Natursteig Sieg

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Natursteig Sieg
Wegweiser am Natursteig Sieg
Wegweiser am Natursteig Sieg
Daten
Länge 196,4 km[1]dep1
Lage entlang der Sieg, im Rhein-Sieg-Kreis und Kreis Altenkirchen (Nordrhein-Westfalen)
Markierungszeichen
Natursteig Sieg Logo.svg
Startpunkt Wolsdorf
50° 47′ 35″ N, 7° 13′ 40″ O50.7929722222227.2278888888889
Zielpunkt Bahnhof Mudersbach (momentan)
50° 49′ 39″ N, 7° 57′ 6″ O50.8274166666677.9515555555556
Typ Wanderweg
Jahreszeit ganzjährig
Aussichtspunkte Steinerother Kopf, Ottoturm, Alter Stuhl
Besonderheiten Premiumwanderweg
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Der Natursteig Sieg ist ein im April 2011 eröffneter Fernwanderweg,[2] der in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf 196,4 km[1] Länge durch den Rhein-Sieg-Kreis und den Landkreis Altenkirchen führt. Er beginnt im Siegburger Stadtteil Wolsdorf und verbindet Städte und Orte an der Sieg (vorerst) bis zum Bahnhof Mudersbach; in Planung ist die Fortführung des Natursteiges in Richtung Siegquelle. Sie soll schon Ende 2015 fertiggestellt werden.

Die Steigführung wurde so gewählt, dass man über die Haltepunkte der Siegtalstrecke die einzelnen Etappen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr von Köln, Troisdorf und Siegen aus gut erreichen kann. Seit dem Jahr 2013 ist der Steig ein Prädikatswanderweg. Es besteht die Möglichkeit einen Stempelpass zu erwerben und ihn an den verschiedenen Stempelstellen entlang des Steigs zu füllen.

Wegzeichen[Bearbeiten]

Das Wegzeichen (bzw. Wanderzeichen) des Natursteigs Sieg stellt die Windungen der Sieg weiß auf blauem Grund dar. Die Zuwege haben dasselbe Zeichen, allerdings weiß auf gelbem Grund.

Verlauf[Bearbeiten]

Windeck-Herchen, an dem u. a. die 5. Etappe vorbeiführt

Der Natursteig Sieg führt von Siegburg über die Wolsberge (ca. 120 m) an der Wahnbachtalsperre vorbei zum Kloster Seligenthal, dem ersten Franziskanerkloster, das 1231 nördlich der Alpen errichtet wurde. Nachdem die Bröl gequert wurde, passiert er die Wallfahrtskirche in Bödingen nördlich und erreicht nach einem Bogen die Siegschleife bei Bülgenauel und kurz darauf die mittelalterliche Stadt Blankenberg. Von dort macht der Steig einen Bogen südlich von der Sieg weg und stößt erst bei Merten wieder auf den Fluss. Dort passiert er das frühere Augustinerkloster Merten, sowie das Schloss Merten.

Anschließend führt der Steig in nordöstlicher Richtung nach Bohlscheid, von wo aus die Möglichkeit besteht über einen Zuweg nach Eitorf zu gelangen. Von dort verläuft er in nordöstlicher Richtung über die Mertener Höhe, einer Ansammlung von Ortschaften im Höhenzug Nutscheid (378,1 m), dem größten zusammenhängenden Waldgebiet im Bergischen Land. Kurz darauf macht er wieder eine Biegung in südliche Richtung nach Herchen und verläuft an der dortigen Pfarrkirche St. Peter vorbei.

Dann führt der Steig in die Leuscheid (388,3 m), einem Höhenzug im Westerwald – südlich der Sieg. Vorbei an Dattenfeld verläuft er nach Altwindeck mit dem Altwindecker Museumsdorf und der Burgruine Windeck. Kurz darauf führt der Steig nördlich an Schladern mit dem dortigen Siegfall vorbei. Er gelangt zum Aussichtspunkt Alter Stuhl (286 m), mit Blick unter anderem auf Rosbach, und stößt erst wieder in Au auf den Fluss – nun in Rheinland-Pfalz. Von dort führt der Steig grob in östlich Richtung bis Etzbach und macht dort dann einen Bogen nach Norden, sodass er Birken-Honigsessen anschließend nördlich passiert. Danach verläuft er zielstrebig wieder in südliche Richtung zurück zur Sieg nach Wissen. Vorbei am Schloss Schönstein führt der Steig nun weiter in östliche Richtung und passiert Scheuerfeld südlich. Dann macht er einen Abstecher zum Steinerother Kopf (478 m), mit Blick zum Beispiel bis zum nahe Bonn gelegenen Siebengebirge, und führt von dort nach Alsdorf.

Nachdem der Steig in Betzdorf die Heller überquert hat, verläuft er ins Imhäuser Tal nach Herkersdorf und von dort zum etwa 20 m hohen Druidenstein. Anschließend führt er nach einer Talquerung am 17,34 m hohen Aussichtsturm Ottoturm, der auf der Gipfelregion des Kahlenberg (406,7 m) steht, vorbei zur Freusburg. Letztlich verläuft er nördlich der Sieg über den Giebelwald (527,8 m), und vorbei an einer Mariengrotte zum Bahnhof Mudersbach, dem momentanen Steigende.

Etappenübersicht[Bearbeiten]

Der 196,4 km lange Natursteig Sieg wird normalerweise in 14 Etappen (E) durchwandert, die teilweise über den Hauptweg, aber auch zum Teil auch über Zuwege führen (Stand 2015):[1]

von
Bahnhof
nach
Bahnhof
Länge (in km);
mit Zuwegen
Länge (in km);
ohne Zuwege
E01 Siegburg Hennef 14,4 km 09,3 km
E02 Hennef Blankenberg 17,6 km 15,6 km
E03 Blankenberg Merten 12,9 km 11,6 km
E04 Merten Eitorf 14,8 km 10,8 km
E05 Eitorf Herchen 21,5 km 17,7 km
E06 Herchen Herchen 18,3 km 16,8 km
E07 Herchen Schladern 18,1 km 15,9 km
E08 Schladern Au 17,4 km 16,0 km
E09 Au Wissen 18,4 km 13,9 km
E10 Wissen Wissen 25,0 km 19,2 km
E11 Wissen Scheuerfeld 15,4 km 12,1 km
E12 Scheuerfeld Alsdorf 14,9 km 12,2 km
E13 Alsdorf Kirchen 11,0 km 08,4 km
E14 Kirchen Mudersbach 19,3 km 16,9 km
Gesamt: 239,0 km 196,4 km

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Wandermagazin-Pocketguide Natursteig Sieg, mit Beschreibung aller Etappen (inklusive Längen; mit/ohne Zuwege), siehe auch Übersicht Etappen (letzte Seite), W & A Marketing & Verlag GmbH Niederkassel, März 2015, auf touristikserviceitorf.de (PDF; 6,49 MB)
  2. Mit GPS auf dem Natursteig Sieg (mit Infos zur Steig-Eröffnung auf der Aktivmesse Erlebnis Natur, Siegburg), auf touristiklounge.de