Murielle Ahouré

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Murielle Ahouré Leichtathletik

2012-06-07 Bislett Games Ahore01.jpg
Murielle Ahouré 2012 in Oslo

Nation ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste
Geburtstag 23. August 1987
Größe 170 cm
Gewicht 57 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 10,78 s (100 m)
22,24 s (200 m)
Trainer Allen Powell
Status aktiv
Medaillenspiegel
Medaillen WM 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Hallen-WM 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Afrikameisterschaften 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften
0Silber0 Moskau 2013 100 m
0Silber0 Moskau 2013 200 m
Hallenweltmeisterschaften
0Silber0 Istanbul 2012 60 m
0Silber0 Sopot 2014 60 m
0Gold0 Birmingham 2018 60 m
Afrikameisterschaften
0Silber0 Marrakesch 2014 100 m
0Gold0 Marrakesch 2014 200 m
0Gold0 Durban 2016 100 m
0Bronze0 Durban 2016 4 × 100 m
letzte Änderung: 5. März 2018

Murielle Ahouré (* 23. August 1987 in Abidjan) ist eine ivorische Sprinterin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahouré zog schon im Alter von nur zwei Jahren von Abidjan nach Frankreich und 2000 schickte ihr Stiefvater, ein General des ivorischen Militärs, ihre Familie wegen mangelnder Sicherheit nach Bristow (Virginia) in die USA. Auf der Secondary School in Alexandria begann sie dann mit Leichtathletik. Unter dem Trainer Holsclaw trainierte sie insgesamt drei Jahre. Ab September 2005 studierte sie an der George Mason University. Nachdem sie in der Halle und bei Freiluftwettkämpfen gute Zeiten auf Sprintstrecken erzielt hatte, startete sie auch bei größeren US-amerikanischen Meetings wie den NCAA Championships. 2007 verbesserte sie ihre 60 Meter Bestleistung auf 7,33 s, die über 100 Meter auf 11,41 s und ihre 200 Meter Bestzeit auf 23,34 s. Bei den NCAA Championships drang sie erstmals ins Halbfinale vor, wo sie sich allerdings verletzte und somit nicht über die 200-Meter-Distanz an den Start gehen konnte. 2008 stagnierten ihre Leistungen bis sie Ende des Jahres nach Miami zog, um unter Amy Deen zu trainieren. Schon in der Hallensaison meldete sie sich mit 7,17 s über 60 Meter und mit 22,80 s über 200 Meter zurück. Über diese Distanz gewann sie auch den NCAA Indoor Titel. Am 29. und 30. Mai brach sie den Landesrekord der Elfenbeinküste über 100 Meter erst mit 11,14 s, dann mit 11,09 s. Bei den NCAA Championships wurde sie über die kürzere ihrer beiden Strecken Siebte und über 200 Meter mit neuer Bestleistung von 22,78 s Vierte. Im Dezember 2009 schloss sie ihr Studium ab. Im Jahr darauf gelangen ihr keine neuen Verbesserungen, nach einer Verletzung im Mai musste sie ihre Saison vorzeitig beenden. Sie entschied sich, nach Houston zu ziehen, um mit dem jamaikanischen Trainer Allen Powell zu arbeiten. Das Jahr 2011 war von ihrem dritten Nationalrekord von 11,06 s am 15. Mai in Greensboro geprägt.

2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr internationales Debüt gab sie bei den Hallen-Weltmeisterschaften 2012 in Istanbul. Über 60 Meter wurde sie mit 7,04 s hinter Veronica Campbell-Brown Zweite und holte damit die erste Medaille der Elfenbeinküste bei einer Hallen-WM. Infolge ihres Erfolges wurde sie vom ivorischen Präsidenten Alassane Ouattara nach Abidjan eingeladen. Durch ihre wachsende Popularität konnte sie erstmals auch in Europa starten. Zwei weitere Landesrekorde über 100 Meter, 11,00 s in Rom und 22,42 s in Oslo, und weitere Diamond League Teilnahmen waren das Ergebnis. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London überstand sie alle Vorläufe und wurde mit 11,00 s im Finale Siebte. Auch über 200 Meter schaffte sie es ins Finale und wurde Sechste.

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Februar 2013 siegte sie vor Shelly-Ann Fraser-Pryce beim Birmingham Indoor Grand Prix. Mit 6,99 s ist sie nun nicht nur die siebtschnellste Frau über die Distanz, sondern lief auch Afrika-Rekord. Den Schwung der Hallenwettkämpfe nahm sie auch mit ins Freie. Bei der Golden Gala in Rom am 6. Juni stellte sie mit 22,36 s zum wiederholten Male einen Landesrekord über 200 Meter auf, den sie am 19. Juli beim Herculis in Monaco auf 22,24 s verbesserte. Über die 100-Meter-Strecke verbesserte sie ebenfalls den Landesrekord weiter. In Sotteville-lès-Rouen lief sie mit 10,91 s zum Sieg. Auch bei den Diamond League Meetings in Oslo, Paris und London kam sie nah an ihre Bestzeit heran. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau gewann sie mit 10,93 s hinter Shelly-Ann Fraser-Pryce die Silbermedaille, wie auch vier Tage später über 200 Meter, dort setzte sie sich knapp gegen die zeitgleiche Blessing Okagbare durch. Mit einem zweiten Platz in 22,66 s bei der Weltklasse Zürich beendete sie ihre Saison am 29. August.

Im September wurde sie in der Elfenbeinküste für ihre Erfolge zum „Ritter der nationalen Ordnung“ geschlagen.[1]

2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sie bereits im Vorfeld viermal nur knapp über der Sieben-Sekunden-Marke geblieben war, liefen die Hallen-Weltmeisterschaften in Sopot auf das erwartete Duell zwischen ihr und Shelly-Ann Fraser-Pryce hinaus. Im Finale musste sie sich dieser mit 7,01 s geschlagen geben, Fraser-Pryce kam nach 6,98 s ins Ziel.

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Juni erzielte sie in Montverde eine neue persönliche Bestleistung von 10,78 Sekunden bei guten Verhältnissen und löste somit Blessing Okagbare als Afrika-Rekordhalterin ab.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Disziplin Zeit (s) Ort Datum
60 m 6,99 Birmingham, Großbritannien 17. Februar 2013
100 m 10,78 Montverde, Vereinigte Staaten 11. Juni 2016
200 m 22,24 Monaco 19. Juli 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. leichtathletik.de: Flash-News vom 23. September 2013 (abgerufen am 23. September 2013)