Peter Radunski

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Peter Radunski, 1989

Peter Radunski (* 13. März 1939 in Berlin) ist ein Politikberater bzw. Public-Affairs- und Wahlkampfmanager.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Radunski machte Abitur an der Friedrich-Ebert-Schule in Berlin und studierte Rechtswissenschaft, Geschichte, Romanistik sowie Politische Wissenschaften in Berlin, Bonn und Straßburg. An der FU Berlin war er Teil der sogenannten K-Gruppe zusammen mit Peter Kittelmann, Eberhard Diepgen, Klaus-Rüdiger Landowsky, Heinrich Lummer und anderen. 1967 machte er Diplom-Prüfung am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Radunski ist Mitglied der CDU, war zehn Jahre Bundesgeschäftsführer der CDU und von 1991 bis 1995 Senator für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Berlin und von 1996 bis 1999 Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin. Er ist Senior Advisor bei MS&L Germany (vormals Publicis Consultants).

Radunski managte alle Bundestags- und Europawahlkämpfe der CDU von 1976 bis 1990. In dieser Zeit schrieb er sein Buch Wahlkämpfe – Moderne Wahlkampfführung als Politische Kommunikation 1980. Als Bundessenator Berlins führte er die Kampagne im Hauptstadtstreit zugunsten Berlins. Als Mitglied des Bundesrats war er Stimmführer Berlins, darunter auch Mitglied des Vermittlungsausschusses von Bundesrat und Bundestag und war damit an den wesentlichen Gesetzgebungen in Deutschland beteiligt. Als Wissenschaftssenator war er Initiator der Hochschulverträge, die heute Grundlage der Beziehungen zwischen vielen Landesregierungen und ihren Hochschulen sind. Als Kultursenator veröffentlichte er eine umfassende Bilanz der Berliner Kulturpolitik (Kreisepapier). Er war Vorsitzender in vielen Stiftungs- und Aufsichtsräten, u.a. Preußische Schlösser und Gärten, Topographie des Terrors, Stadtmuseum, Berlinische Galerie und Bröhan-Museum. Außerdem war er Vorsitzender in den Kuratorien aller Universitäten und Fachhochschulen. Nach seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen als Senator war er noch bis 2001 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

Radunski hat von der Bundesgeschäftsstelle aus fast alle Landtagswahlen der CDU der siebziger und achtziger Jahre mitgestaltet. Als Senior Consultant bei Publicis hat er von 2001 bis 2009 u.a. folgende Ministerpräsidenten beraten: Erwin Teufel (Baden-Württemberg), Georg Milbradt (Sachsen), Wolfgang Böhmer (Sachsen-Anhalt) und Christian Wulff (Niedersachsen). Außerdem beriet er die Landesverbände Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern bei ihren Landtagswahlen. Von 2002 bis 2004 beriet Radunski in Mittel- und Osteuropa die neuen demokratischen Parteien zur Vorbereitung der Europawahlen, u.a. in Ungarn, Polen, Estland, Litauen, Tschechien und Slowakei.

Wissenschaft: 1967–1969 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wissenschaftlichen Institut der Konrad-Adenauer-Stiftung, 1992 Lehrauftrag am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin zum Thema Wahlkampfkommunikation, Wahlkampfstrategie, Wahlkampforganisation, November 1994 Lehrauftrag an der Susquehanna University in Pennsylvania/USA zum Thema Europa. Sommersemester 1995 Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, Themen: Politische Interessenvertretung in der EU und Modernes Parteienmanagement.

Von 1982 bis 1990 war Radunski Mitglied des ZDF-Fernsehrates, 2001 bis 2003 Mitglied des Rundfunkrates des SFB (Berlin).

2009 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Er ist Mitglied im Beirat der Zeitschrift politik&kommunikation, der Zeitschrift für Politikberatung und der Initiative ProDialog.

In seiner Autobiografie „Aus der politischen Kulisse“ berichtet Radunski über sein politisches Leben und vermittelt Einsichten in die Praxis der Politik.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teils anerkennend, teils polemisch wurde Radunski in Berliner Medien zu seiner Zeit als Senator als „Kugelblitz“ und „Zigeunerbaron“ tituliert[1][2].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel im Berliner Tagesspiegel 1999 auf tagesspiegel.de
  2. Artikel in der WELT von 2006 auf welt.de