Linda b. Weida

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Linda b. Weida
Linda b. Weida
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Linda b. Weida hervorgehoben
50.80638888888912.19320Koordinaten: 50° 48′ N, 12° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Greiz
Verwaltungs­gemeinschaft: Wünschendorf/Elster
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 8,81 km²
Einwohner: 453 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07580
Vorwahl: 036608
Kfz-Kennzeichen: GRZ, ZR
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 043
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchweg 4
07580 Linda b. Weida
Webpräsenz: www.gemeinde-linda.de
Bürgermeister: Alexander Zill (Feuerwehr/SV Linda)
Lage der Gemeinde Linda b. Weida im Landkreis Greiz
Auma-Weidatal Bad Köstritz Berga/Elster Bethenhausen Bocka Brahmenau Braunichswalde Caaschwitz Crimla Endschütz Gauern Greiz Großenstein Langenwetzendorf Harth-Pöllnitz Hartmannsdorf Hilbersdorf Hirschfeld Hohenleuben Weida Hundhaupten Kauern Korbußen Kraftsdorf Kühdorf Langenwetzendorf Langenwolschendorf Lederhose Linda Lindenkreuz Langenwetzendorf Mohlsdorf-Teichwolframsdorf Münchenbernsdorf Langenwetzendorf Neumühle Paitzdorf Pölzig Reichstädt Ronneburg Rückersdorf Saara Weida Schwaara Schwarzbach Seelingstädt Weida Teichwitz Weida Weißendorf Langenwetzendorf Wünschendorf Zedlitz Zeulenroda-Triebes ThüringenKarte
Über dieses Bild

Linda b. Weida ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Greiz. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Wünschendorf/Elster.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Kirche in Linda

Linda liegt im Ronneburger Acker- und Bergbaugebiet. Das Gemeindegebiet wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt, nur im Süden befinden sich kleinere Waldflächen und ein Wasserspeicher, der zum Fuchsbach hin und weiter zur Weißen Elster entwässert. Am nördlichen Gemeinderand verläuft die Wipse, die unweit der Gemeindegrenze im Erlicht entspringt und bei Gera-Liebschwitz in die Elster mündet. Im nordöstlichen Gemeindegebiet befindet sich die regionale Wasserscheide zwischen der Weißen Elster und der Pleiße. Die nächsten Städte sind Ronneburg (6 km nördlich), Berga/Elster (7 km südlich), Weida (10 km südwestlich) und Gera (Stadtzentrum; 12 km nordwestlich).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Berga/Elster (Stadt), Braunichswalde, Endschütz, Gauern, Hilbersdorf und Rückersdorf im Landkreis Greiz sowie die kreisfreie Stadt Gera. Gera grenzt mit dem Ortsteil Kleinfalke nur mittelbar an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Linda besitzt mit Pohlen einen einzelnen Ortsteil, der am 1. März 1970 eingemeindet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ersterwähnung von Linda erfolgte 1307 in einer Urkunde des Klosters Cronschwitz. Im April 1640 brannten schwedische Truppen zehn Häuser an, 1865 gab es eine Choleraepidemie. Bis 1918 gehörte das Dorf zu Sachsen-Altenburg und war seit 1900 dem Landratsamt Ronneburg zugehörig.[2] 1922 ging es an den Landkreis Gera. 1952 gehörte Linda kurzzeitig zum Kreis Schmölln, ging aber noch im selben Jahr an den Kreis Gera-Land.

Religionen[Bearbeiten]

Linda gehört zum Bistum Dresden-Meißen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1910 lebten in Linda 447 Einwohner,[2] 1933 waren es 467 Einwohner. Für Pohlen werden im selben Jahr genau 100 Einwohner angegeben.

Ortsansicht

Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 497
  • 1995: 516
  • 1996: 509
  • 1997: 505
  • 1998: 503
  • 1999: 492
  • 2000: 501
  • 2001: 491
  • 2002: 491
  • 2003: 492
  • 2004: 473
  • 2005: 473
  • 2006: 474
  • 2007: 476
  • 2008: 475
  • 2009: 469
  • 2010: 462
  • 2011: 460
  • 2012: 449
  • 2013: 453
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

An der Kirche in Linda

Der Gemeinderat wurde bei der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl bestimmt. Die sechs Gemeinderatsmitglieder sind in der gemeinsamen Liste der Sportgruppe Linda und der Freiwilligen Feuerwehr Linda zusammengeschlossen. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,7 % und somit um 11,9 %p geringer als 2009.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Bürgermeisterwahl 1994 gewann Adele Stephan von der CDU mit 81,5 % der gültigen Stimmen. Bei der Stichwahl am 27. Juni 1999 unterlag sie Rainer Merkel, der 68,0 % der Stimmen erhielt. Rainer Merkel trat 2004 für die CDU an und wurde mit 84,6 % der Stimmen im Amt bestätigt. Bei der Wahl am 6. Juni 2010 setzte sich im ersten Wahlgang Alexander Zill (SG Linda/FFW Linda) mit 69,9 % der Stimmen gegen Rainer Merkel durch.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Linda liegt an der Landesstraße L 1082 von Rückersdorf nach Pohlen. In Pohlen setzt sich die Straße als L 2321 nach Gera-Unterröppisch fort. Die L 2336 verbindet Linda mit Berga. Kreisstraßen verbinden Pohlen mit Endschütz und Rußdorf, eine schmale Ortsverbindungsstraße mit Betonfahrbahn führt von Linda nach Braunichswalde. An Werktagen außer an Samstagen verkehrt die Buslinie 219 Gera–Wünschendorf–Linda–Wolfersdorf–Seelingstädt der RVG Regionalverkehr Gera/Land. Seit 1956 führt die Bahnstrecke Seelingstädt–Paitzdorf der Wismut-Werkbahn durch das Gemeindegebiet. Seit Einstellung des Reiseverkehrs auf der Bahnstrecke Wünschendorf–Werdau befindet sich der nächste Zugang zum Schienenpersonennahverkehr in Wünschendorf/Elster.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Linda b. Weida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. a b Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 - Herzogtum Sachsen-Altenburg - Landratsamt Ronneburg. Abgerufen am 24. September 2012.
  3. Kommunalwahlergebnis 2014