im Studio.[1]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie erhielt meist positive Kritiken: Die Hörzu kommt zum Schluss

„Sollte man sehen, weil:

…wir richtig glücklich waren, als wir die erste zwei Folgen gesehen haben. Vielleicht wird das Rad nicht ganz neu erfunden und man muss natürlich schauen, wie sich das Format weiter entwickelt. Aber Hanna Plaß überzeugt als Underdog-Heldin und das Drehbuch trifft die richtige Mischung aus eigenwilligem Humor und Herz. Weil man sich außerdem überraschend schnell mit allen Charakteren anfreundet, ist die Vorfreude auf die Fortsetzung von Anfang an da. Die Serie scheint das Zeug zu einem kleinen Glücksfall in der deutschen (Comedy-)Serienlandschaft zu haben.“

Hörzu[4]

Auf DWDL.de wird summiert "Das macht Spaß, zumal die meisten Pointen treffsicher und mit großer Spielfreude verwandelt werden."[5] Nach einer ausführlichen Besprechung gab Tilmann P. Gangloff der Serie 4 von 6 Sternen.[6] Ambivalent äußerte sich Oliver Jungen in der FAZ: "Die Pointen sitzen, Timing und Score stimmen; Wolfgang Groos und Tobias Wiemann setzen das Starke-Frauen-Aufsteigermärchen trashig cool in Szene. Nur ist die Entwicklung doch arg erwartbar. Und lustig übersteigerte Soziolekte hat man in der Comedy inzwischen schon allzu oft gehört. „Think Big“ denkt jedenfalls nicht groß über das Privatfernsehen hinaus."[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interviews und Berichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Manuel Weis: «Think Big!»-Hauptdarstellerin Hanna Plaß: 'Die Serie erinnert mich stark an echte Sitcom-Hits wie «Friends» oder «Roseanne»'. quotenmeter.de, 7. Februar 2020, abgerufen am 8. Februar 2020.
  2. Gunther Reinhardt: Plattenbau-Barbie geht zur Uni. Stuttgarter Zeitung, 7. Februar 2020, abgerufen am 8. Februar 2020.
  3. Rollen und Darsteller. Sat.1, abgerufen am 8. Februar 2020.
  4. Think Big • Vom Plattenbau zum Big Business. Hörzu, 4. Februar 2020, abgerufen am 11. Februar 2020.
  5. Alexander Krei: Wie gut sind die beiden Comedyserien-Neustarts in Sat.1? DWDL.de, 7. Februar 2020, abgerufen am 11. Februar 2020.
  6. Tilmann P. Gangloff: Serie „Think Big!“ Tittelbach.tv, abgerufen am 11. Februar 2020.
  7. Oliver Jungen: Über Tische und Bänke. FAZ, 7. Februar 2020, abgerufen am 11. Februar 2020.