Lederhose (Thüringen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lederhose
Lederhose (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lederhose hervorgehoben
Koordinaten: 50° 48′ N, 11° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Greiz
Verwaltungs­gemeinschaft: Münchenbernsdorf
Höhe: 345 m ü. NHN
Fläche: 4,85 km2
Einwohner: 279 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07589
Vorwahl: 036604
Kfz-Kennzeichen: GRZ, ZR
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 042
Adresse der Verbandsverwaltung: Karl-Marx-Platz 13
07589 Münchenbernsdorf
Website: www.rathaus-muenchenbernsdorf.de
Bürgermeister: Andreas Weber
Lage der Gemeinde Lederhose im Landkreis Greiz
Auma-WeidatalBad KöstritzBerga/ElsterBethenhausenBockaBrahmenauBraunichswaldeCaaschwitzCrimlaEndschützGauernGreizGroßensteinLangenwetzendorfHarth-PöllnitzHartmannsdorfHilbersdorfHirschfeldHohenleubenWeidaHundhauptenKauernKorbußenKraftsdorfKühdorfLangenwetzendorfLangenwolschendorfLederhoseLindaLindenkreuzLangenwetzendorfMohlsdorf-TeichwolframsdorfMünchenbernsdorfLangenwetzendorfNeumühlePaitzdorfPölzigReichstädtRonneburgRückersdorfSaaraWeidaSchwaaraSchwarzbachSeelingstädtWeidaTeichwitzWeidaWeißendorfLangenwetzendorfWünschendorfZedlitzZeulenroda-TriebesThüringenKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Lederhose liegt im Landkreis Greiz in Thüringen und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Münchenbernsdorf. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Lederhose und Neuensorga.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Harth-Pöllnitz, Münchenbernsdorf und Schwarzbach im Landkreis Greiz sowie Renthendorf im Saale-Holzland-Kreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Lederhose wurde erstmals in einer lateinischen Urkunde am 18. Oktober 1287 erwähnt. Lederhose ist aber älter, denn der Ort hat seinen Ursprung in einer slawischen Siedlung. Daher kommt auch der ungewöhnliche Ortsname, der nichts mit dem gleichnamigen Bekleidungsstück zu tun hat, sondern aus dem slawischen Personennamen Ludorad entstand: Ludoraz – der Ort des Ludorad. Es gab zwei Wassermühlen in der Gemarkung und am Floßbach von Lederhose. Es waren die Ober- und die Jacobsmühle. Sie wurden erstmals 1731 schriftlich in Weimar erwähnt. Beide befanden sich am beziehungsweise im Einflussbereich des Floßteiches, der 1721 angelegt wurde. Die Jacobsmühle brannte 1897 ab. Sie sollte wieder aufgebaut werden, aber der Bau der Eisenbahnstrecke Niederpöllnitz und Münchenbernsdorf zerschlug den Plan. Der Floßteich wurde an einen Dorfbewohner verkauft.[2]

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Neuensorga eingegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 313
  • 1995: 312
  • 1996: 314
  • 1997: 320
  • 1998: 333
  • 1999: 324
  • 2000: 327
  • 2001: 310
  • 2002: 305
  • 2003: 296
  • 2004: 295
  • 2005: 295
  • 2006: 296
  • 2007: 294
  • 2008: 294
  • 2009: 281
  • 2010: 276
  • 2011: 267
  • 2012: 267
  • 2013: 260
  • 2014: 262
  • 2015: 262
  • 2016: 261
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Gold eine grüne Hose mit Trägern und Brustlatz.“ Das Wappen wurde dem Ortsnamen angepasst und dadurch entstand eine Lederhose auf dem Wappen, welche allerdings nicht im typischen Lederbraun gehalten ist, sondern in den Ortsfarben.[3]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist gelb-grün-gelb (1:2:1) längs gestreift und ist mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lederhose liegt etwa zwei Kilometer östlich der Bundesautobahn 9 und ist mit ihr über die Landstraße 1073 verbunden. Im Mai 2009 wurde eine neu eingerichtete Autobahnanschlussstelle 25b auch wegen des ungewöhnlichen und damit einprägsamen Namens nach dem Ort benannt.[4]
Der Bahnhof Lederhose lag an der Bahnstrecke Niederpöllnitz–Münchenbernsdorf. Am 28. Mai 1967 wurde der Personenverkehr eingestellt. Inzwischen ist die Strecke stillgelegt.

ehemaliger Bahnhof (2018)
ehemalige Straßenüberführung (2018)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lederhose (Thüringen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Günter Steiniger: Mühlen an der Auma, der Triebes, der Leuba und im Güldetal Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2011, ISBN 978-3-86777-296-9, S. 75–77
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Lederhose vom 25. August 2009 (PDF; 28 kB)
  4. Archiv der Mitteilungen für 2009 1. Halbjahr