Rovio

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Rovio
Wappen von Rovio
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Ceresio
BFS-Nr.: 5219i1f3f4
Postleitzahl: 6821
Koordinaten: 720094 / 88119Koordinaten: 45° 56′ 2″ N, 8° 59′ 13″ O; CH1903: 720094 / 88119
Höhe: 497 m ü. M.
Fläche: 5,56 km²
Einwohner: 838 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 151 Einw. pro km²
Website: www.rovio.ch
Karte
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Drohnenaufnahme von Rovio
Oratorium San Vigilio

Rovio, in der alpinlombardischen Ortsmundart Röf [røːf],[2] ist eine politische Gemeinde im Kreis Ceresio, Bezirk Lugano, des Schweizer Kantons Tessin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt 230 Meter über dem Luganersee am Fuss des Monte Sant’Agata (942 m ü. M.), eines Ausläufers des Monte Generoso, auf rund 500 Meter Höhe. Nachbargemeinden auf Schweizer Seite sind Arogno, Maroggia, Melano, Castel San Pietro TI und Mendrisio, auf italienischer Seite Alta Valle Intelvi und Centro Valle Intelvi.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 852 bezeugt («res illa de Rovi»). Es handelt sich dabei wahrscheinlich um ein Phytotoponym. Vielleicht liegt in der Namenform ein alter Plural oder ein Reflex des Lokativs des lateinischen Substantivs rǔbus (italienisch rovo) vor; Rovio würde damit «bei den Brombeeren» bedeuten.[2]

Die Gegend war schon in der Eisen- und Römerzeit besiedelt, worauf verschiedene Funde hinweisen. Ab 1213 bildete es eine eigene Nachbarschaft (vicenza), die der Pieve Riva San Vitale unterstand. 1517 gelangte Rovio an die Vogtei Lugano. 1798 schloss es sich der kurzlebigen Repubblica di Riva San Vitale an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1870 1890 1900 1920 1941 1970 1980 1990 2000[3] 2010 2017
Einwohner 384 340 314 375 405 382 450 535 579 673 745 838

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ackerbau, Viehzucht und Weinbau, aber auch Bau- und Kunsthandwerk bildeten lange Zeit die Erwerbsquellen der Einwohner Rovios. Ab 1960 geriet die Gemeinde in den Sog der Agglomeration Lugano; heute (2000) sind mehr als drei Viertel der Erwerbstätigen Wegpendler.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oratorium San Vigilio, Innenansicht
Fresken

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[4]

Einzeln zu nennen sind:

  • Pfarrkirche Santi Vitale e Agata am Dorfplatz, restauriert 1994–1997[5][6]
  • barockes Oratorium Santa Maria Assunta, genannt Gesiola, bei der Ala Materna[5]
  • Oratorium San Vigilio, aus dem 13. Jahrhundert[5][7][8]
  • Oratorium Sant’Agata, auf dem Monte Sant’Agata[5]
  • Oratorium Madonna della Provvidenza auf dem Monte Generoso, Architekt: Giacomo Alberti[5]
  • trapezoidale Betkapelle mit Fresken (erstes Viertel des 17. Jahrhunderts) des Malers Giovanni Carlone[5]
  • Palazzo Bagutti, heute Gemeindehaus, neoklassischer Palazzo des 19. Jahrhunderts[5]
  • Casa Carlone mit Fresken des Malers Giovanni Carlone aus den Jahren 1695–1700[5]
  • Casa Groppi mit Basrelief des Stuckateur Domenico Bagutti[5]
  • sechs öffentliche Brunnen, deren Becken ehemalige römische Sarkophage sind[5]
  • römische Ara an der Casa Pittaluga, die Jupiter geweiht ist[5]
  • alter Waschbrunnen[5]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Associazione Sportiva Rovio[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rovio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. a b Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 763 f.
  3. Vanessa Giannò: Rovio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. November 2010.
  4. Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Verzeichnis auf der Website des Bundesamts für Kultur (BAK), abgerufen am 10. Januar 2018.
  5. a b c d e f g h i j k l Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 366–367.
  6. Pfarrkirche Santi Vitale und Agata auf portal.dnb.de (abgerufen am 29. Mai 2016.)
  7. Oratorium San Vigilio (PDF; 49 kB)
  8. Oratorium San Vigilio auf portal.dnb.de (abgerufen am 29. Mai 2016.)
  9. Associazione Sportiva Rovio