Ihlow (Fläming)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Ihlow führt kein Wappen
Ihlow (Fläming)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ihlow hervorgehoben
Koordinaten: 51° 52′ N, 13° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Amt: Dahme/Mark
Höhe: 82 m ü. NHN
Fläche: 47,69 km2
Einwohner: 705 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15936
Vorwahlen: 033744, 035451
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 157
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 48-49
15936 Dahme/Mark
Bürgermeister: Werner Schröder
Lage der Gemeinde Ihlow im Landkreis Teltow-Fläming
Am Mellensee Baruth/Mark Blankenfelde-Mahlow Dahme Dahmetal Großbeeren Ihlow (Fläming) Jüterbog Luckenwalde Ludwigsfelde Niederer Fläming Niedergörsdorf Nuthe-Urstromtal Rangsdorf Trebbin Zossen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Ihlow ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Sie gehört zum Amt Dahme/Mark, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Dahme/Mark hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Niederen Fläming in etwa 35 Kilometer Straßenentfernung südöstlich der Kreisstadt Luckenwalde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihlow gliedert sich in die Ortsteile[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1205 urkundlich erwähnt.

1875 wurde das Dorf fast vollständig durch ein Feuer verwüstet.

Von 1635 bis 1815 gehörte der Ort zum sächsischen Amt Dahme, dann zum Landkreis Jüterbog-Luckenwalde in der preußischen Provinz Brandenburg. In der DDR lag Ihlow im Kreis Jüterbog des Bezirks Potsdam.

Eingemeindungen

Am 31. Dezember 2001 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Bollensdorf, Illmersdorf, Mehlsdorf, Niendorf und Rietdorf nach Ihlow eingemeindet.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 314
1890 378
1910 344
1925 328
1933 318
1939 291
1946 422
1950 422
1964 277
1971 267
Jahr Einwohner
1981 215
1985 233
1989 216
1990 219
1991 223
1992 218
1993 217
1994 221
1995 224
1996 223
Jahr Einwohner
1997 224
1998 226
1999 223
2000 212
2001 834
2002 828
2003 833
2004 848
2005 813
2006 802
Jahr Einwohner
2007 811
2008 803
2009 781
2010 773
2011 750
2012 750
2013 730
2014 705
2015 705

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[4][5] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Ihlow besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Einzelbewerber Frank Schüler 1 Sitz
  • Einzelbewerbe Klaus Mennecke 1 Sitz
  • Einzelbewerber Thomas Hertel 1 Sitz
  • Einzelbewerber Ronald Schmidt 1 Sitz
  • Einzelbewerber René Knuppe 1 Sitz
  • Einzelbewerber Dietmar Bucke 1 Sitz
  • Einzelbewerber Christopher Elsner 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Elke Luckow 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Kathrin Mersch 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werner Schröder wurde als Einzelbewerber in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 87,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Ihlow

In der Liste der Baudenkmale in Ihlow und der Liste der Bodendenkmale in Ihlow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche ist die einzige im Fläming, die einen zweispitzigen Kirchturm aufweist. Die Legende besagt, dass der Teufel durch die Kirche geritten sei und die Kirche seitdem zwei Spitzen hat.

Die Dorfkirche in Niendorf wurde im 18. Jahrhundert auf dem Sockel eines Vorgängerbaus errichtet. 1908 wurde sie von der Kirchengemeinde neobarock überformt. Im Innern befinden sich unter anderem ein Altar sowie eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die in den Jahren 1952/53 an der Stelle des 1945 abgebrannten Gutshauses erbaute Fachwerkkirche im Ortsteil Bollensdorf. Am 1. Advent 2008 wurde das 55-jährige Bestehen der Kirche gefeiert. 2007/08 wurde die Kirche in Eigeninitiative der Bürger, durch Spenden und mithilfe der Arbeit mehrerer Unternehmen restauriert. Die Lausitzer Rundschau bezeichnete diese Initiative der Bewohner von Bollensdorf als „Wunder von Bollensdorf“.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale in Ihlow (Fläming)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihlow liegt an der Bundesstraße 102 zwischen Jüterbog und Dahme/Mark und an der Landesstraße L 713 nach Schönewalde.

Die Haltepunkte Ihlow und Niendorf lagen an der Bahnstrecke Jüterbog–Dahme (Mark), auf der der Personenverkehr 1963 eingestellt wurde.

Durch Ihlow verkehrt die Rufbuslinie 774 Dahme–Werbig. Sie wird durch die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming bedient

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[9] 495 488 491 484 474 478 477

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wird vom Flaeming-Skate berührt. Es handelt sich dabei um die längste zusammenhängende Strecke für Inlineskater und Radfahrer dieser Art in Europa.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Christian Krackow (1691–1773), Pfarrer in Ihlow[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Ihlow (PDF; 319 kB)
  3. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001. StBA
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Teltow-Fläming. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  9. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3
  10. Ulrike Müller-Harang: Kirms-Krackow-Haus: Sechzig Neuerwerbungen des Goethe-Nationalmuseums. Carl Hanser, München 1999. ISBN 978-3-446-19725-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ihlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien