Turkish Airlines

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Turkish Airlines AO
Logo der Turkish Airlines
Boeing 777-300ER der Turkish Airlines
IATA-Code: TK
ICAO-Code: THY
Rufzeichen: TURKISH
Gründung: 1933
Sitz: Istanbul, TurkeiTürkei Türkei
Drehkreuz:

Istanbul-Atatürk

Heimatflughafen:

Istanbul-Atatürk

Unternehmensform: Anonim Ortaklık (Aktiengesellschaft)
ISIN: TRATHYAO91M5
IATA-Prefixcode: 235
Leitung: Temel Kotil (CEO)
Mitarbeiterzahl: 18.889[1]
Umsatz: US$ 9,8 Milliarden[1] (2013)
Fluggastaufkommen: 54,7 Millionen[2] (2014)
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Miles & Smiles
Flottenstärke: 286 (+ 201 Bestellungen)
Ziele: National und international
Website: www.turkishairlines.com

Turkish Airlines (türkisch Türk Hava Yolları A. O.) ist die teilstaatliche Fluggesellschaft der Türkei mit Sitz in Istanbul und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance[3] sowie Kooperationspartner der Arab Air Carriers Organization.[4] 49,12 % der Anteile gehören dem Staat, 50,88 % werden an der Istanbuler Börse gehandelt.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Propeller-Zeitalter[Bearbeiten]

Turkish Airlines wurde im Mai 1933 unter dem Namen Türkiye Devlet Hava Yollari (DHY) gegründet. Die Flotte bestand zu dem Zeitpunkt aus zwei Curtiss Kingbird mit je fünf Sitzplätzen, zwei Junkers F 13 mit je 4 Sitzplätzen und einer Havilland Dragon mit 10 Sitzen. 1938 wurde die Flotte mit Flugzeugen des Typs Douglas DC-3 ergänzt. Der erste Auslandsflug erfolgte 1947 von Ankara über Istanbul nach Athen. Insgesamt 7 Flugzeuge des Typs De Havilland Heron kamen 1955 zur Flotte hinzu. 1956 wurde die DHY in Türk Hava Yollari A.O. (THY) umbenannt. Zwischen 1958 und 1961 wurden Flugzeuge der Typen Vickers Viscount, Fokker F-27 und Fairchild F-27 gekauft.

Das Jet-Zeitalter[Bearbeiten]

1967 wurde das erste Düsenflugzeug in die Flotte der Luftlinie integriert, eine Douglas DC-9-14. 1971 wurde die Flotte mit einer vorerst geleasten Boeing 707 verstärkt. Am 1. Dezember 1972 wurde das erste Großraum-Flugzeug (DC-10) an Turkish Airlines (THY) ausgeliefert. Somit war THY der erste nicht amerikanische Betreiber dieses Fluggerätes. 1973 wurden die F-27 durch Modelle des Typs Fokker F-28 ersetzt. 1974 wurden die ersten Boeing 727 in die Flotte integriert.

Im Jahre 1974 gründete Turkish Airlines die Tochtergesellschaft Cyprus Turkish Airlines.

1983 wurde die Flotte mit Flugzeugen des Typs de Havilland Canada DHC-7 ergänzt, 1985 mit Airbus A310.

Im Juni 1986 wurde die erste Verbindung nach Fernost durch einen Flug nach Singapur eingerichtet, im August 1988 startete der erste Flug nach New York.

1987 wurde zusammen mit Investmentbanken die Fluggesellschaft Boğaziçi Hava Taşımacılık (BHT) gegründet. Da die gewünschten Auslastungen nicht erreicht wurden, zog man sich 1989 aus dem Fracht- und Charterbereich BHT zurück.

1989 gründete Turkish Airlines die Inlandsairline Türk Hava Taşımacılık (THT) mit Regionalflugzeugen des Typs BAe ATP. Im selben Jahr wurde zusammen mit der Deutschen Lufthansa SunExpress gegründet.

Expansion in den 1990ern[Bearbeiten]

Eine Boeing 707 der Turkish Airlines im Jahr 1976 in Zürich

1991 begann Turkish Airlines eine Flottenerweiterung mit Flugzeugen des Typs Boeing 737. Im Juni 1993 wurden die ersten Airbus A340-300 in die Flotte integriert. Es folgten im selben Jahr kleinere Maschinen für Inlandsflüge des Typs Avro RJ 100. Im August 1993 fanden auf den Flugzeugen des Typs A340 die ersten Flüge mit First-Class statt. 1994 wurde die dritte A340 dazugekauft, die Modelle DC-9 dagegen ausgemustert.

1994 entschied man sich, die THT in die THY einzugliedern; die BAe ATP wurden wieder zurückgegeben. 1996 gab die Lufthansa ihre 49%ige Teilhaberschaft an SunExpress an den Ferienflieger Condor, später Thomas Cook, ab. Im Jahr 2007 erwarb Lufthansa wieder diese Anteile.

1998 unterzeichnete Turkish Airlines ein Geschäftsabkommen (Allianz) mit den fünf der größten Airlines in Europa und weiteren zu The Qualiflyer Group. Neben der Verstärkung der Flotte um 15 Boeing 737-800 (Erstlieferung Mai 1998)[6] wurde 1999 der zweite große Wartungshangar in Betrieb genommen. Turkish Airlines fertigt somit noch mehr internationale und renommierte Fluggesellschaften als Kunden ab. Ab demselben Jahr gilt ein Rauchverbot auf allen Turkish Airlines Maschinen.

Entwicklung seit 2000[Bearbeiten]

Airbus A321 der Turkish Airlines in Star Alliance-Lackierung

Die Fluggesellschaft unternahm im Jahr 2000 eine Flottenaufstockung durch sieben zusätzliche Boeing 737-800 und einen Airbus A340. Die ersten Handelsflüge nach Sydney (Australien) wurden anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2000 aufgenommen. Auch das VielfliegerprogrammMiles & Smiles“ wurde im Jahr 2000 eingeführt.

2003 wurden Online-Tickets und „Reisen ohne Flugschein“ eingeführt. Turkish Airlines führte eine Kampagne zur Bereitstellung von automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs) in allen Flugzeugen und Schulung der Crew zur Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen.

2005 gab es eine Flottenvergrößerung durch vier neue Airbus-Modelle: A320, A321 und den ersten A330. Bei Boeing wurden 15 weitere B737-800 bestellt.[7] Im selben Jahr wurden das Erscheinungsbild und das Servicekonzept von Turkish Airlines erneuert: die Flugzeuge erhielten eine neu gestaltete Lackierung mit einer Tulpe im Heckbereich. Ab 2006 schloss Turkish Airlines ein Abkommen mit Kenia Airways und führte Verhandlungen über den Eintritt in die Star Alliance. Im selben Jahr unterzeichneten Pratt & Whitney und Turkish Airlines Technic ein Abkommen für den Bau eines großen Wartungzentrums am Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen, das das achte Wartungszentrum von P&W weltweit werden wird.

Seit 2006 ist Turkish Airlines nach den Qualitätsstandards OHSAS 18001:1999, ISO 9001:2000 und ISO 14001:2004 zertifiziert.[8][9]

2008 gründete Turkish Airlines angesichts wachsender Konkurrenz um Billigflüge auf inländischen Strecken die Billigfluggesellschaft AnadoluJet. Im Dezember 2008 wurden 49 % der Anteile der bosnisch-herzegowinischen Fluggesellschaft B&H Airlines übernommen.[10] Turkish Airlines bekundete auch Übernahmeinteresse an der angeschlagenen serbischen Fluggesellschaft JAT Airways (heute Air Serbia) sowie an Polens nationalem Carrier LOT; diese Pläne wurden später wieder verworfen.[11][12] Am 24. und 25. Dezember 2008 wurde die Flotte um zwei Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777-300ER erweitert. Mit diesen Maschinen bietet THY auch First Class Flüge an, u. a. zu den Zielen Singapur, Hong Kong, London, New York und Tokyo.[13] Seit dem 1. April 2008 ist Turkish Airlines Mitglied der 1997 gegründeten Luftfahrtallianz Star Alliance.

2010 erhöhte TK im Rahmen ihrer Marketingstrategie ihr Sportsponsoring. Sie fungiert als ’Official Carrier’ oder Hauptsponsor für einige Fußball- und Basketballvereine wie FC Barcelona, Manchester United, Schachtar Donezk, Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul. Seit 2011 ist TK Titelsponsor der ULEB Euroleague, die offiziell Turkish Airlines Euroleague heißt.[14]

Umsatzrendite diverser Fluggesellschaften im Geschäftsjahr 2013.[15]

TK führte auf Langstrecken neben der regulären Economy- eine neue Premium-Economy-Klasse ein, mit 116 cm Sitzabstand und eigenen Sitzen.[16] Daneben bietet TK (nach eigenen Angaben als erste Fluggesellschaft weltweit) Live-Fernsehen auf Transatlantikflügen an. Weiterhin soll auch der Internetzugang über dem Ozean ermöglicht werden.[17]

Ebenfalls im Februar 2013 gab TK bekannt, dass eine neue staatliche Fluggesellschaft für den Staat Niger gegründet werden soll, in der TA die Aufbau- und Kompetenzleistungen übernehmen soll. Air Niger war die letzte international operierende Fluggesellschaft in Niger; sie stellte den Betrieb 1993 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ein. Das Drehkreuz wird in Niamey liegen und die Gesellschaft Niger Airways heißen. 51 Prozent der Anteile sollen Niger gehören, 49 Prozent der TA.[18]

Turkish-Airlines-Chef Temel Kotil bezeichnete TK im März 2013 als die weltweit am schnellsten wachsende Fluggesellschaft.[19]

Die Lufthansa kündigte im November 2013 das Code-Sharing Abkommen mit der Turkish Airlines zum 31. März 2014. Grund dafür sei die zunehmende Konkurrenz zwischen beiden Fluggesellschaften.[20]

Flugziele[Bearbeiten]

Turkish Airlines Flugziele (Stand 2015)
  • Türkei
  • Flugziele
  • angekündigte Flugziele

Das Streckennetz besteht aus insgesamt 262 Zielen (220 Internationale und 42 Nationale). Es wird über das Drehkreuz in Istanbul mit dem Flughafen Istanbul-Atatürk (IST) im europäischen Teil bedient. Weitere Hauptflughäfen sind in Ankara (Esenboga International Airport, ESB) und Izmir (Adnan Menderes Airport, ADB) gelegen. 2012 transportierte Turkish Airlines 38,1 Millionen Passagiere (2006 waren es 16 Mio. Passagiere). Laut Airline Guide fliegt Turkish Airlines die meisten Länder weltweit an (mit Stand April 2015 sind es 109 Länder).

Im deutschsprachigen Raum werden in Deutschland Berlin-Tegel, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Friedrichshafen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe/Baden-Baden, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, München, Münster/Osnabrück, Nürnberg und Stuttgart angeflogen. In Österreich sind Salzburg, Graz und Wien Ziele. In der Schweiz fliegt Turkish Airlines nach Zürich, Basel und Genf.[21][22]

Codesharing[Bearbeiten]

Turkish Airlines unterhält Codeshare-Abkommen mit folgenden Fluggesellschaften[23] (Star Alliance-Mitglieder sind mit * gekennzeichnet):

Flotte[Bearbeiten]

Airbus A321-200 der Turkish Airlines
Boeing 737-900ER der Turkish Airlines
Airbus A330-300 der Turkish Airlines
Airbus A340-300 der Turkish Airlines in Star Alliance-Sonderlackierung

Mit Stand Juni 2015 besteht die Flotte der Turkish Airlines aus 286 Flugzeugen[24] mit einem Durchschnittsalter von 7,3 Jahren[25]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[26][27] Anmerkungen Sitzplätze[28]
(Business/Eco+/Eco)
Airbus A310-300F 003 Frachtflugzeuge; 2 betrieben durch ULS Airlines Cargo
Airbus A319-100 014 132 (12/-/110)
144 (12/-/132)
Airbus ACJ319 001 betrieben für die türkische Regierung VIP
Airbus A320-200 029 150 (12/-/138)
159 (12/-/147)
162 (12/-/150)
167 (12/-/155)
180 (-/-/180)
Airbus A321-200 046 022 12 mit Sharklets ausgestattet 178 (12/-/166)
180 (12/-/168)
194 (12/-/182)
210 (-/-/210)
Airbus A321neo 072 - offen -
Airbus A330-200 019 3 betrieben durch Jet Airways; 1 betrieben für Azul 250 (22/-/228)
281 (22/-/259)
286 (22/-/264)
Airbus ACJ330 001 Betrieben für die türkische Regierung VIP
Airbus A330-200F 007 003 Frachtflugzeuge; 1 betrieben durch Malaysia Airlines
Airbus A330-300 024 008 2 betrieben durch Afriqiyah Airways 289 (28/-/261)
Airbus A340-300 004 werden sukzessive ausgemustert 270 (34/-/236)
Boeing 737-700 007 4 betrieben durch SunExpress 124 (12/-/112)
149 (-/-/149)
Boeing 737-800 092 020 34 betrieben durch SunExpress 151 (12/-/139)
155 (12/-/143)
165 (12/-/153)
189 (-/-/189)
Boeing 737-900ER 016 3 betrieben durch SunExpress 151 (16/-/135)
Boeing 737 MAX 8 055 + 10 Optionen[29] - offen -
Boeing 737 MAX 9 010
Boeing 777-300ER 020 011 337 (28/63/246)
Embraer 190 003 betrieben durch Borajet 100 (-/-/100)
Gesamt 286 201

Flottenpolitik[Bearbeiten]

Alle Flugzeuge der Turkish Airlines werden traditionell nach türkischen Städten benannt. Hierbei gilt folgendes Prinzip: Große Modelle (A340/330) erhalten Großstädte als Paten. Je kleiner der Flugzeugtyp, desto kleiner die namengebende Stadt. Durch die Flottenerweiterung überstieg die Anzahl der Flugzeuge die der 81 türkischen Provinzen, wodurch man die Flugzeuge auch nach bekannten Örtlichkeiten und Begriffen tauft.[30]

Während die Anzahl der Flugzeuge im Juni 2008 noch 105 betrug, erhöhte sie sich im Laufe des Sommers kontinuierlich und erreichte im September 115 und Dezember 2008 erstmals 120.[31] Durch neue Bestellungen an modernen Flugzeugen sollen sich sowohl die Flottenstärke, als auch die Anzahl der Reiseziele kontinuierlich erhöhen. Die Beschaffung neuer Flugzeuge der jüngsten Generation hat neben dem wirtschaftlichen Aspekt durch etwa geringeren Kerosinverbrauch auch strategische Gründe. Durch Aufnahme von Flügen zu neuen Flugzielen in Nord- und Südamerika, Australien und dem Fernen Osten beabsichtigt die Turkish Airlines, ihren Anteil an Langstreckenflügen zu erhöhen.

Im Oktober 2010 nahm sie ihre erste eigene Boeing 777-300ER entgegen. Sie erhielt eine neue Lackierung unter dem Namen Dolmabahce. Sie hat das Luftfahrzeugkennzeichen TC-JJE und wird wie alle anderen Boeing 777-300ER hauptsächlich für die Flüge nach New York, Los Angeles, Tokio, Peking, Seoul-Incheon, Hongkong, Shanghai, Sao Paulo, Buenos Aires, Toronto, Bangkok, London, Paris, Frankfurt, Dubai und Houston eingesetzt. Mit dieser neuen B777-300ER wurde zum ersten Mal die Comfort Class eingeführt. Sie ist als Premium-Economy zwischen der Economy- und der Business-Klasse angesiedelt.

Im März 2013 wurde bestätigt, dass Turkish Airlines, um den Flugzeugbestand auf 375 Stück zu erhöhen, die bis dato größte Bestellung in der türkischen Luftfahrtgeschichte getätigt hat. Bei Airbus hat Turkish Airlines insgesamt 117 Flugzeuge bestellt: 25 A321-200, 4 A320neo sowie 53 A321neo (plus 35 als Option).[32] Außerdem wurden 20 A330-300 und 3 A330F bestellt. Bei Boeing wurde ebenfalls eingekauft: 13 737-800, 5 737-900ER und 20 777-300ER. Am 14. Mai 2013 fixierte Turkish Airlines eine Bestellung über 50 Boeing 737 MAX sowie weiterer 20 Boeing 737-800. Weitere 25 Boeing 737-MAX wurden als Option bestellt, wovon 10 eingelöst wurden. Damit hatte Turkish Airlines insgesamt 95 Bestellungen bei Boeing offen.[33]

In den Jahren 2013 und 2014 wurden insgesamt 15 A321neo Optionen in feste Bestellungen und 4 A320neo Bestellungen in 4 A321neo Bestellungen umgewandelt. Zu den 53 fest bestellten A321neo kamen somit 19 weitere feste Bestellungen hinzu.[34]

Sonderlackierungen[Bearbeiten]

  • Turkish Airlines beförderte die Türkische Fußballnationalmannschaft in einem eigens für die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 umlackierten Airbus A340 nach Japan/Korea und zurück. Das Flugzeug trug vorne einen überdimensionalen Fußball in rot und die Aufschrift „2002 World Cup Finalist“.[35]
  • Der Airbus A320-200 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JLC erhielt eine Retro-Lackierung im Design der 1970er-Jahre und die Aufschrift „since 1933“.[36] Die Maschine fliegt seit Dezember 2006 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen XA-MXF für Mexicana.
  • Am 24. August 2006 wurde mit einer zeremoniellen Übergabefeier das 100. Flugzeug in die laufende THY-Flotte aufgenommen.[37] Die neue Boeing 737-800 der Turkish Airlines mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JGU (Bodrum) wurde mit einer Sonderlackierung versehen. Auffallend waren die großflächig hellblau gefärbten Flügelmuster am Flugzeugheck sowie die Zahl „100“ und der die Ordnungszahl 100 mit einem Punkt kennzeichnende Punkt durch das THY-Emblem an Rumpf und Triebwerken.[38][39] Die modifizierte Lackierung in den typischen Boeing-Auslieferungsfarben ist ein Geschenk des Herstellers. Inzwischen ist das Flugzeug wieder in Standardfarben lackiert.
  • Am 30. März 2008 wurde ein Airbus A340-300 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JDL als erstes Flugzeug in den Farben der Star Alliance lackiert.
  • Zwei Boeing 737-800 mit den Luftfahrzeugkennzeichen TC-JFH und TC-JFI wurden ebenfalls in Star Alliance-Farben lackiert.
  • Eine Boeing 777-300ER wurde in einer speziellen FC-Barcelona-Lackierung lackiert, da die Fluggesellschaft ein Sponsor dieser Mannschaft ist. Auch eine Boeing 737-800 wurde mit einer Sonderlackierung versehen.[40] Des Weiteren ist die Fluggesellschaft "Official Airline Partner" von Manchester United.[41][42]
  • Eine Boeing 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JHF bekam anlässlich des Sponsorings der Basketball-Weltmeisterschaft 2010 eine Sonderlackierung.[43]
  • Anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Turkish-Airlines-Flugverbindungen nach Deutschland wurde 2010 der Airbus A321-200 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JRK mit einer entsprechenden Sonderlackierung versehen.[44][45]
  • Eine Boeing 737-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JHL erhielt eine Sonderlackierung mit 17.000 Fotos von den Mitarbeitern.[46]
  • Eine Boeing 737-900ER mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JYI (Mugla) war das 200. Flugzeug für die Turkish Airlines und erhielt eine Sonderlackierung mit der Aufschrift „200th Aircraft“.
  • Eine A330-300 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JNI (Konak) erhielt eine Sonderlackierung mit der Aufschrift „Istanbul 2020“. Die Aufschrift bezieht sich auf die Olympia 2020-Bewerbung der Türkei.
  • Eine Boeing 737-800 mit dem Namen „Amasra“ bekam anlässlich der Premium-Partnerschaft mit Borussia Dortmund eine Sonderlackierung. Das Flugzeug mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JHU wurde mit der Aufschrift „BVB“ lackiert.
  • Eine Boeing 777-300ER mit dem Namen „Safranbolu“ und dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JJU bekam eine Sonderlackierung anlässlich der neuen Flugroute Istanbul - San Francisco.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2009:
  • 2010:
    • Skytrax-Awards: Beste südeuropäische Fluglinie, bestes Onboard Catering in der Economy Class[48]
  • 2011:
    • Skytrax-Awards: Beste Fluggesellschaft Europas, beste Südeuropäische Fluglinie[49]
    • Market Leadership Award 2011[50]
  • 2012:
    • Skytrax-Awards: Beste Fluggesellschaft Europas (Best Airline Europe), beste südeuropäische Fluglinie,[51] Beste Sitze in der Premium Economy Class[52]
  • 2013:
    • Air Transport Awards: Airline of the Year[53]
    • Skytrax Awards: Beste Fluggesellschaft in Europa, bestes Catering in der Business Class, beste Fluggesellschaft in Südeuropa[54]
    • CAPA: Airline of the Year Award 2013[55]
  • 2014:
    • Cargo Airline of the Year Awards: Best European Cargo Airline[56]
    • Skytrax-Awards: Beste Airline in Europa und in Südeuropa. Bestes Business Class Onboard Catering. Bestes Business Class Lounge Dining. Platz fünf der besten Airlines der Welt.[57][58]
  • 2015:
    • Skytrax-Awards: Beste Airline in Europa und in Südeuropa. Bestes Business Class On board Catering. Bestes Business Class Lounge Dining. [59][60]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Seit 1959 verlor THY 23 Flugzeuge, wobei insgesamt 902 Menschen starben. Seit 1990 verlor Turkish Airlines sieben Maschinen mit insgesamt 148 Todesopfern.[61][62]

  • Das verheerendste Unglück in der Geschichte der THY ereignete sich am 3. März 1974, als alle 333 Passagiere und die 13 Besatzungsmitglieder an Bord einer vollbesetzten DC-10 auf Turkish-Airlines-Flug 981 beim Absturz unmittelbar nach dem Start in Paris-Orly ums Leben kamen. Ursache war die unsachgemäße Verriegelung der hinteren Frachtluke am Boden, die konstruktionsbedingt anfällig für derartige Probleme war.[63]
  • Am 19. September 1976 flog eine Boeing 727-200 auf Turkish-Airlines-Flug 452 von Istanbul nach Antalya bei Karatepe in den Hang eines Berges. Der Unfall ereignete sich infolge eines Pilotenfehlers während des Landeanfluges. Bei dem Absturz kamen alle 154 Menschen, darunter 146 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder ums Leben.[64]
  • Am 29. Dezember 1994 stürzte eine Boeing 737-400 auf Turkish-Airlines-Flug 278 von Ankara kommend beim Landeanflug auf den Flughafen Ferit Melen in Van ab. Die Maschine prallte in etwa 1700 Metern Höhe bei schlechter Sicht und Schneegestöber gegen einen Berg. Bei dem Unfall kamen fünf der sieben Besatzungsmitglieder sowie 52 der 69 Passagiere ums Leben.[65]
  • Am 7. April 1999 stürzte bei schlechtem Wetter eine Boeing 737-400 auf Turkish-Airlines-Flug 5904 bei Ceyhan beim Steigflug ab. Weshalb die Piloten die Kontrolle über das Flugzeug verloren ist unbekannt. Die 737 befand sich auf einem Crew-Überführungsflug, es waren keine Passagiere an Bord. Alle sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.[66]
  • Am 8. Januar 2003 stürzte eine Avro RJ100 auf Turkish-Airlines-Flug 634 im Endanflug nahe dem Diyarbakir Airport (Türkei) ab. Beim Durchfliegen einer Nebelbank verloren die Piloten die Orientierung und setzen vor der Landebahn auf. Dabei zerbrach das Flugzeug in mehrere Teile und begann zu brennen. Nur fünf Menschen überlebten, 75 Personen kamen ums Leben.[67]
Die am 25. Februar 2009 abgestürzte Boeing 737-800
  • Am 25. Februar 2009 stürzte eine Boeing 737-800 auf Turkish-Airlines-Flug 1951 beim Endanflug auf Amsterdam auf ein Feld nahe einer Siedlung vor dem Flughafen Schiphol und brach auseinander. Von den 128 Passagieren und 7 Besatzungsmitgliedern an Bord kamen 9 Menschen ums Leben, darunter auch alle 3 Piloten. Im abschließenden Untersuchungsbericht sieht die niederländische Flugsicherheitsbehörde die Ursache in einem Defekt im Radar-Höhenmesser, auf den die Besatzung fehlerhaft reagierte.[69]
  • Die letzte versuchte Flugzeugentführung ereignete sich am 5. Januar 2011, als ein etwa 40-jähriger Mann versuchte, eine Boeing 737-800 auf Turkish-Airlines-Flug 1754 von Oslo nach Istanbul zu entführen. Es gelang jedoch anderen Passagieren den Mann zu überwältigen und er konnte nach der Landung verhaftet werden.[70]
  • Am 4. März 2015 landete ein Airbus A330-200 auf Turkish-Airlines-Flug 726 bei der Landung am Flughafen Kathmandu neben der Piste. Von den 224 Passagiere und Besatzungsmitglieder kam niemand zu Schaden.[71] Da es Nepal an entsprechendem Räumungsgerät fehlt und dieses aus Indien herbeigeschafft werden musste, war der Flughafen von Kathmandu für 72 Stunden geschlossen.[72][73]
  • Am 25. April 2015 kam Turkish-Airlines-Flug 1878, ein aus Mailand kommender Airbus A320 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen TC-JPE und Star Alliance- Sonderlackierung hart auf der Piste 03 des Flughafens Istanbul-Atatürk auf. Die Piloten entschieden sich wieder abzuheben, um anschließend auf der 400 Meter längeren 17L/35R Landebahn zu landen. Der Flughafen wurde gesperrt, nachdem die Piloten einen Notruf abgesetzt hatten. Das Flugzeug drehte sich nach der Landung um 90° nach rechts und kam anschließend zum Stillstand. Alle 97 Passagiere verließen das Flugzeug über Notrutschen und der Brand wurde innerhalb kurzer Zeit gelöscht. Alle 97 Passagiere und die Crew blieben unverletzt.[74]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Turkish Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Turkish Airlines – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschäftsjahresergebnisse der Turkish Airlines 2013 (PDF-Datei, englisch) abgerufen am 12. Mai 2015
  2. airliners.de - Turkish Airlines kann bei Fluggastzahlen zweistellig zulegen, 15. Januar 2015 abgerufen am 29. Januar 2015
  3. Turkish Airlines joins Star Alliance. In: staralliance.com. Star Alliance Services GmbH, 1. April 2008, abgerufen am 19. März 2013 (englisch).
  4. Turkish Airlines tritt Arab Air Carriers Organization bei. In: aero.de. 4. Juli 2011, abgerufen am 19. März 2013.
  5. TÜRK HAVA YOLLARI ANONİM ORTAKLIĞI AND ITS SUBSIDIARIES. CONDENSED CONSOLIDATED FINANCIAL STATEMENTS FOR THE NINE-MONTH INTERIM PERIOD ENDED 30 SEPTEMBER 2012. In: turkishairlines.com. Turkish Airlines, September 2012, S. 7, abgerufen am 19. März 2013 (PDF; 275 kB, englisch).
  6. Boeing.com: First Boeing 737-800 for Turkish Airlines in Final Assembly (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive) 26. Mai 1998.
  7. Boeing.com Turkish Airlines Adds Next-Generation 737-800s to Its Fleet (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive) 29. September 2004.
  8. Jahresbericht 2006 (pdf; 4,8 MB), abgerufen am 19. Oktober 2010.
  9. The Success Of Turkish Airlines In Flight Safety Confirmed Once Again (Memento vom 5. August 2011 im Internet Archive): Pressemitteilung auf der Website von Turkish Airlines, abgerufen am 19. Oktober 2010.
  10. Turkey Financial News – Turkish Airlines buys 49 percent of Bosnian company 23. Dezember 2008 (englisch)
  11. Turkish Airlines streckt seine Fühler nach Osteuropa aus. Handelsblatt, 17. Mai 2010, abgerufen am 3. Juli 2011.
  12. airliners.de: Wochenrückblick: Aus aller Welt, 8. Juni 2012.
  13. Turkish Airlines: Türk Hava Yolları’nda “First Class” hizmeti… (Memento vom 29. April 2009 im Internet Archive) 25. Dezember 2008.
  14. Euroleague, Turkish Airlines sign strategic partnership deal. euroleague.net, 26. Juli 2010, abgerufen am 3. Juli 2011.
  15.  Michael Machatschke: Bitte anschnallen!. In: Manager-Magazin. Nr. 5, 2014, S. 36–43.
  16. FlugRevue Juli 2011, S. 22–27, Transfer mit Turkish
  17. Westdeutsche Zeitung - Erstmals Live-Fernsehen auf Transatlantik-Flügen, 28. September 2011
  18. hurriyet.com.tr
  19. Die Zeit - Interview
  20. Süddeutsche Zeitung - Lufthansa und Turkish Airlines trennen sich
  21. turkishairlines.com - Destinationen abgerufen am 12. Mai 2015
  22. turkishairlines.com - Turkish Airlines Launches a New Route to Graz
  23. turkishairlines.com - Code Share Airlines abgerufen am 23. Januar 2015
  24. ch-aviation - Turkish Airlines (englisch) abgerufen am 1. Juni 2015
  25. airfleets.net - Fleet age Turkish Airlines (englisch) abgerufen am 1. Juni 2015
  26. Orders & deliveries. Airbus, 1. Juni 2015, abgerufen am 1. Juni 2015 (englisch).
  27. Orders and deliveries. Boeing, 1. Juni 2015, abgerufen am 1. Juni 2015 (englisch).
  28. turkishairlines.com - Flotte abgerufen am 23. Januar 2015
  29. Boeing - [Turkish Airlines Finalizes Order for 50 737 MAXs and 20 Next-Generation 737s, 14. Mai 2013] (englisch) abgerufen am 12. Mai 2015
  30. Tümgazeteler - THY, uçak isimleri için Kültür Bakanlığı’ndan destek istedi (türkisch)
  31. Bericht des Vorstands der Turkish Airlines im Herbst 2008, S. 18. (Memento vom 3. April 2012 im Internet Archive)
  32. Handelsblatt - Nach Gewinnsprung: Turkish Airlines ordert 117 Jets bei Airbus
  33. austrianwings.info - Turkish kauft bis zu 95 Boeing 737
  34. austrianwings.info - Turkish kauft weitere A321
  35. ntvmsnbc.com
  36. flugzeugbilder.de
  37. thy.com (Memento vom 4. Juli 2010 im Internet Archive)
  38. flugzeugbilder.de
  39. flugzeugbilder.de
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