Rødøy

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Rødøy
Rødøy (Norwegen)
Rødøy
Rødøy
Basisdaten
Kommunennummer: 1836
Provinz (fylke): Nordland
Verwaltungssitz: Vågaholmen
Koordinaten: 66° 43′ N, 13° 21′ OKoordinaten: 66° 43′ N, 13° 21′ O
Fläche: 711,29 km²
Einwohner: 1.213 (27. Feb. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 2 Einwohner je km²
Sprachform: neutral
Postleitzahl: 8186
Gliederung: Vågaholmen, Gladstad, die Inseln Nesøya, Gjerøya, Rangsundøya, Rødøya und Teile von Hestmona
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Inger Dagmar Monsen (Lokale Liste) (2019)
Lage in der Provinz Nordland
Lage der Kommune in der Provinz Nordland

Rødøy ist eine Kommune im norwegischen Fylke Nordland. Die Kommune hat 1213 Einwohner (Stand: 27. Februar 2020) und gehört zur Landschaft Helgeland. Verwaltungssitz ist die Ortschaft Vågaholmen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Westküste des Fylkes Nordland und grenzt an die Nachbarkommunen Rana, Lurøy und Meløy. Durch Rødøy verläuft der nördliche Polarkreis[2] Die Kommune Rødøy setzt sich aus Teilen des Festlandes um die Fjorde Melfjord, Værangsfjord und Tjongsfjord sowie fast tausend Inseln zusammen.[3]

Das Gebiet ist auf dem Festland sowie auf den größeren Inseln bergig, zur Küste fällt die Fläche steil ab. Dort befinden sich in einigen Bereichen flache Küstengebiete. Die höchste Erhebung ist die Steintinden im Osten Rødøys mit einer Höhe von 1533,5 moh.[4] Im Osten befindet sich außerdem ein Teil des Saltfjellet-Svartisen-Nationalpark, in dem unter anderem der Gletscher Svartisen liegt.

Am stärksten bevölkert sind die flachen Küstenbereiche entlang der Fjorde, vor allem am nördlichen Ufer des Tjongsfjords. Dort befindet sich auch das Verwaltungszentrum Vågaholmen. Im gesamten Bereich Rødøys befindet sich kein Tettsted, also eine für statistische Zwecke als eine Einheit betrachtete Ansiedlung und die Bevölkerungszahlen sanken von 1946 bis 2016 um etwa 40 Prozent.[5][3] Die Einwohner der Gemeinde werden Rødøyfjerding genannt.[6] Rødøy hat wie viele andere Kommunen der Provinz Nordland weder Nynorsk noch Bokmål als offizielle Sprachform, sondern ist in dieser Frage neutral.[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommune wurde im Jahr 1837 gegründet, im Jahr 1884 wurde die Gemeinde Meløy abgetrennt. Seitdem wurden die Grenzen nicht mehr verändert. Am Schiffsanlauf Selsøyvik wurde bereits ab den 1700er-Jahren Handel betrieben.[3] Auf der Insel Rødøya befindet sich die Holzkirche Rødøy kirke aus dem Jahr 1885.[8] Ab 1918 wurde der Leuchtturm Myken fyr betrieben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinde stellt die Fischerei da, auch wenn sie rückläufig ist. Die Landwirtschaft ist von Rinder- und Schafhaltung geprägt. Die industrielle Produktion ist wenig ausgebaut. Für den Verkehr ist unter anderem auch die Anbindung über den Seeweg von Bedeutung.[3]

Im Jahr 2019 arbeiteten von 618 Menschen 437 in Rødøy selbst, weitere Personen waren unter anderem in Meløy, Bodø und Lurøy tätig.[9]

Name und Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rødøy wurde etwa im Jahr 1439 als „Raudøy“ erwähnt. Der Name setzt sich aus den beiden Bestandteilen „raud“ (deutsch: rot) und „øy“ (deutsch: Insel) zusammen. Die Farbe rot bezieht sich dabei auf die Farbe des lokalen Gesteins.[10]

Auf 1988 angenommenen Kommunenwappen ist ein roter Löwe auf silbernem Hintergrund zu sehen. Dies stellt die prägende Felsformation Rødøyløva dar. Diese sphinxartige Felsformation war schon von jeher eine wichtige Landmarke auf der Schiffsroute an der Küste.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rødøy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisk sentralbyrå – Befolkning
  2. Rødøy kommune. In: Norgeskart. Kartverket, abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch).
  3. a b c d Terje Dalfest, Geir Thorsnæs: Rødøy. In: Store norske leksikon. 31. Juli 2019 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 31. August 2020]).
  4. Høyeste fjelltopp i hver kommune. 1. September 2015, abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch Bokmål).
  5. Tettsteders befolkning og areal. Statistisk sentralbyrå, 4. Dezember 2019, abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch).
  6. Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch Nynorsk).
  7. Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch).
  8. Rødøy kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch).
  9. Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch).
  10. Rødøy. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch).
  11. Kommunevåpen. Rødøy kommune, abgerufen am 31. August 2020 (norwegisch Bokmål).