Propaganda in der Russischen Föderation

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Putin beim Angeln in Tuwa im August 2009. Es ist typisch für die Selbstdarstellung Putins als starker Anführer.[1]

Als Propaganda in der Russischen Föderation wird die Propaganda bezeichnet, die den Zwecken der russischen Regierung dient. Sie wird deshalb oft auch als „Kreml-Propaganda“ bezeichnet. Sie wird über Printmedien, über elektronische und soziale Medien verbreitet.[2]

Grundsätzliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wladimir Putins Propaganda werden die früheren sowjetischen Propagandamuster zugeschrieben, die wiederum auf zaristische Traditionen zurückgehen sollen.[3] Im Jahr 2006 nahm die Berichterstattung über Präsident Putin bis zu 80 Prozent der Nachrichtensendungen ein.[4] Die Darstellung seiner Person wird als Personenkult aufgefasst.[5] Die Kernbotschaft der Propaganda laute: Putin tut das Richtige[6] und jede staatliche Umkehr sei schlecht.[7] Für die Einheitlichkeit dieser Nachricht sorgen die von Klaus von Beyme, Ulrich M. Schmid und anderen als „gleichgeschaltet“ bezeichneten Medien.[8][9][10][11][12][13][14][15][4]

Die von Hugo Mannteufel als „Manipulation der öffentlichen Meinung“ und „gezielte Desinformation“ charakterisierte Vorgehensweise solle die Macht des Systems Putin sichern.[16][17]

Der amtierende Präsident Russlands kopiert gemäß Marcel H. Van Herpen jedoch nicht nur vorhergehende Modelle, sondern erweitere sie und professionalisiere die Propagandamaschinerie: Neben Fernsehen, Radio und Presse werden auch das Internet und die sozialen Medien zur Verbreitung der Botschaften aus dem Kreml herangezogen. Das psychologische Know-how, mit dem dieser neue Informationskrieg zur Durchführung gelange, sei weit ausgereifter als zu Lenins oder Stalins Zeiten. Die Botschaften des Kremls würden zudem auf unterschiedliche Arten auf Empfänger in verschiedenen Ländern zugeschnitten. Schließlich könne der Kreml in der heutigen Zeit die relative Offenheit der westlichen Medienwelt für die russische Propagandaoffensive ausnutzen. Dies unterscheidet die Gegenwart zur Epoche des Kalten Krieges, als diese Propaganda lediglich über die westlichen kommunistischer Parteien möglich war.[18]

Neben die bürokratische Machtvertikale[19] ist im „System Putin“ auch eine gesellschaftliche Vertikale getreten.[20] Sie zeigt sich in der Einschränkung der Meinungsfreiheit, der Manipulation des Fernsehens und in der Schaffung künstlicher „Parteien der Macht“. Wie der Soziologe Lew Gudkow feststellt, durchdringt das Prinzip autokratischer Macht alle Formen sozialer Organisation und der politischen Kommunikation, und dies um den Preis der „Archaisierung und Sklerotisierung des gesellschaftlichen Lebens, das von außen betrachtet an die letzten Jahre der Breschnew-Epoche erinnert.“[21] Der Politikwissenschaftler Nikolai Wladimirowitsch Petrow (* 1958) beobachtete schon zum Jahresende 2004, dass „der russische Staat sowjetisch wurde, in der Form wie im Inhalt“.[22]

Roland Haug schrieb 2007: „Über Putin wird gesprochen, wie man sonst nur über Tote spricht: lobpreisend oder gar nicht. Wozu denn analysieren und bewerten? Das schafft nach Ansicht der Obrigkeit nur Unruhe und Verdruss“.[23]

2008 verschwand die Boulevardzeitung Moskowskij Korrespondent Ende Oktober 2008, nachdem sie am 12. April 2008 über eine angebliche Liaison mit der Sportgymnastin Alina Kabajewa berichtet hatte.[24][25]

Geschichtliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits kurze Zeit nach Putins Amtsantritt im Frühjahr 2000 erfolgten parallel zu einem „Blitzkrieg“ gegen regionale Machtzentren heftige Angriffe auf die Massenmedien,[22] um sie unter Kontrolle zu bringen.[26] Erstes Opfer wurde das Medienimperium Most unter der Leitung des Oligarchen Wladimir Gussinski, der Putin bei der Präsidentenwahl 2000 unterstützt hatte. Nachdem sich der Medienmogul Beresowski mit seinem Konkurrenten Gussinski solidarisiert hatte, wurde auch er zur Zielscheibe der politischen Führung, die sichtlich und explizit auf die Zerschlagung der bestehenden Medienimperien hinarbeitete.[22] Putin hatte in seiner ersten Botschaft an das Parlament mitgeteilt, dass privat finanzierte Medien den dringenden Aufbau eines starken Staates behinderten und somit eigentliche „Staatsfeinde“ seien.[27] Letztlich wurden Gussinski wie Beresowski ins Ausland abgedrängt.[22] Im Jahr 2003 berichtete Journalistin Anna Poljanskaja über eine Arbeitsweise „grenzenlos loyaler“ russischer Internet-Brigaden, jeden der Russophobie zu bezichtigen, der nicht mit der russischen Regierungspolitik übereinstimmte.[28]

Kurz nach der Krise im Zusammenhang mit der Geiselnahme von Beslan im September 2004 förderte Präsident Putin ein vom Kreml finanziertes Programm, um „das Image Russlands im Ausland“ zu verbessern.[29] Eines der ersten bedeutenden Projekte dieses Programms war der Fernsehsender Russia Today, der 2005 errichtet wurde und heute unter dem Namen RT bekannt ist. Der marxistische Theoretiker, Soziologe und Dissident Boris Kagarlizki (* 1958) bezeichnete das Programm anlässlich dessen Eröffnung als durchaus eine Fortsetzung der alten sowjetischen Propaganda. Im Juni 2007 veröffentlichte die Zeitung Wedomosti einen Bericht, wonach der Kreml seine offiziellen Lobby-Aktivitäten in den USA seit 2003 verstärkt habe und zu diesem Zweck unter anderem Kommunikationsfirmen wie Ketchum beauftragt habe.[30][31]

In Russland ist das Fernsehen die Hauptinformationsquelle des größten Teils der Bevölkerung.[32] Nach einer Periode der Freiheit Anfang der 1990er Jahre war das Fernsehen erneut zum zentralen Pfeiler der Macht geworden,[11] gleichzeitig hörte eine Pressefreiheit auf zu existieren, der die Regierung Rechenschaft schuldig gewesen wäre und die eine Stütze der Demokratie hätte sein können.[33][34]

Als ein Merkmal der russischen Staatspropaganda wird die Vermittlung einer großen Zahl "alternativer Fakten" und teilweiser widersprüchliche Botschaften zu Vorgängen im Ausland gesehen.[35] So etwa wurde die Ukraine im Zuge des russisch-ukrainischen Krieges seit 2014 als ein jüdisches und faschistisches Gebilde diffamiert, je nachdem welche Zielgruppe im Ausland und in Russland angesprochen werden sollte. Die pro-westlichen Euromaidan-Proteste wurden als eine schwule, jüdische und nazistische Verschwörung beschrieben, die Ukraine sei nationalistisch, aber keine Nation, der ukrainische Staat existiere nicht, sei aber repressiv, Russen würde gezwungen, Ukrainisch zu sprechen, obwohl es keine ukrainische Sprache gebe. Auch nach dem Abschuss von Malaysia-Airlines-Flug 17 präsentierten russische Medien jeden Tag neue Versionen. Am ersten Tag hieß es, die ukrainischen Streitkräfte hätten versucht, Putins Flugzeug abzuschießen. Am zweiten Tag wurde behauptet, die CIA habe ein Flugzeug mit Leichen über die Ukraine geschickt, um Russland zu provozieren. In den darauffolgenden Tagen wurden diese Geschichten durch andere ersetzt.[35]

Nach der russischen Annexion der Krim 2014 bemerkte nicht nur die NATO einen wesentlichen Anstieg der russischen Propaganda.[36] Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte schrieb Mitte April, die Propaganda im Fernsehen der Russischen Föderation habe parallel zu den Entwicklungen auf der Krim signifikant zugenommen, darunter auch Hass-Propaganda: "Media monitors indicated a significant raise of propaganda on the television of the Russian Federation, which was building up in parallel to developments in and around Crimea. Cases of hate propaganda were also reported."[37] Nach der Erwähnung von Beispielen anti-ukrainischer Propaganda erinnerte der Menschenrechtsbericht des UNHCHR im Juni 2014 nochmals an das auch von Russland unterschriebene völkerrechtliche Verbot von Hass- und Kriegspropaganda.[38]

Der Brite Peter Pomerantsev sieht laut New York Times in seinem Buch Nothing Is True and Everything Is Possible von 2014 die Ziele der russischen Propaganda nicht darin, zu überzeugen, sondern durch Unklarheit so zu verwirren, dass schließlich keiner der Parteien geglaubt würde.[39] Robert Ortung interpretiert diese Strategie als Absich der Kreml-Propagandisten, uns davon zu überzeugen, "dass alles um uns herum eine große Lüge ist."[40] Diese Art der Propaganda wird als Teil der „hybriden Kriegsführung“ betrachtet.[41] So warnte der damalige Nato-Generalskretär Anders Fogh Rasmussen im April 2015 vor einem „Hybridkrieg“, in dem Russland daran arbeite, europäische Staaten von innen her zu unterminieren. Dabei handle es sich um eine Mischung von altbekannter konventioneller Kriegführung und neuer, raffinierter Propaganda- und Desinformationskampagnen. Dazu gehörten außerdem finanzielle Verbindungen zu politischen Parteien innerhalb der NATO und Beziehungen zu Nichtregierungsorganisationen um über diese Institutionen die öffentliche Meinung zu beeinflussen.[42]

Neben RT wird auch das Portal Sputnik beschuldigt, Falschinformationen zu verbreiten. Beim Absturz der MH17 wurde auf der Website Bellingcat von Eliot Higgins nachgewiesen, dass RT und Sputnik manipulierte Satellitenbilder des russischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht hatten.[43]

Mit dem Aufkommen der neuen Medien und insbesondere der sozialen Medien wird russische Staatspropaganda besonders effektiv und kosteneffizient eingesetzt. Über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter können Tausende von Fehlmeldungen durch sogenannte Trolle (vgl. Troll-Armee) oder automatisierte Bots generiert und ihre Reichweite durch das koordinierte Teilen durch andere Trolle und Bots enorm erweitert werden.[44] Am 31. Oktober 2017 bezeugten Führungskräfte von Facebook, Google und Twitter vor dem Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses, dass ihre sozialen Netzwerke bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 russisches Material verwendet hätten[45]

Mitglieder des EU-Parlaments haben im März 2018 der Meinung Ausdruck gegeben, dass man in Europa der russischen Propaganda entgegentreten müsse und dabei von russischer Einmischung bei Wahlverfahren in Deutschland, Frankreich und Spanien sowie beim Brexit gesprochen.[46]

Im öffentlichen Diskurs in Russland spielt Krieg eine zentrale Rolle,[47][12][48] Krieg, Imperium und Militarisierung prägen auch die staatliche Erinnerungspolitik.[49]

Russlands militärische Stärke ist eine der Schlüsselaussagen der Propaganda.[50][51] Die militärische Agenda im Fernsehen mit regelmäßige Berichten über Übungen erzeugte bis 2018 laut Denis Wolkow eine Atmosphäre der Kriegsvorbereitung, in der Propaganda betont als Potenzial und Stärke Russlands.[52] Militarismus wurde mit der Rückkehr zu einer „militärpatriotischen“ Rhetorik[53] zu einem tragenden Thema des Präsidenten.[54] Auch Kirill Martinow von der Nowaja Gaseta verwies auf die (gemäß Propaganda) die Europäer zu Tode erschreckenden Waffen, dies, „obschon die laut derselben Propaganda verweichlichten Europäer“ offensichtlich nicht bereit seien, Moskau anzugreifen.[55] Die 2018 präsentierten Wunderwaffen sollten also vor allem innenpolitisch ein unbesiegbares Russland suggerieren.[56][57] Das „Lob der russischen Waffen“ sei auch gemäß Chefredaktor Alexander Malenkow ein „heiliges“ Thema.[58]

Rezeption innerhalb Russlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die russische Internet-Zeitung slon.ru erklärte im Jahr 2015 im „Führer durch die neue russische Propaganda“: Die russische Propaganda kreiere eine neue Kategorie, die sich in Qualität und Quantität von derjenigen der Sowjetunion unterscheide. Ging es der Sowjetischen Propaganda um die Einführung der „richtigen Sicht“, gehe es der modernen Propaganda nur um Irreführung, Verwirrung und Zwietracht. Sie sammle (ansonsten unbekannte[59]) „Experten aller Randgruppen“ und unterstütze die tollsten Verschwörungstheorien.[60][61][62][63]

„Das Fernsehen lügt die ganze Zeit“, meinte Wiktor Jerofejew Anfangs 2016 und erklärte, das Pathos in der Lüge sei eine Infektion geworden „in der sogenannten patriotischen Erziehung in der Schule, (…) in den Instituten, in der Armee, überall. Dem Land wird kein Patriotismus verabreicht, sondern Lüge.“[64] Ljudmila Ulizkaja beklagte schon 2014 die „beispiellose Manipulation“ der Öffentlichkeit durch die Propaganda, deren Lügen alle Rekorde brächen.[65] Jelena Tschischowa schrieb von einer Überschwemmung von Newspeak mit fremdenfeindlich verschobenen Bedeutungen wie beispielsweise dem Wort "Multikulturalismus", welches für Propagandakonsumenten Synonym sei für ein schwaches, zum kulturellen Widerstand unfähiges Europa; dies im Gegensatz zum unter Stalin populären Begriff der "Völkerfreundschaft".[66] Die Politologin Tatjana Vorozejkina schrieb von "ideologischer Gehirnwäsche" durch das Staatsfernsehen im Interesse eines sich bereichernden "parasitären Patronage- und Klientelsystems".[67]

Auch Ljudmila Alexejewa beklagte im Menschenrechtsrat beim russischen Präsidenten gegenüber Präsident Putin den „hysterischen Hass“ welches das russische Fernsehen allen (Andersdenkenden) gegenüber sowie dem Rest der Welt entfachen wolle – leider sei die Bildung dieser Atmosphäre des Hasses auch noch erfolgreich.[68] Auch der Vorsitzende des Menschrechtsrats beim Präsidenten, Michail Fedotow, äußerte sich zugunsten einer „Abrüstung“ der Propaganda, um die gefährliche Uneinigkeit der Gesellschaft zu vermeiden und die Achtung der Menschenwürde wiederherzustellen.[68]

Drei von den insgesamt sechs Voten bei der Gesamtzusammenkunft des Menschenrechtsrats des Präsidenten im Oktober 2017 hatten den durch die Propaganda geschürten Hass in der Gesellschaft zum Thema: Auch Stanislaw Kutscher hatte aus seiner Journalisten-Ausbildung den Begriff „Informations-Sabotage“ gekannt und hätte „naiv“ gehofft gehabt, dass es nutzloses Wissen wäre. Er erlebe stattdessen den „beispiellosen Triumph(s) der Propaganda über den Journalismus“, seiner Meinung zwar weltweit, Russland hätte jedoch die Gesetze für den Verlauf bestimmt.[69] Im Oktober 2017 wies er im Menschenrechtsrat des Präsidenten darauf hin, dass die verbreitete Atmosphäre des Hasses und die Verfolgung von Dissens viele junge Menschen, einschließlich der Besten, aus dem Land vertreibe.[68] Auch darum sei die Propaganda gemäß Alexey Kovalev auf der Suche nach Freunden im Ausland und werde fündig bei frei erfundenen „Experten“ oder in Russlands Sprechweise „Tankies“ genannten Freunden autoritärer Regimes (in Anlehnung an die Britischen Kommunisten, die den Einmarsch des Warschauer Paktes in Ungarn nicht verurteilten).[70]

Während die Duma im März 2019 eine Zensur von Fake News im Internet diskutierte, kritisierte Michail Kassjanow, dass die "Lügen und Hass verbreitetende Propaganda" davon leider nicht betroffen sein werde.[71]

Julia Latynina schreibt, noch nach dem Russisch-Georgischen Krieg 2008 hätte der Westen sich geradezu verdreht, um die Beziehungen mit Russland nicht zu gefährden. Die gekaufte Image-Kampagne von Ketchum war aber komplett nutzlos: Diese Rücksicht gäbe es nach Jahren der akkumulierten Lüge und Aggression nicht mehr, die Glaubwürdigkeit Russlands sei auf dem Nullpunkt.[72] Die Kreml-Propaganda finde immer einen sogenannten "Experten", der einen für jedermann erkennbaren Hirsch in ein Pferd uminterpretiere, worauf die Propaganda dies "mit wichtiger Miene" diskutieren könne.[73]

Wirkung und Kritik außerhalb Russlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ukraine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon nach der erfolgreichen Orangen Revolution hatte Russland gegen die liberalen Kräfte einen Propaganda-Krieg geführt derart, dass Präsident Juschtschenko vor den Wahlen 2008 die Einspeisung russischer TV-Kanäle ins Kabelnetz verbot, um die Zuschauer "vor feindlicher Propaganda zu schützen".[74] Die anti-ukrainische Propaganda der russischen Medien hatte nach Radzichowskij sogar "die russischsprachige Bevölkerung der Ostukraine gegen Moskau aufgebracht".[75] Eine Russisch-Ukrainische Meinungsumfrage stellte als Wirkung der Propaganda fest, dass die positive Einstellung bei 93 Prozent der Ukrainer Russland gegenüber, aber nur 33 Prozent der Russen der Ukraine gegenüber vorherrschte.[76]

Während der neuen Revolution von 2014 hätte die hasserfüllte Propaganda ein ungekanntes Mass erreicht.[77][9] Irina Scherbakowa schrieb zum Zeitraum im Frühjahr 2014: „Nach der Annexion der Krim und dem Beginn des Krieges waren plötzlich weite Teile der russischen Bevölkerung anfällig für die primitivste Hasspropaganda. Irgendwie schienen alle humanen Werte wie weggefegt.“[78]

Der ukrainische Journalist Mykola Rjabtschuk sprach von einem Informationskrieg während der Ukraine-Krise. Zum Beginn Krieg in der Ukraine seit 2014 hielt der Historiker Andreas Kappeler fest: „Eine unheimliche Propaganda-Maschinerie… es ist einfach kaum vorzustellen, die Lügengeschichten, die da erzählt werden.“[79] Bizarre Nachrichten füllten die Sendezeit in Russland, über politische Ereignisse in Russland wurde kaum mehr berichtet.[80] Das Regime Putin wollte damit die demokratische Entwicklung in der Ukraine verhindern.[81]

Siehe auch

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Journalist und Moskau-Korrespondent Boris Reitschuster hält eine Zusammenarbeit Putins und seiner Entourage mit der AfD für sehr wahrscheinlich. Dafür würden die vielen Querverbindungen zwischen der Partei und putinfreundlichen Netzwerken sprechen. In Russland sei man indes über die geringe Kenntnisnahme der Deutschen von der russischen Propaganda überrascht.[82] Die russischen Medien in Deutschland haben nicht die Reichweite der etablierten Medien im Internet, sie sind aber Verstärker in Social Media und umfassen in den Twitter Communitys Russland- und Rechtsaußen-Unterstützer sowie Migrationsgegner.[83] Mit Vorliebe nimmt RT Deutsch Themen aus einschlägigen Randmedien auf.[84] Der von solchen Gruppen „beharrlich geförderte Antiamerikanismus“ böte „ willkommene Ansatzpunkte für die russische Führungselite“.[85]

Bereits im Jahr 2007 hatte der Econ-Verlag eine Rezension auf seiner Homepage entfernt, nachdem Rezensionen zu einem Kreml-kritischen Buch nicht nur im Tonfall, sondern teils auch in der Wortwahl übereinstimmten. Auf Amazon wurden die Passagen ebenfalls gelöscht. Im Ausland lebende Russen waren gemäß Nikita Petrow von Memorial im Gegensatz zur Sowjetzeit zu „gezielter Propaganda-Zusammenarbeit“ bereit, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und um die russische „Ehre“ im Ausland wiederherzustellen.[86]

Im Jahr 2012 gründete RT in Berlin die Videoagentur "Ruptly" und bot "vermeintlich journalistisches Material" zu Discountpreisen an.[11]

Deutschland ist Schwerpunkt einer internationalen Medienkampagne Russlands.[87] Es wurde im Jahr 2016 in russischen Medien als Land kurz vor dem Zusammenbruch dargestellt.[88][89] Markus Ackeret bezeichnete in der NZZ russische Unterstellungen zum deutschen Staat als „böswillig“. Die Absicht sei die Erschütterung des Vertrauens zwischen Bürger und Staat,[90] mithin die Destabilisierung des Staates.[91] Ebenfalls wurde anhand einer automatisierten Twitter-Nachverfolgung von Sputnik-affinen Konten eine Unterstützung der AfD in Deutschland vor den Wahlen festgestellt. Der Untersuchungsleiter sagte, es würden "die extremsten linksaußen- und rechtsaußen-Statements ausgesucht und verstärkt". Das Ziel sei, die demokratische Gesellschaft in Frage zu stellen.[92]

Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Medienaufsichtsbehörde Ofcom stellte verschiedentlich Verstöße der Medien Sputnik und RT gegen journalistische Sorgfaltspflichten fest. In einem Bericht vom Dezember 2018 wurden von zehn betrachteten Beiträgen sieben gerügt und begründeten Sanktionen.[93]

Die Times beschrieb 2017 die Einmischung der russischen Propaganda in die politischen Prozesse der westlichen Demokratien als "Verbrechen".[94]

Ein Hauptthema der russischen Propaganda war die Unterstützung des Brexit gewesen, um Uneinigkeit in Europa zu schüren – russische Accounts twitterten die Message der Propaganda weiter, auch als das Resultat der Abstimmung bekannt war.[95] Nach der Attacke auf der Westminster Bridge 2017 schürte eine kremlfreundliche Troll-Aktion antiislamische Gefühle mit der Behauptung, dass einer Muslima die Opfer gleichgültig gewesen wären.[96] Der Photograph des Bildes verglich die russische Propaganda mit den Terroristen, welche die Destabilisierung des Westens zum Ziel hätten.[97] Der Express machte auf die Impfgegner aufmerksam, die ebenfalls durch russische Propaganda in Ihrer Meinung unterstützt wurden.[98]

Seit November 2017 moderiert Alex Salmond eine eigene Sendung bei Russia Today (RT).[99] Die Times und andere Medien reagierten entsetzt als klar wurde, dass Alex Salmond bei RT eine Show übernehmen würde. In einem Leitartikel schrieb die Times: „Salmonds Einsatz für die Propaganda einer aggressiven fremden Autokratie zeigt einen Mangel an Einschätzungsvermögen, Selbstachtung und Scham. Dieser Entscheid ist eine Beleidigung für die Opfer einer mörderischen Kleptokratie.“ (“Mr Salmond’s service for the propaganda outlets of a hostile foreign autocracy does indeed evince a lack of judgment, self-respect and shame. The decision is an insult to the victims of a murderous kleptocracy.”)[100]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helena Goscilo: Putin as Celebrity and Cultural Icon. Routledge, 2013, ISBN 978-0-415-52851-1 (com.ph [abgerufen am 20. Dezember 2018]).
  2. S Abrams: Beyond Propaganda: Soviet Active Measures in Putin's Russia. In: Connections: The Quarterly Journal. 15, Nr. 1, 2016, S. 5–31. doi:0.11610/Connections.15.1.01.
    TP Gerber, J Zavisca: Does Russian Propaganda Work? In: The Washington Quarterly. 39, Nr. 2, 2016, S. 79–98. doi:10.1080/0163660X.2016.1204398.
    J Aro: The cyberspace war: propaganda and trolling as warfare tools. In: European View. 15, Nr. 1, Juni 2016, S. 121–132. doi:10.1007/s12290-016-0395-5.
    P Pomerantsev: The Kremlin's Information War. In: Journal of Democracy. 26, Nr. 4, 2015, S. 40–50. doi:10.1353/jod.2015.0074.
  3. Marcel H. Van Herpen: Putin's propaganda machine. S. 3.
  4. a b Russlands Medien – gleichgeschaltet demokratisch, Blätter für deutsche und internationale Politik, Dezember 2006; „Die Berichterstattung über das Tagwerk des Kremlchefs, über Betriebsbesichtigungen, den Empfang ausländischer Gäste oder die Belehrung der eigenen, devot nickenden Kabinettsmitglieder nimmt in den Nachrichtensendungen mehr als 80 Prozent der Zeit in Anspruch“.
  5. Walter Laqueur: Putinismus: Wohin treibt Russland?,Verlag Ullstein, 2015 ISBN 978-3-8437-1100-5; Abschnitt „Die Staatspartei“
  6. Im Glauben an Putin, ARD, Beschreibung aufgeschaltet am 25. September 2017
  7. Experte: Die mangelnde Bereitschaft der Behörden, Reformen durchzuführen und den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken, droht mit dem „mexikanischen Szenario“, rosbalt.ru, 25. August 2017; „Bevölkerung wurde durch die Methoden der Staatspropaganda dazu gebracht (zu glauben), dass jede staatliche Umkehr schlecht ist und man sich auf die Stabilität konzentrieren muss“
  8. Klaus von Beyme: Die Russland-Kontroverse: Eine Analyse des ideologischen Konflikts zwischen Russland-Verstehern und Russland-Kritikern Springer-Verlag, 2016 ISBN 978-3-658-12031-3, Seite 66
  9. a b Ulrich M. Schmid: Die Putin-Show, NZZ, 3. Juni 2014
  10. Putins Propaganda, ARTE, 8. September 2015, Minute 46; „Die Druckerpressen sind gleichgeschaltet“
  11. a b c Der Kreml auf allen Kanälen Wie der russische Staat das Fernsehen lenkt, Reporter Ohne Grenzen, Oktober 2013.
  12. a b Alissa Arkadjewna Ganijewa: „Man kommt sich verdächtig vor“, TAZ, 23. März 2015; Zitat: Dabei haben sie hier (in Deutschland) die Auswahl zwischen Dutzenden verschiedenen Sendern, in Russland sind die alle gleichgeschaltet.
  13. Manfred Quiring: Putins russische Welt: Wie der Kreml Europa spaltet, Seiten 16 und 23, Ch.Links Verlag 2017, ISBN 978-3-86153-941-4
  14. Jerzy Macków: Autoritarismus in Mittel- und Osteuropa, Springer-Verlag, 2010, ISBN 978-3-531-91615-6, Seite 248
  15. Zu kritisch für Russland, NZZ, 17. Mai 2016; „Russlands Medienlandschaft ist von gleichgeschalteten Staats- und regierungsnahen Medien dominiert“
  16. Putin hat für jeden die richtige Botschaft, FAZ, 1. März 2016; „Methoden dieser gezielten Desinformation und Manipulation der öffentlichen Meinung wurden in Russland zunächst eingesetzt, um die Macht des Präsidenten Wladimir Putin zu sichern.“
  17. Manfred Quiring: Putins russische Welt: Wie der Kreml Europa spaltet, Seite 23, Ch.Links Verlag 2017, ISBN 978-3-86153-941-4
  18. Marcel H. Van Herpen: Putin's propaganda machine. S. 3.
  19. Hans-Henning Schröder: Analyse: "Volk" und "Macht" - Die schwache Verankerung des Systems Putin in der Gesellschaft | bpb. Abgerufen am 20. Dezember 2018.
  20. Matthes Buhbe, Gabriele Gorzka: Buhbe, Russland. Springer-Verlag, 2007, ISBN 978-3-531-15269-1 (com.ph [abgerufen am 20. Dezember 2018]).
  21. zitiert nach: Margareta Mommsen, Angelika Nussberger: Das System Putin: gelenkte Demokratie und politische Justiz in Russland. C.H.Beck, 2007, ISBN 978-3-406-54790-4 (com.ph [abgerufen am 20. Dezember 2018]).
  22. a b c d zitiert nach: Margareta Mommsen, Angelika Nußberger: Das System Putin. Gelenkte Demokratie und politische Justiz in Russland. S. 46 Online-Teilansicht
  23. Roland Haug: Die Kreml AG: Putin, Russland und die Deutschen Verlag Hohenheim, 2007 ISBN 978-3-89850-153-8, S. 136.
  24. На WikiLeaks опубликован материал о Путине и Кабаевой,yuga.ru , 9. Februar 2011
  25. Friedrich Schmidt in: Wladimir Putin: Vom KGB-Agenten zum starken Mann Russlands, Hsg. Reinhard Veser, Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, 2015, ISBN 978-3-89843-390-7.
  26. Jason C. Vaughn: A Socio-Political Model of Lies in Russia: Putin Against the Personal, Verlag UPA, 2016, ISBN 978-0-7618-6764-7, Seite 119; Zitat sinngemäß: "Im Rückblick ist die Erlangung der Kontrolle über die Massenmedien nicht derart entwickelt wie 2015. … Seite 120: "The state's re-implementation of control over the media in 1999 and 2000 (…) was a notable characteristic of this transition to the untruths prevalent in the Putin era.
  27. Margareta Mommsen, Angelika Nussberger: Das System Putin: gelenkte Demokratie und politische Justiz in Russland. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54790-4, S. 47, rezipiert durch Roger Blum, Lautsprecher und Widersprecher: Ein Ansatz zum Vergleich der Mediensysteme. Herbert von Halem, 2014, ISBN 978-3-86962-152-4, S. 128, sowie durch Jerzy Maćków (Hrsg.), Autoritarismus in Mittel- und Osteuropa. Springer, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-531-91615-6, S. 248 und Johannes Schuhmann in: Governance-Strukturen in der regionalen Umweltpolitik Russlands: Verhandlungen zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Springer, Heidelberg 2012, ISBN 978-3-531-19560-5, S. 60.
  28. CNN: Internet brigades in Russia – „Web Brigade's“, 21. März 2009; (Boundless loyalty to Vladimir Putin and his circle./Accusation of Russophobia against everyone who disagrees) (Memento vom 13. März 2014 im Internet Archive)
  29. Peter Finn: Russia Pumps Tens of Millions Into Burnishing Image Abroad, in: The Washington Post, 6. März 2008.
  30. Todd C. Helmus, Elizabeth Bodine-Baron, Andrew Radin, Madeline Magnuson, Joshua Mendelsohn: Russian Social Media Influence: Understanding Russian Propaganda in Eastern Europe. Rand Corporation, 2018, ISBN 978-0-8330-9958-7 (com.ph [abgerufen am 20. Dezember 2018]).
  31. Marcel H. Van Herpen: Putin's Propaganda Machine: Soft Power and Russian Foreign Policy. Rowman & Littlefield, 2015, ISBN 978-1-4422-5362-9 (com.ph [abgerufen am 20. Dezember 2018]).
  32. Vera Slawtschewa-Petkowa: Russia's Liberal Media: Handcuffed but Free, Verlag Routledge, 2018, ISBN 978-1-315-30017-7, Einleitung.
  33. Russia’s Nongovernmental Media Under Assault, Demokratizatsiya: The Journal of Post-Soviet Democratization, Nr. 22(2), 2014, S. 179 ff.
  34. Klaus von Beyme, in: Per-Arne Bodin, Stefan Hedlund, Elena Namli (Hrsg.): Power and Legitimacy: Challenges from Russia, Routledge contemporary Russia and Eastern Europe series, Bd. 39, 2013, ISBN 978-0-415-67776-9, S. 24: „The final task of the ambition to achieve an ‚autoritarian restoration‘ was that of ensuring that no independent media would work to undermine the efforts of the executive.“
  35. a b The Great Russian Disinformation Campaign. In: The Atlantic, 1. Juli 2018.
    T Snyder: The Road to Unfreedom. Tim Duggan Books/Penguin Random House, New York 2018, ISBN 978-0-525-57448-4, S. 155, 184.
    The Road to Unfreedom by Timothy Snyder review – chilling and unignorable. In: The Guardian, 15. April 2018.
    Russian propaganda over Crimea and the Ukraine: how does it work? In: The Guardian, 17. März 2014.
  36. NATO says it sees a sharp rise in Russian disinformation since Crimea, Reuters, 11. Februar 2017.
  37. Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte im April (doc-Datei).
  38. Report on the human rights situation in Ukraine, 15 June 2014, Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights, 15. Juni 2014; "Misinformation adds to the instability and fear which affect the lives of people in the region, and all sides should refrain from using it, especially to the extent that it amounts to advocacy to national hatred that constitutes incitement to discrimination, hostility or violence, which is prohibited under Article 20 of the ICCPR."
  39. Buchkritik zu Peter Pomerantsev: ‘Nothing Is True and Everything Is Possible’, The New York Times, 30. November 2014.
  40. «Russische Desinformation ist erfolgreich weil unterhaltsam», Tagesanzeiger, 11. September 2018
  41. Russische Propaganda: Putins Botschaft für jeden, FAZ, 1. März 2016.
  42. Douglas E. Schoen, Evan Roth Smith: Putin's master plan. S. 51–52.
  43. Michael Crowley: Putin's Russian Propaganda, in: TIME, 1. Mai 2014.
  44. S Abrams: Beyond Propaganda: Soviet Active Measures in Putin's Russia. In: Connections: The Quarterly Journal. 15, Nr. 1, 2016, S. 5–31. doi:0.11610/Connections.15.1.01.
    J Aro: The cyberspace war: propaganda and trolling as warfare tools. In: European View. 15, Nr. 1, Juni 2016, S. 121–132. doi:10.1007/s12290-016-0395-5.
    J Fedor: Introduction: Russian Media and the War in Ukraine. In: Journal of Soviet and Post-Soviet Politics and Society. 1, Nr. 1, 2015, S. 1–12.
    S Al-Khateeb, N Agarwal: Understanding strategic information manoeuvres in network media to advance cyber operations: a case study analysing pro-Russian seperatists' cyber information operations in crimean water crisis. In: Journal of Baltic Security. 2, Nr. 1, 2016, S. 6–27. doi:10.1515/jobs-2016-00228.
  45. Facebook, Google, and Twitter Executives Testify on Russia's Influence on 2016 Election, C-SPAN.org
  46. EU needs to increase its resilience to Russian propaganda, say MEPs, EU-Parlament, 5. März 2018 (englisch).
  47. Ulrich Schmid: Technologien der Seele: Vom Verfertigen der Wahrheit in der russischen Gegenwartskultur Band 2702 von Edition Suhrkamp, 2015, ISBN 978-3-518-12702-5, S. 162
  48. Manfred Quiring: Putins russische Welt: Wie der Kreml Europa spaltet, Seite 217 und 219, Ch.Links Verlag 2017, ISBN 978-3-86153-941-4
  49. Ulrich Schmid: Technologien der Seele: Vom Verfertigen der Wahrheit in der russischen Gegenwartskultur Band 2702 von Edition Suhrkamp, 2015, ISBN 978-3-518-12702-5, S. 164, vgl. auch Seite 11: "Ganz oben auf der politischen Agenda steht die Einbindung der Bürger in das Projekt eines mächtigen Russland."
  50. russian on-air attack sparks propaganda debate, propagandamonitor.com, 4. August 2017; Praise for Russia’s military might is a key topic on state TV
  51. Russland-Kenner Orenstein: «Putin will den Untergang der NATO und der EU», Watson, 30. Dezember 2015; "Wenn Russland Einfluss auf die internationale Politik haben will, muss es auf seine Trumpfkarte setzen: auf militärische Stärke. (...) Gleichzeitig hat er einen Propagandafeldzug gegen den Westen angezettelt, ... "
  52. Mehr als die Hälfte der Russen betrachtete eine echte Kriegsgefahr mit anderen Ländern., RBC, 30. Januar 2019
  53. Der Präsident wählte die Leute, Nowaja Gaseta, 6. Dezember 2017
  54. Putin und das Mliltär, SPON, 7. Mai 2018
  55. Winterkrieg, Nowaja Gaseta, 29. November 2017; "Die Propagandisten sprechen noch eifriger als zuvor über unsere neuesten Waffen, die angeblich die Europäer zu Tode erschrecken. „Die Russen müssen glauben, dass andere für unsere Probleme verantwortlich sind. Mobilisierung in diesem Sinne ist eine ausgezeichnete Psychotherapie.“
  56. "Das Pentagon ist begeistert!", Nowaja Gaseta, 14. Januar 2019 (russisch)
  57. Russia’s Avangard hypersonic boost-glide system, 9. Januar 2019; "Beyond a somewhat militant demonstration of ‘Russian national achievement’ for domestic audiences"
  58. Wer streichelt den Kreml?, Nowaja Gaseta, 24. Juli 2018
  59. 24-hour Putin people: my week watching Kremlin ‘propaganda channel’ RT, The Guardian, 29. November 2017
  60. slon.ru: Führer durch die neue russische Propaganda, slon.ru, 29. September 2015
  61. Das Kunststück von Agent Simonyan, Nowaja Gaseta, 14. November 2017; "der Großteil des RT-Inhalts ist eine Sammlung identischer Meinungen von wenig bekannten „Politologen“, die behaupten, der Westen sei kaputt und Russland sei eine Großmacht"
  62. How We Have Become an Enemy in the Eyes of Russia, Wilfried Martens Centre for European Studies, März 2017; „Another instrument that is used to sow doubt and confusion is the promotion of conspiracy theories.“
  63. RT, Sputnik and the new Russian war, El pais, 2. Januar 2018
  64. "Dem Land werden Lügen verabreicht", Die Zeit, 25. Januar 2016
  65. Ludmila Oulitskaïa: «Les dissidents de la période soviétique sont aujourd'hui présentés comme des démons», Le Monde, 11/12. Juni 2014
  66. Jelena Tschischowa: Russen erster und zweiter Wahl, NZZ, 5. November 2018, Seite 8
  67. https://www.zeitschrift-osteuropa.de/hefte/2018/8-9/parasitaerer-autoritarismus/ Parasitärer Autoritarismus - Regime und Gesellschaft in Russland, Osteuropa 8-9/2018
  68. a b c Sitzung des Rates für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und der Menschenrechte vom 30. Oktober 2017 auf der Webseite des Russischen Präsidenten
  69. Triumph der Propaganda über den Journalismus, Kommersant, 17. Februar 2017; „Es herrscht Krieg, die Zeiten des unparteiischen Journalismus sind vorbei“, … Denn nach jahrelanger Militarisierung des gesellschaftlichen Bewusstseins war die These des „von Feinden umzingelten Vaterlandes“ für die Mehrheit im Land bereits ein Grundprinzip.
  70. Die für den Westen sprechen, Dekoder, 13. November 2015
  71. Michail Kassjanow: Zensur aus Angst, Echo Moskwy, 9. März 2019
  72. Ritter des Urins und des Dolchs, Nowaja Gaseta, 30. November 2017; „Was ist mit Russland passiert, warum scheiterte das System des Sympathie- und Einflussnahme-Systems?“
  73. "Rettende" Kathedrale mit einem Uhrwerk, Nowaja Gaseta, 13. September 2018
  74. Winfried Schneider-Deters: Die Ukraine: Machtvakuum zwischen Russland und der Europäischen Union, BWV Verlag, 2014 ISBN 9783830529415, Seite 148
  75. Winfried Schneider-Deters: Die Ukraine: Machtvakuum zwischen Russland und der Europäischen Union, BWV Verlag, 2014 ISBN 9783830529415, Seite 80
  76. Winfried Schneider-Deters: Die Ukraine: Machtvakuum zwischen Russland und der Europäischen Union, BWV Verlag, 2014 ISBN 9783830529415, Seite 81
  77. Im Netz der russischen Propaganda, NZZ, 20. März 2015
  78. Karl Schlögel, Irina Scherbakowa: Der Russland-Reflex: Einsichten in eine Beziehungskrise, Verlag edition Körber-Stiftung, 2015, ISBN 978-3-89684-492-7, Abschnittstitel: „Desillusionierung“.
  79. Andreas Kappeler: Fremdherrschaft belastet die ukrainische Bevölkerung.@1@2Vorlage:Toter Link/www.srf.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Audiodatei SRF 13. Mai 2014, Minute 5:00.
  80. «Wir sind keine Soldaten», WOZ Die Wochenzeitung, 15. Januar 2015.
  81. Robert Guyver: Teaching History and the Changing Nation State: Transnational and Intranational Perspectives, Bloomsbury Publishing, 2016, ISBN 978-1-4742-2586-1, S. 49.
  82. So perfide ist Putins Propagandakrieg in Deutschland, Focus, 5. März 2016.
  83. The Kremlin’s Amplifiers in Germany - The activists, bots, and trolls that boost Russian propaganda, Medium.com, 22. Juni 2017
  84. Sie ist Putins schönes Gesicht für Deutschland, merkur, 14. November 2014
  85. Walter Schilling: Der Niedergang Europas ibidem-Verlag / ibidem Press, 2015, ISBN 978-3-8382-6736-4, Abschnitt "Europas Schwanken in der Aussenpolitik"
  86. Der virtuelle Arm des Kreml, taz.de, 15. Januar 2007
  87. Das Ukraine-Bild in Deutschland: Die Rolle der russischen Medien - Wie Russland die öffentliche Meinung in Deutschland beeinflusst, RusslandAnalysen 317, 3. Juni 2016
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  90. Die Frucht des Misstrauens, NZZ, 28. Januar 2016
  91. Wie der Kreml die deutsche Demokratie destabilisiert, Die Welt, 5. Dezember 2017; „senationsheischende Lügen klicken gut und locken Kunden an“
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  93. Ofcom Broadcast and On Demand Bulletin, Ofcom, 20. Dezember 2018, Bericht Nummer 369
  94. Putin’s Propaganda, The Times, 5. Mai 2017; „The regime of Vladimir Putin has methodically murdered domestic critics inside and beyond Russian borders. Those crimes may not be matched in brutality but they are exceeded in blatancy by the Kremlin’s interference in the political processes of western democracies.” („Das Regime von Wladimir Putin hat systematisch Gegner in- und außerhalb Russlands ermordet. Diese Verbrechen werden zwar nicht im Grad der Brutalität aber dennoch übertroffen durch die Einmischung in die politischen Prozesse der westlichen Demokratien.“)
  95. NICK ROBINSON: Vladimir Putin is using fake news just like tanks and missiles...and from Brexit to Catalonia his goal is to weaken the West, Dailymail, 26. November 2017
  96. Man who posted image of Muslim woman 'ignoring Westminster terror victims' was a Russian troll, The Independent, 13. November 2017
  97. Photographer reveals how his photo of Muslim woman 'ignoring' Westminster attack was hijacked by Russian trolls, The Evening Standard, 17. November 2017; „We thought then it was only the terrorists who want to disrupt our democracy. But were the Russians trying to do the same?“
  98. UK lives in DANGER because of Russian propaganda and fake news over MMR jabs, express.co.uk, 27. November 2017
  99. Vom Premierminister zum Propagandasprecher. In: sueddeutsche.de. 21. November 2017, abgerufen am 9. Mai 2018.
  100. Putin's Propaganda, The Times, 11. November 2017

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Margareta Mommsen, Angelika Nußberger: Das System Putin. Gelenkte Demokratie und politische Justiz in Russland. Beck, München 2007, ISBN 3-406-54790-7.
  • Igor Eidman: Das System Putin. Wohin steuert das neue russische Reich? Ludwig Verlag, München 2016, ISBN 978-3-453-28083-0 (Verlagsseite).
  • Katja Gloger: Putins Welt : Das neue Russland, die Ukraine und der Westen. Piper Verlag, München 2016, ISBN 978-3-8270-1296-8.
  • Katja Gloger: Putins Welt : Das neue Russland und der Westen. Piper, München 2017, ISBN 978-3-492-31040-6.
  • Stephan Berndt: Was will Putin? Wie durch Desinformation ein großer Konflikt in Europa provoziert werden soll. Kopp Verlag, Rottenburg 2015. ISBN 978-3-86445-257-4.
  • Marcel H. Van Herpen: Putin's Wars. The rise of Russia's new imperialism. Rowman & Littlefield, Lanham 2014, ISBN 978-1-4422-3138-2.
  • Marcel H. Van Herpen: Putin's propaganda machine. Soft power and Russian foreign policy. Rowman & Littlefield, Lanham 2016, ISBN 978-1-4422-5362-9.
  • Douglas E. Schoen, Evan Roth Smith: Putin's master plan : to destroy Europe, divide NATO, and restore Russian power and global influence. Encounter Books, New York, 2016, ISBN 978-1-59403-889-1.
  • Todd C. Helmus, Elizabeth Bodine-Baron, Andrew Radin, Madeline Magnuson, Joshua Mendelsohn, William Marcellino, Andriy Bega, Zev Winkelman: Russian Social Media Influence: Understanding Russian Propaganda in Eastern Europe Verlag Rand Corporation, 2018, ISBN 978-0-8330-9958-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]