Rittersdorf (Thüringen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rittersdorf
Rittersdorf (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rittersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 49′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Kranichfeld
Höhe: 458 m ü. NHN
Fläche: 8,78 km2
Einwohner: 270 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99448
Vorwahl: 036450
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 079
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mittlere Gasse 41
99448 Rittersdorf
Webpräsenz: www.rittersdorf.info
Bürgermeister: Johannes Rokosch
Lage der Gemeinde Rittersdorf im Landkreis Weimarer Land
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Über dieses Bild

Rittersdorf ist eine Gemeinde im Süden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld.

Geografie und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einem muldenförmigen Hochplateau der Ilm-Saale-Kalkplatte und ist über die Landesstraße 87 von Stadtilm nach Kranichfeld über eine stetig ansteigenden durch einen Wald verlaufende Ortsverbindungsstraße zu erreichen. Eine weitere Verbindung besteht noch über die Landesstraße 1060 von Bad Berka nach Tannroda führend. Geologisch befindet sich die Gemarkung von Rittersdorf in der Randlage des Thüringer Beckens. Die geologische Herkunft ist grundwasserferner Muschelkalk. Die Ansiedlung Mohrenthal ist ein Ortsteil von Rittersdorf.

Geschichte und Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Georg in Rittersdorf (2012)

Der Ort ist eine um 1150 erfolgte fränkische Gründung. Am 25. August 1311 war die urkundlich dokumentierte Ersterwähnung des Ortes.[2] Rittersdorf war und ist ein landwirtschaftlich geprägter Ort.

Dominierend ist (im Jahre 2012) der Anbau von Raps auf den umliegenden Feldern ("Energiepflanze"). Die Energiegenossenschaft Rittersdorf eG liefert Solar-Strom für den ersten Thüringer Ökostromtarif mit regional erzeugtem Solarstromanteil.[3][4]

Im Ortsbild gibt es schön renovierte Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus Fachwerk, meist frühere Bauernhäuser, zum Teil aber durch Dämmplatten überlagert. Die Kirche St. Georg ist restauriert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Rittersdorf besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl FDP Vereinsgemeinschaft Rittersdorf Gesamt
2014 2 4 6 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Rittersdorf ist Johannes Rokosch, der am 6. Juni 2010 gewählt wurde.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2015 wurde Rittersdorf als "Energie-Kommune" ausgezeichnet. Ausschlaggebend war die lokale Produktion erneuerbarer Energien durch eine Bürgerenergiegenossenschaft, u..a mithilfe eines Solarparks auf einer ehemaligen Müllhalde und gefördert durch einen regionalen Ökostromtarif.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 233.
  3. erster-oekostromtarif-mit-regional-erzeugtem-solarstromanteil
  4. Energiegenossenschaft Rittersdorf eG
  5. Der Landeswahlleiter Thüringen: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. AEE: Energiegenossenschaft Rittersdorf produziert und verbraucht Ökostrom vor Ort. Pressemitteilung, 30. November 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rittersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien