Joel Kwiatkowski

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KanadaKanada Joel Kwiatkowski Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 22. März 1977
Geburtsort Saskatoon, Saskatchewan, Kanada
Größe 183 cm
Gewicht 92 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Schusshand Links
Draftbezogene Informationen
NHL Entry Draft 1996, 8. Runde, 194. Position
Dallas Stars
Spielerkarriere
1994–1995 Tacoma Rockets
1995–1996 Kelowna Rockets
1996–1998 Prince George Cougars
1998–2000 Cincinnati Mighty Ducks
2000–2003 Ottawa Senators
2003–2004 Washington Capitals
2004–2005 San Antonio Rampage
2005 St. John’s Maple Leafs
2005–2007 Florida Panthers
2007 Pittsburgh Penguins
2007–2008 Atlanta Thrashers
2008–2009 Sewerstal Tscherepowez
2009–2010 SKA Sankt Petersburg
2010–2012 SC Bern
2012–2015 Fribourg-Gottéron
2015–2016 MODO Hockey

Joel Kwiatkowski (* 22. März 1977 in Saskatoon, Saskatchewan) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer, der während seiner aktiven Karriere zwischen 1998 und 2016 unter anderem 288 Spiele für die Ottawa Senators, Washington Capitals, Florida Panthers, Pittsburgh Penguins und Atlanta Thrashers in der National Hockey League auf der Position des Verteidigers bestritten hat. Seit September 2016 ist er als Assistenztrainer bei den Kalamazoo Wings aus der ECHL angestellt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joel Kwiatkowski begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Western Hockey League, in der er von 1994 bis 1998 für die Tacoma Rockets, Kelowna Rockets und Prince George Cougars aktiv war. In dieser Zeit wurde er im NHL Entry Draft 1996 in der achten Runde als insgesamt 194. Spieler von den Dallas Stars ausgewählt, für die er allerdings nie spielte. Stattdessen erhielt der Verteidiger am 18. Juni 1998 als Free Agent einen Vertrag bei den Mighty Ducks of Anaheim. Die folgenden beiden Spielzeiten verbrachte er bei deren Farmteam aus der American Hockey League, den Cincinnati Mighty Ducks. Am 12. Juni 2000 gaben die Ducks den Kanadier im Tausch für Patrick Traverse an die Ottawa Senators ab, für die er in der Saison 2000/01 sein Debüt in der National Hockey League gab, wobei er in vier Spielen ein Tor erzielte.

Nach zweieinhalb Jahren verließ Kwiatkowski die Senators im Januar 2003 wieder und erhielt einen Vertrag bei deren Ligarivalen den Washington Capitals, für die er bis zum Lockout während der NHL-Saison 2004/05 auf dem Eis stand. Den Lockout selbst überbrückte er bei den AHL-Teams San Antonio Rampage und St. John’s Maple Leafs. Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der NHL schloss sich der Linksschütze den Florida Panthers an. Im Februar 2007 wurde er schließlich zu den Pittsburgh Penguins transferiert, für die er bis Saisonende nur in einem einzigen Spiel auf dem Eis stand, in dem er punkt- und torlos blieb. Im Sommer 2007 ging Kwiatkowski zu den Atlanta Thrashers, spielte allerdings meistens für deren AHL-Farmteam, die Chicago Wolves, mit denen er den Calder Cup gewinnen konnte. Nach nur einem Jahr verließ er Atlanta bereits wieder und unterschrieb bei Sewerstal Tscherepowez aus der neugegründeten Kontinentalen Hockey-Liga, für die er in 52 Spielen insgesamt 25 Scorerpunkte, darunter 13 Tore, erzielte.

Aufgrund seiner guten Leistungen in Russland boten ihm die Atlanta Thrashers vor der Saison 2009/10 einen neuen Vertrag an, dem er zunächst zustimmte. Als bekannt wurde, dass er schon einen gültigen Vertrag beim SKA Sankt Petersburg besaß, zogen die Thrashers ihr Angebot zurück. Zudem hatte der Präsident der KHL und Besitzer von SKA, Alexander Medwedew, bei der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF gegen den Transfer interveniert.[1]

Am 1. Juli 2010 wurde Kwiatkowski vom Schweizer Verein SC Bern aus der National League A verpflichtet, für den er in den folgenden zwei Spielzeiten aufs Eis ging. Im April 2012 einigte sich der Kanadier auf ein Vertragsverhältnis mit Fribourg-Gottéron und spielte dort bis zum Ende der Saison 2014/15. Anschließend war er vereinslos, ehe er im Oktober 2015 von MODO Hockey verpflichtet wurde.[2] Nach der Saison 2015/16 beendete er seine Karriere und wechselte im September 2016 auf die Trainerbank. Sein erster Posten war der des Assistenztrainers bei den Kalamazoo Wings aus der ECHL.[3]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Kanada nahm Kwiatkowski an der Weltmeisterschaft 2009 teil, bei der er mit seiner Mannschaft den zweiten Platz belegte. Der Verteidiger war der einzige Spieler des Kaders, der zu diesem Zeitpunkt nicht in der NHL unter Vertrag stand.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997 WHL West Second All-Star Team
  • 1998 WHL West First All-Star Team
  • 1998 CHL Third All-Star Team

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1994/95 Tacoma Rockets WHL 70 4 13 17 66 4 0 0 0 2
1995/96 Kelowna Rockets WHL 40 6 17 23 85
1995/96 Prince George Cougars WHL 32 6 11 17 48
1996/97 Prince George Cougars WHL 72 16 36 52 94 15 4 2 6 24
1997/98 Prince George Cougars WHL 62 21 43 64 65 11 3 6 9 6
1998/99 Cincinnati Mighty Ducks AHL 80 12 21 33 48 3 2 0 2 0
1999/00 Cincinnati Mighty Ducks AHL 70 4 22 26 28
2000/01 Ottawa Senators NHL 4 1 0 1 0
2000/01 Grand Rapids Griffins IHL 77 4 17 21 58 10 1 0 1 4
2001/02 Ottawa Senators NHL 11 0 0 0 12
2001/02 Grand Rapids Griffins AHL 65 8 21 29 94 5 1 2 3 12
2002/03 Binghamton Senators AHL 1 0 0 0 2
2002/03 Ottawa Senators NHL 20 0 2 2 6
2002/03 Washington Capitals NHL 34 0 3 3 12 6 0 0 0 2
2003/04 Washington Capitals NHL 80 6 6 12 89
2004/05 San Antonio Rampage AHL 64 13 19 32 76
2004/05 St. John’s Maple Leafs AHL 17 7 6 13 16 5 0 4 4 23
2005/06 Florida Panthers NHL 73 4 8 12 86
2006/07 Florida Panthers NHL 41 5 5 10 20
2006/07 Pittsburgh Penguins NHL 1 0 0 0 0
2007/08 Chicago Wolves AHL 59 21 29 50 119 24 10 13 23 30
2007/08 Atlanta Thrashers NHL 18 0 5 5 20
2008/09 Sewerstal Tscherepowez KHL 52 13 12 25 64
2009/10 SKA Sankt Petersburg KHL 50 7 12 19 147 4 0 0 0 10
2010/11 SC Bern NLA 35 9 9 18 20 10 0 4 4 34
2011/12 SC Bern NLA 42 8 12 20 52 14 2 2 4 16
2012/13 Fribourg-Gottéron NLA 46 14 9 23 81 18 1 5 6 18
2013/14 Fribourg-Gottéron NLA 49 5 17 22 54 10 2 3 5 8
2014/15 Fribourg-Gottéron NLA 42 3 10 13 67
2015/16 MODO Hockey SHL 42 2 3 5 30 71 0 1 1 6
WHL gesamt 276 53 120 173 358 30 7 8 15 32
IHL gesamt 77 4 17 21 58 10 1 0 1 4
AHL gesamt 356 65 118 183 383 37 13 19 32 65
NHL gesamt 282 16 29 45 245 6 0 0 0 2
KHL gesamt 102 20 25 45 211 4 0 0 0 10
NLA gesamt 214 39 57 96 274 58 5 16 21 80
SHL gesamt 42 2 3 5 30 7 0 1 1 6

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat Kanada bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2009 Kanada WM 2. Platz, Silber 5 0 0 0 2
Herren gesamt 5 0 0 0 2

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. blogs.nytimes.com, Kwiatkowski returning to Russia after his Atlanta deal is found invalid
  2. New employer found - MODO Hockey signs HCFG's Joel Kwiatkowski. In: swisshockeynews.ch. 3. Oktober 2015, abgerufen am 7. Dezember 2015 (englisch).
  3. Nick Bootland signs three-year extension with K-Wings, Joel Kwiatkowski named assistant coach. In: kwings.com. 12. September 2016, abgerufen am 13. September 2016 (englisch).