Kiliansroda

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kiliansroda führt kein Wappen
Kiliansroda
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kiliansroda hervorgehoben
Koordinaten: 50° 55′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Mellingen
Höhe: 335 m ü. NHN
Fläche: 4 km2
Einwohner: 201 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99441
Vorwahl: 036453
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 038
Adresse der Verbandsverwaltung: Karl-Alexander-Str. 134a
99441 Mellingen
Webpräsenz: www.kiliansroda.eu
Bürgermeister: Hartwig Klemp
Lage der Gemeinde Kiliansroda im Landkreis Weimarer Land
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Kiliansroda ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Mellingen in Thüringen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt südlich der Bundesautobahn 4 bei Mellingen und am Nordrand der Wälder um Buchfart. Die Böden sind aus Muschelkalkverwitterungsgestein gebildet worden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Kiliansroda

Der Rodungsort wird erstmals 1441 als Kiligesrode genannt. 1719 wurde das Gut von der Gräfin Anna Elisabeth von Gleichen und Hatzfeld und dem Grafen Franziskus Lotharius an Hans Georg Becker und dessen Bruder Hans Heinrich Becker verkauft. 1923 war Elise Becker Besitzerin des 145,5 ha umfassenden Rittergutes.[2] Dieses wurde 1945 entschädigungslos enteignet.

Ab Anfang des 19. Jahrhunderts war der Ort Teil des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, ab 1920 des Freistaats Thüringen. Er wurde im April 1945 von US-Truppen und ab Juli 1945 von der Roten Armee besetzt und so Teil der sowjetischen Besatzungszone und des neuen Landes Thüringen, ab 1949 der Deutschen Demokratischen Republik, ab 1952 im Bezirk Erfurt und seit 1990 gehört der Ort zum neu gegründeten Bundesland, dem Freistaat Thüringen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche, Ursprung in der 2. Hälfte des 10. Jahrhunderts, mit Kirchhof
  • Carolinenturm (Aussichtsturm) auf dem Berg Kötsch (497 m ü. NN): Der Carolinenturm ist mit zwei benachbarten Aussichtstürmen – dem Paulinenturm und dem Hainturm bei Ehringsdorf – über den 19 Kilometer langen Drei-Türme-Wanderweg verbunden.
  • frühgeschichtliche Fluchtburg auf dem Kötsch

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartmut Stabe: Türme im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Entdecken – Besuchen – Erwandern. Weimardruck, Weimar 2005, ISBN 3-930687-47-X, S. 133–157: Über den Carolinenturm.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Gruhle: Schwarzbuch der Bodenreform Thüringen. Abgerufen am 25. Juni im Internet

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kiliansroda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien