Blankenfelde-Mahlow

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow führt kein Wappen
Blankenfelde-Mahlow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow hervorgehoben
Koordinaten: 52° 21′ N, 13° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 55,17 km2
Einwohner: 26.319 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 477 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 15827 (Blankenfelde, Dahlewitz),
15831 (Groß Kienitz, Jühnsdorf, Mahlow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03379, 033708
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 017
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karl-Marx-Straße 4
15827 Blankenfelde-Mahlow
Webpräsenz: www.blankenfelde-mahlow.de
Bürgermeister: Ortwin Baier (SPD)
Lage der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow im Landkreis Teltow-Fläming
Am Mellensee Baruth/Mark Blankenfelde-Mahlow Dahme Dahmetal Großbeeren Ihlow (Fläming) Jüterbog Luckenwalde Ludwigsfelde Niederer Fläming Niedergörsdorf Nuthe-Urstromtal Rangsdorf Trebbin Zossen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Blankenfelde-Mahlow ist eine amtsfreie Gemeinde im nördlichen Teil des Landkreises Teltow-Fläming in Brandenburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt südlich von Berlin. Sie grenzt an den Berliner Ortsteil Lichtenrade. Weitere Nachbarn sind Schönefeld im Osten, Großbeeren im Nordwesten, Ludwigsfelde im Südwesten und Rangsdorf im Süden und Südosten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gliedert sich in folgende Ortsteile:[2]

  • Blankenfelde
  • Mahlow mit den bewohnten Gemeindeteilen Glasow, Roter Dudel und Waldblick sowie den Wohnplätzen Fuchsberg und Mahlow Dorf[3]
  • Dahlewitz
  • Groß Kienitz
  • Jühnsdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow entstand am 26. Oktober 2003 durch den Zusammenschluss der fünf vorher selbstständigen Gemeinden Blankenfelde, Dahlewitz, Groß Kienitz, Jühnsdorf und Mahlow.[4]

Die Geschichte der Gemeinde bis 2003 ist die Geschichte dieser fünf Gemeinden. Zur Geschichte von Dahlewitz und Jühnsdorf siehe dort.

Wappen von Blankenfelde

Blankenfelde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blankenfelde wurde 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Ein wesentlicher Teil dieses Ortsteiles, die so genannte Gagfah-Siedlung, entstand jedoch erst in den 1930er Jahren, nachdem die Süd-Berlin Bodenaktiengesellschaft das Areal erworben und parzelliert hatte. Dadurch erhöhte sich die Einwohnerzahl erheblich – von 766 Einwohnern im Jahr 1930 auf 6228 Einwohner im Jahr 1939.

Wappen von Mahlow

Mahlow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahlow wurde 1287 erstmals urkundlich erwähnt. Nachdem der Ort 1875 einen Bahnhof erhalten hatte, erfolgte die Zuwanderung von wohlhabenden Berlinern.[5] 1945 wurde Mahlow Kreisstadt des Kreises Teltow bis zu dessen Auflösung 1952. Bereits 1950 wurde die Gemeinde Glasow mit der Gemeinde Mahlow zusammengelegt. Durch den Bau der Berliner Mauer ab 13. August 1961 wurden die Verkehrsverbindungen nach Berlin gekappt. Erst nach dem Mauerfall 1989 kamen diese Verbindungen wieder in Gang. Am 31. August 1992 wurde mit dem Lückenschluss der Dresdener Bahn zwischen Lichtenrade und Mahlow die S-Bahn-Verbindung wiederhergestellt.

Im Jahr 2006 bekam der Ortsteil Mahlow eine neue Umgehungsstraße, die die vielbefahrene Ortsdurchfahrt entlastet und innerorts Lärm und CO2-Belastung verringern soll.

Lage an der Stadtgrenze Berlins (roter Punkt)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Blankenfelde-
Mahlow
Blankenfelde Dahlewitz Groß Kienitz Jühnsdorf Mahlow Glasow
1875 - 465 305 169 246 299 411
1910 - 729 468 170 215 630 434
1939 - 6 228 1 628 181 236 2 563 2 014
1946 - 6 667 1 760 266 299 2 654 2 099
1950 - 7 449 1 902 260 275 4 803
1971 - 7 192 1 940 158 231 5 430
1990 - 7 820 1 705 126 179 4 770
1995 - 7 899 1 662 204 262 5 594
2000 - 10 241 1 827 245 256 8 738
2002 - 10 365 1 918 300 285 9 789
2003 23 074
2005 24 210
2010 25 718
2011 25 604
2012 25 655
2013 25 664
2014 25 981
2015 26 319

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[6][7] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 32 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

  • SPD: 7 Sitze
  • CDU: 6 Sitze
  • Die Linke: 5 Sitze
  • BVBB-Wählergruppe Mitglieder Sympathisanten: 3 Sitze
  • Freie Wählergruppe Rahneberg: 3 Sitze
  • AfD: 2 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 2 Sitze
  • BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow: 2 Sitze
  • Einzelbewerberin Rosemarie Müller: 1 Sitz
  • FDP: 1 Sitz

In den einzelnen Ortsteilen werden Ortsbeiräte gewählt:[2]

  • Blankenfelde mit 5 Mitgliedern
  • Dahlewitz mit 5 Mitgliedern
  • Groß Kienitz mit 3 Mitgliedern
  • Jühnsdorf mit 3 Mitgliedern
  • Mahlow mit 3 Mitgliedern

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortwin Baier (SPD) wurde in der Bürgermeisterstichwahl vom 25. September 2011 mit 58,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt (Wahlbeteiligung 38,1 %).[9]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften bestehen seit 1992 mit der Kreisstadt Bad Ems aus Rheinland-Pfalz, seit 2005 mit der Gemeinde Tószeg in Ungarn[10] und seit 2015 mit Kretinga (Litauen)[11].

Gemeinde Blankenfelde, 1896

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Blankenfelde-Mahlow und der Liste der Bodendenkmale in Blankenfelde-Mahlow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut Blankenfelde um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Denkmalgeschützte Kirche in Blankenfelde
Kirche in Mahlow

Die Ortsteile haben charakteristische Dorfkirchen, zum Beispiel die Dorfkirche Mahlow sowie die Dorfkirche Glasow, die im 13. Jahrhundert entstanden. Im Ortsteil Blankenfelde wurde ein früheres Gutsherrenhaus im Neorenaissance-Stil schlossartig umgebaut. In den Nachkriegsjahren stand es längere Zeit leer und wurde dann abgerissen. Nach der Wende erbaute man an derselben Stelle einen Supermarkt und eine Drogerie.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Promenade im Ortsteil Blankenfelde wurde 1933 zur schönsten Deutschlands ernannt. Sie befand sich inmitten der von zugezogenen Berlinern gerade gebauten Wohnsiedlung, die heute den Ortskern von Blankenfelde bildet. 2011 wurde der (Ausgleichsmaßnahme des Flughafens) sanierte Gutspark Dahlewitz wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Der Gutspark liegt direkt an der Landesstraße L 402 zwischen Dahlewitz und Groß Kienitz. Des Weiteren verfügt der Ortsteil Blankenfelde über den Natursportpark auf dem ehemaligen Kasernengelände im Jühnsdorfer Weg.

Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort der Vielfalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. September 2008 erhielt die Gemeinde den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden der Gemeinde befindet sich das größte Gewerbegebiet im Ortsteil Dahlewitz. Weitere Gewerbegebiete befinden sich in Groß Kienitz und in Mahlow östlich und westlich direkt an der B 96 neu gelegen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blankenfelde-Mahlow liegt an der Bundesstraße B 96 zwischen der Berliner Landesgrenze (Bezirk Tempelhof-Schöneberg) und Zossen, der Landesstraße L  40 zwischen Potsdam und Königs Wusterhausen sowie der L 76 nach Teltow. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Rangsdorf an der Bundesautobahn 10 (südlicher Berliner Ring).

Seit 1992 ist Blankenfelde-Mahlow mit den Stationen Mahlow und Blankenfelde (Kr Teltow-Fläming) wieder mit der S-Bahnlinie 2 aus Berlin über die Dresdener Bahn erreichbar, nachdem diese ursprünglich bis Rangsdorf gehende Verbindung 1961 im Zuge des Baus der Berliner Mauer abgetrennt und eingestellt wurde. Endbahnhof ist nun Blankenfelde.

Mit der Regionalbahn erreicht man Blankenfelde und Dahlewitz über die Regional-Express-Linien RE 5 Rostock / Stralsund–Berlin–Elsterwerda / Wünsdorf-Waldstadt und RE 7 Dessau–Berlin–Wünsdorf-Waldstadt.

In unmittelbarer Umgebung befindet sich der Flughafen Berlin-Schönefeld, der bis 2018 zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ausgebaut werden soll. Er wird von Blankenfelde-Mahlow aus mit Bahn oder Auto in einer Viertelstunde erreichbar sein.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] 13 049 13 158 13 551 13 750 14 036 14 223 14 498
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 516 516 525 535 548 554 565

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mahlow befinden sich die Grundschule „Astrid Lindgren“, die Herbert-Tschäpe-Grundschule, die Allgemeine Förderschule „Schule am Waldblick“ und die Evangelische Grundschule Mahlow. In Blankenfelde gibt es die Wilhelm-Busch-Grundschule, die Ingeborg-Feustel-Grundschule und das Kopernikus-Gymnasium. In Dahlewitz gibt es die Herbert-Tschäpe-Oberschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Görg (1938–2012), katholischer Theologe und Ägyptologe, in Blankenfelde geboren
  • Hans-Joachim Hacker (* 1949), Politiker (SPD), in Mahlow geboren
  • Jan-Michael Feustel (1951–2009), Kunsthistoriker und Autor, in Mahlow geboren
  • Dietmar Klemt, Politiker (SPD), Bürgermeister und Amtsdirektor 1992–2003

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Feustel, Uwe Friedrich: Blankenfelde. Text von Jan Feustel. Fotos von Uwe Friedrich. In: Märkische Landschaften. be.bra-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-930863-57-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blankenfelde-Mahlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b Hauptsatzung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow vom 22. Januar 2009
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg – Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  5. Märkische Oderzeitung, 1. November 2006, S. 11
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Teltow-Fläming. S. 14–17
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  8. Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  9. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl vom 25. September 2011
  10. Die Partnergemeinde Tószeg
  11. Städtepartnerschaft Blankenfelde-Mahlow - Kretinga
  12. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3