Käthen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Käthen
Koordinaten: 52° 34′ 32″ N, 11° 39′ 29″ O
Höhe: 47 m
Fläche: 8,03 km²
Einwohner: 137 (30. Jun. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39599
Vorwahl: 039325
Käthen (Sachsen-Anhalt)
Käthen
Käthen
Lage von Käthen in Sachsen-Anhalt

Käthen ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Käthen liegt zwischen Stendal und Gardelegen, an der oberen Uchte, die hier nach Osten in Richtung Stendal abbiegt. Die ausgedehnten Wälder westlich von Käthen gehören zu den nördlichen Ausläufern der Colbitz-Letzlinger Heide.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprünglich slawisch besiedelte Ort taucht erstmals 1254 als Kotene in einer Urkunde des Klosters Neuendorf auf.[1] Die ursprünglich zwei Rittergüter im Ort wurden 1801 bzw. 1804 mit dem Rittergut Deetz vereinigt.

Ursprünglich im Tangermündeschen Kreis gelegen, gehörte der Ort ab dem 1. Juli 1816 zum Landkreis Gardelegen. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Käthen in den Kreis Stendal umgegliedert, aus dem der heutige Landkreis Stendal hervorging.[2]

Im Jahr 1840 lebten 209 Einwohner in Käthen, im Jahre 1910 schon 262, in 2010 nur noch 137.

Bis zum 31. Dezember 2009 war Käthen eine selbstständige Gemeinde mit dem Wohnplatz Deetzerwarthe, gelegen an der alten Heerstraße.

Der Gemeinderat der Gemeinde Käthen beschloss am 15. Juni 2009 die Zustimmung zu einem Gebietsänderungsvertrag, wodurch ihre Gemeinde aufgelöst und Teil einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen Stadt Bismark (Altmark) wurde. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[3]

In der eingeflossenen Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Käthen wurde ein Ortschaftsrat mit 9 Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Käthen war Frank Krüger. Dieser ist jetzt bis zum Ende seiner Amtszeit Ortsbürgermeister der Ortschaft Käthen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • spätromanische Dorfkirche (im 19. Jahrhundert umgebaut)
  • Reste einer ehemaligen Wassermühle. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist dringend sanierungsbedürftig.
  • Größtenteils gut ausgebaute Rad- und Wanderwege führen zu den umliegenden Ortschaften.
  • Deetzer Warte mit Resten der ehemaligen Befestigungsanlage an der Heerstraße. Der Hauptturm ist noch gut erhalten.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Käthen führt die Landstraße (L 30) von Kläden nach Vinzelberg, sie kreuzt südlich von Käthen die Bundesstraße 188. Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus. Der Bahnhof Vinzelberg befindet sich nur zirka einen halben Kilometer südlich von Käthen an der Lehrter Bahn. Der Bahnhof gehört entgegen seinem Namen zur Ortschaft bzw. Gemarkung Käthen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, S. 199.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stadt Bismark, Ortschaften auf www.stadt-bismark.de. Käthen. Abgerufen am 3. Juni 2017.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 343.
  3. Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 192 ff. (PDF; 6,8 MB [abgerufen am 2. Dezember 2015]).