Altmärkische Kleinbahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Streckennetz der Altmärkischen Kleinbahn AG
Hohenwulsch–Wittingen
Streckennummer (DB): 6904 Hohenwulsch–Rohrberg
Kursbuchstrecke: 307 (2000), Hohenwulsch–Kalbe (Milde)
210 f (1944), Bismark Ost–Beetzendorf
210 h (1944), Beetzendorf–Wittingen
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Stendal
Bahnhof, Station
0,0 Hohenwulsch früher Bismark Ost
   
nach Salzwedel
   
nach Peulingen
   
2,6 Bismark (Altm) früher Bismark Stadt
   
8,1 Berkau ehem. Bf.
   
10,8 Neuendorf-Karritz
   
Milde
   
15,2 Kalbe (Milde)
   
nach Gardelegen
   
17,5 Vahrholz
   
20,5 Bühne-Güssefeld
   
24,9 Badel (Keilbahnhof)
   
nach Salzwedel
   
29,8 Winterfeld
   
nach Salzwedel (Meterspur, bis 1926)
   
33,7 Apenburg
   
37,4 Hohentramm früher Staapen-Hohentramm
   
von Oebisfelde
   
42,3
0,0
Beetzendorf
   
nach Salzwedel
   
3,9 Rohrberg
   
nach Zasenbeck
   
7,1 Stöckheim
   
11,1 Wüllmersen-Mehmke
   
13,9 Dankensen-Abbendorf
   
17,2 Diesdorf (Altm)
   
nach Salzwedel
   
20,2 Forst Vier
   
23,0 Waddekath-Rade
   
seit 1945 durch Innerdeutsche Grenze unterbrochen
   
von Oebisfelde
   
26,5 Wittingen Stadt
   
28,8 Wittingen
Rohrberg–Zasenbeck
Streckennummer: 6989 Rohrberg–Hanum
Kursbuchstrecke: 210 g (1944)
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
   
von Beetzendorf
   
3,9 Rohrberg
   
nach Wittingen
   
6,8 Ahlum
   
9,0 Rittergut Nieps
   
11,5 Lüdelsen
   
14,5 Jübar
   
17,9 Hanum
   
seit 1945 durch Innerdeutsche Grenze unterbrochen
   
von Wittingen
   
20,0 Zasenbeck
   
nach Oebisfelde
Gardelegen–Kalbe (Milde)
Streckennummer: 6991
Kursbuchstrecke: 210 e (1944), Gardelegen–Kalbe (Milde)
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Oebisfelde
Bahnhof, Station
0,0 Gardelegen Südost
   
nach Stendal
   
nach Haldensleben
   
1,8 Gardelegen Stendaler Tor
   
2,6 Gardelegen Salzwedeler Tor
   
Milde
   
4,8 Ackendorf
   
6,1 Berge
   
7,1 Laatzke
   
8,6 Estedt
   
11,8 Wiepke
   
13,8 Groß-Engersen Kreuzung Schmalspurbahn
   
von Klötze
   
17,4 Wernstedt
   
von Beetzendorf
   
21,3 Kalbe (Milde)
   
nach Hohenwulsch
Klötze–Wernstedt
Streckennummer: 6692
Kursbuchstrecke: 210 k (1944)
Spurweite: 1435 mm, 1897–1921: 750 mm
   
von Oebisfelde
   
0,0 Klötze
   
nach Salzwedel
   
1,9 Klötze Nord
   
4,0 Hohenhenningen
   
6,0 Lockstedt
   
7,6 Neuendorf
   
9,5 Brüchau
   
11,4 Kakerbeck
   
14,3 Winkelstedt
   
17,1 Faulenhorst
   
bis 1921 nach Groß Engersen
   
von Gardelegen
   
18,5 Wernstedt
   
nach Kalbe (Milde)
Groß Engersen–Vinzelberg (1899–1921)
Spurweite: 750 mm (Schmalspur)
   
von Wernstedt
   
21,6 Groß-Engersen
   
Gardelegen–Kalbe (Milde)
   
25,7 Schenkenhorst
   
Milde
   
29,1 Algenstedt
   
32,2 Cassieck
   
36,0 Lindstedt
   
37,9 Seethen
   
41,9 Klinke
   
43,4 Deetzer Warthe
   
46,5 Vinzelberg
   
nach Stendal und Oebisfelde

Die Altmärkische Kleinbahn AG entstand 1927 durch die Fusion der Kleinbahn-AG Bismark-Gardelegen-Wittingen mit der Strecke Klötze–Wernstedt der Altmärkischen Kleinbahn GmbH.[1] Ab 1943 firmierte die Gesellschaft unter dem Namen Altmärkische Eisenbahn-AG, ehe die Strecken nach drei Jahren staatlicher Zwangsverwaltung im April 1949 der Deutschen Reichsbahn zugeteilt wurden. Die Altmärkische Kleinbahn AG war mit einer Streckenlänge von 127 Kilometern das bedeutendste Unternehmen der an Kleinbahnen reichen Landschaft im Norden des heutigen Landes Sachsen-Anhalt. Alle Stationen verfügten anfangs aufgrund des hohen Güteraufkommens über mindestens ein Ladegleis und waren somit nach heutiger Definition Bahnhöfe.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Keimzelle der Altmärkischen Eisenbahn-AG war die „AG Kleinbahn Bismark-Calbe-Beetzendorf“, die ab 1. Januar 1904 als „AG Kleinbahn Bismark-Calbe-Beetzendorf-Diesdorf“ firmierte. Sie vereinigte sich am 5. November 1904 mit der „Kleinbahn-AG Gardelegen-Calbe an der Milde“ zur „Kleinbahn-AG Bismark-Gardelegen-Diesdorf“, die sich ab 30. Oktober 1908 „Kleinbahn-AG Bismark-Gardelegen-Wittingen“ nannte. Daraus entstand am 21. Dezember 1927 nach der Fusion mit der „Altmärkischen Kleinbahn-GmbH“ in Klötze die „Altmärkische Kleinbahn AG“. Erst ab 30. Juli 1943 hieß sie dann „Altmärkische Eisenbahn-AG“. Sie hatte ihren Unternehmenssitz in Merseburg, die Betriebsleitung befand sich in Calbe an der Milde, wie die Stadt bis zur Umbenennung in Kalbe/Milde im Jahre 1952 hieß.

AG Kleinbahn Bismark–Calbe–Beetzendorf–Diesdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. September 1899 wurde die AG Kleinbahn Bismark–Calbe–Beetzendorf unter Beteiligung des preußischen Staates (25 %), der Provinz Sachsen (25,9 %), der Kreis Salzwedel (8,8 %) und Stendal (4,4 %), von 25 Städten und Gemeinden (20,1 %) sowie der Bahnbau-Gesellschaft Lenz & Co GmbH (15,8 %) gegründet, die die Betriebsführung übernahm.

Schon am 18. Dezember 1899 konnte die erste Strecke eröffnet werden, die von Bismark Anschlussbahnhof an der Hauptbahn Stendal–Salzwedel (betrieben seit 1870) in westlicher Richtung über Bismark Stadtbahnhof nach Calbe an der Milde, dem Sitz der Gesellschaft, führte. Von hier aus ging es weiter über Badel nach Beetzendorf an der Staatsbahnstrecke Oebisfelde–Salzwedel. Die Fortsetzung über Rohrberg nach Diesdorf, die sich in einer Änderung des Namens der Firma niederschlug, folgte am 24. Dezember 1903. Damit war die normalspurige Strecke 59 km lang.

Kleinbahn-AG Gardelegen–Calbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleinbahn-AG Gardelegen–Calbe an der Milde, an der der Staat und die Provinz zu etwa je einem Drittel neben weiteren Aktionären beteiligt waren, nahm ihre 21 Kilometer lange Strecke, die von Gardelegen an der Hauptbahn Stendal–Oebisfelde (betrieben seit 1871) nach Norden zum Knotenpunkt Calbe führte, am 25. März 1904 in Betrieb. Ihre Selbständigkeit währte nur ein halbes Jahr bis zur Fusion mit der älteren Gesellschaft, die sich nun Kleinbahn-AG Bismark–Gardelegen–Diesdorf nannte. Die erneute Änderung des Namens der Firma in Kleinbahn-AG Bismark–Gardelegen–Wittingen am 30. Oktober 1908 war ein Vorgriff auf die Erweiterung des Netzes um den 12 km langen Abschnitt Diesdorf–Wittingen, der ab 1. August 1909 ebenso in die Provinz Hannover führte wie ein Abzweig von Rohrberg nach Zasenbeck (16 km), der am 1. Oktober 1911 in Betrieb ging.

Altmärkische Kleinbahn-GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den passenden Namen für das inzwischen auf eine Länge von 108 km gewachsene Netz brachte aber erst die Fusion mit der Altmärkischen Kleinbahn GmbH. Diese war schon am 15. Juli 1896 von der Stadt Klötze mit 77 % und dem Kreis Gardelegen mit 23 % der Anteile gegründet worden. Sie hatte am 21. August 1897 von der Kreisstadt Klötze an der Staatsbahn Salzwedel–Oebisfelde eine Kleinbahnstrecke nach Faulenhorst (17 km) eröffnet, deren Weiterführung sich aus finanziellen Gründen erheblich verzögerte. So erreichte sie am 11. November 1897 Wernstedt und am 16. Januar 1898 Groß Engersen, wo erst 1904 die Kleinbahn Gardelegen–Calbe kreuzte.

Von hier ging es am 29. September 1899 bis Algenstedt, am 22. November 1900 bis Lindstedt und schließlich am 14. Juli 1901 mit Güterverkehr bis Vinzelberg an der Hauptbahn Stendal–Oebisfelde weiter; der Personenverkehr folgte am 25. August 1901. Die somit insgesamt 47 km lange Bahn war allerdings in der Spurweite von 750 mm ausgeführt worden.

Ab 1907 wurde die Altmärkische Kleinbahn zusammen mit zahlreichen anderen Kleinbahnen von der neugegründeten Kleinbahnabteilung des Provinzialverbandes Sachsen in Merseburg verwaltet.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach dem Ersten Weltkrieg, die sich auf eine wenig leistungsfähige Schmalspurbahn besonders negativ auswirkten, veranlassten die Leitung der Altmärkischen Kleinbahn GmbH zu wirkungsvollen Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. In zwei Etappen wurde die Strecke Klötze–Wernstedt, wo jetzt die Verbindung zur Strecke Gardelegen–Calbe stattfand, auf Normalspur umgestellt, am 17. März 1921 ab Kakerbeck und am 20. Juni 1922 ab Klötze. Auf dem östlichen Abschnitt Groß Engersen–Vinzelberg endete der Gesamtbetrieb mit dem Jahresende 1921. Er war durch die später erbaute Verbindung zur Hauptbahn bei Gardelegen überflüssig geworden.

Ein weiterer Schritt zur Konsolidierung war die Fusion mit der größeren Gesellschaft, die fortan ein Netz von 127 km Normalspurstrecken umfasste und nun den Namen Altmärkische Kleinbahn AG annehmen konnte. Neben vier Anschlüssen an die Deutsche Reichsbahn in Beetzendorf, Bismark, Gardelegen und Klötze gab es unmittelbare Verbindungen zur Stendaler Kleinbahn in Bismark, zu den Salzwedeler Kleinbahnen in Badel und Diesdorf, zur Kleinbahn Wittingen–Oebisfelde in Wittingen und Zasenbeck sowie zur Kleinbahn Gardelegen–Neuhaldensleben in Gardelegen. Betriebsmittelpunkt war stets der Bahnhof Calbe an der Milde, von dem zeitweise Züge in fünf Richtungen ausgingen.

Hauptaktionäre mit je 34,3 % waren (1940) der Preußische Staat und die Provinz Sachsen. Kleine Aktienpakete hielten die Kreise Salzwedel, Stendal, Gardelegen und Gifhorn sowie zahlreiche Gemeinden. In privatem Besitz befanden sich nur sehr kleine Anteile.

Teil der Deutschen Reichsbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenbus der Baureihe 771 im Bahnhof Kalbe (Milde), 2001

Wie alle anderen Klein- und Privatbahnen in der Sowjetischen Besatzungszone wurde auch die Altmärkische Kleinbahn im Sommer 1946 unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt und die Betriebsführung ab der Jahreswende 1946/1947 der Sächsischen Provinzbahnen GmbH übertragen. Über die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) des Verkehrswesens der Provinz Sachsen-Anhalt wurden die Strecken der Kleinbahn am 1. April 1949 der Deutschen Reichsbahn zugeschlagen.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren nur die Teilstrecken Diesdorf–Wittingen und Hanum–Zasenbeck, welche die neue Zonengrenze querten, am 1. Juli 1945 stillgelegt worden. Der Verkehr zwischen Hanum und Zasenbeck war aber bereits 1943 eingestellt worden. Die weiteren Einschränkungen des Betriebs zogen sich dann über Jahrzehnte hin. Der Personenverkehr von Rohrberg zum Grenzort Hanum endete am 27. November 1961; im Güterverkehr wurde Hanum noch bis zum Jahresende 1968 bedient, dann war noch der Abschnitt bis Jübar bis zum 27. April 1975 in Betrieb.

Auf der Strecke Gardelegen–Wernstedt wurde der Personenverkehr am 23. September 1967 und der Güterverkehr am 26. Mai 1968 eingestellt. Die Verbindung Klötze–Wernstedt–Kalbe (Milde) folgte am 28. Juni beziehungsweise 31. Juli 1970.

Am längsten blieb die Stammstrecke in Betrieb: So wurden zwischen Kalbe (Milde) und Beetzendorf noch bis 10. März 1991 Personen und bis Jahresende 1993 Güter befördert. Der schlechte Zustand der Strecke hatte zuvor schon ein attraktives Angebot verhindert, die Triebwagen waren zwischen Kalbe und Beetzendorf eine Stunde unterwegs. Ein Jahr später endete der Güterverkehr auch auf dem 15 km langen Reststück von Bismark Ost (seit 1951 Hohenwulsch) nach Kalbe (Milde), der Personenverkehr wurde noch bis zum 9. Juni 2001 angeboten.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lokomotiven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altmärkische Kleinbahn GmbH setze auf ihrer schmalspurigen Strecke Klötze–Vinzelberg insgesamt sechs Lokomotiven ein.[3] Sie konnten eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h erreichen.

Schmalspurlokomotiven der Altmärkischen Kleinbahn GmbH
Nr. Bauart Hersteller, Baujahr Bemerkung
1 und 2 C n2t Hanomag 1897
3 C1’ n2t Krauss 1900 ab 1905 bei den Köslin–Belgarder Bahnen als Nr. 5
3II B n2t Borsig 1906 bereits 1911 nicht mehr im Bestand
4 und 5 C n2t Hanomag 1902, 1910 Lenz-Typ o, 1928 an die Rügensche Kleinbahn verkauft.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die regelspurigen Lokomotiven der Altmärkischen Kleinbahn AG.[4] Die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit betrug zunächst 30 km/h, nach Einbau einer durchgehenden Druckluftbremse konnte diese auf 50 km/h auf der Strecke Bismark–Beetzendorf und 40 km/h auf den anderen Strecken heraufgesetzt werden.[1] Im Jahr 1937 wurden in Kalbe (Milde) bis zu neun und in Diesdorf und Zasenbeck jeweils eine Lokomotive stationiert.

Regelspurlokomotiven der Altmärkischen Kleinbahn AG
Nr. DR-Nr. Bauart Baujahr Hersteller Bemerkungen
1 98 6202 Bn2t 1899 Hohenzollern 1958 an die Förderanlage Köthen verkauft.
2 98 6203 Bn2t 1899 Hohenzollern 1962 ausgemustert.
3 Bn2t 1899 Hohenzollern
4 Bn2t 1899 Hohenzollern
5 Bn2t 1903 Hagans geliefert für die Kleinbahn-AG Bismark–Diesdorf
6 98 6102 Bn2t 1910 Henschel 1960 an die Langensalzaer Kleinbahn verkauft.
7 98 6217 Bn2t 1910 Henschel 1957 an das Magnesitwerk Aken verkauft.
8 98 6277 Ch2t 1914 Henschel 1967 ausgemustert.
9 89 6278 Ch2t 1914 Henschel 1967 ausgemustert.
10 89 6279 Ch2t 1925 Henschel 1967 ausgemustert.
11 Bn2t 1903 Hagans geliefert für die Kleinbahn-AG Gardelegen–Calbe, 1915/16 verkauft an Kleinbahn AG Könnern–Rothenburg.[5]
11II 89 6006 Cn2t 1897 Hagans Preußische T 3, ehemals KED Erfurt, ausgemustert 1965.
12 Bn2t 1903 Hagans geliefert für die Kleinbahn-AG Gardelegen–Calbe, 1915/16 verkauft an Kleinbahn AG Könnern–Rothenburg.[5]
12II Cn2t 1897 Hagans Preußische T 3, ehemals KED Erfurt, 1924 angekauft durch die Kleinbahn-AG Bismark–Wittingen.
89 6007 Cn2t 1898 Jung Preußische T 3, 1924 aus Magdeburg angekauft, 1967 ausgemustert.
89 6281 Ch2t 1929 Henschel 1965 ausgemustert.
89 6376 Ch2t 1931 Henschel 1965 ausgemustert.
75 6687 1´C1´h2t 1942 Henschel 1968 ausgemustert.

Ab Mitte der 1930er Jahre wurden auch Triebwagen (T 2, T 3) eingesetzt.

Nach Übernahme der Strecken durch die Deutsche Reichsbahn kamen auch Lokomotiven der DR-Baureihe 64 und der DR-Baureihe 91 zum Einsatz.[6] Der Lokbahnhof Kalbe (Milde) war fortan Teil des Bahnbetriebswerkes Salzwedel. Im September 1975 endete schließlich mit der Ausmusterung der 64 1212 der planmäßige Betrieb von Dampflokomotiven.

Auf dem letzten verbliebenen Streckenabschnitt Beetzendorf–Hohenwulsch wurden nun bis zur Einstellung der Betriebs vor allem Triebwagen der DR-Baureihe 171 – die später bei der DB als Baureihe 771 geführt wurden – eingesetzt.

Wagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Personenzüge wurden in der Regel aus einer Lokomotive, einem Gepäckwagen und zwei bis vier Personenwagen gebildet.

Für den Güterverkehr standen 1928 insgesamt 26 Wagen zur Verfügung: 14 O-Wagen, 25 G-Wagen, drei Langholzwagen und vier X-Wagen. Der Bestand vergrößerte sich zeitweise auf über 80 Güterwagen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang List: Kleinbahnen der Altmark. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1979, ohne ISBN; Lizenzausgabe: Alba, Düsseldorf 1979, ISBN 3-87094-528-1.
  • Wolfgang List, Hans Röper, Gerhard Zieglgänsberger: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen / Sachsen-Anhalt. Transpress, Stuttgart 1998, ISBN 3-613-71087-0.
  • Wolfgang List: Stendal und die Eisenbahn. Band 2: Die Kleinbahnen. Neddermeyer, Berlin 2008, ISBN 978-3-933254-93-1.
  • Klaus Kieper, Reiner Preuß: DDR-Schmalspurbahnarchiv. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, 1982 (Nachdruck, 2. Auflage 2011, ISBN 978-3-613-71405-2).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wolfgang List: Kleinbahnen der Altmark. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1979, S. 20.
  2. Wolfgang List: Kleinbahnen der Altmark. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1979, S. 56–66: Bahnanlagen.
  3. Wolfgang List: Kleinbahnen der Altmark. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1979, S. 86/87: Schmalspur-Lokomotiven.
  4. Wolfgang List: Kleinbahnen der Altmark. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1979, S. 90/91: Regelspurlokomotiven.
  5. a b Jörg Petzold, Jochen Fink: Kleinbahn Könnern–Rothenburg. In: Die Museums-Eisenbahn. Nr. 3, 2016, ISSN 0936-4609, S. 19–20.
  6. Wolfgang List: Kleinbahnen der Altmark. Transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1979, S. 94: Fahrzeuge.