Museum Frieder Burda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Museum Frieder Burda

Das Museum Frieder Burda ist ein Kunstmuseum in Baden-Baden, das nach einem Entwurf des Architekten Richard Meier errichtet und im Oktober 2004 eröffnet wurde. Das private Sammlermuseum grenzt an die Kunsthalle Baden-Baden in der Lichtentaler Allee an. Neben Werken der Klassischen Moderne und der Zeitgenössischen Kunst aus der Sammlung des Bauherren Frieder Burda werden regelmäßig Sonderausstellungen gezeigt.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansicht von der Lichtentaler Allee mit dem Eingangsbereich der Staatlichen Kunsthalle
Kabinett
Die Rampe
Blick aus dem Museum in die Parkanlagen der Lichtentaler Allee

Der amerikanische Architekt Richard Meier hat einen lichten, offenen Bau mit zwei großen Sälen, zwei Kabinetten und einem Souterrain entworfen. Die drei Geschosse werden wie in älteren Museumsbauten Meiers über begehbare Rampen erschlossen. Mit dem um 100 Jahre älteren Bau der Staatlichen Kunsthalle von Hermann Billing, dessen Abfolge kleinerer und größerer Räume bis heute als besonders gelungenes Beispiel wohl proportionierter und funktionaler Museumsarchitektur gilt, ist das Museum durch eine gläserne Brücke verbunden; auch inhaltlich ist die Brücke Programm: Es finden gemeinsame Ausstellungen statt, die sich über beide Museen erstrecken.

Der Neubau mit rund 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche hat etwa 15 Millionen Euro gekostet und wurde vollständig von der Frieder Burda Stiftung getragen. Für den zweijährigen Bau kamen keine öffentlichen Mittel zum Einsatz. Errichtet wurde das Museum durch den Baden-Badener Architekten Peter W. Kruse.[1]

Nachdem das Bauprojekt und die ersten Pläne des Basler Architekturbüros Steib+Steib zur Errichtung des privaten Sammlermuseums aufgrund der Überbauung eines Teiles der historischen Parkanlagen der Lichtentaler Allee lange umstritten waren, stieß die harmonische Einbindung des offenen Baukörpers in die Allee nach Vollendung des Projekts von Richard Meier auf weite Zustimmung.Quelle/Beleg?

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sammlung und Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung Frieder Burda umfasst etwa 850 Werke der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst, darunter Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier. Die Schwerpunkte liegen bei: Deutscher Expressionismus, Abstrakter Expressionismus, Deutsche Malerei ab 1960, Picasso, Malerei ab 1990. Bei der Museumseröffung war die Sammlung zum ersten Mal in ihren wichtigsten Schwerpunkten zu sehen. Rund 150 von damals insgesamt 550 Kunstwerken umfasste die Eröffnungsausstellung im Neubau und der angrenzenden Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Gründungsdirektor war von 2004 bis 2006 der Karlsruher Kunsthistoriker Klaus Gallwitz.

In der ständigen Sammlung vertretene Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahl[2]

Skulptur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahl[3]

Sonderausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eröffnungsausstellung Sammlung Frieder Burda (23. Oktober 2004 bis 20. Februar 2005)

2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bilderwechsel
  • Max Beckmann – Bilder aus Baden-Baden
  • Bilderwechsel III – Amerikanische Malerei

2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Mougins nach Baden-Baden – Der späte Picasso
  • Bilderwechsel IV – Der deutsche Expressionismus
  • Neue Malerei. Erwerbungen 2002–2005
  • Chagall in neuem Licht
  • Einblicke. Werke aus der Sammlung Frieder Burda
  • Bibel Bilder. Arnulf RainerGustave Doré

2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Polke – Eine Retrospektive. Die Sammlungen Frieder Burda, Josef Froehlich und Reiner Speck
  • WarholRauschenbergLichtensteinTwomblyKiefer – Die Sammlung Erich Marx in Baden-Baden
  • Deutsche und Amerikanische Malerei. Aus der Sammlung Frieder Burda

2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Richter. Bilder aus privaten Sammlungen
  • Barbara Klemm. Künstlerportraits
  • Böhmen liegt am Meer. Werke aus der Sammlung Frieder Burda
  • Udo Lindenberg. SWR3 New Pop Art Künstler 2008
  • Die Skulpturen der Maler. Les Peintres-Sculpteurs
  • Natur. Zeitgenössische Kunst aus der Altana Kunstsammlung

2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Von Dürer bis Tizian, von Rubens bis Velázquez – Die Künstler der Kaiser (20. Februar bis 14. Juni 2009), Kurator: Götz Adriani
  • Der Blaue Reiter (27. Juni bis 11. Oktober 2009), Kurator: Helmut Friedel (Lenbachhaus München)
  • Georg Baselitz – Retrospektive (50 Jahre Malerei, 30 Jahre Skulptur) (21. November 2009 bis 14. März 2010)
    in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, Kurator: Götz Adriani

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lebenslinien – Stationen einer Sammlung
Das Ausstellungsposter zeigt das erste von Burda erworbene Bild von Lucio Fontana. Burda zeigt zu seinem 75. Geburtstag eine persönliche Auswahl aus seiner großen Sammlung und damit der Kunst im 20. Jahrhundert.
  • Neo Rauch. (28. Mai bis 18. September 2011)
  • Anselm Kiefer. Ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung Grothe (7. Oktober 2011 bis 5. Februar 2012)

2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Copley (18. Februar bis 10. Juni 2012)

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emil Nolde – Die Pracht der Farben (15. Juni bis 13. Oktober 2013)
  • Matta. Fiktionen (19. Januar bis 2. Juni 2013)

2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frieder Burda, Gerhard Everke, Klaus Gallwitz, Richard Meier: Sammlung Frieder Burda. Der Bau von Richard Meier. Cantz, Ostfildern 2004, ISBN 3-7757-1530-4.
  • Stiftung Frieder Burda (Hrsg.): Sammlung Frieder Burda. (Katalog der Eröffnungsausstellung des Museums Frieder Burda). Cantz, 2004.
  • Jean-Christophe Ammann, Patricia Kamp: Die Bilder tun was mit mir: Einblicke in die Sammlung. Cantz, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7757-2672-6 (mit Plänen des Gebäudes, ein Gespräch der Autoren mit Frieder Burda über die Museumskonzeption wird dokumentiert.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Museum Frieder Burda: Architektur, abgerufen am 30. Juli 2010
  2. Museum Frieder Burda: Sammlung, abgerufen am 30. Juli 2010
  3. Museum Frieder Burda: Skulptur, abgerufen am 30. Juli 2010
  4. Museum Frieder Burda: Ausstellungen, abgerufen am 23. Oktober 2015
  5. Museums-Seite; dazu verschiedene Publikationen

Koordinaten: 48° 45′ 28″ N, 8° 14′ 17″ O