Marcelo Díaz

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Marcelo Díaz
Marcelo Díaz - Spain vs. Chile, 10th September 2013.jpg
Marcelo Díaz, 2013
Spielerinformationen
Name Marcelo Alfonso Díaz Rojas
Geburtstag 30. Dezember 1986
Geburtsort SantiagoChile
Größe 166 cm
Position Mittelfeld (zentral)
Junioren
Jahre Station
1997–2004 Universidad de Chile
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2005–2012 Universidad de Chile 205 (10)
2010 → Deportes La Serena (Leihe) 13 0(5)
2012–2015 FC Basel 58 0(7)
2015–2016 Hamburger SV 17 0(0)
2016–2017 Celta Vigo 39 0(1)
2017– UNAM Pumas
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005 Chile U-21 7 0(0)
2011– Chile 31 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 19. August 2017

2 Stand: 1. November 2014

Marcelo Díaz, mit vollem Namen Marcelo Alfonso Díaz Rojas (* 30. Dezember 1986 in Santiago de Chile), ist ein chilenischer Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler steht seit August 2017 beim mexikanischen Klub UNAM Pumas unter Vertrag. Er ist für die chilenische Nationalmannschaft aktiv.

Im deutschsprachigen Raum wurde Díaz durch seine Engagements beim FC Basel und Hamburger SV bekannt. Beim HSV sicherte er sich durch sein Freistoßtor in der Nachspielzeit in der Relegation 2015 einen Platz in der Vereinsgeschichte.[1]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universidad de Chile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Díaz begann seine Karriere im Jahre 1997 als Junior bei Universidad de Chile und erhielt 2004 einen Profivertrag. Von 2004 bis 2012 erzielte er dabei in 205 Ligaeinsätzen zehn Tore. 2010 wurde er für ein Jahr an Deportes La Serena ausgeliehen, für die er in 13 Spielen fünf Tore machte.

Sein größter Erfolg war 2011 der erste Gewinn der Copa Sudamericana mit Universidad de Chile. Im gleichen Jahr gewann er beide Halbjahresmeisterschaften und wurde ins Team der besten elf Spieler des Jahres 2011 der chilenischen ersten Liga gewählt.

FC Basel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2012 verpflichtete der FC Basel Díaz; der Wechsel nach Europa erfolgte auch auf Empfehlung des damaligen Trainers der chilenischen Nationalmannschaft, Claudio Borghi.[2] Erstmals beim FC Basel eingesetzt wurde er am 17. Juli 2012 im Hinspiel der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde.[3] Am Ende der Saison 2012/13 wurde Díaz mit dem FC Basel Schweizer Meister[4] und stand im Finale des Schweizer Cups, das man im Elfmeterschießen verlor.[5] In der UEFA Europa League 2012/13 schied er mit dem FC Basel im Halbfinale gegen den damals aktuellen Champions-League-Sieger FC Chelsea aus.[6]

Die Spielzeit 2013/14 beendete der FC Basel als Meister und stand im Final des Schweizer Cups, der nach Verlängerung verloren wurde.[7] Die Champions-League-Saison endete für die Mannschaft zwar nach der Gruppenphase, aber in der Europa League kam sie bis ins Viertelfinale. Díaz hatte unter Trainer Murat Yakin insgesamt 39 Einsätze und erzielte sechs Tore (drei in der Meisterschaft, eins im Cup und zwei in der Champions League).[8]

Des FC Basel wurde in der Spielzeit 2014/15 unter dem neuen Trainer Paulo Sousa erneut Meister. Díaz wurde in allen Wettbewerben insgesamt 24-mal eingesetzt, fand sich aber häufig auf der Ersatzbank wieder[9] und verließ den FC Basel in der Wintertransferperiode. Anfang Februar 2015 erhielt er vom FCB die Freigabe.[10]

Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. Februar 2015 wechselte Díaz in die Bundesliga zum Hamburger SV. Er unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2017 laufenden Vertrag.[11] Zwei Tage später absolvierte er sein Bundesligadebüt, als er beim 3:0-Auswärtssieg gegen den SC Paderborn 07 in der 59. Spielminute für Petr Jiráček eingewechselt wurde.[12] Sein einziges Tor für den HSV erzielte Díaz im Rückspiel der Relegation auswärts gegen den Karlsruher SC, als er in der Nachspielzeit einen Freistoß zum 1:1 direkt verwandelte; in der Verlängerung gewann der HSV das Spiel mit 2:1 und hielt die Klasse.[13][14]

„Er hat sicher eines der wichtigsten Tore überhaupt in der Vereinsgeschichte für unseren HSV geschossen …“

Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender des HSV, nach Díaz' Wechsel zu Celta Vigo[15]

In der Hinrunde der Saison 2015/16 stand Díaz in elf Ligaeinsätzen viermal in der Startelf.

Celta Vigo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Januar 2016 wechselte Díaz in die spanische Primera División zu Celta Vigo. Er erhielt – obwohl zu diesem Zeitpunkt mit einem im Dezember 2015 erlittenen Muskelsehnenausriss im linken Oberschenkel schwerer verletzt[16] – einen bis zum 30. Juni 2019 datierten Vertrag.[17] Am 7. Februar 2016 gab er am 23. Spieltag beim 1:1 gegen den FC Sevilla sein Debüt für Celta Vigo.[18] In seinem ersten halben Jahr kam Díaz zu 14 Einsätzen und qualifizierte sich mit seinem Klub als Tabellensechster für die Europa League. In der neuen Saison kam er zu acht Einsätzen in der Copa del Rey und zu fünf Einsätzen in der Europa League. Am 16. April 2017 erzielte der defensive Mittelfeldspieler beim 3:0-Sieg am 32. Spieltag im Auswärtsspiel gegen den FC Granada sein erstes Tor für Celta Vigo.[19] In der Liga kam er insgesamt zu 26 Einsätzen und belegte mit seinem Verein den 13. Tabellenplatz. Im August 2017 wurde seine Vertrag bei Celta Vigo aufgelöst.[20]

UNAM Pumas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurze Zeit später unterschrieb er einen Vertrag bei UNAM Pumas.[21]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcelo Díaz (links) bei der WM 2014 im Achtelfinale gegen Brasilien

Díaz gehört seit 2011 der chilenischen Nationalmannschaft an und nahm mit ihr an der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien teil, bei der er mit der Mannschaft im Achtelfinale gegen die gastgebende Mannschaft ausschied.

Im Sommer 2015 gewann er mit der Nationalmannschaft die Copa América in Chile. Er stand dabei in allen sechs Spielen in der Startaufstellung und wurde in das „Team of the tournament“ gewählt.[22]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universidad de Chile

FC Basel

Nationalmannschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marcelo Díaz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker online: „Für immer in Erinnerung“: Diaz verlässt den HSV. 15. Januar 2016, abgerufen am 15. Januar 2016.
  2. Morgenpost Verlag GmbH (Hrsg.): Ein Chile-Star für den HSV? In: Hamburger Morgenpost. 27. Januar 2015, abgerufen am 2. April 2015.
  3. bazonline.ch
  4. Michael Schifferle: Saisonrückblick: Schweiz. Eufa. 2013. Abgerufen am 10. Juni 2013.
  5. SFV: Telegramm Schweizer Cup Final. Schweizerischer Fussballverband. 2013. Abgerufen am 20. Mai 2013.
  6. Michael Schifferle: Das Wunder für Basel bleibt aus. Eufa. 2013. Abgerufen am 3. Mai 2013.
  7. Rudi Wanner: Saisonrückblick: Schweiz. Eufa. 2014. Abgerufen am 9. Juni 2014.
  8. Josef Zindel Rotblau: Jahrbuch Saison 2014/2015. FC Basel Marketing AG, 2014, ISBN 978-3-7245-2027-6.
  9. Josef Zindel Rotblau: Jahrbuch Saison 2015/2016. FC Basel Marketing AG, 2015, ISBN 978-3-7245-2050-4.
  10. FC Basel 1893: Marcelo Diaz wechselt zum Hamburger SV. FC Basel 1893. 2015. Abgerufen am 2. Februar 2015.
  11. HSV Fußball AG (Hrsg.): Perfekt! HSV verpflichtet Marcelo Diaz. (Nicht mehr online verfügbar.) In: HSV.de. , ehemals im Original, abgerufen am .@1@2Vorlage:Toter Link/www.hsv.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  12. kicker online: Blitz-Elfmeter: Van der Vaart leitet HSV-Sieg ein, 4. Februar 2015, abgerufen am 4. Februar 2015.
  13. kicker online: Müller reanimiert den Bundesliga-Dino in der Verlängerung, 1. Juni 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.
  14. goal.com
  15. Hamburger SV: Beiersdorfer Bericht auf der Mitgliederversammlung, 17. Januar 2016, abgerufen am 18. Januar 2016.
  16. Díaz verletzt sich schwer – findet er so einen neuen Verein? In: Hamburger Abendblatt. Abgerufen am 15. Januar 2016.
  17. Marcelo Diaz wechselt zu Celta Vigo. In: hsv.de. Hamburger SV, abgerufen am 15. Januar 2016.
  18. Spieldaten auf transfermarkt.de
  19. Spieldaten auf transfermarkt.de
  20. Marcelo Díaz se desvincula del Celta auf celtavigo.net (spanisch)
  21. El millonario contrato de Marcelo Díaz auf dalepumas.com (spanisch)
  22. CONMEBOL (Hrsg.): Team of the Tournament. In: ca2015.com. Archiviert vom Original am 7. Juli 2015, abgerufen am 2015.