Oberreichenbach (Schwarzwald)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberreichenbach
Oberreichenbach (Schwarzwald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberreichenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 44′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Höhe: 626 m ü. NHN
Fläche: 35,99 km2
Einwohner: 2757 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km2
Postleitzahl: 75394
Vorwahl: 07051
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 055
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 3
75394 Oberreichenbach
Webpräsenz: www.oberreichenbach.de
Bürgermeister: Karlheinz Kistner
Lage der Gemeinde Oberreichenbach im Landkreis Calw
OstelsheimEnzkreisLandkreis KarlsruheLandkreis KarlsruheLandkreis BöblingenLandkreis TübingenLandkreis RastattLandkreis FreudenstadtPforzheimBad HerrenalbDobelHöfen an der EnzUnterreichenbachSchömberg (Landkreis Calw)Oberreichenbach (Schwarzwald)Bad LiebenzellAlthengstettCalwBad Teinach-ZavelsteinBad WildbadEnzklösterleNeuweilerSimmersfeldAltensteigRohrdorf (Landkreis Calw)EgenhausenHaiterbachNagold (Stadt)Wildberg (Schwarzwald)EbhausenNeubulachGechingenOstelsheimSimmozheimSimmozheimKarte
Über dieses Bild

Oberreichenbach ist eine Gemeinde im nördlichen Schwarzwald. Sie gehört zum baden-württembergischen Landkreis Calw.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt naturräumlich auf der Enz-Nagold-Platte zwischen 588 und 745 Meter Höhe, etwa jeweils 6 km von der Kreisstadt Calw und Bad Liebenzell entfernt. Sie gehört zur Region Nordschwarzwald. Mehr als 70 % des Gemeindegebiets sind bewaldet. Der Ortsname stammt von dem unweit entspringenden Reichenbach, der nach dem Übertritt in die Gemarkung Hirsau Schweinbach heißt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es grenzen die Gebiete der Gemeinden

an das Gemeindegebiet von Oberreichenbach an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Oberreichenbach gehören die ehemaligen Gemeinden Igelsloch, Oberkollbach und Würzbach. Zur ehemaligen Gemeinde Igelsloch gehören das Dorf Igelsloch und das Gehöft Unterkollbach. Zur ehemaligen Gemeinde Oberkollbach gehört das Dorf Oberkollbach. Zur Gemeinde Oberreichenbach in den Grenzen von 1973 gehören das Dorf Oberreichenbach und der Weiler Siehdichfür. Zur ehemaligen Gemeinde Würzbach gehören das Dorf Würzbach und der Weiler Naislach. In Oberkollbach aufgegangen ist die Ortschaft Eberspiel, das 830 als Eberspuhl erstmals genannt wurde.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich gehörte Oberreichenbach den Grafen von Calw. 1303 kam der Ort an das Kloster Hirsau und blieb dort als Vogtei bis ins 18. Jahrhundert.

Räumliche Entwicklung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Oberkollbach aufgegangene Ortschaft Eberspiel war von 1835 bis 1838 eine selbstständige Gemeinde.

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg 1974/75 wurden am 1. Dezember 1974 die Gemeinden Oberkollbach und Igelsloch nach Oberreichenbach eingemeindet. Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1975 durch Vereinigung von Oberreichenbach und Würzbach.[3] In der ehemaligen Gemeinde Würzbach liegt die Wüstung Oberwürzbach.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Oberreichbach gehört zur vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Calw / Oberreichenbach.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis::

FWG 100 % +17,0 14 Sitze −2
SPD 0,0 % −17,0 0 Sitze −3

Nach der Wahl 2014 ist die Sitzverteilung wie folgt: [5]

  • Freie Wähler: 6 Sitze
  • Bürgerliste: 6 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2017 wurde Karlheinz Kistner wiedergewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Geteilt durch einen erniedrigten blauen Wellenbalken; oben in Gold (Gelb) vier bewurzelte grüne Tannen, unten in zwei Reihen von Gold (Gelb) und Rot geschacht (zehn Plätze). Die vier Tannen stehen für die vier Ortsteile und den Schwarzwald. Das Schach von Gold und Rot ist das Wappen der Herrschaft Zavelstein.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evangelische Kirchengemeinde des Hauptorts Oberreichenbach teilt das Pfarramt mit der Evangelische Kirchengemeinde Calw-Altburg. Die Evangelischen Kirchengemeinden der Teilorte Igelsloch (mit Siehdichfür), Oberkollwangen und Würzbach (mit Naislach) gehören seit der letzten Änderung im Jahr 2015 nun zum gemeinsamen Pfarramt Oberkollwangen.

Die katholischen Einwohner gehören zur Seelsorgeeinheit Calw-Bad Liebenzell.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Würzbach, Oberreichenbach und Siehdichfür liegt das Naturschutz- und Bannwaldgebiet des Würzbacher Moores.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oberreichenbach befindet sich der ehemalige Atomschutzbunker der baden-württembergischen Landesregierung, der seit 1994 von einem staatsnah arbeitenden privatwirtschaftlichen Unternehmen (COMback GmbH) als Hochsicherheits-Rechenzentrum für EDV-Ausfallvorsorge genutzt wird.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der vorstehend genannten COMback GmbH ist die Firma Elektro Groß das einzig größere Unternehmen in Oberreichenbach direkt. Außerdem gibt es noch Frisörsalons, Restaurants und Tankstellen. In den Ortsteilen Oberkollbach und Würzbach befinden sich ebenfalls einige Geschäfte, darunter auch kleinere Kaufhäuser.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Kindergarten zur Bildung für die angehende Schulkinder befindet sich direkt im Ort. Eine Grundschule ist im Ortsteil Würzbach zu finden. Der Bau einer Waldorfschule für weitere Bildungsmöglichkeiten ist geplant.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Greiner, Ortschronik der Gemeinde Oberreichenbach
  • Helga Hagenlocher-Lörcher, Ortsgeschichte Oberreichenbach
  • Hans Büxenstein, Igelsloch und Unterkollbach – Eine 800-jährige Schicksalsgemeinschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oberreichenbach (Schwarzwald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 499–500
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 488 f.
  4. Wüstung Oberwürzbach: Forschungen in einer abgegangenen Siedlung im Nordschwarzwald.
  5. http://www.oberreichenbach.de/index.php?id=86
  6. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.oberreichenbach-grosser-vertrauensbeweis-fuer-kistner.9161c6d5-345d-4571-a94c-393f5a904df7.html
  7. www.oberreichenbach.de