Michael White (Snookerspieler)

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Michael White
Michael White
Geburtstag 5. Juli 1991
Geburtsort Neath
Nationalität WalesWales Wales
Spitzname(n) Lightning[1]
Profi seit 2007
Preisgeld 328.542 £[2]
Höchstes Break 145[2]
Century Breaks 91[2]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege 1
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 16 (März-Mai 2015, seit Juli 2015)[3][4][5]
Aktueller WRL-Platz 16 (Stand: 04. August 2015)

Michael White (* 5. Juli 1991 in Neath) ist ein walisischer Snookerspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Schon in sehr jungen Jahren deutete White sein Talent an und kam 2001 ins Guinness-Buch der Rekorde, als er im Alter von neun Jahren und 268 Tagen ein Century Break erzielte.[6][7]

Als 14-Jähriger gewann er den IBSF World Grand Prix 2006, eine Ersatzveranstaltung für die ausgefallene IBSF Snookerweltmeisterschaft 2005.[8] Allerdings erhielt sein Finalgegner Mark Boyle das Ticket für die Snooker Main Tour. Michael White konnte sich ein Jahr später die durch den Sieg der EBSA Junioren-Snookereuropameisterschaft die Teilnahme an der Main Tour sichern.

Das erste Turnier der Profitour, das Shanghai Masters 2007, musste er dabei aussetzen, weil er das 16. Lebensjahr noch nicht erreicht hatte, was Voraussetzung für die Teilnahme an Profiturnieren war.[9] Den Rest der Saison 2007/08 war er dann spielberechtigt, konnte jedoch nicht genügend Weltranglistenpunkte sammeln, um sich auf der Tour zu behaupten.

Nach einer Saison gelang ihm die Wiederqualifikation über die nationale Rangliste von Wales, sodass er zur Saison 2009/10 auf die Profitour zurückkehrte. Bei der Qualifikation für die UK Championship 2009 gewann er drei Partien und erreichte so die Runde der letzten 48, was sein bis dahin bestes Ergebnis bei einem großen Turnier darstellte. Er scheiterte zwar bei allen Turnieren in der Qualifikation, am Ende der Saison konnter er sich aber, als sechstbester Neuling, den Verbleib auf der Tour sichern.[10]

Die Folgesaison verlief für ihn weitestgehend solide. Seine besten Resultate waren ein Platz im Viertelfinale beim Rhein-Main Masters 2010 im Rahmen der Players Tour Championship 2010/11, zwei Siege in der Qualifikationsrunde der Snookerweltmeisterschaft 2011 und der UK Championship 2010 sowie das Erreichen der vierten und letzten Qualifikationsrunde beim Shanghai Masters 2010.[11] Am Ende der Saison belegte er Platz 66 der Weltrangliste und konnte sich über die Preisgeldrangliste der PTC-Turniere erneut qualifizieren.

Nach weiteren konstant guten Leistungen zu Beginn der Saison 2011/12 – darunter ein Platz im Halbfinale bei der Kay Suzanne Memorial Trophy 2011 – kam er erstmals unter die Top 64 der Weltrangliste. In der Qualifikation für das Shanghai Masters 2011 erzielte er mit einer 145 sein bisher höchstes offizielles Break.[12]

In der Saison 2011/12 konnte er sich durch Siege gegen Zhang Anda und Andrew Higginson erstmals für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Dort gelang es ihm in der ersten Runde den zweifachen Ex-Weltmeister Mark J. Williams mit einem 10:6-Sieg auszuschalten. Im Achtelfinale bezwang er Dechawat Poomjaeng deutlich mit 13:3, bevor er im Viertelfinale Ricky Walden mit 6:13 unterlag.

Zum Ende der Saison 2013/14 stand er erstmals unter den Top 32 der Welt. Bei den Indian Open 2013 erreichte er das Viertelfinale, außerdem konnte er sich erneut für die Weltmeisterschaft qualifizieren, schied allerdings in der ersten Runde mit 9:10 gegen Mark Selby aus.[13]

Am 6. März 2015 gewann White das Shoot-Out-Turnier der Main-Tour-Saison 2014/15. Er entschied das Finale knapp, mit dem letzten Stoß innerhalb der Framezeit, mit 54:48 gegen Xiao Guodong für sich. Nicht ganz eine Woche später gewann er das Finale der Indian Open 2015 mit einem klaren 5:0-Sieg gegen Ricky Walden. Dies war sein erster Titel in einem Weltranglistenturnier. Trotz einer Niederlage in der ersten Runde des Players Championship Grand Finals 2015 platzierte er sich erstmals in der Top 16.[3] Durch seine Platzierung auf Rang 16 wäre er eigentlich direkt für die Weltmeisterschaft qualifiziert, da infolge Ali Carters Erkrankung an Lungenkrebs dessen Ranglistenposition auf Platz 13 eingefroren wurde, musste White allerdings in die Qualifikation.[14] Dort scheiterte er in der zweiten Runde und rutschte nach der Weltmeisterschaft auf Rang 17.[15]

Er konnte sich in der folgenden Saison bereits im ersten Turnier, den Australian Open, er erreichte das Viertelfinale, zurück in die Top 16 spielen.[5]

Erfolge[Bearbeiten]

Weltranglistenturniere[Bearbeiten]

Einladungsturniere[Bearbeiten]

Amateurturniere[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael White. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 11. Januar 2015, abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  2. a b c Profil von Michael White bei CueTracker (Stand: 11. Juli 2015)
  3. a b World Rankings. After the Players Championship 2015. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 30. März 2015, abgerufen am 11. Juli 2015 (PDF; 326 kB, englisch).
  4. World Rankings. After the China Open 2015. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 6. April 2015, abgerufen am 11. Juli 2015 (PDF; 339 kB, englisch).
  5. a b World Rankings. After 2015 Australian Goldfields Open. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 6. Juli 2015, abgerufen am 11. Juli 2015 (PDF; 260 kB, englisch).
  6. Kid potter heads for record books. In: news.bbc.co.uk. British Broadcasting Corporation, 28. März 2001, abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  7. Younges person to score a century break in snooker. In: guinnessworldrecords.com. Guinness World Records, abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  8. Chris Turner: Major Amateur Championships. IBSF World Grand Prix. In: Snooker Archive. Abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  9. Clive Everton: Rising star denied entry to Shanghai Masters. In: theguardian.com. The Guardian, 26. Juni 2007, abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  10. Michael White. 2009/2010. In: snooker.org. Abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  11. Michael White. 2010/2011. In: snooker.org. Abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  12. Michael White. 2011/2012. In: snooker.org. Abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  13. Michael White. 2013/2014. In: snooker.org. Abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  14. Carter To Retain TOP 16 Seeeding. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 22. Oktober 2014, abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).
  15. World Rankings. After 2015 Betfred World Championship. In: worldsnooker.com. World Professional Billiards & Snooker Association, 5. Mai 2015, archiviert vom Original am 5. Mai 2015, abgerufen am 11. Juli 2015 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Michael White – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien