Berkau (Bismark)

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Berkau
Koordinaten: 52° 38′ 18″ N, 11° 29′ 26″ O
Höhe: 37 m
Fläche: 18,93 km²
Einwohner: 484 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39624
Vorwahl: 039089
Berkau (Sachsen-Anhalt)
Berkau

Lage von Berkau in Sachsen-Anhalt

Berkau ist Ortsteil und Ortschaft der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Berkau liegt im Zentrum der Altmark, westlich von Stendal und östlich von Kalbe (Milde). Das flachwellige Gebiet um Berkau (bis 47 m ü. NN) fällt nach Westen zur Milde und nach Süden zum Secantsgraben leicht ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erwähnung des Ortes Berquide iuxta Calve im Jahre 1238[1] wird heute als erste urkundliche Erwähnung von Berkau interpretiert.

Das frühere Pfarrdorf Berkau gehörte ursprünglich zum Landkreis Stendal und wurde am 25. Juli 1952 dem Kreis Kalbe (Milde) zugeordnet.[2] Mit der Auflösung des Kreise am 1. Januar 1988 kam Berkau zum Kreis Gardelegen. Nach dessen Auflösung am 1. Juli 1994 kam Berkau schließlich wie früher zum Landkreis Stendal.[3]

Am 21. Dezember 1973 wurde die Gemeinde Wartenberg in die Gemeinde Berkau eingemeindet.[3]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Berkau eine selbständige Gemeinde mit dem zugehörigen Ortsteil Wartenberg und gehörte der jetzt aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Bismark/Kläden an.

Der Gemeinderat der Gemeinde Berkau beschloss am 15. Juni 2009 die Zustimmung zu einem Gebietsänderungsvertrag, wodurch ihre Gemeinde aufgelöst und Teil einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen Stadt Bismark (Altmark) wurde. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[4]

In der eingeflossenen Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Berkau wird ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürgermeisterin der Gemeinde Berkau ist Ines Pagels.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Ortschaft vorbei führt die L 27 und die L 21. Der nächste Bahnhof befindet sich in der 8 km entfernten Gemeinde Hohenwulsch (Bahnlinie StendalSalzwedel).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feldsteinkirche Berkau wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich bestand eine evangelische Pfarrei Berkau zu der die Kirchengemeinden Wartenberg und Karritz als Filialen gehörten.[5] Die evangelischen Kirchengemeinden Berkau mit Karritz und Wartenberg gehören seit 1958 zur Pfarrei Kremkau.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Block, Helmut Kurt (Hrsg.): Das Wissen der Region. Bismark-Kläden und Umland. Band 2. Edition Kulturförderverein Östliche Altmark, Altenzaun 2007, ISBN 978-3-9811747-0-0, S. 18–27.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Wilhelm Behrens: Graf Siegfried von Osterburg und Altenhausen resigniert viele Dörfer und Grundstücke in der Altmark 1238. Jahresberichte des Altmärkischer Verein für vaterländische Geschichte. In: 4. Jahresbericht. 1841, S. 48, abgerufen am 21. Mai 2017.
  2. Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaues und der Arbeitsweise der staatlichen Organe im Lande Sachsen-Anhalt vom 25. Juli 1952. Abgerufen am 21. Mai 2017.
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 345 ff.
  4. Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 192 ff. (PDF; 6,8 MB [abgerufen am 2. Dezember 2015]).
  5. Haase, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 109 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 21. Mai 2017]).
  6. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen. Series Pastorum. Band 10. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 389.