IUBH Internationale Hochschule

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IUBH Internationale Hochschule
Logo
Gründung 1998
Trägerschaft privat, staatlich anerkannt
Ort Bad Honnef
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Land Deutschland
Rektor Peter Thuy
Studierende 13.000 (WS 2017/2018)
Website www.iubh.de
Campus der IUBH in Bad Honnef
ehemaliges Logo

Die IUBH Internationale Hochschule ist eine private, staatlich anerkannte Fachhochschule. Sie bietet englischsprachige Präsenzstudiengänge, duale deutschsprachige Studienprogramme sowie Fernstudienangebote auf Deutsch und Englisch. Das Angebot von IUBH Corporate umfasst zudem Weiterbildungsprogramme für Fach- und Führungskräfte aller Branchen. Träger ist die Career Partner GmbH in München. Der heutige Name der Hochschule geht auf die englischsprachige Bezeichnung International University of Applied Sciences Bad Honnef – Bonn zurück.

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule wurde 1998 gegründet und versammelt unter ihrem Dach drei voneinander unabhängige Hochschulbereiche mit über 14.000 Studierenden: die IUBH Campus Studies mit internationaler Managementausrichtung, das IUBH Fernstudium und die IUBH Duales Studium.

Alle laufenden Studiengänge sind staatlich akkreditiert (oder aktuell im Akkreditierungsverfahren), zertifiziert und haben verschiedene Auszeichnungen erhalten, z. B. die Premiumsiegel der FIBAA.[1] Die IUBH ist außerdem die einzige deutsche Hochschule im Verband „Hotel Schools of Distinction“ und die erste Hochschule, deren Tourismusstudiengänge mit Doppelabschluss von der Tourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) zertifiziert wurden. Sie ist Mitglied im akademischen Netzwerk des Global Compact sowie der Principles for Responsible Management Education (PRME) der Vereinten Nationen.

Die IUBH Campus Studies bieten ein englischsprachiges Präsenzstudium mit internationalem Fokus. Das Campusstudium an den Standorten Bad Honnef, Berlin, Dublin und Killarney umfasst Bachelor-, Master- und MBA-Programme in den Bereichen Hospitality, Tourism & Event, Health Care, Transport & Logistics, IT & Engineering, Business & Management und Human Resources.

Das Studienangebot beim Dualen Studium beinhaltet duale Bachelor- und Masterprogramme aus den Bereichen Tourismus, Gesundheit & Soziales, Transport & Logistik, IT & Technik, Wirtschaft & Management und Human Resources. Durch den regelmäßigen Wechsel zwischen Theorie und Praxis können die Studierenden während des Studiums gleichzeitig Berufserfahrung in einem Unternehmen sammeln. Die IUBH bietet mit ihrem Netzwerk aus 2.000 Kooperationsunternehmen Unterstützung bei der Vermittlung eines Praxispartners.

Das Fernstudiumsangebot umfasst deutsch- und englischsprachige Bachelor-, Master- und MBA-Fernstudiengänge mit Spezialisierungen für verschiedene Branchen und Aufgabenbereiche. Zusätzlich bietet die IUBH ca. 150 Weiterbildungen mit Zertifikatsabschluss. Alle Angebote können in flexiblen Modellen studiert werden: In Voll- oder Teilzeit, digital durch Skripte, Videovorlesungen und Online-Tutorien oder teilweise mit Präsenzanteil. Prüfungen absolvieren die Studierenden in einem der über 40 Prüfungszentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz, an einem von 150 internationalen Prüfungszentren weltweit oder per Onlineklausur.

Unter IUBH Corporate werden die unternehmensbezogenen Aktivitäten der Hochschule und des Schwesterunternehmens PROAKTIV Management AG gebündelt. Die Leistungen umfassen unter anderem Personalberatung, Seminare für Fach- und Führungskräfte, firmeninterne Trainings, onlinebasierte Weiterbildungen für Mitarbeiter, Kompetenzanalysen sowie akademische Studienangebote.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IUBH wurde 1998 in Bad Honnef gegründet, 2000 begann der Lehrbetrieb. Die IUBH wurde im Juli 2007 von der Private-Equity-Firma Auctus (München) übernommen.[2] Im Jahr 2008 eröffnete die IUBH einen zweiten Standort in Bad Reichenhall. Im Juli 2009 reakkreditierte der Wissenschaftsrat die Hochschule institutionell für zehn Jahre.[3] Seit November 2011 bietet die IUBH Fernstudiengänge für Bachelor- und Masterabschlüsse an. Mitte 2013 fusionierte die IUBH mit der Adam-Ries Fachhochschule und erweiterte damit das Hochschulangebot der IUBH um das duale Studienmodell. Seit Ende 2013 bietet die Hochschule im Fernstudienbereich berufsbegleitende Online-Trainings im FlexLearning-Modell sowie Zertifikatskurse an. Mit der Gründung der IUBH Corporate-Programmes 2014 wurde das Rektorat um die Position des Prorektors für Unternehmensprogramme erweitert, die seither Kurt Jeschke besetzt. Am 10. Dezember 2015 wurde die Career Partner GmbH als Muttergesellschaft der IUBH von Apollo Group übernommen.[4] Im März 2016 fusionierte die IUBH mit der Hochschule für Internationale Wirtschaft & Logistik (HIWL) und bietet seitdem in Bremen unter dem Namen IUBH die dualen Studiengänge Logistikmanagement, Marketing Management und Tourismuswirtschaft an.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hochschule betreibt Standorte in folgenden Städten: Bad Honnef, Berlin, Bremen, Dortmund, Dublin, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Killarney, Mannheim, Nürnberg, München und Wien.

Das Fernstudium bietet zudem Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Englischsprachige Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelorstudiengänge Präsenzstudium

  • Aviation Management
  • Int. Eventmanagement
  • Hotelmanagement
  • Int. Management
  • Int. Marketing Management
  • Tourismusmanagement

Masterstudiengänge Präsenzstudium

  • International Management mit folgenden Schwerpunkten:
    • Aviation
    • Engineering
    • Finance & Accounting
    • Health Care
    • Hospitality
    • Human Resources
    • IT Management
    • Marketing
  • International Management for Non-Business Graduates
  • Transport & Logistics Management
  • MBA International Business

Masterstudiengänge Blended (mit Onlineanteil)

  • Leadership and Management
  • MBA International Business

Duale Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelorstudiengänge

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Gesundheitsmanagement
  • Logistikmanagement
  • Marketing Management
  • Personalmanagement
  • Soziale Arbeit
  • Tourismuswirtschaft

Masterstudiengänge

  • Controlling
  • Marketing
  • Personalmanagement
  • Projektmanagement
  • Sales

Fernstudiengänge

Weiterbildungen

  • u. a. Ökonom, Betriebswirt, Branchentrainings

Bachelorstudiengänge

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Eventmanagement
  • Finanzmanagement
  • Gesundheitsmanagement
  • Hotelmanagement
  • Immobilienmanagement
  • Logistikmanagement
  • Marketing
  • Personalmanagement
  • Pflegemanagament
  • Soziale Arbeit
  • Sozialmanagement
  • Sportmanagement
  • Tourismusmanagement
  • Wirtschaftsinformatik
  • Wirtschaftsingenieurwesen Industrie 4.0
  • Wirtschaftspsychologie
  • Wirtschaftsrecht

Masterstudiengänge

  • General Management
  • Leadership and Management (englischsprachig)
  • Marketingmanagement
  • Personalmanagement
  • Soziale Arbeit
  • Wirtschaftsinformatik
  • Master of Business Administration (MBA)
  • Master of Business Administration (MBA) (englischsprachig)
  • MBA Clinical Research Management (englischsprachig)

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Bischofshof (um 1910)

Ihren Betrieb startete die Hochschule 1998 zunächst im „Feuerschlößchen“, dem ehemaligen Wohnhaus von Wilhelm Girardet, nördlich des Bad Honnefer Stadtzentrums. 2000 zog sie auf das ehemalige Gelände der St.-Anno-Handelsschule südlich des Stadtzentrums am westlichen Rande des Ortsteils Beuel um, das sich zwischen Mülheimer Straße im Norden, Linzer Straße im Westen, Fuckengasse im Osten und Ohbach im Süden erstreckt. Die historischen, als Baudenkmal unter Denkmalschutz stehenden[5] Gebäude bilden das Zentrum des Campus. 2005 wurde er um zwei neue Wohnheime und eine neue Mensa erweitert. Im Februar 2007 wurden ein neues Verwaltungsgebäude mit Bibliothek (200 Plätze), 15 Seminarräumen für rund 400 Studenten sowie 18 Büros eingeweiht.

Die burgartige Anlage der vormaligen St.-Anno-Handelsschule, die einen Turm besitzt, geht auf den mittelalterlichen „Bischofshof“ des Erzstifts und Kurfürstentums Köln zurück. Er war Sitz eines kurkölnischen Amtmannes und diente als Weingut („Tafelgut“), das den kurkölnischen Staat insbesondere mit Wein versorgte.[6] Der Kölner Kurfürst und Erzbischof verfügte dort über ein eigenes Hofgericht, dessen Bezirk er gegen den Widerstand der Herren von Löwenburg auszuweiten versuchte.[7] Nach der Säkularisation durch Versteigerung im Jahr 1826[2] gehörte der vormalige Bischofshof bis 1917[3] der Kölner Familie Ditges, die den Turm im neugotischen Stil umbaute, den Hof erweiterte und in ihm eine Fremdenpension betrieb.[8] 1927 erwarben ihn die Schulbrüder des hl. Johannes de La Salle aus dem Kloster Maria Tann in Kirnach/Villingen[9] und richteten dort ein Alumnat (Schülerheim) für das städtische Gymnasium ein. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Einrichtung 1941 geschlossen, durch die Geheime Staatspolizei (Gestapo) beschlagnahmt und die Schulbrüder vertrieben. 1946 erfolgte die Wiedereröffnung durch die Schulbrüder als Handelsschule St. Anno – benannt nach dem Kölner Erzbischof Anno II. – mit Internat, die im Januar 1949 als öffentliche Handelsschule staatlich anerkannt wurde. 1953 entstand ein Erweiterungsbau.[4] 1987 wurde die Schule geschlossen.[6] Die nicht denkmalgeschützten Anbauten aus dem 19. Jahrhundert wurden beim Umbau für die Hochschule entfernt.

In Düsseldorf befindet sich der Fachbereich des dualen Studiums der IUBH im ehemaligen Haribo-Gebäude, das heute unter Denkmalschutz steht.

Literatur zum historischen Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Schmitz: Geschichte des Bischofshofes in Honnef. In: Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises, Band 56/1988, Siegburg 1988, S. 59–79.
  • J[ohann] J[oseph] Brungs: Verlag des St. Sebastianus-Schützenvereins, Honnef 1925, S. 37–40 (Neudruck 1978 durch Löwenburg-Verlag, Bad Honnef).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: IUBH Internationale Hochschule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.iubh-fernstudium.de/iubh-studiengaenge-erhalten-premium-siegel-der-fibaa/
  2. a b Adolf Nekum: Der Weinbau in Honnef – Erinnerungen an eine 1.100jährige Geschichte (=Heimat- und Geschichtsverein „Herrschaft Löwenburg“ e. V.: Studien zur Heimatgeschichte der Stadt Bad Honnef am Rhein, Heft 10). Bad Honnef 1993, S. 116.
  3. a b Karl Josef Klöhs: Kaiserwetter am Siebengebirge. Edition Loge 7, Königswinter 2003, ISBN 3-00-012113-7, S. 119.
  4. a b Bad Honnef – Stadt der Schulen: Die Erziehungs- und Bildungsstätten in unserer Gemeinde. In: August Haag (Hrsg.): Bad Honnef am Rhein. Beiträge zur Geschichte unserer Heimatgemeinde anläßlich ihrer Stadterhebung vor 100 Jahren. Verlag der Honnefer Volkszeitung, Bad Honnef 1962, S. 206–228 (hier: S. 216/217).
  5. Denkmalliste der Stadt Bad Honnef, Nummer A 124
  6. a b Informationstafel, Wikimedia Commons
  7. August Haag (Hrsg.): Bad Honnef am Rhein. Beiträge zur Geschichte unserer Heimatgemeinde anläßlich ihrer Stadterhebung vor 100 Jahren. Verlag der Honnefer Volkszeitung, Bad Honnef 1962, S. 29.
  8. Karl Günter Werber: Bad Honnef am Rhein in alten Ansichten, Band 2, ISBN 978-90-288-6625-6, S. 63
  9. Adolf Nekum: Der Weinbau in Honnef – Erinnerungen an eine 1.100jährige Geschichte (=Heimat- und Geschichtsverein „Herrschaft Löwenburg“ e. V.: Studien zur Heimatgeschichte der Stadt Bad Honnef am Rhein, Heft 10). Bad Honnef 1993, S. 288.

Koordinaten: 50° 38′ 31″ N, 7° 13′ 43″ O