Riesling

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Riesling
Synonyme Weißer Riesling, Rheinriesling – für weitere siehe Abschnitt Synonyme
Riesling
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe grün-gelb
Verwendung
Herkunft oberes Rheintal
VIVC-Nr. 10077
Abstammung

Zufallskreuzung aus
Heunisch × Vitis vinifera subsp. sylvestris × Traminer-Klon

Liste von Rebsorten

Riesling ist eine Weißweinsorte, die zu den hochwertigsten und kulturprägenden Weißweintrauben gezählt wird. Sie bringt qualitativ die besten Weine in klimatisch kühleren Weinbaugebieten hervor und wird vor allem in Deutschland, aber auch in zahlreichen Weinbauländern der Erde angebaut. Riesling-Weine genießen ein hohes Ansehen auf den internationalen Märkten. Viele Spitzenlagen im In- und Ausland sind ausschließlich mit Riesling bestockt. Vor allem in nördlichen Anbauländern wie Deutschland wird die Sorte fast ausschließlich in steilen Hängen angebaut.

Riesling wird in Deutschland nachweislich mehr als 600 Jahre lang kultiviert.

Abstammung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonderbriefmarke „Fünf Jahrhunderte Rieslinganbau“ der Deutschen Bundespost von 1990

Riesling ist eine natürliche Kreuzung aus Heunisch × Vitis vinifera subsp. sylvestris und Traminer-Klon und wurde vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein ausgelesen.[1]

Die Abstammung des Rieslings stellt Ferdinand Regner von der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg in seinen Untersuchungen folgendermaßen dar: „Unsere genetischen Analysen lassen beim Riesling drei genetische Phänomene erkennen, die zur heutigen Rebsorte geführt haben. Der vermutlich letzte Schritt war die Einkreuzung der Rebsorte Heunisch und hat dem Riesling Einiges an Beständigkeit, Vitalität und möglicherweise sein Säurepotential gebracht. Zuvor war es eine Rebe, die eine Kombination aus Traminer mit einer autochthonen Rebe vom Rhein darstellte. Die Traminereinkreuzung könnte spontan erfolgt sein und stellte wahrscheinlich eine qualitative Verbesserung dar. Den Traminer haben vermutlich die Römer an den Rhein gebracht. Die ursprüngliche Rebe bringt vor allem die Frosthärte und Kleinbeerigkeit mit. Diese Rebe war vermutlich schon von den Germanen in Besitz genommen und könnte auf Grund der Nähe des Rieslings zu den Wildreben aus diesen ausgelesen worden sein. Die örtliche Herkunft vom Rhein dürfte unbestritten sein.“[2]

Neben dem Weißen Riesling gibt es auch einen Roten Riesling. Dieser hat gegenüber dem Weißen Riesling nur rote Beeren, die einen Weißwein ergeben. Schwarzriesling und der Blaue Riesling sind nicht verwandt mit dem Weißen Riesling. Letztere Sorte findet sich nur in Sortimenten von Rebzuchtanstalten und hat keine wirtschaftliche Bedeutung.[3]

Vom Rheintal aus verbreitete sich der Riesling am Ende des Mittelalters in die meisten deutschen Anbaugebiete. Die erste urkundliche Erwähnung von Riesling-Reben stammt aus einer Rüsselsheimer Rechnung des Kellers Klaus Kleinfisch an seinen Herrn Graf Johann IV. von Katzenelnbogen vom 13. März 1435:[4] Für einen neuen Weinberg wurden für 22 Schilling Setzreben einer neuen Weißweinsorte, eben dem Riesling, gekauft. Die vorletzte Zeile lautet: Item 22 ß umb seczreben rüßlingen in die wingarten (Urkunde Marburg Staatsarchiv). Weinanbau hatte in Rüsselsheim am Main bereits eine lange Tradition. Die früheste Erwähnung von Weingärten in der Rüsselsheimer Gemarkung ist in einer Rechnung aus dem Jahr 1401 von Zwingenberg und Auerbach enthalten – wie lange vor diesem Datum in Rüsselsheim schon Wein angebaut wurde, ist nicht bekannt.

Weitere Erwähnungen des Namens Riesling folgen in Bingen (1463), an der Mosel (1464/1465) und 1552 ein Eintrag im lateinischen Kreuterbuch des pfälzischen Botanikers Hieronymus Bock. Wegen seiner geringen Erträge und der späten Reife konnte er sich aber nur langsam durchsetzen.

Nach langer Blüte des Weinbaus ging im 20. Jahrhundert die Anzahl der Weinberge in Rüsselsheim mehr und mehr zurück. Die letzte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1915. Im Verlauf des Ersten Weltkrieges scheint der Weinanbau in Rüsselsheim eingestellt worden zu sein. Im Frühjahr 1980 wurde auf einem stadteigenen Grundstück ein 800 m² großer historischer Weinberg angelegt. Der Wingert ist lebendiges Denkmal und er erinnert neben der Ersterwähnung des Rieslings in Rüsselsheim auch an die rege Weinbautätigkeit der Gemeinde in vergangener Zeit. 1985 fand im Museumskeller der nahe gelegenen historischen Festung Rüsselsheim eine 550-Jahr-Feier zur Ersterwähnung der Riesling-Rebe mit festlicher Weinprobe statt, bei der wieder Rüsselsheimer Riesling ausgeschenkt wurde.

Schloss Johannisberg

Bei der Neubestockung der Rheingauer Weinberge von Schloss Johannisberg im 18. Jahrhundert unter der Ägide der Fuldaer Erzbischöfe wurde fast ausschließlich auf den Riesling gesetzt. Im Jahre 1787 verfügte der Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen, dass in seinem Herrschaftsbereich nur noch Riesling zu kultivieren sei. Das hatte schließlich auch zur Folge, dass die Mosel das größte zusammenhängende Rieslinganbaugebiet der Welt wurde.

Staatliche Anbauempfehlungen im 17. Jahrhundert, das Streben nach höherer Qualität und hohe Weinpreise führten ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einer starken Zunahme. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert waren deutsche Rieslingweine ebenso hoch (bzw. teils höher) eingeschätzt wie die großen Rotweine Frankreichs, und erzielten ähnliche Preise.

Im Orgelbau wird ein bestimmter nichtakustischer Registerzug auch als Riesling-Register bezeichnet.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le Riesling jaune de la Moselle, Zeichnung aus dem frühen 19. Jahrhundert
  • Die Triebspitze ist gelblich grün und stark weißlich behaart mit leicht rötlichem Anflug. Die gelblichen, leicht bronzefarbenen Jungblätter sind schwach behaart.
  • Die mittelgroßen Blätter sind rundlich, meist fünflappig und nur wenig gebuchtet. Die Stielbucht ist geschlossen oder überlappt. Das Blatt ist stumpf, mittelgroß gezähnt. Die Blattoberfläche ist blasig derb.
  • Die zylinderförmige Traube ist klein und dichtbeerig. Der Traubenstiel ist kurz und vergleichsweise holzig. Die rundlichen Beeren sind klein und von gelb-grünlicher Farbe. Bei ausreichender Besonnung und Reife wechselt die Farbe auch ins Gelb-Braune und die Beeren sind dann schwarz gepunktet. Die Schale der Beere ist dick. Das Aroma der Beere ist fein und verfügt über ein leicht aromatisches Bukett.
  • Wuchs: kräftig
  • Reife: spät

Ertrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mittelhoch, ca. 60–110 hl/ha

Ansprüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Der Riesling stellt in nördlich gelegenen Anbaugebieten hohe Anforderungen an die Lage, da er sehr spät reift. Optimale Bedingungen bieten die wärmespeichernden steinigen Steillagen in südwestlicher bis südöstlicher Ausrichtung entlang der Flusstäler, wie sie etwa am Rhein, Ahr, Mosel, Saar, Ruwer, Nahe, Lahn, Main, Elbe und in Österreich in der Wachau sowie in den Höhentälern Südtirols in Italien gegeben sind.

Boden Skelettreiche, leichte bis mittelschwere Böden sind am besten geeignet wie zum Beispiel Rankerböden (als Urgesteinsböden bezeichnet). Schwere, nasskalte Böden sind nicht geeignet. Tiefgründige, fruchtbare Böden in Blachlagen bringen zwar vollmundige Weine, die aber nicht typische und mineralische Rieslingweine hervorbringen.

Vor- und Nachteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grauschimmelfäule als Edelfäule auf Riesling-Weinbeeren

Vorteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Riesling hat eine gute Winterfrostwiderstandsfähigkeit. In Jahren mit sehr guter Holzreife verträgt der Riesling Winterfröste von –20 bis –25 °C.
  • Durch späten Austrieb ist sie wenig spätfrostgefährdet.
  • Rieslingweine besitzen eine große Qualitätsspanne.
  • Die Sorte hat eine geringe Trockenheitsempfindlichkeit.[5]

Nachteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Riesling stellt sehr hohe Ansprüche an die Lage.
  • Die Sorte reift spät.
  • Sie ist für Stiellähme anfällig.
  • Sie ist für Stielfäule und Beerenfäule anfällig.
  • Die Beeren sind empfindlich gegen Hitze. Sie verursacht Sonnenbrandschäden an den Beeren.

Wein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wein ist rassig, lebendig, frisch-elegant, stahlig und mineralisch. Kennzeichnend ist die typische pikante, fruchtige Säure. Fruchtaromen nach Steinobst (Marille) und exotischen Früchten bestimmen den Charakter des Weines. Die Farbe des Weins kann von Blassgelb mit Grünstich bis Goldgelb reichen. Erst nach längerem Weinausbau wird die volle Reife des Weines erreicht. Jungweine sind meist noch säurebetont und unharmonisch im Geschmack. Der Riesling besitzt die Fähigkeit, den Charakter der jeweiligen Lage besonders gut zum Ausdruck zu bringen Aufgrund des relativ hohen Säuregehalts besitzen Rieslingweine eine gute Lagerfähigkeit (5–10 Jahre). Altersgereifte Weine weisen zudem häufig eine „Petrolnote“ auf. Mit Riesling können auch hochwertige süße Weine erzeugt werden. Entweder als Eiswein geerntet, oder die Konzentration erfolgt über die Edelfäule, die durch die Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) hervorgerufen wird. Rieslingwein eignet sich außerdem zur Herstellung von Schaumwein.[6][7][8]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2010 betrug die globale Anbaufläche von Riesling 49.833 ha. Deutschland hat den größten Flächenanteil.[9]

Land Anteil in %
Deutschland 44,7
USA 9,7
Australien 8,3
Frankreich 7,0
Ukraine 5,4
Österreich 3,7
Moldawien 2,7
Ungarn 2,6
Tschechische Republik 2,4
Neuseeland 2,0

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinberge der Mosel in der Nähe von Ürzig
Der „Rote Hang“ in Nierstein

In Deutschland wurden 2013 insgesamt etwa 102.000 ha Rebanbaufläche kultiviert. Riesling ist mit 23.293 ha Anbaufläche (2014) die am weitesten verbreitete Rebsorte. Sie nimmt über 22,4 % der Rebfläche ein und wird in allen deutschen Weinbaugebieten kultiviert. Die größten Riesling-Anteile hat der Rheingau.

Anbaugebiet Fläche ha Anteil %
Deutschland[10] 23.440 22,8
Baden-Württemberg[10] 3.244 11,9
Bayern, Franken[10] 327 18,5
Hessen, Rheingau[10] 2.494 78,8
Rheinland-Pfalz[11][12] 17.023 26,6
Ahr[11]
46 8,2
Mittelrhein[11]
306 68,2
Mosel[11]
5.343 61,6
Nahe[11]
1.170 27,9
Rheinhessen[11]
4.267 16,1
Pfalz[11]
5.737 24,3

Die meisten deutschen Spitzenlagen sind mit Riesling bestockt. Bekannte deutsche Riesling-Lagen sind

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Top-Rieslinglage Singerriedel in Spitz an der Donau/Wachau

In Österreich wird der Riesling in mehreren Anbaugebieten auf einer Fläche von 2.015 ha (6,6 % von den Weißweinsorten, Stand 2015), kultiviert.[13] In Abgrenzung zum populären Welschriesling heißt der Riesling häufig Rheinriesling oder Weißer Riesling.[14] Unter den Anbaugebieten ist die Wachau das bekannteste. Die steilen Steinterrassen am Nordufer der Donau und im Spitzer Graben tragen durch ihre Fähigkeit, Wärme zu speichern, dazu bei, Spitzenweine mit ausgewogener Säure und fruchtigem Geschmack zu erzeugen.

Die bekanntesten Riesling-Lagen von Österreich sind:

Wachau

  • Dürnstein: Kellerberg, Höhereck, Hollerin
  • Loiben: Loibenberg, Schütt, Steinertal, Kreutles
  • Spitz: Tausendeimerberg, Honivogl, Singerriedel, Rotes Tor, Setzberg, Bruck
  • Weissenkirchen: Achleiten, Klaus, Frauengärten
  • Mautern: Süssenberg

Kremstal

Kamptal

Traisental

  • Berg

Wien

  • Nußberg
  • Bisamberg
Unterloiben mit dem Loibenberg im Hintergrund
Blick vom Weingut auf die Weingärten von Dürnstein, Ober- und Unter Loiben

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinberg im Elsass oberhalb von Kaysersberg

In Frankreich ist der Riesling ausschließlich im Elsass zur Erzeugung von Qualitätsweinen zugelassen. Die Anbaufläche beträgt dort 3480 ha (Quelle ONIVINS[15][16]). Für das Elsass charakteristisch sind trockene Weine mit verlockendem Duft und kräftigem Alkoholgehalt (häufig 12 % oder mehr). Im trockenen Elsässer Klima besteht nur sehr wenig Fäulnisgefahr, und es sind ausgedehnte Reifeperioden möglich, die dann zu Vendanges Tardives oder den noch süßeren Sélections de Grains Nobles führen können. Der Riesling ist ebenfalls Bestandteil der zugelassenen Rebsorten der Appellation Alsace Grand Cru.

Luxemburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Luxemburg sind mit 159,1 ha (Stand 2008[17]) etwa zwölf Prozent der 1300 Hektar Gesamtfläche mit Riesling bestockt. Er erbringt trockene, dank Chaptalisation recht körperreiche Weine, die dem Elsässer Stil näher sind als dem der benachbarten Mosel.

Australien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bestockte Rebfläche wird auf ca. 4432 Hektar geschätzt (Stand 2007).[18]

Der erste Riesling Australiens wurde vermutlich von William Macarthur 1838 in der Nähe von Penrith in New South Wales angepflanzt.[19] Bis 1992 blieb er die meistangebaute weiße Rebsorte des Landes. In Australien wird der Wein auch als Rhine Riesling bezeichnet. Bis vor wenigen Jahren wurden dort jedoch nahezu alle fruchtigen Weißweine Riesling genannt. So bezeichnete man mit Hunter River Riesling die Sémillon-Traube. Aufgrund des warmen Klimas leidet der Riesling in Australien unter Identitätsproblemen; bisher kann man noch nicht flächendeckend gute Qualitätsweine erhalten. Schwerpunkte des Anbaus sind das Clare Valley bei Watervale, Eden Valley und die Adelaide Hills, die allesamt in Südaustralien in der Nähe von Adelaide liegen.

Neuseeland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuseeland ist ein Weinerzeugerland mit kühlem Klima. Dies trifft insbesondere auf die Südinsel zu. Insbesondere das Anbaugebiet Marlborough sowie das Gebiet um die Stadt Nelson bringen Rieslinge mit exzellenter Säure und von großer Delikatesse hervor. Da die Geschichte qualitativ hochwertiger Rieslingweine in Neuseeland noch sehr kurz ist (sie begann Ende der 1980er Jahre), verspricht die Zukunft noch vieles. Im Jahr 2008 lag die bestockte Rebfläche bei noch steigender Tendenz bei 917 Hektar.[20] Im Jahr 2007 lag die Rebfläche noch bei 868 Hektar.[21]

Moldawien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bestockte Fläche an Riesling beträgt 1343 ha (2000). Riesling wird sortenrein oder zu Schaumwein weiterverarbeitet.

USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Riesling wird mehr und mehr in den USA angebaut. Winzer im Staat New York produzieren Rieslingweine in der Fingerlake-Region (Niagarafälle und Buffalo), und an der Westküste gibt es Anbaugebiete in Kalifornien und Oregon.

Neuzüchtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Riesling wurde häufig für Neuzüchtungen verwendet. Bei folgenden Sorten hat er als Vater- oder Muttersorte Pate gestanden:[22]

Als Muttersorte diente Riesling bei der Kreuzung der Rebsorten Alb de Yaloven, Arnsburger, Augustriesling, Beutelriesling, Bouquetriesling, Dalkauer, Donauriesling, Edelmuskat, Ehrenfelser, Feinriesling, Floricica, Frühriesling, Johanniter, Kocsis Zsuzsa, Manzoni Bianco, Marienriesling, Müller-Thurgau, Multaner, Muscat de la Republique, Oraniensteiner, Osiris, Osteiner, Quanyu B, Rabaner, Rieslaner, Rieslina, Riesling Magaracha, Romeo

Als Vatersorte diente Riesling bei der Kreuzung der Rebsorten Aris, Arnsburger, Aurelius, Dona Emilia, Dr. Deckerrebe, Elbriesling, Kamchia, Kerner, Lafayette, Misket Varnenski, Negritienok, President Carnot, Rabaner, Rieslaner, Riesling Bulgarski, Ruling, Scheurebe, Thurling, Witberger.

In komplexeren Züchtungen diente sie als Kreuzungspartner von Albalonga, Bacchus, Breidecker, Goldriesling, Grando, Königsast, Merzling, Perlriesling, Primera, Quanyu B, Rotberger, Ruling.

Einige Züchtungen wie Müller-Thurgau, Kerner und Scheurebe haben größere Bedeutung erlangt.

Synonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beregi Riesling, Beyaz Riesling, Biela Disuca Grasiva, Biela Grasevina, Bukettriesling, Dinca Grasiva Biela, Edelriesling, Edle Gewuerztraube, Feher Rajnai, Gentil Aromatique, Gentile Aromatique, Gentile Aromatique Petracine, German Riesling, Gewuerzriesling, Gewuerztraube, Graefenberger, Graschevina, Grasevina Rajnska, Grauer Riesling, Grobriesling, Hochheimer, Johanisberger, Johannisberg, Johannisberg Riesling, Johannisberger, Johannisberger Gontil Aromatique, Johannisberger Weisser, Johannisberger White, Jonanisberger Riesling, Karbacher, Karbacher Riesling, Kastellberger, Kis Rizling, Kleigelberger, Kleiner Riesling, Kleinriesler, Kleinriesling, Klingelberger, Klingenberger, Klingerberger, Krauses, Krausses Roessling, Lipka, Moselriesling, Nieberlander, Niederlaender, Oberkircher, Oberlaender, Petit Rhin, Petit Riesling, Petracine, Pfaelzer, Pfefferl, Piros Rajnai Rizling, Pussilla, Raisin Du Rhin, Rajinski Rizling, Rajnai Rizlin, Rajnai Rizling, Rajnai Rizling Gm 239-20, Rajnski Rizling, Rajnski Ruzling, Rano, Reichsriesling, Reissler, Remo, Rendu, Reno, Renski Rizling, Rey Rislinqi, Reyn Rislinqi, Reyn’s Risling, Reynai, Rezlik, Rezlin, Rezling, Rezlink, Rhein Riesling, Rheingauer, Rheingauer Rieling, Rheinriesling, Rheinriesling GM 239-20, Rheinrisling, Rhiesling, Rhine Riesling, Riesler, Riesling, Riesling Bianco, Riesling Blanc, Riesling De Rhin, Riesling Echter Weisser, Riesling Edler, Riesling Gelb Mosel E 43, Riesling Giallo, Riesling Grau, Riesling Grosso, Riesling Gruener Mosel, Riesling Mosel, Riesling Reinskii, Riesling Renano, Riesling Renano Bianco, Riesling Rhenan, Riesling Rhine, Riesling Rothstieliger, Riesling Weisser, Riesling White, Rieslinger, Rieslingtraube, Rislinenok, Risling, Risling Reinskii, Risling Rejnski, Rislinock, Rislinok, Rislinq, Rizling Linner, Rizling Rajinski, Rizling Rajnai, Rizling Rajnski, Rizling Rajnski Bijeli, Rizling Rejnskij, Rizling Rynsky, Roesling, Roessiling, Roessling, Rohac, Rossling, Rosslinger, Ruessel, Ruessiling, Ruessling, Russel, Ryn-Riesling, Rynsky Ryzlink, Ryzlink Rynsky, Starosvetske, Starovetski, Szuerke Rizling, Uva Pussila, Weiser Riesler, Weisser Kleiner Riesling, Weisser Riesling, White Riesling.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten. 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
  • Karl Bauer, Ferdinand Regner, Barbara Schildberger: Weinbau. 9., aktualisierte Auflage. AV Buch im Cadmos Verlag, Wien 2013, ISBN 978-3-7040-2284-4.
  • Dagmar Ehrlich: Rebsorten-ABC. Reben und ihre Weine. Hallwag, München 2005, ISBN 3-7742-6960-2.
  • Christina Fischer, Ingo Swoboda: Riesling. Die ganze Vielfalt der edelsten Rebe der Welt. Hallwag, München 2005, ISBN 3-7742-6994-7.
  • Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. Hachette Livre, Paris 2000, ISBN 2-01-236331-8.
  • Walter Hillebrand, Heinz Lott, Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13., neubearbeitete Auflage. Fachverlag Fraund, Mainz 2003, ISBN 3-921156-53-X.
  • Michael Matheus: Vom „edelsten aller Traubengeschlechter“. Anmerkungen zur Geschichte des Rieslings. In: Festschrift anläßlich des 10jährigen Jubiläums des „Riesling-Freundeskreises Trier“. Koch, Trier 1989, S. 15–23.
  • Michael Matheus: Die Mosel – ältestes Rieslinganbaugebiet Deutschlands? In: Landeskundliche Vierteljahrsblätter. Bd. 26, 1980, ISSN 0458-6905, S. 161–173.
  • Stuart Pigott: Planet Riesling. Weißwein der Spitzenklasse. Tre Torri, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-944628-41-7.
  • Jancis Robinson: Das Oxford-Weinlexikon. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Hallwag, München 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Jancis Robinson: Rebsorten und ihre Weine. Hallwag, Bern u. a. 1997, ISBN 3-444-10497-9.
  • Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone. Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, Klosterneuburg 2008.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Riesling – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Riesling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone. 2008.
  2. E-Mail zur Herkunft des Riesling von F. Regner vom 25. September 2006.
  3. Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten. 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. 2011, S. 204.
  4. Alexander Demandt über die Grafen und den Riesling Alexander Demandt, Chronik von Katzenelnbogen
  5. Karl Bauer, Ferdinand Regner, Barbara Schildberger: Weinbau. 9., aktualisierte Auflage. 2013, S. 83.
  6. Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten 3. Auflage, Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
  7. Karl Bauer, Ferdinand Regner, Barbara Friedrich: Weinbau, avBuch im Cadmos Verlag, Wien, 9. Auflage 2013, ISBN 978-3-7040-2284-4.
  8. Ferdinand Regner, Karel Hanak, Cornelia Eisenheld: Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone, 2. Auflage 2015, HBL und BA für WB, Klosterneuburg.
  9. Deutscher Wein – Statistik 2014/2015, abgerufen am 29. Juni 2015
  10. a b c d Deutscher Wein Statistik 2014/2015, auf deutscheweine.de, abgerufen am 29. Juni 2015
  11. a b c d e f g Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (2014): Rebfläche: Riesling auf neuem Höchststand, auf statistik.rlp.de, abgerufen am 29. Juni 2015
  12. Fast ein Prozent der weltweiten Rebfläche liegt in Rheinland-Pfalz – Der Weinbau aus statistischer Sicht
  13. Statistik Austria, Weingartengrunderhebung 2015, Schnellbericht 1.19
  14. Weißer Riesling. Abgerufen am 5. Februar 2016.
  15. LES CEPAGES BLANCS DANS LE VIGNOBLE (PDF) (Memento vom 23. März 2012 im Internet Archive), Statistik zu weißen Rebsorten je Großregion, Teil 1, Veröffentlichung des OFFICE NATIONAL INTERPROFESSIONNEL DES FRUITS, DES LEGUMES, DES VINS ET DE LHORTICULTURE – kurz ONIVINS, Stand 2008.
  16. LES CEPAGES BLANCS DANS LE VIGNOBLE (PDF) (Memento vom 1. März 2012 im Internet Archive), Statistik zu roten Rebsorten je Großregion, Teil 2, Veröffentlichung des OFFICE NATIONAL INTERPROFESSIONNEL DES FRUITS, DES LEGUMES, DES VINS ET DE LHORTICULTURE – kurz ONIVINS, Stand 2008.
  17. Veröffentlichung des Statistikamts (PDF) (Memento vom 7. Juni 2007 im Internet Archive) Seite 144.
  18. https://www.awbc.com.au/winefacts/data/free.asp?subcatid=102 (Memento vom 22. Juli 2008 im Internet Archive) Statistik des Australian Government.
  19. Queensland Government Wine Development-Riesling (Memento vom 20. Juli 2008 im Internet Archive).
  20. New Zealand Winegrowers Statistical annual 2008 (Memento vom 15. Mai 2010 im Internet Archive) (PDF).
  21. New Zealand Winegrowers Statistical annual 2007 (Memento vom 3. März 2009 im Internet Archive) (PDF).
  22. Erika Maul: Vitis International Variety Catalogue. Institut für Rebzüchtung Geilweilerhof (IRZ), Siebeldingen, 2007, abgerufen am 29. August 2007.