Niedergörsdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niedergörsdorf
Niedergörsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niedergörsdorf hervorgehoben
Koordinaten: 51° 59′ N, 13° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Höhe: 84 m ü. NHN
Fläche: 205,73 km²
Einwohner: 5984 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14913
Vorwahlen: 033741, 033742 (Oehna)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 297
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 14f
14913 Niedergörsdorf
Webpräsenz: www.niedergoersdorf.de
Bürgermeister: Wilfried Rauhut (parteilos)
Lage der Gemeinde Niedergörsdorf im Landkreis Teltow-Fläming
Am Mellensee Baruth/Mark Blankenfelde-Mahlow Dahme Dahmetal Großbeeren Ihlow (Fläming) Jüterbog Luckenwalde Ludwigsfelde Niederer Fläming Niedergörsdorf Nuthe-Urstromtal Rangsdorf Trebbin Zossen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Niedergörsdorf ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Teltow-Fläming in Brandenburg. Die Gemeinde befindet sich im Herzen des Fläming.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niedergörsdorf besteht aus den folgenden Ortsteilen[2]:

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale in Niedergörsdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Mellnsdorf
Kirche in Blönsdorf
Dennewitz, Schlachtenmuseum und Invalidenwohnung (Historische Aufnahme)
Feldsteinkirche in Seehausen

Mit der Wende begann für Niedergörsdorf die kommunale Selbstverwaltung. Die Gemeinde bestand 1990 aus 5 Ortsteilen (Dorf, Bahnhof, Gölsdorf, Wölmsdorf, Kaltenborn). 1991 schlossen sich Niedergörsdorf und Dennewitz zur Verwaltungsgemeinschaft Niedergörsdorf/Dennewitz zusammen. Niedergörsdorf gehörte mit Wirkung vom 15. Juni 1992 zu den 10 Gemeinden, die das Amt Niedergörsdorf bildeten[3]. Ab 1993 entwickelte sich der 6. Ortsteil Niedergörsdorfs, der den Namen „Flugplatz“ erhielt. Hier siedelten sich zunächst deutschstämmige Spätaussiedler aus Kasachstan an. Mit Wirkung vom 31. Dezember 1997 schlossen sich 14 Gemeinden, so auch Niedergörsdorf, zur Gemeinde Niedergörsdorf zusammen.[4] Sie gaben damit ihre Selbstständigkeit auf. Mit Erlass einer neuen Hauptsatzung im Mai 2003 wurden die Ortsteile Bahnhof und Flugplatz aufgelöst. Bahnhof gehört seither zum Ortsteil Niedergörsdorf und Flugplatz zum Ortsteil Altes Lager.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 257
1890 279
1910 470
1925 570
1933 678
1939 1 629
1946 742
1950 794
1964 1 328
1971 1 301
Jahr Einwohner
1981 1 219
1985 1 252
1989 1 222
1990 1 212
1991 1 186
1992 1 234
1993 1 259
1994 1 595
1995 1 860
1996 2 046
Jahr Einwohner
1997 7 955
1998 7 679
1999 7 721
2000 7 404
2001 7 316
2002 7 257
2003 7 228
2004 6 912
2005 6 854
2006 6 730
Jahr Einwohner
2007 6 655
2008 6 468
2009 6 307
2010 6 285
2011 6 089
2012 6 037
2013 6 031
2014 5 984

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[5][6], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Niedergörsdorf besteht aus 18 Gemeindevertretern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilfried Rauhut (parteilos) wurde in der Bürgermeisterwahl vom 22. September 2013 mit 66,4 % der gültigen Stimmen für eine erneute Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 60,6 %).[8] Er war erstmals am 18. September 2005 in dieses Amt gewählt worden.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 28. November 1997 durch das Brandenburgische Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „In Gold auf grünem Berg eine schwarze Windmühle mit silbernen Flügeln.“[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalgeschützte Bockwindmühle in Mellnsdorf

In der Liste der Baudenkmale in Niedergörsdorf und der Liste der Bodendenkmale in Niedergörsdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feldsteinkirche in Mellnsdorf stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Saalkirche mit eingezogenem Chor und anschließender Apsis verfügt seit dem 19. Jahrhundert über einen Fachwerkturm sowie einen Westgiebel mit Portal. Das Dach des Kirchturms wurde 1957 erneuert, wobei jedoch schwere Mängel auftraten, die 2002 dazu führten, dass die Kirchturmspitze abgenommen werden musste. Seitdem steht sie neben der Kirche.

Weitere Dorfkirchen sind in den früheren Dörfern vorhanden, wie auf den Fotos zu sehen.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obelisk (von Schinkel)

Auf einer Anhöhe zwischen Niedergörsdorf und Dennewitz steht ein Obelisk, entworfen von Karl Friedrich Schinkel. Er wurde am 6. September 1817 als erstes Denkmal für die Schlacht bei Dennewitz errichtet. Er steht dort, wo während der Schlacht die Division des Generalleutnants August von Thümen den Gegner nach schweren Kämpfen zurückdrängte. Eine Inschrift besagt: „Die gefallenen Helden ehrt dankbar König und Vaterland. Sie ruhn in Frieden. Dennewitz, den 6. September 1813.“ Der Obelisk ist Teil einer von Friedrich Wilhelm III. gewünschten Denkmalanlage, zu der auch ein unterhalb gelegenes, von Schinkel entworfenes Haus gehört, in dem gemäß dem Wunsch des Königs immer ein Kriegsveteran mietfrei wohnte (bis 1945, dann bis 1952 leerstehend, dann Dienstwohnung des Oberförsters). Die sich anschließende Eichenallee stammt von Peter Joseph Lenné.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die ganze Gemeinde zieht sich der Fläming-Skate, der im Ortsteil Altes Lager einen eigenen Rundkurs hat. Der Ortsteil Altes Lager hat eine Kart-Bahn.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2010 und 2011 war das OFT-Festival in Niedergörsdorf.

Seit 2011 wird das „Spirit from the streets“-Festival auf dem Flugplatz ausgerichtet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Niedergörsdorf liegt an der Bahnstrecke Berlin–Halle. Der Bahnhof Oehna befindet sich an der Bahnstrecke Jüterbog–Röderau. An der letzt genannten Strecke soll auch der Haltepunkt Zellendorf wiedereröffnet werden.[10]

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Niedergörsdorf vom 10. Dezember 2008
  3. Bildung des Amtes Niedergörsdorf. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Mai 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 38, 15. Juni 1992, S.743.
  4. Zusammenschluß der Gemeinden Blönsdorf, Danna, Dennewitz, Langenlipsdorf, Malterhausen, Niedergörsdorf, Oehna, Rohrbeck, Schönefeld, Seehausen, Wergzahna (Amt Niedergörsdorf), Bochow, Zellendorf (Amt Niederer Fläming) und Altes Lager (Amt Jüterbog) zu einer neuen Gemeinde Niedergörsdorf. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Januar 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 1, 14. Januar 1998, S.2.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Teltow-Fläming. S. 22–25
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  7. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 22. September 2013
  9. Wappenangaben aus der Hauptsatzung der Gemeinde
  10. Bahnanschluss für Piloten - In Zellendorf sollen im Herbst wieder Züge halten / Gemeinde gestaltet den Vorplatz - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg. In: maerkischeallgemeine.de. Archiviert vom Original am 24. Februar 2013, abgerufen am 18. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niedergörsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien