Pampa

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Dieser Artikel behandelt die Landschaft Pampa. Für weitere Bedeutungen siehe Pampa (Begriffsklärung).
Die Pampa an der Südostküste Südamerikas.
Trockenklimate der Erde:
  • Wüstenklima
  • Savannenklima
  • Tundrenklima
  • Eisklima
Typische Pampaslandschaft des argentinischen Gran Altiplanicie Central

Die Ökoregion Pampa (oft auch in der Pluralform Pampas verwendet) ist eine subtropische Grassteppe im südöstlichen Südamerika, am Río de la Plata.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westen wird die Pampa von den Anden begrenzt, im Osten vom Atlantik. Nördlich schließt sich die Dornbuschsavanne des Chaco an. Die Verwendung des Begriffs lässt sich entfernt mit dem australischen Outback, dem südafrikanischen High Veld oder dem neuseeländischen High Country vergleichen.

Vor allem die Staaten Argentinien, Uruguay und Brasilien haben Anteil an der Pampa.

Sie bildet das landwirtschaftliche Kernland Argentiniens, in dem vor allem die Rinderzucht dominiert, das heißt, die Pampa ist ein Anbau- und Viehzuchtgebiet in Argentinien und Uruguay.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt etwa 17°C, die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei durchschnittlich 800 mm[1]. Man unterscheidet zwischen der feuchten Pampa im Osten, die regelmäßige Niederschläge das gesamte Jahr über erhält, und der trockenen Pampa im Westen, die in die Strauchsteppe des Monte übergeht. Die Gebirgszüge der Sierras Pampeanas liegen in diesem Übergangsgebiet. Typisch für die Pampa ist das großflächige Vorkommen von Löss, der wesentlich zu den fruchtbaren Böden der Pampa beigetragen hat.

Das Klima der Pampa ist gemäßigt. Im Osten sind die Temperaturgegensätze zwischen Sommer und Winter wegen der Meeresnähe relativ gering, im Westen nimmt der kontinentale Charakter mit heißen Sommern und relativ kalten, sehr trockenen Wintern zu.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pampa ist nur eine spärliche Anzahl von heimischen Tieren anzutreffen. Diese wird jedoch von Arten aus verschiedenen angrenzenden Zonen (Chaco, Steppe) ergänzt. Zu den Bewohnern der Pampa zählen das Guanako, eine Lamaurart und der Pampashirsch als Pflanzenfresser. Die Viscacha, eine Nagerart, lebt in unterirdischen Gängen und teilt sich oft Wohnraum mit dem Pampasfuchs. Der Mara, der Nandu und der Kaninchenkauz sind weitere Pampasbewohner. Zu den bekannteren Lebewesen, die in der Pampa beheimatet sind, zählt das Meerschweinchen.

Seit der spanischen Conquista im zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts breiteten sich entlaufene Weidetiere – insbesondere Rinder und Pferde – in der Pampas aus, die sich sehr schnell vermehrten und verwilderten. Sie wurden als Cimarrones bezeichnet und boten den damaligen Indianern der Gegend eine neue Subsistenzbasis als Reiterjägerkulturen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prado, J. L., Martinez-Maza, C., & Alberdi, M. T. (2015). Megafauna extinction in South America: A new chronology for the Argentine Pampas. Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology, 425, 41-49.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Samuel Amaral: The Rise of Capitalism on the Pampas – The Estancias of Buenos Aires. Cambridge University Press, Cambridge 1998, ISBN 0-521-57248-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Pampa – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen