Marcus Weinberg

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Marcus Weinberg (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Marcus Weinberg (* 4. Juni 1967 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (CDU). Seit 2005 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2014 familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1987 diente Weinberg bis 1991 als Soldat auf Zeit beim Panzerartilleriebataillon 177 in Hamburg-Rahlstedt. Er verließ die Bundeswehr als Stabsunteroffizier. Danach absolvierte er ein Lehramtsstudium der Geschichte, Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg, das er 1997 mit dem ersten Staatsexamen beendete. Nach dem Referendariat legte er 2001 auch das zweite Staatsexamen ab und war danach bis 2005 als Lehrer an der Katholischen Bonifatiusschule in Hamburg-Wilhelmsburg tätig. Er ist Mitglied des Deutschen Bundestages und familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinberg gehört seit 1998 dem CDU-Kreisvorstand in Hamburg-Altona an und war dort von 2004 bis 2012 stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes und ist seit 2016 der Vorsitzender des Kreisverbandes. Außerdem gehört er dem CDU-Landesvorstand in Hamburg an. Zwischen 2011 und 2015 war er Mitglied des Bundesvorstandes der CDU. Nach der Niederlage der CDU bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2011 erklärte der CDU-Landesvorsitzende Frank Schira, nicht mehr zu kandidieren. Um seinen Nachfolger zu ermitteln, startete der CDU-Landesverband eine Mitgliederbefragung, bei der Weinberg als Kandidat u.a. gegen Karin Prien antrat und mit 36,2 Prozent die meisten Stimmen erhielt. Seine Wahl zum Landesvorsitzenden auf dem Landesparteitag am 15./16. Juni 2011 gelang ihm mit der Zustimmung von 71 Prozent der Delegierten.[1][2] Auf dem Landesparteitag am 22. März 2014 wurde Marcus Weinberg als CDU-Landesvorsitzender mit 82 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Damit erzielte er ein ähnliches Ergebnis wie bei seiner Wiederwahl im Jahr 2012. [3] Nachdem die CDU bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2015 nur 15,9 Prozent der Stimmen bekam, zog Weinberg die Konsequenzen und trat am 18. Februar 2015 als Landesvorsitzender zurück. Er ist weiterhin Mitglied des Landesvorstand der CDU Hamburg. Seit 2016 ist er stellvertretender Vorsitzender des Bundesfachausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinberg gehörte von 1997 bis 2001 der Bezirksversammlung von Hamburg-Altona und von 2001 bis 2005 der Hamburgischen Bürgerschaft an. In der Bürgerschaft war er zuletzt jugendpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Seit 2005 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und dort Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales.

Weinberg zog stets über die Landesliste Hamburg in den Bundestag ein. Als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona unterlag er bisher jeweils seinem SPD-Konkurrenten (anfangs Olaf Scholz, 2013 dann Matthias Bartke).

Seit dem Sommer 2012 setzt sich Weinberg zusammen mit zwölf weiteren Unions-Bundestagsabgeordneten öffentlich für die steuerliche Gleichstellung von Eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften mit der Ehe ein.[4]

Seit Januar 2014 ist Weinberg familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Weitere Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinberg ist Mitglied in den Kuratorien der Bundeszentrale für politische Bildung sowie des Vereins Frischluft e.V. Seit 2013 ist er Kapitän des FC Bundestag und Mitglied des CDU-Landesfachausschusses ASEE (Außen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik). Seit 2015 (sowie 2009–2012) ist er Vorsitzender der Jürgen-Echternach-Stiftung für Bildung und Demokratie e.V., Hamburg und stellvertretender Vorsitzender der Staatspolitischen Gesellschaft e.V., Hamburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marcus Weinberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1913833/Basis-Weinberg-soll-Hamburger-CDU-Chef-werden.html
  2. http://www.ndr.de/regional/hamburg/cdu213.html
  3. http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article126077055/Marcus-Weinberg-als-CDU-Landeschef-wiedergewaehlt.html
  4. MdB Jens Spahn fordert mehr Rechte für Homosexuelle - Vorstoß zur Homo-Ehe stößt auf Skepsis, Westfälische Nachrichten vom 9. August 2012.