Poll (Nörvenich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 50° 46′ 52″ N, 6° 40′ 8″ O

Poll
Gemeinde Nörvenich
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 4,03 km²
Einwohner: 263 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 52388
Vorwahl: 02426
Karte
Ortsplan

Poll ist ein Dorf in der Gemeinde Nörvenich im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen, Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Poll liegt eingebettet in die Äcker der Zülpicher Börde, abseits der großen Verkehrsstraßen. Mit seinen Gärten und Bäumen setzt es einen kräftigen grünen Punkt in die sonst baumlose, fast tischebene Landschaft an der Südostgrenze der Gemeinde Nörvenich. Die östliche Gemarkungsgrenze ist zugleich die Kreisgrenze. Die Landkarte gibt für die Poller Gemarkung Höhenwerte zwischen 128 und 133 m ü. NN an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poll wird erstmals urkundlich erwähnt am 30. November 1147. Erzbischof Arnold I. von Köln bestätigt in einer Urkunde die Besitzungen in Poll.

Das Rheinische Wörterbuch deutet den Ortsnamen Poll als „erhöhten, mit Gras bewachsenen Teil einer Ebene, besonders, wenn er von Wasser umflossen ist“.

Das Deutsche Namenbuch erinnert an das mundartliche „pol“, das hier von „Pfuhl“, Sumpf oder Teich abgeleitet wird.

Auch die Rheinischen Flurnamen erklären den Namen mit „kleine Erhöhung in sonst ebenem Gelände“ und ein „durch Trockenlegung entstandenes Weideland“. Die wissenschaftlichen Erklärungen verbinden die Deutung des Namens also mit der Erhöhung aus der Ebene, mit Wasser und mit Gras oder Weideland.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Poll wurde am 1. Januar 1969 nach Nörvenich eingemeindet.[2]

Die Dorfstraße

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist heute nicht mehr vorstellbar, wie das Gelände vor Jahrhunderten, als der Ortsname entstanden ist, ausgesehen hat. Eine leichte Erhöhung in der weiten Ebene ist jedenfalls nicht mehr feststellbar. Bis vor nicht allzu langer Zeit gab es im Dorf und am Ortsrand größere und kleinere Weiher, die fast alle durch die Grundwasserabsenkung der letzten Jahrzehnte verschwunden sind. Das waren der „Liese Graben“, der „Neresse Pool“, die Tränke und der „Schmitze Weiher“. Diese Wasseransammlungen auf einer relativ kleinen Fläche bestätigen die Erkenntnisse der Wissenschaftler.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
1885 209 1905 203 1925 190
1945 166 1955 190 1965 161
1975 176 1985 173 1995 185
2005 220 2010 251 2015 252

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.noervenich.de/gemeinde/downloads/20170106-Einwohnerzahlen_201612.pdf
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 77.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]