FIFA-Konföderationen-Pokal 2017

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FIFA-Konföderationen-Pokal 2017
FIFA Confederations Cup 2017
Anzahl Nationen 8
Sieger DeutschlandDeutschland Deutschland (1. Titel)
Austragungsort RusslandRussland Russland
Eröffnungsspiel 17. Juni 2017
Endspiel 2. Juli 2017
Spiele 16
Tore 43 (⌀: 2,69 pro Spiel)
Zuschauer 628.304 (⌀: 39.269 pro Spiel)
Torschützenkönig DeutschlandDeutschland Timo Werner
Bester Spieler DeutschlandDeutschland Julian Draxler
Bester Torhüter ChileChile Claudio Bravo
Gelbe Karte Gelbe Karten 59 (⌀: 3,69 pro Spiel)
Gelb-Rote Karte Gelb-Rote Karten (⌀: 0,19 pro Spiel)
Rote Karte Rote Karten (⌀: 0,06 pro Spiel)

Der FIFA-Konföderationen-Pokal 2017, offiziell FIFA Confederations Cup 2017, war die zehnte Ausspielung dieses interkontinentalen Fußball-Wettbewerbs für Nationalmannschaften. Das Turnier fand zwischen dem 17. Juni und dem 2. Juli 2017 in Russland statt. Da der Weltfußballverband FIFA seit 2005 den Konföderationen-Pokal als sportliche und organisatorische Generalprobe grundsätzlich an das Land vergibt, das im folgenden Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet, stand Russland mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 an den russischen Fußballverband auch als Ausrichter des Konföderationen-Pokals fest.[1][2] Russlands Rolle als Gastgeber wurde am 2. Dezember 2010 bekannt gegeben.[3]

Durch den Sieg im Finalspiel gegen Chile konnte Deutschland erstmals das Turnier gewinnen.

Spielorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadien in vier Städten dienten für den FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 als Veranstaltungsort.[4][5] Diese sollen auch für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 genutzt werden.

Sankt Petersburg Moskau
FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 (Europäisches Russland)
Moskau
Moskau
Kasan
Kasan
Sankt Petersburg
Sankt Petersburg
Sotschi
Sotschi
Kasan Sotschi
Krestowski-Stadion Otkrytije Arena Kasan-Arena Olympiastadion Sotschi
Kapazität: 69.500
(Neubau)
Kapazität: 42.000
 
Kapazität: 45.015
(Neubau)
Kapazität: 47.659
(Neubau)
RUS-2016-Aerial-SPB-Krestovsky Stadium 01.jpg Spartak stadium (Otkrytiye Arena), 23 August 2014.JPG Stadion im Juli 2013 Stadion im April 2014

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Wettbewerb waren folgende Nationalmannschaften qualifiziert (Platz in der FIFA-Weltrangliste im November 2016[6]):

  1. RusslandRussland Russland als Gastgeber (55.)
  2. DeutschlandDeutschland Deutschland als Weltmeister 2014 (3.)
  3. AustralienAustralien Australien als Asienmeister 2015 (48.)
  4. ChileChile Chile als Sieger der Copa América 2015 (4.)
  5. MexikoMexiko Mexiko als Sieger des CONCACAF Cups 20151 (18.)
  6. NeuseelandNeuseeland Neuseeland als Ozeanienmeister 2016 (110.)
  7. PortugalPortugal Portugal als Europameister 2016 (8.)
  8. KamerunKamerun Kamerun als Afrikameister 2017 (65.)
1 Nach Verlängerung 3:2-Sieger im Entscheidungsspiel gegen den Gold-Cup-Gewinner 2013 (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)[7]

Auslosung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auslosung fand am 26. November 2016 in Kasan statt.[8] Der Spielplan wurde am 24. Juli 2015 bekannt gegeben.[9] Für die Auslosung wurden Gastgeber Russland, Weltmeister Deutschland, Südamerikameister Chile und Europameister Portugal, die in der FIFA-Weltrangliste im November 2016 die höchsten Plätze belegten,[6] in Topf 1 gesetzt. Mexiko, Australien, Neuseeland und der zu dem Zeitpunkt noch nicht feststehende Afrikameister des Jahres 2017 (Kamerun) kamen in Topf 2.[10] Zudem wurde Russland als Gruppenkopf von Gruppe A festgelegt. Es ergaben sich Änderungen zu den bisherigen Losverfahren: Zum einen war der amtierende Weltmeister nicht mehr als zweiter Gruppenkopf gesetzt. Zum anderen galt durch die Teilnahme dreier europäischer Mannschaften nicht mehr die Regel, dass zwei Teams aus demselben kontinentalen Verband in der Gruppenphase nicht aufeinander treffen dürfen, nun durften es höchstens zwei sein.[11]

Gruppen und Kader
Gruppe A Gruppe B
RusslandRussland Russland KamerunKamerun Kamerun
NeuseelandNeuseeland Neuseeland ChileChile Chile
PortugalPortugal Portugal AustralienAustralien Australien
MexikoMexiko Mexiko DeutschlandDeutschland Deutschland

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitangaben in Ortszeit UTC+3, dahinter in Klammern die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) (UTC+2).

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. PortugalPortugal Portugal  3  2  1  0 007:200  +5 07
 2. MexikoMexiko Mexiko  3  2  1  0 006:400  +2 07
 3. RusslandRussland Russland  3  1  0  2 003:300  ±0 03
 4. NeuseelandNeuseeland Neuseeland  3  0  0  3 001:800  −7 00
Sa., 17. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Russland Neuseeland 2:0 (1:0)
So., 18. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Kasan
Portugal Mexiko 2:2 (1:1)
Mi, 21. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Moskau
Russland Portugal 0:1 (0:1)
Mi, 21. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Sotschi
Mexiko Neuseeland 2:1 (0:1)
Sa., 24. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Kasan
Mexiko Russland 2:1 (1:1)
Sa., 24. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Neuseeland Portugal 0:4 (0:2)

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. DeutschlandDeutschland Deutschland  3  2  1  0 007:400  +3 07
 2. ChileChile Chile  3  1  2  0 004:200  +2 05
 3. AustralienAustralien Australien  3  0  2  1 004:500  −1 02
 4. KamerunKamerun Kamerun  3  0  1  2 002:600  −4 01
So., 18. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Moskau
Kamerun Chile 0:2 (0:0)
Mo., 19. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sotschi
Australien Deutschland 2:3 (1:2)
Do., 22. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
Kamerun Australien 1:1 (1:0)
Do., 22. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Kasan
Deutschland Chile 1:1 (1:1)
So., 25. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Sotschi
Deutschland Kamerun 3:1 (0:0)
So., 25. Juni 2017, 18:00 Uhr (17:00 Uhr MESZ) in Moskau
Chile Australien 1:1 (0:1)

Finalrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mi., 28. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Kasan
PortugalPortugal Portugal ChileChile Chile 0:0 n. V., 0:3 i. E.
Do., 29. Juni 2017, 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Sotschi
DeutschlandDeutschland Deutschland MexikoMexiko Mexiko 4:1 (2:0)

Spiel um Platz 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So., 2. Juli 2017, 15:00 Uhr (14:00 Uhr MESZ) in Moskau
PortugalPortugal Portugal MexikoMexiko Mexiko 2:1 n. V. (1:1, 0:0)

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

So., 2. Juli 2017 um 21:00 Uhr (20:00 Uhr MESZ) in Sankt Petersburg
ChileChile Chile DeutschlandDeutschland Deutschland 0:1 (0:1)

Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Timo Werner
Gewinner des Goldenen Schuhs
Lars Stindl
Gewinner des Silbernen Schuhs
Leon Goretzka
Gewinner des Silbernen Schuhs

Nachfolgend aufgelistet sind die Torschützen der Endrunde.[12] Die Sortierung erfolgt nach Anzahl der geschossenen Tore, bei gleicher Trefferzahl sind die Vorlagen und danach die Spielminuten ausschlaggebend.

Rang Spieler To­re Vor­lagen Spiel­minuten
1 DeutschlandDeutschland Timo Werner
„Goldener Schuh“
3 2 292
2 DeutschlandDeutschland Lars Stindl
„Silberner Schuh“
3 0 336
2 DeutschlandDeutschland Leon Goretzka
„Silberner Schuh“
3 0 337
4 PortugalPortugal Cristiano Ronaldo 2 1 367
5 MexikoMexiko Marco Fabián 1 1 133
6 PortugalPortugal Ricardo Quaresma 1 1 252
7 RusslandRussland Alexander Samedow 1 1 270
8 PortugalPortugal André Silva 1 1 372
9 ChileChile Eduardo Vargas 1 1 421
10 ChileChile Alexis Sánchez 1 1 422
11 DeutschlandDeutschland Julian Draxler 1 1 431
12 ChileChile Arturo Vidal 1 1 480
13 DeutschlandDeutschland Amin Younes 1 0 19
14 DeutschlandDeutschland Kerem Demirbay 1 0 77
15 ChileChile Martin Rodriguez 1 0 87
16 AustralienAustralien James Troisi 1 0 134
17 AustralienAustralien Tom Rogić 1 0 150
18 MexikoMexiko Oribe Peralta 1 0 162
19 MexikoMexiko Hirving Lozano 1 0 194
20 PortugalPortugal Nani 1 0 195
21 PortugalPortugal Bernardo Silva 1 0 218
AustralienAustralien Tomi Juric 1 0 218
23 PortugalPortugal Adrien Silva 1 0 255
24 RusslandRussland Fjodor Smolow 1 0 258
25 KamerunKamerun André Zambo Anguissa 1 0 269
26 AustralienAustralien Mark Milligan 1 0 270
NeuseelandNeuseeland Chris Wood 1 0 270
KamerunKamerun Vincent Aboubakar 1 0 270
29 MexikoMexiko Raúl Jiménez 1 0 286
30 PortugalPortugal Cédric Soares 1 0 300
31 MexikoMexiko Chicharito 1 0 355
32 PortugalPortugal Pepe 1 0 390
33 MexikoMexiko Néstor Araujo 1 0 413
34 MexikoMexiko Héctor Moreno 1 0 425

Außerdem gab es je ein Eigentor von Michael Boxall (Neuseeland) im Eröffnungsspiel gegen Russland und von Neto (Portugal) im Spiel um Platz 3 gegen Mexiko.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldener Ball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julian Draxler wurde von der FIFA als bester Spieler des Konföderationen-Pokals 2017 mit dem Goldenen Ball prämiert. Den Silbernen Ball erhielt der Chilene Alexis Sánchez, den Bronzenen Ball Leon Goretzka.[13]

Goldener Schuh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Goldenen Schuh für den Torschützenkönig des Turniers erhielt Timo Werner für seine drei Tore und zwei Vorlagen. Seine Mannschaftskollegen Lars Stindl und Leon Goretzka teilten sich den Silbernen Schuh; sie kamen ebenfalls auf drei Tore, konnten aber im Gegensatz zu Werner keine Torvorlagen verbuchen.[13]

Goldener Handschuh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der chilenische Torhüter Claudio Bravo wurde von der FIFA zum besten Torwart des Turniers ernannt.[13]

Fairplay-Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland erhielt die Fairplay-Auszeichnung der FIFA. Die Nationalmannschaft kassierte nur acht Gelbe Karten während des Turniers und fiel laut FIFA auch abseits des Platzes positiv auf.[13]

Tor des Turniers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Internetabstimmung auf der Seite der FIFA waren die Zuschauer aufgefordert, das schönste Tor aus fünf Vorschlägen zu wählen. Tausende Fans beteiligten sich. Mit 55 Prozent der Stimmen wurde der Treffer des Mexikaners Marco Fabián zum zwischenzeitlichen 3:1 im Halbfinale gegen Deutschland zum Tor des Turniers gewählt.[14]

Gesperrte Spieler und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. April 2017 gab die FIFA eine Liste mit neun Unparteiischen aus fünf Kontinentalverbänden bekannt, die beim Konföderationen-Pokal 2017 zum Einsatz kommen sollen. Die neun Schiedsrichter wurden von jeweils zwei Assistenten unterstützt. Komplettiert wurde das Feld von acht Videoschiedsrichtern aus fünf Kontinentalverbänden sowie dem unterstützenden Schiedsrichter Abdelkader Zitouni aus Tahiti (Oceania Football Confederation).[17] Schiedsrichter aus dem deutschsprachigen Raum waren erstmals seit der Austragung 1999 nicht nominiert worden. Die Schiedsrichter Gassama, Geiger, Pitana, Roldán und Mažić waren schon bei der Weltmeisterschaft 2014 im Einsatz, die diesjährigen Videoschiedsrichter Ermatov und Ricci waren auch bei der Weltmeisterschaft 2014, Ermatov zudem beim Konföderationen-Pokal 2013 als Hauptschiedsrichter nominiert.

Verband Schiedsrichter Assistenten Spiele Spiele
(4. Off.)
Yellow card.svg Yellow-red card.svg Red card.svg Videoschiedsrichter
AFC Saudi-ArabienSaudi-Arabien Fahad Al-Mirdasi Saudi-ArabienSaudi-Arabien Abdulah Alshalwai
Saudi-ArabienSaudi-Arabien Mohammed Al-abakry
1 1 6 1 0 UsbekistanUsbekistan Ravshan Ermatov
IranIran Alireza Faghani IranIran Mohammadreza Mansouri
IranIran Reza Sokhandan
2 1 11 0 0
CAF GambiaGambia Bakary Gassama BurundiBurundi Jean-Claude Birumushahu
KeniaKenia Marwa Range
1 0 4 0 0 SenegalSenegal Malang Diedhiou
CONCACAF Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Geiger KanadaKanada Joe Fletcher
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charles Morgante
2 2 6 0 0 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jair Marrufo
CONMEBOL ArgentinienArgentinien Néstor Pitana ArgentinienArgentinien Juan Pablo Belatti
ArgentinienArgentinien Hernán Maidana
2 2 5 0 0 ParaguayParaguay Enrique Cáceres
BrasilienBrasilien Sandro Ricci
KolumbienKolumbien Wilmar Roldán KolumbienKolumbien Cristian de la Cruz
KolumbienKolumbien Alexander Guzmán
2 1 1 0 1
UEFA SerbienSerbien Milorad Mažić SerbienSerbien Dalibor Đurđević
SerbienSerbien Milovan Ristić
2 2 10 0 0 PortugalPortugal Artur Dias
RumänienRumänien Ovidiu Hațegan
FrankreichFrankreich Clément Turpin
ItalienItalien Gianluca Rocchi ItalienItalien Elenito Di Liberatore
ItalienItalien Mauro Tonolini
2 1 11 0 0
SlowenienSlowenien Damir Skomina SlowenienSlowenien Jure Praprotnik
SlowenienSlowenien Robert Vukan
1 3 1 0 0

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erstmals belegten drei Spieler einer Mannschaft die ersten drei Plätze der Torschützenliste.
  • Mit Deutschland gewann die bisher jüngste Mannschaft das Turnier, die im Schnitt 24 Jahre und 4 Monate alt war.[18] Die im Finale eingesetzten Spieler waren mit einem Schnitt von 16,6 Länderspielen[19] auch die unerfahrensten vor Dänemark 1995 (18,2[20]).
  • Drei Spieler bestritten während des Turniers ihr 100. Länderspiel: Igor Akinfejew (als erster Torhüter Russlands) gegen Portugal, João Moutinho (Portugal) gegen Neuseeland und Tim Cahill (als erster Feldspieler Australiens) gegen Chile.
  • Alexis Sánchez (Chile) wurde mit seinem Tor im Gruppenspiel gegen Deutschland alleiniger chilenischer Rekordtorschütze und stellte in dem Spiel mit seinem 112. Länderspiel den Landesrekord von Claudio Bravo ein, den beide dann zusammen in den nächsten Spielen auf 115 steigerten. Das Tor war zudem das 400. Tor der Confed-Cup-Geschichte.
  • Cristiano Ronaldo erzielte im Spiel gegen Neuseeland sein 75. Länderspieltor und zog damit mit dem Ungarn Sándor Kocsis gleich. Beide werden in Europa nur noch von Ferenc Puskás (Ungarn, 84 Tore) übertroffen.
  • Das Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Kamerun war das 150. Spiel und der 100. Sieg unter Trainer Joachim Löw.
  • Anthony Hudson, Neuseelands englischer Trainer ist nun mit einem Alter von 36 Jahren und 96 Tagen der jüngste Confed-Cup-Trainer.
  • Mexiko stellte mit seiner Teilnahme den Rekord von Brasilien ein (beide sieben Teilnahmen).
  • Die chilenische Mannschaft ist nun mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren und einem Monat das bisher älteste Confed-Team.
  • Portugal ist die erste Mannschaft, der in einem Elfmeterschießen beim Confed-Cup kein Tor gelang.
  • Chile ist die erste Mannschaft, die beim Confed-Cup dreimal nacheinander remis spielte.

Quellen: resources.fifa.com, Zahlen und Fakten zu Russland 2017

Vermarktung, Organisation und Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehübertragung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland wurden die Spiele von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Das Erste und ZDF übertragen. Für die ARD kommentierten Tom Bartels und Gerd Gottlob, für das ZDF Claudia Neumann und Béla Réthy. Das Erste strahlte das Eröffnungsspiel aus, das ZDF übertrug das Finale. Die Übertragungen der Parallelspiele der Vorrunde am dritten Spieltag, die aus Wettbewerbsgründen gleichzeitig ausgetragen wurden, wurden bei der Gruppe A in einer Konferenzschaltung übertragen, wobei das Augenmerk auf dem Spiel Russland gegen Mexiko lag. Von den Parallelspielen der Gruppe B wurde das Spiel der deutschen Mannschaft gezeigt. Drei Spiele der Vorrunde wurden von Sport1 übertragen, darunter das Parallelspiel am letzten Spieltag, welches nicht vom ZDF live gezeigt wurde.[21] Die Übertragung des Finalspiels im ZDF erreichte mit 14,69 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 42,7 %) einen neuen Quotenrekord für den FIFA-Konföderationen-Pokal im deutschen Fernsehen.[22]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich wurden die Spiele von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ORF eins und ORFSport+ übertragen.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz übertrug der Fernsehsender SRF zwei alle Spiele. Als Moderatoren wurden Rainer Maria Salzgeber und Matthias Hüppi, als Kommentatoren Sascha Ruefer und Dani Kern engagiert.[23]

Spielball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der offizielle Spielball wurde, wie schon bei Weltmeisterschaften, von Adidas gefertigt und trug bei diesem Turnier den Namen Krasava, was in der russischen Sprache „wunderschön“ bedeutet. Neben dem weißen Spielball gab es erstmals einen Winterball in orange, den man auch bei Schneetreiben erkennen sollte. Die Technik und der Aufbau orientierte sich an dem Modell der WM 2014, allerdings wurden nun nur noch sechs kongruente Paneele verwendet.[24]

Trikotausrüster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adidas (Deutschland, Russland, Mexiko), Nike (Australien, Chile, Portugal, Neuseeland) und Puma (Kamerun) waren die drei Ausrüster der acht Teilnehmer.[25]

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Das Logo lehnt sich bei der Formgebung an die Trophäe des Konföderationen-Pokals an.[26] Auf dem Pokal ist ein Feuervogel, ein magisches Wesen aus der slawischen Mythologie, abgebildet. Neben dem Vogel finden sich noch mehrere Fenster, die eine Verbindung mit dem Logo der WM 2018[27] herstellen sollen. Sie zeigen die Verwandlung des Feuervogels in einen Feuerball, der im Logo der WM 2018 zu sehen ist. Im Sockel des Pokals sind acht rote Punkte sichtbar, sie repräsentieren die acht teilnehmenden Mannschaften. Dominierend ist die russische Nationalfarbe rot.[28]

Eröffnungs- und Schlussfeier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem ersten Spiel des Turniers traten im Stadion von St. Petersburg in einer knapp halbstündigen Aufführung hunderte Sänger und Tänzer auf. Das Stadion war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch weitgehend leer.[29] Neben einem Überblick über die russische Geschichte und Kultur wurden auch die vier Austragungsorte vorgestellt. Thematisch war die Feier an das Ballett Der Feuervogel angelehnt.[30] Vor Spielbeginn hielten der russische Präsident Wladimir Putin und der FIFA-Präsident Gianni Infantino jeweils eine Rede.[31]

Im Vorfeld des Finalspiels fand eine rund zwanzig Minuten dauernde Schlussfeier statt. Die Präsentation hat die Kultur, Geschichte und Kunst des Spielorts St. Petersburg aufgegriffen. Zudem flossen Motive des Konföderationen-Pokals, seiner früheren Gewinner und der teilnehmenden Mannschaften ein.[32]

Auswirkungen auf die FIFA-Weltrangliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Turnier ergaben sich einige Veränderungen in der FIFA-Weltrangliste.[33] Sieger Deutschland kehrte nach zwei Jahren wieder auf Platz 1 zurück (zuvor Platz 3).[34] Finalgegner Chile, der im Turnier nur ein Spiel regulär gewann, verlor drei Plätze und fiel auf Rang 7 zurück. Dies ist darauf zurückzuführen, dass drei Spiele, darunter das Halbfinale gegen Portugal, das im Elfmeterschießen entschieden wurde, Unentschieden endeten. Zudem verloren die Chilenen in der Vorbereitung in Rumänien und erreichten bei einem Testspiel gegen Russland nur ein 1:1. Der Drittplatzierte Portugal verbesserte sich um vier (nun 4.), der Vierte Mexiko um einen Platz (nun 16.).[6]

Von den in der Gruppenphase ausgeschiedenen Teams gewannen Australien drei Plätze (nun 45.) und Russland einen Platz (nun 62.), während Kamerun vier (nun 36.) und Neuseeland sogar 27 Plätze verlor und bis auf Platz 122 abstürzte.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Putin urges Russia to prepare. In: fifa.com. FIFA, 7. April 2011, abgerufen am 31. Juli 2013 (englisch).
  2. FIFA, Russia Cement 2018 World Cup Deal. In: thisdaylive.com. THISDAY Newspapers Limited, 24. Januar 2011, abgerufen am 31. Juli 2013 (englisch).
  3. FIFA-Präsident Blatter besucht Russland. In: fifa.com. FIFA, 23. Januar 2011, abgerufen am 21. Juli 2011.
  4. Soccer-Mutko to chair 2018 World Cup organising committee. In: reuters.com. Reuters, 27. April 2011, abgerufen am 21. Juli 2011 (englisch).
  5. Russia 2018 to start and finish at Luzhniki Stadium. In: fifa.com. FIFA, 15. Dezember 2012, abgerufen am 31. Juli 2015 (englisch).
  6. a b c d Männer-Weltrangliste. FIFA, abgerufen am 9. Juli 2017.
  7. Klinsmanns US-Team verpasst Confed-Cup-Platz. welt.de, 11. Oktober 2015, abgerufen am 8. Juli 2017.
  8. Deutschland einziger Weltmeister beim Confed Cup 2017. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 11. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2016.
  9. Präsentation der Spielpläne für den FIFA Konföderationen-Pokal 2017 und die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018. In: fifa.com. FIFA, 24. Dezember 2015, abgerufen am 31. Juli 2015.
  10. Verfahren für die Auslosung für den FIFA Konföderationen-Pokal 2017. In: fifa.com. FIFA, 24. November 2016, abgerufen am 24. November 2016.
  11. Confed Cup 2017 Auslosung. In: confed-cup.de. 24. November 2016, abgerufen am 24. November 2016.
  12. Spieler – Meiste Tore. In: fifa.com. FIFA, 19. Juni 2017, abgerufen am 20. Juni 2017.
  13. a b c d Auszeichnungen weitgehend in deutscher Hand, FIFA, 2. Juli 2017
  14. Fabiáns traumhafter Distanzschuss ist Tor des Turniers. FIFA.com, 10. Juli 2017, abgerufen am 5. August 2017.
  15. 2006 war Mike Hanke nach der Roten Karte im Spiel um Platz 3 beim Confed-Cup 2005 für das WM-Eröffnungsspiel 2006 gesperrt.
  16. fifa.com: „Juan Carlos Osorio für sechs Spiele gesperrt“
  17. List of appointed match officials. In: fifa.com. Abgerufen am 5. Juni 2017.
  18. fifa.com: Deutschland bestraft Chiles mangelnde Chancenverwertung
  19. Chile - Germany 0:1
  20. Argentina - Denmark 0:2
  21. Confed Cup im TV: Übertragung & Spielplan. In: confed-cup.de. Abgerufen am 16. Mai 2017.
  22. Sport1: Rekordquote beim Confed-Cup-Finale, 3. Juli 2017
  23. www.srf.ch
  24. Confed Cup Spielball 2017. In: confed-cup.de. Abgerufen am 11. April 2017.
  25. Confed Cup 2017 Trikots. In: wmtrikots.info. Abgerufen am 26. Mai 2017.
  26. Abbildung des Logos des Konföderationen-Pokals 2017
  27. Abbildung des Logos der Weltmeisterschaft 2018
  28. Media background paper: Confederations Cup 2017. FIFA, März 2017, S. 7, abgerufen am 17. Juni 2017 (englisch).
  29. Bunte Eröffnungsfeier für Confed Cup. In: Handelsblatt.de. 17. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017.
  30. Impressionen von der Eröffnungsfeier. In: ZDF.de. 17. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017.
  31. Bizarre Show: Putin und Infantino lassen Spieler tänzeln. In: wn.de. 18. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017.
  32. Confederations Cup set for memorable Closing Ceremony. In: FIFA.com. 27. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017 (englisch).
  33. Vergleich der FIFA-Weltranglisten vom Juni und Juli 2017.
  34. Deutschland nach zwei Jahren zurück an der Spitze. In: fifa.com. FIFA, 6. Juli 2017, abgerufen am 6. Juli 2017.