Ulrike Gote

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Ulrike Gote (* 26. Oktober 1965 in Trier) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war von 2003 bis 2013 als Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag tätig und wurde am 7. Oktober 2013 vom Parlament zur Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags gewählt.

Persönliche Angaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1985 absolvierte Ulrike Gote ein Studium der Geoökologie in Bayreuth, Heidelberg und Norwich, welches sie 1994 als Diplom-Geoökologin mit dem Schwerpunkt Hydrologie beendete.

Sie ist verheiratet und hat drei Kinder.

Abgeordnetentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrike Gote ist seit dem 28. September 1998 Mitglied des Bayerischen Landtags. Als einzige Grüne Abgeordnete aus Oberfranken vertritt sie nicht nur den Stimmkreis Bayreuth, sondern den ganzen Wahlkreis Oberfranken.

Von 2003 bis 2006 und seit 2008 ist Gote Teil des Fraktionsvorstands. Als parlamentarische Geschäftsführerin war sie bis 2013 die Anwältin für die Interessen der grünen Fraktion im Ältestenrat und organisierte das Miteinander der fünf Landtagsfraktionen. Sie vertrat die Fraktion im Ausschuss für Hochschule, Forschung und Kultur und war in der 16. Legislaturperiode hochschul-, medien- und religionspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag. Gote war das erste grüne Mitglied im Landeskomitee der Katholiken. Ulrike Gote hat im Landtag zunächst die Europa- und ab 2003 die Hochschul- und Medienpolitik geprägt. Nachdem Gote die grüne Landtagsfraktion von 2003 bis 2006 zunächst im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks vertrat, ist sie seit 2008 Medienrätin bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. Darüber hinaus vertrat Gote von 2006 bis 2013 die Grünen im Landesdenkmalrat.

In der 17. Legislaturperiode des Bayerischen Landtags übernimmt Gote das Amt der Landtagsvizepräsidentin.[1] Sie bleibt zudem weiterhin medien- und religionspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion und wird deren rechtspolitische Sprecherin. Außerdem klärte sie in einem Untersuchungsausschuss die "Modellbauaffäre" um die ehemalige Staatsministerin der CSU Christine Haderthauer und deren Ehemanns mit auf.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MdL Gote engagierte sich in der kirchlichen Jugendarbeit, der Anti-Atomkraft-Bewegung, gegen das südafrikanische Apartheid-System und bei amnesty international. Des Weiteren ist sie Mitglied in verschiedenen Vereinen, unter anderem beim Bund Naturschutz und Verkehrsclub Deutschland. Ulrike Gote ist zudem ehrenamtliche Vorsitzende bei AVALON Prävention! e.V. sowie stellvertretende Vorsitzende bei AVALON Notruf- und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt e.V. Von 2013 bis 2017 war Gote Vorstandsmitglied beim Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Bayreuth e.V., dessen stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende sie mittlerweile ist. Ulrike Gote ist Vorsitzende des Kreisverbands Bayreuth-Stadt und Beisitzerin im Vorstand des oberfränkischen Bezirksverbands von Bündnis 90/Die Grünen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ulrike Gote – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.bayern.landtag.de 07.10.2013 - Bayerischer Landtag konstituiert sich neu. In: Bayerischer Landtag. Abgerufen am 8. Oktober 2013.
  2. Untersuchungsausschuss Modellbau. Abgerufen am 29. September 2017.