Martha McSally

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Martha McSally (2015)

Martha McSally (* 22. März 1966 in Warwick, Rhode Island) ist eine US-amerikanische Politikerin der Republikanischen Partei. Seit 2015 vertritt sie den 2. Kongresswahlbezirk des Bundesstaates Arizona im US-Repräsentantenhaus.

Martha McSally besuchte die St. Mary Academy in Riverside. Im Jahr 1988 absolvierte sie die United States Air Force Academy und dann die Harvard Kennedy School. Anschließend diente sie bis 2010 als Pilotin in der United States Air Force. Dabei stieg sie bis zum Oberst auf. Sie war die erste Frau der amerikanischen Luftwaffe, die einen militärischen Kampfeinsatz flog. Während einer Stationierung in Saudi-Arabien klagte sie erfolgreich gegen eine Bekleidungsvorschrift des US-Verteidigungsministeriums, die weiblichen Militärangehörigen in Saudi-Arabien das Tragen der Abaya auferlegte. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Militärdienst war McSally für einige Zeit als Dozentin am George-C.-Marshall-Zentrum in Garmisch-Partenkirchen tätig.

Im Jahr 2012 kandidierte McSally erfolglos in der Vorwahl ihrer Partei bei einer Nachwahl für den 8. Kongresswahlbezirk Arizonas. Bei der Repräsentantenhauswahl des Jahres 2014 wurde sie im 2. Kongresswahlbezirk ihres Staates in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Dabei schlug sie den Mandatsinhaber Ron Barber von der Demokratischen Partei denkbar knapp mit 49,81 % der Wählerstimmen gegen 49,73 % von Barber. In absoluten Stimmen erreichte sie 109.704 gegen Barbers 109.543. Am 3. Januar 2015 trat sie ihr Mandat im Kongress an. Sie gewann auch die Wahl 2016; ihre aktuelle Legislaturperiode läuft bis zum 3. Januar 2019.

Bei der Repräsentantenhauswahl 2018 würde McSally auf die frühere demokratische Kongressabgeordnete Ann Kirkpatrick treffen, die als starke Herausforderin gilt. McSally gab ihren Kongresskollegen Anfang November 2017 bekannt, dass sie sich stattdessen bei der Vorwahl der Republikaner um die Kandidatur für den Senatssitz im November 2018 bewerben will, den Jeff Flake aufgibt.[1] McSally gilt dabei als die Favoritin der Parteiführung und Geldgeber in Arizona, ist allerdings mehrfach durch Kritik an Präsident Donald Trump aufgefallen. Die bisher als Favoritin geltende Kelli Ward, die dem rechten Parteiflügel angehört, hat von Trump zustimmende Tweets und von Robert Mercer, einem wichtigen Finanzier Trumps, 300.000 Dollar Unterstützung erhalten. Steve Bannon, der frühere Berater Trumps, hat ankündigen lassen, gegen McSally Wahlkampf zu betreiben, um diese „Anti-Trump-Kandidatin“ zu verhindern. Auch die konservativen Organisationen Club for Growth und FreedomWorks lehnen McSally ab.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martha McSally – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ronald J. Hansen: Rep. Martha McSally tells House colleagues she is running for Senate. In: AZCentral.com, 7. November 2017 (englisch).
  2. Allan Smith: The GOP establishment is rallying around a new frontrunner to replace Jeff Flake — but she’s been repeatedly critical of Trump. In: Business Insider, 7. November 2017 (englisch).