Oliver Stokowski

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Oliver Stokowski bei der Verleihung des Grimme-Preises 2014

Oliver Stokowski (* 8. August 1962 in Kassel) ist ein deutscher Schauspieler.

Ausbildung und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stokowski absolvierte nach dem Abitur 1981 zunächst ein Musikstudium von 1982 bis 1985. 1989 schloss er ein Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz mit dem Abschluss Magister of Arts ab.

Seine Bühnenkarriere begann er 1989 am Staatstheater Hannover in Stücken wie Onkel Wanja und Die Dreigroschenoper. Ab 1993 zeigte er am Residenztheater / Bayerischen Staatsschauspiel sein vielseitiges Talent in Inszenierungen u.a. von Leander Haußmann und Hans Neuenfels. 1996 folgten Auftritte am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. Ab 1998 spielte Oliver Stokowski am Residenztheater in München u. a. die Rolle des Hamlet in der Inszenierung von Matthias Hartmann. Anschließend wechselte er ans Schauspielhaus Bochum, wo er u.a. die Titelrolle in Peer Gynt, Regie: Jürgen Gosch, spielte.

In der Spielzeit 2005/06 wurde Stokowski Ensemblemitglied im Schauspielhaus Zürich. Dort spielte er u.a. erneut unter der Regie von Jürgen Gosch, diesmal den Lopachin in Der Kirschgarten und arbeitete 2007 zum ersten Mal mit dem lettischen Regisseur Alvis Hermanis für das experimentelle Stück Väter zusammen, welches seither europaweit unzählige Male auf internationalen Festivals gezeigt wurde. Später wechselte er erneut ans Wiener Burgtheater, wo er 2014 unter der Regie von Jan Lauwers (Needcompany) den Morris in der Uraufführung von John Cassavetes' letztem Stück Begin the Beguine spielte sowie u.a. mit den Regisseuren David Bösch und Roland Schimmelpfennig arbeitete. Seit 2015 steht er als Gast in verschiedenen Stücken auch auf der Bühne des Deutschen Theaters (Berlin) in Berlin.

Seit 2014 ist er mit der Schauspielerin Lilian Naumann verheiratet.

Der englische Dirigent Leopold Stokowski war sein Urgroßvater.[1]

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Stokowski und Julia Jäger bei der Verleihung des Grimme-Preises 2014

Von 2001 bis 2005 lief die Krimi-Reihe Der Ermittler, in der Stokowski die Hauptrolle des Hamburger Hauptkommissar Paul Zorn übernahm. Bereits vorher spielte er in Fernseh-Krimis mit: als Kommissar Robert Grosche in einigen Episoden von Polizeiruf 110 (1998/2002, mit Chantal de Freitas) sowie in Tatort (2000) und der Krimiserie Faust (1995).

Bereits 1988 besetzte ihn Dominik Graf in seiner Beziehungskomödie Tiger, Löwe, Panther, ein Jahr später folgte eine kleine Nebenrolle als Dealer in dem Kriminalfilm Schattenboxer. In der Beziehungskomödie Echte Kerle (1996) war Stokowski dann wieder der Ermittler an der Seite von Christoph M. Ohrt. Landgang für Ringo (1996) mit Benno Fürmann war ein sehenswertes Seemanns-Drama. In Der Skorpion (1996) spielte Stokowski wieder unter der Regie von Dominik Graf an der Seite von Heiner Lauterbach und Marek Harloff.

In Sönke Wortmanns Episodenfilm St. Pauli Nacht war er der schüchterne Typ vom Lande (1999), der sich in Valerie Niehaus verguckte. Danach spielte Stokowski unter anderem erstmals in einer großen Hollywood-Produktion, dem U-Boot-Film U-571 (2000) und im mehrfach ausgezeichneten Psychothriller Das Experiment (2001) von Oliver Hirschbiegel. Seither folgten Auftritte unter anderem in zahlreichen Fernsehfilmen und in Kinoproduktionen. 2012 verkörperte er den Kurt in einer Episode der amerikanisch-internationalen Serie Crossing Lines, 2014 spielte er an der Seite von Geoffrey Rush in dem Kinofilm Die Bücherdiebin (Film) von Brian Percival.

2016 und 2017 ist er im Kino in der schwarzen Komödie Sex & Crime von Paul Florian Müller sowie in dem Drama Short Term Memory Loss von Andreas Arnstedt zu sehen, welches auf dem Zurich Film Festival und den Internationale Hofer Filmtage Premiere feiert.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oliver Stokowski – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. dradio.de v. 23. März 2007
  2. a b Preisträger – Freunde des Residenztheaters (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 21. März 2014
  3. Nestroy 2013: Begründung der Nominierung abgerufen am 8. April 2014