Rohrdorf (Landkreis Calw)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rohrdorf
Rohrdorf (Landkreis Calw)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rohrdorf hervorgehoben
48.5688888888898.6944444444444418Koordinaten: 48° 34′ N, 8° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Höhe: 418 m ü. NHN
Fläche: 3,93 km²
Einwohner: 1914 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 487 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72229
Vorwahl: 07452
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 060
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Komtureihof 4
72229 Rohrdorf
Webpräsenz: www.gemeinde-rohrdorf.de
Bürgermeister: Joachim Flik (parteilos)
Lage der Gemeinde Rohrdorf im Landkreis Calw
Ostelsheim Enzkreis Landkreis Karlsruhe Landkreis Karlsruhe Landkreis Böblingen Landkreis Tübingen Landkreis Rastatt Landkreis Freudenstadt Pforzheim Bad Herrenalb Dobel Höfen an der Enz Unterreichenbach Schömberg (Landkreis Calw) Oberreichenbach (Schwarzwald) Bad Liebenzell Althengstett Calw Bad Teinach-Zavelstein Bad Wildbad Enzklösterle Neuweiler Simmersfeld Altensteig Rohrdorf (Landkreis Calw) Egenhausen Haiterbach Nagold (Stadt) Wildberg (Schwarzwald) Ebhausen Neubulach Gechingen Ostelsheim Simmozheim SimmozheimKarte
Über dieses Bild
Blick auf die Ortsmitte

Rohrdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Calw. Zu Rohrdorf gehören außer dem gleichnamigen Dorf keine weiteren Ortschaften.

Geographie[Bearbeiten]

Rohrdorf liegt im Heckengäu, an der Grenze zum Nordschwarzwald, im Tal der Nagold.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Rohrdorf wurde erstmals 1285 urkundlich erwähnt. Es entwickelte sich um eine Burg herum. 1309 gerät der gesamte Ort in den Besitz des Johanniterordens, nachdem dieser bereits zuvor dort Besitz erworben hatte. Rohrdorf bildete eine eigene Kommende und gehörte bis 1806 zum Großpriorat Deutschland des Malteserordens (wie sich der Johanniterorden nach 1524 nannte) mit Sitz in Heitersheim (im Breisgau).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht seit der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 aus sieben Männern und drei Frauen, ergänzt durch den direkt gewählten Bürgermeister, der dem Gremium vorsteht.

Bürgermeister

Am 1. Februar 2009 wurde Joachim Flik ohne Gegenkandidaten mit 98 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen für eine dritte Amtszeit bestätigt.

Verwaltungsgemeinschaft

Rohrdorf gehört mit der Stadt Haiterbach und der Gemeinde Ebhausen zur Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Nagold.

Religionen[Bearbeiten]

Seit 1568 gibt es in Rohrdorf eine Besonderheit: Die evangelische und die römisch-katholische Gemeinde nutzen die Johanneskirche gemeinsam (Simultankirche). Dabei wird der hintere, östliche Teil mit dem Chor von der katholischen, der vordere, westliche Teil von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt. Diese Regelung wurde in einem Vertrag zwischen dem damaligen katholischen Komtur des Johanniter-/Malteserordens mit der protestantischen Mehrheit des Ortes vereinbart und hat bis heute Bestand.

Der evangelische Pfarrer ist Markus Eißler, die evangelische Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Nagold. Die Katholiken gehören zur Seelsorgeeinheit Oberes Nagoldtal im Dekanat Calw. Leitender Pfarrer ist Holger Winterholer. Ferner ist im Ort auch die Neuapostolische Kirche vertreten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Rohrdorf ist Modellgemeinde im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum in Baden-Württemberg, mit dem die Attraktivität kleiner Landgemeinden gesteigert werden soll.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Alte Schule, erbaut Anfang des 20. Jahrhunderts, steht unter Denkmalschutz. Die um 1430 herum erbaute Komturei, in der sich das Rathaus und die Johanneskirche der beiden Kirchgemeinden befinden, ist ebenfalls sehenswert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Friedrich Huttenlocher & Hansjörg Dongus, Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 170 ‚Stuttgart‘, Bad Godesberg 1967 (Reihe „Naturräumliche Gliederung Deutschlands“).

Weblinks[Bearbeiten]