Katzenbach (Biedenkopf)

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Katzenbach
Wappen von Katzenbach
Koordinaten: 50° 53′ 58″ N, 8° 34′ 20″ O
Höhe: 371 m ü. NHN
Fläche: 3,5 km²[1]
Einwohner: 30
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Eingemeindet nach: Buchenau (Lahn)
Postleitzahl: 35216
Vorwahl: 06461
Bild von Katzenbach

Katzenbach ist ein Stadtteil der Stadt Biedenkopf im in mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Der Ort hat etwa 30 Einwohner und trägt denselben Namen wie der Bach, der etwa 300 Meter oberhalb des Ortes entspringt und in Buchenau in die Lahn mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird der Name Katzenbach im Jahre 1456 im Zusammenhang mit einem landgräflichen Hof. Zu dieser Zeit gehörte der Ort zum Gericht Dautphe. 1660 ließ Landgraf Ludwig VI. (Hessen-Darmstadt) ein einfaches Jagdhaus errichten und schließlich zum Jagdschloss Katzenbach ausbauen. Zusammen mit einigen zugehörigen Gebäuden (Zeughaus, Reitstall, Scheune, Küche, Waschhaus, Remise, Holzschuppen und Backofen) wurde es Burg genannt.
114 Jahre später, 1774, wurde das Jagdhaus von Landgraf Ludwig IX. (Hessen-Darmstadt) auf Abbruch verkauft. Das heißt, die Häuser wurden rückgebaut und von den neuen Besitzern etwa in Biedenkopf in der Hainstraße oder in Friedensdorf an der Neumühle wieder aufgebaut.

Am 31. Dezember 1971 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Katzenbach in die Gemeinde Buchenau (Lahn) eingegliedert. Am 1. Juli 1974 wurde die Gemeinde Buchenau (Lahn) aufgelöst. Fast die gesamte Gemeinde mit damals mehr als 1500 Einwohnern kam zur neu entstandenen Gemeinde Dautphetal. Der Ortsteil Katzenbach mit damals etwa 25 Einwohnern wurde der Stadt Biedenkopf zugesprochen.[2]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt die Territorien bzw. Verwaltungseinheiten denen Katzenbach unterstand im Überblick:[3][1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1967 sind:[1]

1577: 04 Hausgesesse
1603: 04 dreispännige Hofleute
1630: 04 Hausgesesse. 4 zweispännige landgräfliche, 4 döring'sche Hofleute
1677: 04 Hausgründe, 2 Witwen
1742: 04 Haushalte
1834: 33 Einwohner
1885: 32 Einwohner
1925: 24 Einwohner
1939: 23 Einwohner
1950: 21 Einwohner
1961: 22 (21 evangelische, 1 römisch-katholische) Einwohner. Erwerbspersonen: 15 Land- und Forstwirtschaft, 1 produzierendes Gewerbe.
Katzenbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr  Einwohner
1834
  
33
1840
  
38
1846
  
46
1852
  
46
1858
  
42
1864
  
41
1871
  
27
1875
  
35
1885
  
32
1895
  
22
1905
  
28
1910
  
30
1925
  
24
1939
  
23
1946
  
30
1950
  
21
1956
  
20
1961
  
22
1967
  
26
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 24. Juni 1963 vom Hessischen Innenminister genehmigt. Blasonierung: „In Rot ein nach rechts schreitender weißer Hirsch über einen goldenen Schildfuß mit blauen Wellenbalken.“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Katzenbach, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 3. März 2014)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350 und 351.
  3. Verwaltungsgeschichte Land Hessen bei M. Rademacher, Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Katzenbach (Biedenkopf) – Sammlung von Bildern