IndiGo Airlines

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IndiGo Airlines
Logo der IndiGo Airlines
Airbus A320-200 der IndiGo Airlines
IATA-Code: 6E
ICAO-Code: IGO
Rufzeichen: IFLY
Gründung: 2005
Sitz: Neu-Delhi, IndienIndien Indien
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Neu-Delhi

IATA-Prefixcode: 312
Flottenstärke: 214 (+ 415 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: goindigo.in

IndiGo Airlines ist eine indische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Neu-Delhi und Basis auf dem Indira Gandhi International Airport. Diese steht in keiner Beziehung zum US-Investor Indigo Partners, der die Billigfluggesellschaften Frontier Airlines (USA), JetSmart (Chile), Volaris (Mexiko) und Wizz Air (Ungarn) betreibt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kabine eines Airbus A320-200 der IndiGo Airlines

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IndiGo Airlines wurde Anfang 2006 von Rahul Bhatia von Interglobe Enterprises sowie Rakesh Gangwal gegründet. Interglobe Enterprises hält 51,12 % der Anteile an IndiGo. 48 % gehören der Caelum Investments LLC.[1]

Im Juni 2005 bestellte IndiGo Airlines 100 Flugzeuge der Airbus-A320-Familie (70 A320 und 30 A321) im Wert von 6 Milliarden US-Dollar. Die Auslieferung der ersten Maschine fand am 28. Juli 2006 statt. Am 22. Juni 2011 unterzeichnete IndiGo Airlines eine Bestellung im Wert von 16,2 Milliarden US-Dollar für weitere 180 Flugzeuge der Airbus-A320-Familie. Von den 180 Flugzeugen entfielen 150 auf die neue modernisierte Version Airbus A320neo.[2][3] Im Oktober 2014 unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung für 250 weitere Maschinen des Typs Airbus A320neo. Der Vertrag umfasst auch eine Absichtserklärung für weitere 100 Maschinen des gleichen Typs.[4] Am 17. August 2015 erteilte IndiGo den Auftrag für weitere 250 Maschinen aus der Absichtserklärung. Es ist einer der größten Aufträge in der Luftfahrtgeschichte.[5] Insgesamt bestellte IndiGo Airlines 430 Airbus A320neo mit einem Auftragsvolumen von knapp 46 Milliarden US-Dollar.[6] Im März 2016 konnte die Fluggesellschaft als erste Gesellschaft in Asien überhaupt, ihre erste Airbus A320neo in Empfang nehmen.[7]

Expansion nach Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2017 gab die IndiGo Airlines bekannt, dass sie Flüge nach Europa aufnehmen und damit ihr Streckennetz ausbauen möchten. Anfangs war man an der Langstreckenflotte der Air India interessiert, später entschied man sich, diese Flüge mit eigenen Flugzeugen durchzuführen. Da die finanzielle Lage der Fluggesellschaft momentan nicht sehr optimal ist und einige Genehmigungen fehlen, wurde ein Codeshare-Vereinbarung mit Turkish Airlines vereinbart. Seit dem 20. März verbindet die Fluggesellschaft Neu-Delhi mit dem Flughafen Istanbul. Reisende profitieren vom starken Europanetzwerk der Turkish Airlines und können somit in zahlreiche Städte weiterfliegen. Geplant ist nach wie vor, dass die Europa-Strecken mittelfristig selber durchgeführt werden.[8][9]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Flüge von IndiGo sind indische Inlandsflüge. Die wichtigsten Drehkreuze sind Neu-Delhi, Mumbai, Chennai und Kalkutta. Zusätzlich werden Ziele in Südostasien bedient. Seit März 2019 fliegt IndiGo Istanbul als erste europäische Destination an[10]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand März 2019 besteht die Flotte der IndiGo aus 214 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 5,8 Jahren:[11]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze
Airbus A320-200 128 6 180
Airbus A320neo 71 344 186
Airbus A321LR 25 Auslieferung ab 2019 - offen -
Airbus A321neo 1 4 - offen -
ATR 72-600 14 36 74
Gesamt 214 415

Ein Großteil der bestellten A320neo soll bestehende oder in naher Zukunft ausgelieferte A320 ersetzen, um das Durchschnittsalter der Flotte möglichst gering zu halten. Am 3. November 2014 lieferte Airbus den letzten A320-200 an IndiGo Airlines aus.[12]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • B. I. Hengi: Fluggesellschaften weltweit, 9. aktualisierte Auflage von 2018, Nara, ISBN 978-3-925671-69-2, S. 180

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: IndiGo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hindustan TimesSurprise! Nearly half of IndiGo foreign-owned, 12. März 2012 (englisch), abgerufen am 11. Dezember 2015
  2. airliners.de – Pariser Auftragsfeuerwerk hält an
  3. airliners.de – Nochmals Auftragsboom in Le Bourget
  4. Süddeutsche ZeitungAirbus sichert sich Rekord-Bestellung, 15. Oktober 2014 abgerufen am 1. September 2015
  5. AirbusIndiGo firms up 250 A320neo aircraft – Airbus’ largest order by number, 17. August 2015 (englisch), abgerufen am 1. September 2015
  6. Die WeltDie außergewöhnliche Erfolgsgeschichte des A320neo, 17. August 2015 abgerufen am 8. September 2015
  7. Indische Indigo hat ersten A320 Neo übernommen, abgerufen am 11. März 2016
  8. Indische Billigairline: Indigo legt Europa-Pläne auf Eis. In: aeroTELEGRAPH. 23. Januar 2019, abgerufen am 26. Januar 2019 (deutsch).
  9. IndıGo İstanbul Havalimanı ile Avrupa'ya açılacak. Abgerufen am 26. Januar 2019 (tr-TR).
  10. goindigo.in – Route Map (Memento des Originals vom 21. November 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/content.goindigo.in (englisch), abgerufen am 1. September 2015
  11. IndiGo Fleet Details and History. Abgerufen am 9. März 2019 (englisch).
  12. ReutersRecord Indigo jet order fails to stem Airbus share slide, 16. Oktober 2014 (englisch), abgerufen am 1. September 2015