Motsi Mabuse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Motsi Mabuse beim Deutschen Fernsehpreis 2012

Motshegetsi „Motsi“ Mabuse (* 11. April 1981 in Mankwe, Bophuthatswana, heute Südafrika) ist eine südafrikanische Tänzerin, Tanztrainerin und Wertungsrichterin für Standard- und Lateinamerikanische Tänze. Sie hat mittlerweile auch die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.[1]

Biografie[Bearbeiten]

Als Elfjährige erhielt sie Tanzunterricht am North-West Arts Council[2] in Südafrika. Im Alter von 17 Jahren schloss sie die Schule ab und begann ein Jurastudium an der Universität Pretoria, um die Anwaltskanzlei ihres Vaters zu übernehmen. Zugunsten ihrer Tanzkarriere gab sie das Studium bald auf. Im Alter von 18 Jahren kam sie nach Deutschland.[3] Seit 2000 lebt sie in Stockstadt am Main.

Beim Blackpool Dance Festival lernte sie 1999 den Tänzer Timo Kulczak kennen. Das Paar heiratete 2003 und tanzte bis 2011 gemeinsam für den Tanzsportverein Schwarz-Weiß-Club Pforzheim in der Hauptgruppe S-Latein.[4][5] Von 2011 bis 2014 tanzte sie mit Evgenij Voznyuk bei den Professionals.[6] Sie beendete ihre Profi-Tanzkarriere am 23. Mai 2014 mit einem Abschiedstanz in der RTL-Tanzshow Let’s Dance.[7] Die Trennung von ihrem Ehemann wurde am 13. Oktober des gleichen Jahres bekannt gegeben.[8]

Bundesweit bekannt wurde Motsi Mabuse 2007 durch die zweite Staffel der RTL-Tanzshow Let’s Dance, in der sie mit Guildo Horn tanzte. Das Paar schied in der fünften Sendung aus und belegte Platz 6. 2010 tanzte sie in der dritten Staffel an der Seite von Rolf Scheider und erreichte den fünften Platz.[9] In der ersten Sendung war das Paar bereits ausgeschieden, erhielt aber nach der freiwilligen Aufgabe von Arthur Abraham eine zweite Chance. Seit 2011 sitzt Mabuse bei Let’s Dance in der Jury.

Mabuse gehörte zum ARD-Team der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 und lieferte Hintergrundberichte aus Südafrika.[10][11] 2011 war Mabuse Nachfolgerin von Bruce Darnell als Jurorin bei der fünften Staffel von Das Supertalent.[12]

Ihre jüngere Schwester Otlile Mabuse ist ebenfalls Tänzerin und Tanztrainerin und lebt ebenso in Deutschland.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Finalistin Deutsche Meisterschaft Hgr. S-Latein 2003 bis 2007
  • Deutsche Vizemeisterin Hgr. S-Latein 2006 und 2007
  • Deutsche Meisterschaft Hgr. S-Latein 2009 und 2010
  • Deutsche Meisterschaft Professionals Latein 2013
  • Finalistin World Cup Latein 2005 sowie bei weiteren Weltranglistenturnieren

Werke[Bearbeiten]

  • Motsi Mabuse: Chili im Blut: Mein Tanz durchs Leben Bastei Entertainment, 2014, ISBN 978-3431039139.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Motsi Mabuse zu Gast beim Tanzsportclub. Südkurier. 22.10.2014  . Abgerufen am 5. Januar 2015: „Sie ist eine südafrikanische Tänzerin... Sie hat mittlerweile auch die deutsche Staatsbürgerschaft.“
  2. Кто такая Мотси Мабусе? (russisch) Русская Германия № 4, 2014. 24. Januar 2014. Abgerufen am 23. Januar 2015.
  3. Motshegetsi (Motsi) Mabuse “Ich war 18, als ich aus Südafrika nach Deutschland kam” (Memento vom 12. Oktober 2013 im Internet Archive)
  4. Let’s Dance 2014: Südafrikas Exportschlager Motsi Mabuse im Portrait, Kapstadt entdecken, 4. April 2014.
  5. Kurze Wege zur WM – Birkehoj/Kravchenko (Karlsruhe) und Kulczak/Mabuse (Pforzheim) vertreten DTV in Karlsruhe, Tanzspiegel, Mai 2006 (Zugriff am 4. April 2014).
  6. Mabuse & Voznyuk. Mabuse & Voznyuk. Abgerufen am 15. April 2015.
  7. „Let’s Dance“: Alexander Klaws verhilft Jorge zum Höhepunkt, Focus, 23. Mai 2014. Abgerufen am 26. Mai 2014.
  8. Motsi Mabuse & Timo Kulczak haben sich nach elf Jahren Ehe getrennt. vip.de. 17.10.2014 um 11:41. Abgerufen am 5. Januar 2015.
  9. Endstation für Rolfe und Motsi (Zugriff am 11. Juni 2010).
  10. „Motsi“ Mabuse ist Südafrika-Expertin für die ARD bei der Fußball-WM, Tanzsportverband Baden-Württemberg, 23. April 2010. (Zugriff am 11. Juni 2010).
  11. Maik Rico y Gomez: „Wir wollen ernst genommen werden“, T-Online.de, 23. Juli 2010.
  12. Das Supertalent: Motsi Mabuse ersetzt Bruce Darnell, OK! Magazin, 19. Juli 2011. (Zugriff am 19. Juli 2011).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Motsi Mabuse – Sammlung von Bildern