Trebbin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Trebbin
Trebbin
Deutschlandkarte, Position der Stadt Trebbin hervorgehoben
Koordinaten: 52° 13′ N, 13° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 126,37 km2
Einwohner: 9474 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 14959
Vorwahl: 033731
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 426
Stadtgliederung: 13 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1–3
14959 Trebbin
Webpräsenz: www.stadt-trebbin.de
Bürgermeister: Thomas Berger (CDU)
Lage der Stadt Trebbin im Landkreis Teltow-Fläming
Am MellenseeBaruth/MarkBlankenfelde-MahlowDahmeDahmetalGroßbeerenIhlow (Fläming)JüterbogLuckenwaldeLudwigsfeldeNiederer FlämingNiedergörsdorfNuthe-UrstromtalRangsdorfTrebbinZossenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Trebbin ist eine amtsfreie Stadt im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Als ehemaliger Wohnort des märkischen Eulenspiegels Hans Clauert trägt sie den inoffiziellen Beinamen Clauertstadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Blankensee

Trebbin liegt zwischen Teltow und dem Fläming am Rande einer Niederung östlich der Nuthe 36 Kilometer südlich von Berlin. Die Stadt liegt an der östlichen Grenze des Naturparks Nuthe-Nieplitz bzw. mit einigen Ortsteilen auch im Naturpark. Der Ortsteil Blankensee befindet sich am gleichnamigen See. Der Ortsteil Glau liegt an den Glauer Bergen.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trebbin besteht aus den Ortsteilen[2]

sowie den Wohnplätzen: Ebelshof, Eichenhof, Finkenberg, Forsthaus Altlenzburg, Forsthaus Lenzburg, Freie-Scholle-Siedlung, Kolonie Thyrow, Paulshöhe, Plantage, Priedel, Schönblick, Seeblick und Ziegelei[3].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Stadtnamen Trebbin sind nach Gerhard Schlimpert zwei Deutungen möglich. Die polabische Form Trebin könnte als Ort des Treba gedeutet werden (vgl. den polnischen Personennamen Trzeba, davon abgeleitet Trzebin, oder tschechisch Třeba, davon abgeleitet Třebin). Möglich ist auch eine polabische Grundform Trebyn- = Siedlung auf der Rodung (vgl. niedersorbisch tŕebiś = reinigen, roden)[4]. Die Stadt selbst stützt sich in einer Informationsbroschüre ebenfalls auf den westslawischen Ursprung und leitet es von trzebienie = Rodung ab.[5]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trebbin ist eine frühdeutsche Herrschaftsbildung, die entweder durch das Erzbistum Magdeburg oder aber durch ein bisher nicht genau zu bestimmendes Adelsgeschlecht vorgenommen wurde. 1213 wurde Trebbin erstmals urkundlich erwähnt. Die Geschichte Trebbins beginnt namentlich mit Arnoldus de Trebin, der 1213 die Burg Trebbin als Lehen besaß. Am 28. Dezember 1216 erschien Trebbin zusammen mit anderen Orten u. a. mit Luckenwalde in einer Urkunde des Bischofs zu Brandenburg. Zur Burg Trebbin gehörte auch ein kleiner Herrschaftsbereich, die Vogtei Trebbin, aus der sich im Spätmittelalter das Amt Trebbin bildete. Durch urkundlich nicht belegte Veränderungen schrumpfte das ursprüngliche Territorium der Vogtei Trebbin stark. Das spätermittelalterliche und frühneuzeitliche Amt Trebbin verwaltete neben der Stadt Trebbin nur noch vier Orte in der näheren Umgebung.

Karte der Stadt Trebbin, Ausschnitt aus der Schmettau'sche Karte aus den Jahren 1767 bis 1787. Am unteren Stadtrand Bezeichnung altes Amt (= Burg)

1315 erhielt die Stadt ihre selbstständige Gerichtsbarkeit. Um 1375 stand Trebbin unter Verwaltung des Ritters Nickel von Beckenburg. Die Stadt hatte ein bedeutendes Zollamt. 1505 erhielt sie das Marktrecht.

Um 1534 gab es eine Pest-Epidemie. Ihr fielen mehr als 300 Menschen zum Opfer. Trebbin wurde damals durch mehrere Brände in Schutt und Asche gelegt. Einen weiteren Stadtbrand gab es 1565, bei dem nur noch die Kirche und wenige Häuser übrig blieben. 1566 brach wiederum die Pest aus.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 lebten in der Stadt 25 Einwohner, von 149 Häusern existierten nur noch 24.[6]

Trebbin wurde 1722 Garnisonsstadt und blieb es bis 1918. 1797 fand die Grundsteinlegung des Rathauses statt, wo 1798 die erste Sitzung abgehalten wurde. Dieses Haus diente über 140 Jahre der Stadtverwaltung.

Stadt Trebbin auf Urmesstischblatt (Blatt Trebbin 3745) von 1840

Am 21. August 1813 fand hier ein siegreiches Gefecht des französischen Korps Oudinot gegen die preußische Brigade von Thümen statt. Der Anschluss an die Bahnstrecke Berlin–Halle erfolgte 1840. Um 1850 zählte Trebbin 1800 Bewohner. 1876 wurde ein neues Empfangsgebäudes am Bahnhof der Preußischen Staatsbahn errichtet. An produzierendem Gewerbe gab es Ende des 19. Jahrhunderts eine Zigarrenfabrik, Dampfdrechslerei und Ziegelbrennerei. 1885 lebten 2855 meist evangelische Einwohner im Ort.[7] Um 1900 baute die Stadt ein Elektrizitätswerk.

Barocke Kirche von 1754 in Christinendorf
Gebäude in der Friedensstadt in Glau

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schüler-Segelflugveranstaltung in den Trebbiner Bergen 1932

Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert entwickelte sich der Garten- und Möbelbau in Trebbin, damit wuchs die Stadt und die Einwohnerzahl stieg von 6594 im Jahr 1875 auf 7565 im Jahr 1910. Im gleichen Jahr erfolgte die Einweihung einer neuen Schule. Zwei Jahre später wurde die katholische Kirche errichtet. Der Zuzug setzte sich unvermindert fort.

In den 1920er Jahren entstanden die ersten Häuser der Siedlung „Freie Scholle“, erbaut vom Architekten Bruno Taut. Die Luchsiedlung kam Anfang der 1930er Jahre hinzu. Im gleichen Jahrzehnt wurde Trebbin als ein Zentrum des deutschen Segelflugs bekannt. So entstand im heutigen Ortsteil Schönhagen eine Reichssegelflugschule. Auf deren Gelände war 1939 auch vorübergehend die Ingenieurschule für Luftfahrttechnik (IfL) untergebracht. Im Februar 1939 war Grundsteinlegung für das heutige Rathaus. Im gleichen Jahr lebten bereits 9.069 Einwohner in der Stadt. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Zahl der Einwohner, auch bedingt durch den Zustrom von Vertriebenen auf über 11.000 an.

Am 1. März 1962 ereignet sich auf der Anhalter Bahn nahe Kliestow ein Eisenbahnunfall bei dem mehr als 70 Personen getötet wurden.

Seit dem 1. Mai 1976 ist Löwendorf Teil des Stadtgebietes.[8] In den darauffolgenden Jahrzehnten nahm die Einwohnerzahl stetig ab und stabilisierte sich erst bei rund 8000 Einwohnern Anfang der 1990er Jahre. Seitdem steigt die Einwohnerzahl, auch bedingt durch die Eingemeindungen, stetig an und liegt heute bei rund 9300 Einwohnern.[8]

Zum 15. Juni 1992 schlossen sich Blankensee, Christinendorf, Glau, Großbeuthen, Kleinschulzendorf, Kliestow, Lüdersdorf, Märkisch Wilmersdorf, Schönhagen, Stangenhagen, Thyrow, Wiesenhagen und die Stadt Trebbin zum neuen Amt Trebbin zusammen[9]. 1995 beschloss der Rat der Stadt, das Stadtzentrum zu sanieren. Dabei stand die Umgestaltung des Marktplatzes im Vordergrund, der durch eine hohe Verkehrsbelastung geprägt war. Ein Architekturbüro aus dem italienischen Verona erhielt den Zuschlag zur Neugestaltung des Platzes, der unter anderem einen Brunnen mit einer Figur von Hans Clauert vorsah. Ab dem 27. September 1998 bediente sich das Amt Trebbin zum Erfüllen seiner Aufgaben der Verwaltung der Stadt Trebbin[10].

Zum 31. Dezember 1997 schlossen sich die Gemeinden Glau, Kliestow, Wiesenhagen und die Stadt Trebbin zur neuen Stadt Trebbin zusammen[11]. Zum 27. September 1998 schlossen sich der Stadt Trebbin die Gemeinden Stangenhagen, Blankensee und Klein Schulzendorf an[12]. Im Jahr 2000 erweiterte der Rat die Stadtsanierung um das Gebiet bis zum Berliner Tor. Es umfasste damit 171 Gebäude, von denen bis 2006 insgesamt 73 Bauwerke saniert werden konnten. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden rund 5,7 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln verwendet. So wurde beispielsweise das Eckhaus an der Berliner Straße 43, aber auch die Bauten an der Puschkinstraße 9, der Beelitzer Straße 8 und 50 denkmalgerecht saniert.[5] Zum 26. Oktober 2003 wurden schließlich die Gemeinden Lüdersdorf, Schönhagen und Thyrow per Gesetz in die Stadt Trebbin eingegliedert, das Amt Trebbin aufgelöst, und die Stadt Trebbin wurde amtsfrei[13]. Die Gemeinde Thyrow erhob 2004 vor dem brandenburgischen Verfassungsgericht kommunale Verfassungsbeschwerde gegen ihre gesetzlich verordnete Eingliederung in die Stadt Trebbin, die jedoch zurückgewiesen wurde.[14]

Die Eingemeindungen in der Übersicht:

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Blankensee 27. September 1998
Christinendorf 31. Dezember 1997 Eingemeindung nach Thyrow
Glau 31. Dezember 1997
Großbeuthen 31. Dezember 1997 Eingemeindung nach Thyrow
Kleinbeuthen 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Großbeuthen
Klein Schulzendorf 27. September 1998
Kliestow 31. Dezember 1997
Löwendorf 1. Mai 1976
Lüdersdorf 26. Oktober 2003
Märkisch Wilmersdorf 31. Dezember 1997 Eingemeindung nach Thyrow
Schönhagen 26. Oktober 2003
Stangenhagen 27. September 1998
Thyrow 26. Oktober 2003
Wiesenhagen 31. Dezember 1997

Im Jahr 2013 feierte die Stadt eine Woche lang ihr 800-jähriges Jubiläum mit einem historischen Festumzug und einem Festprogramm. Dabei fand das mit 574 Teilnehmern bislang größte Freiluft-Turnier im Damespiel statt, was zu einem entsprechenden Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde führte.[15]

Bruchstücke des Meteoriten
Meteoriteneinschlag am 1. März 1988

Am 1. März 1988 hörten Mitglieder der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft Blumenstadt Trebbin ein zischendes Geräusch. Kurze Zeit später nahmen sie einen Laut wahr, der nach zersplitterndem Glas klang. Sie vermuteten einen Schaden an einem ihrer Gewächshäuser, konnten aber keine Veränderung feststellen. Erst am nächsten Tag entdeckten sie eine zersplitterte Scheibe sowie einige Gesteinsbrocken. Sie übergaben die Bruchstücke einem Mineralogen, der wiederum den Rat des Bezirkes in Potsdam informierte. So gelangten die Stücke zur Akademie der Wissenschaften der DDR, die insgesamt 16 Fragmente einsammelte. Sie haben ein Gesamtgewicht von 1,25 kg. Das größte Stück wiegt rund 300 Gramm. Die Wissenschaftler identifizierten die Bruchstücke als Chondriten. Der Einschlag gehört damit zu den bislang 46 nachgewiesenen Funden von Meteoriten in Deutschland (Stand 2014). Anlässlich des 5. Deutschen Meteoriten-Kolloquiums in Trebbin enthüllte der Bürgermeister gemeinsam mit Teilnehmern des Kolloquiums eine Informationstafel in der Bahnhofstraße von Trebbin.[16]

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glau wurde 1368 erstmals urkundlich als Gloych erwähnt. Das Wort bedeutet Kopf und ist als Metapher für Berg zu verstehen. 1920 bis 1935 ließ Joseph Weißenberg das christliche Siedlungswerk Friedensstadt mit vierzig Gebäuden errichten, die etwa 500 Menschen Platz boten. Die Siedlung war zur damaligen Zeit die größte und modernste Privatsiedlung Deutschlands. 1938 übernahm die SS das Gelände und nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Rote Armee. 1994 erhielt die Johannische Kirche das Gelände zurück.

Märkisch Wilmersdorf hieß bis 20. Oktober 1937 Wendisch Wilmersdorf[4], Wiesenhagen bis 8. Januar 1938 Neuendorf.[17]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 2748
1890 3043
1910 3557
1925 3553
1933 3717
1939 3979
1946 4554
1950 4370
Jahr Einwohner
1964 4017
1971 4046
1981 4470
1985 4480
1989 4487
1990 4370
1991 4280
1992 4290
1993 4314
1994 4267
Jahr Einwohner
1995 4211
1996 4227
1997 5192
1998 6397
1999 6465
2000 6453
2001 6400
2002 6433
2003 9188
2004 9205
Jahr Einwohner
2005 9272
2006 9265
2007 9291
2008 9308
2009 9311
2010 9273
2011 9211
2012 9212
2013 9250
2014 9239
Jahr Einwohner
2015 9394
2016 9474

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[18][19], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung von Trebbin besteht aus 17 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:[20]

CDU 5 Sitze
UFW (Unabhängige Freie Wähler) 3 Sitze
NL (Neue Liste) 3 Sitze
SPD 2 Sitze
Einzelbewerber Hendrik Bartl 1 Sitz
Die Linke 1 Sitz
AfD 1 Sitz
Grüne 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 1998: Thomas Berger (CDU)[21]

Berger wurde in der Bürgermeisterwahl am 14. September 2014 ohne Gegenkandidat mit 82,8 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren[22] gewählt (Wahlbeteiligung 49,4 %).[23]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 7. Januar 1999 genehmigt.

Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt in drei Reihen zu vier Plätzen von Schwarz und Silber geschacht.“[24]

In öffentlichen Präsentationen wird das Wappen regelmäßig durch eine ausgesetzte rote Mauerkrone ergänzend dargestellt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Trebbin und in der Liste der Bodendenkmale in Trebbin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmäler.

Pfarrkirche St. Marien
Wohnhaus in der Luckenwalder Straße 4

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Clauert-Rundweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Clauert-Rundweg verbindet insgesamt zwölf Orte in der Stadt, die mit dem Leben Clauerts in Verbindung stehen. Sie führen beispielsweise zu Clauert-Plastiken aus Holz und Bronze, leiten den Betrachter aber auch zu denkmalgeschützten Gebäuden wie die St.-Annen-Kapelle oder zu weiteren, historisch interessanten Punkten wie beispielsweise in die Fischerstraße, die als die älteste Straße der Stadt gilt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trebbin beteiligt sich an der Aktion 48 Stunden Nuthe-Nieplitz, bei der Besucher mit Hilfe des ÖPNV auf eine Entdeckungsreise durch den Naturpark gehen können. Der Bahnhof in Trebbin ist dabei der Start- und Endpunkt der Tour.
  • Musikveranstaltung Pop meets Classic
  • Blankenseer Musiksommer
  • Konzertreihe in der Dorfkirche in Blankensee
  • Offene Höfe im Naturpark Nuthe-Nieplitz in den Ortsteilen Blankensee und Wiesenhagen
  • Veranstaltungsreihe Kultur in Kliestow
  • Sonderausstellungen im Bauernmuseum in Blankensee sowie in der Heimatstube Trebbin

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vattenfall Europe betreibt ein Gasturbinenkraftwerk in Thyrow mit einem 380-kV-Umspannwerk und Bahnstrom-Umrichterwerk.

Seit der Wende in der DDR liegt der wirtschaftliche Schwerpunkt eher in der Landwirtschaft. So haben sich in der Region beispielsweise etwa zwanzig landwirtschaftliche Unternehmen zu einer Vermarktungsgesellschaft Offene Höfe zusammengeschlossen. Sie öffnen im Mai und November an je einem Tag ihre Betriebe, um Interessierten einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Daneben existieren einige Unternehmen des Fahrzeugbaus, Gärtnerei- und Druckereibetriebe sowie Unternehmen der Luftfahrttechnologie. Zahlreiche Gewerbetreibende sind im Gewerbeverband Trebbin e.V. organisiert. Auf ihre Initiative hin wurde eine Ausbildungsinitiative ins Leben gerufen, aber auch die Trebbin-Card ist eine Idee des Vereins. Das Ziel ist, die Kaufkraft durch Rabatte und andere Aktionen in der Region zu halten.

Die medizinische Versorgung übernehmen ein Medizinisches Versorgungszentrum in Trebbin sowie ein Gesundheitszentrum in Glau.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Trebbin

Östlich des Stadtkerns von Trebbin verläuft die Bundesstraße 101 zwischen Berlin und Luckenwalde. Die Ortsumgehung Trebbin wurde 2006 freigegeben.[26] Sie wird von der Bundesstraße 246 BeelitzZossen gekreuzt. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Ludwigsfelde-Ost an der A 10 (südlicher Berliner Ring).

Der Bahnhof Trebbin liegt an der Bahnstrecke Berlin–Halle. Dort verkehrt der Regionalexpress der Linie RE 3 Stralsund – / Schwedt – Berlin – Falkenberg (Elster) / – Lutherstadt Wittenberg. An gleicher Strecke hat der Ortsteil Thyrow einen Haltepunkt.

In Trebbin-Schönhagen befindet sich der größte Verkehrslandeplatz Brandenburgs.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fünf Kindertagesstätten sowie vier Kindergärten existieren in der Stadt. Daneben gibt es drei Schülerhorte und vier Jugendclubs.
  • Grundschule in Trebbin und Blankensee
  • Goethe-Oberschule in Trebbin
  • Stadtbibliothek Hans Clauert[15]
  • Clauerthaus mit Bühne und einem Veranstaltungssaal

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt sind rund 50 Vereine aktiv. Im Jahr 1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr Trebbin gegründet. Sie ist damit die drittälteste Feuerwehr im Landkreis Teltow-Fläming und besteht aus insgesamt vier Löschzügen. Seit dem 2. Dezember 1992 existiert in Trebbin der Sportclub Trebbin e.V. (SC Trebbin), bestehend aus den Abteilungen Handball, Leichtathletik und Fitness/Tanzgruppen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bronzene Brunnenfigur des Hans Clauert auf dem Marktplatz in Trebbin

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Trebbin verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Clauert (um 1506–1566), märkischer „Eulenspiegel“
  • Bartholomäus Krüger (um 1540–nach 1597), Stadtschreiber und Organist in Trebbin
  • Karl Friedrich Ebel, Kaufmann in Trebbin, erbeutete in den Befreiungskriegen eine Kriegskasse der napoleonischen Truppen und vermachte nach seinem Tod sein Vermögen in Höhe von 36.000 Mark an die Stadt, die mit diesen finanziellen Mitteln Bedürftige unterstützen sollte. Mit dem Geld wurde unter anderem der Henriettenstift gebaut und die Ebelstiftung gegründet.[27]
  • Fritz Graf von Schwerin (1856–1934), Dendrologe, Schriftsteller und Rittergutsbesitzer (lebte in Märkisch Wilmersdorf)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Band 2: Die Mittelmark und Ukermark enthaltend. Berlin 1805, S. 345–348.
  • Manfred Bensing u. A. / Heinz Göschel (Hrsg.): Lexikon Städte und Wappen der Deutschen Demokratischen Republik, VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1985, 3. Aufl.
  • Lutz Heydick, Günther Hoppe, Jürgen John (Hrsg.): Historischer Führer. Stätten und Denkmale der Geschichte in den Bezirken Potsdam, Frankfurt (Oder), Urania-Verlag, Leipzig Jena Berlin 1987, 1. Aufl., ISBN 3-332-00089-6.
  • Thomas Berger – Bürgermeister der Stadt Trebbin (Hrsg.): Stadt Trebbin und seine Ortsteile, Broschüre der Stadt Trebbin 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Trebbin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2016 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Stadt Trebbin vom 18. Februar 2009 (PDF; 44 kB)
  3. Dienstleistungsportal der Landesregierung – Stadt Trebbin
  4. a b Gerhard Schlimpert: Brandenburgisches Namenbuch Teil 3 Die Ortsnamen des Teltow. 368 S., Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1972.
  5. a b Stadt Trebbin (Hrsg.): Der Rote Teppich in Trebbin – Eine Informationsbroschüre zur Stadtsanierung, August 2006, S. 20.
  6. Beleg fehlt
  7. Beleg fehlt
  8. a b Quelle für die Einwohnerzahlen der Stadt ist das Historische Gemeindeverzeichnis des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, 2005 PDF
  9. Bildung des Amtes Trebbin. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Mai 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 38, 15. Juni 1992, S. 744.
  10. Änderung der Vereinbarung für die Bildung des Amtes Trebbin. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. Juli 1998. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 32, 14. August 1998, S. 714.
  11. Zusammenschluss der Gemeinden Glau, Kliestow, Wiesenhagen und der Stadt Trebbin (Amt Trebbin) zu einer neuen Stadt Trebbin. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 23. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 17. Januar 1998, S. 26.
  12. Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Stangenhagen, Blankensee, Klein Schulzendorf, und der Stadt Trebbin. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Mai 1998. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 22, 11. Juni 1998, S. 506.
  13. Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming (4.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003
  14. Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren der Gemeinde Thyrow wegen der Eingemeindung in die Stadt Trebbin VfGBbg 204/03 Beschluss vom 18. November 2004 S-Nr. 1338
  15. a b Stadt Trebbin (Hrsg.): „Clauertstadt Trebbin“, Trebbin 2014, S. 40.
  16. Der Meteor von Trebbin, Webseite der Stadt Trebbin, abgerufen am 13. Juli 2014.
  17. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 249
  18. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Teltow-Fläming. S. 26–29
  19. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  20. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  21. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Teltow-Fläming
  22. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  23. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 14. September 2014
  24. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  25. Ansichten des Schlosses Schönhagen (PDF-Datei; 773 kB)
  26. Ortsumgehung bei Trebbin freigegeben. In: Berliner Morgenpost, 14. November 2006
  27. Stadt Trebbin (Hrsg.) Clauerstadt Trebbin, 2014, S. 40