Niedergörsdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niedergörsdorf
Niedergörsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niedergörsdorf hervorgehoben
51.9791666666671384Koordinaten: 51° 59′ N, 13° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Höhe: 84 m ü. NHN
Fläche: 204,67 km²
Einwohner: 6037 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14913
Vorwahlen: 033741, 033742 (Oehna)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 297
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 14f
14913 Niedergörsdorf
Webpräsenz: www.niedergoersdorf.de
Bürgermeister: Wilfried Rauhut (parteilos)
Lage der Gemeinde Niedergörsdorf im Landkreis Teltow-Fläming
Am Mellensee Baruth/Mark Blankenfelde-Mahlow Dahme Dahmetal Großbeeren Ihlow (Fläming) Jüterbog Luckenwalde Ludwigsfelde Niederer Fläming Niedergörsdorf Nuthe-Urstromtal Rangsdorf Trebbin Zossen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Niedergörsdorf ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Teltow-Fläming in Brandenburg. Die Gemeinde befindet sich im Herzen des Fläming.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Niedergörsdorf besteht aus den folgenden Ortsteilen[2]:

  • Kaltenborn
  • Kurzlipsdorf
  • Langenlipsdorf
  • Lindow
  • Malterhausen
  • Mellnsdorf
  • Niedergörsdorf
  • Oehna

Naturdenkmale[Bearbeiten]

Siehe Liste der Naturdenkmale in Niedergörsdorf

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Kirche in Mellnsdorf
Kirche in Blönsdorf
Dennewitz, Schlachtenmuseum und Invalidenwohnung (Historische Aufnahme)
Feldsteinkirche in Seehausen

Mit der Wende begann für Niedergörsdorf die kommunale Selbstverwaltung. Die Gemeinde bestand 1990 aus 5 Ortsteilen (Dorf, Bahnhof, Gölsdorf, Wölmsdorf, Kaltenborn). 1991 schlossen sich Niedergörsdorf und Dennewitz zur Verwaltungsgemeinschaft Niedergörsdorf/Dennewitz zusammen. Niedergörsdorf gehörte mit Wirkung vom 15. Juni 1992 zu den 10 Gemeinden, die das Amt Niedergörsdorf bildeten[3]. Ab 1993 entwickelte sich der 6. Ortsteil Niedergörsdorfs, der den Namen „Flugplatz“ erhielt. Hier siedelten sich zunächst deutschstämmige Spätaussiedler aus Kasachstan an. Mit Wirkung vom 31. Dezember 1997 schlossen sich 14 Gemeinden, so auch Niedergörsdorf, zur Gemeinde Niedergörsdorf zusammen.[4] Sie gaben damit ihre Selbstständigkeit auf. Mit Erlass einer neuen Hauptsatzung im Mai 2003 wurden die Ortsteile Bahnhof und Flugplatz aufgelöst. Bahnhof gehört seither zum Ortsteil Niedergörsdorf und Flugplatz zum Ortsteil Altes Lager.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Quellen der Daten, die Grundlage der Darstellungen sind, finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[5].

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Niedergörsdorf besteht aus 18 Ratsmitgliedern und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zum Bürgermeister wurde am 18. September 2005 Wilfried Rauhut gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 28. November 1997 durch das Brandenburgische Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „In Gold auf grünem Berg eine schwarze Windmühle mit silbernen Flügeln.“[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Denkmalgeschützte Bockwindmühle in Mellnsdorf

In der Liste der Baudenkmale in Niedergörsdorf und der Liste der Bodendenkmale in Niedergörsdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Kirchen[Bearbeiten]

Die Feldsteinkirche in Mellnsdorf stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Saalkirche mit eingezogenem Chor und anschließender Apsis verfügt seit dem 19. Jahrhundert über einen Fachwerkturm sowie einen Westgiebel mit Portal. Das Dach des Kirchturms wurde 1957 erneuert, wobei jedoch schwere Mängel auftraten, die 2002 dazu führten, dass die Kirchturmspitze abgenommen werden musste. Seitdem steht sie neben der Kirche.

Weitere Dorfkirchen sind in den früheren Dörfern vorhanden, wie auf den Fotos zu sehen.

Denkmäler[Bearbeiten]

Obelisk (von Schinkel)

Auf einer Anhöhe zwischen Niedergörsdorf und Dennewitz steht ein Obelisk, entworfen von Karl Friedrich Schinkel. Er wurde am 6. September 1817 als erstes Denkmal für die Schlacht bei Dennewitz errichtet. Er steht dort, wo während der Schlacht die Division des Generalleutnants August von Thümen den Gegner nach schweren Kämpfen zurückdrängte. Eine Inschrift besagt: „Die gefallenen Helden ehrt dankbar König und Vaterland. Sie ruhn in Frieden. Dennewitz, den 6. September 1813.“ Der Obelisk ist Teil einer von Friedrich Wilhelm III. gewünschten Denkmalanlage, zu der auch ein unterhalb gelegenes, von Schinkel entworfenes Haus gehört, in dem gemäß dem Wunsch des Königs immer ein Kriegsveteran mietfrei wohnte (bis 1945, dann bis 1952 leerstehend, dann Dienstwohnung des Oberförsters). Die sich anschließende Eichenallee stammt von Peter Joseph Lenné.

Sport[Bearbeiten]

Durch die ganze Gemeinde zieht sich der Fläming-Skate, der im Ortsteil Altes Lager einen eigenen Rundkurs hat.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Niedergörsdorf liegt an der Bahnstrecke Berlin–Halle. Der Bahnhof Oehna befindet sich an der Bahnstrecke Jüterbog–Röderau. An der letzt genannten Strecke soll auch der Haltepunkt Zellendorf wiedereröffnet werden.[7]

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Niedergörsdorf vom 10. Dezember 2008
  3. Bildung des Amtes Niedergörsdorf. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Mai 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 38, 15. Juni 1992, S.743.
  4. Zusammenschluß der Gemeinden Blönsdorf, Danna, Dennewitz, Langenlipsdorf, Malterhausen, Niedergörsdorf, Oehna, Rohrbeck, Schönefeld, Seehausen, Wergzahna (Amt Niedergörsdorf), Bochow, Zellendorf (Amt Niederer Fläming) und Altes Lager (Amt Jüterbog) zu einer neuen Gemeinde Niedergörsdorf. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Januar 1998. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 1, 14. Januar 1998, S.2.
  5. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  6. Wappenangaben aus der Hauptsatzung der Gemeinde
  7. Bahnanschluss für Piloten - In Zellendorf sollen im Herbst wieder Züge halten / Gemeinde gestaltet den Vorplatz - Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg. In: maerkischeallgemeine.de. Abgerufen am 18. Januar 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niedergörsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien