Space Cowboys

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Film
Deutscher Titel Space Cowboys
Originaltitel Space Cowboys
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 126 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 6[1]
Stab
Regie Clint Eastwood
Drehbuch Ken Kaufman,
Howard Klausner
Produktion Clint Eastwood,
Andrew Lazar
Musik Lennie Niehaus
Kamera Jack N. Green
Schnitt Joel Cox
Besetzung

Space Cowboys ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2000. Die Hauptrolle spielt Clint Eastwood, der selbst auch Regie führte und als Produzent beteiligt war. Für vier ältere Herren (gespielt von Clint Eastwood, Donald Sutherland, Tommy Lee Jones und James Garner), Pioniere der Raumfahrttechnik, geht ein Traum in Erfüllung, als sie doch noch ins All fliegen dürfen. Der Film startete am 10. Mai 2001 in den deutschen Kinos.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier besten Piloten der United States Air Force, Frank Corvin, William „Hawk“ Hawkins, Tank Sullivan und Jerry O’Neill werden im Jahr 1958 ausgewählt, als Team Daedalus einen Raumflug zu absolvieren. Doch sie schreiben nicht Geschichte, denn die NASA ersetzt sie durch die Schimpansin Mary-Ann.

40 Jahre später verlässt der russische Kommunikationssatellit Ikon seine Umlaufbahn und droht in die Erdatmosphäre einzutreten. Aufgrund der vermeintlichen Wichtigkeit für die Kommunikation für Russland, wendet sich Russland an die Vereinigsten Staaten, als Partner beim Ausbau der ISS. Die Ingenieurin Sara Holland erkennt, es handelt sich bei dem Antriebssystem um gestohlene Baupläne, die für die US-amerikanische Raumstation Skylab entwickelt worden sind. Es bleibt keine andere Wahl, als den seinerzeitigen Konstrukteur Dr-Ing. Francis Corvin um Hilfe zu bitten. Dieser erklärt sich dazu nur unter einer Bedingung bereit: Er und seine ehemaligen Kollegen des Team Daedalus sollen selbst ins All fliegen, um den Satelliten zu reparieren. Bob Gerson, der zuständige NASA-Projektmanager, muss diese Bedingung widerwillig akzeptieren. Er verbindet dies jedoch mit der Auflage, die von ihm damals ausgemusterten Astronautenanwärter hätten sämtliche Fitnesstests zu bestehen, die die NASA für Astronauten vorsieht. Gelingt ihnen dies nicht, soll eine Crew deutlich jüngerer Astronauten die Reparatur übernehmen.

In den folgenden Tagen und Wochen bereitet sich das wiedervereinte Team Daedalus auf seine Aufgabe vor. Dazu gehört auch, mit einer gehörigen Portion Schlitzohrigkeit sämtliche Tests der körperlichen Leistungsfähigkeit zu bestehen. Aufgrund der Testergebnisse wird bei Hawkins allerdings ein bösartiger Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, der für ihn einen Start unmöglich erscheinen lässt. Die Mission scheint für die vier alten Haudegen daher zu scheitern. Letzten Endes wird Hawk allerdings aus Publicity-Gründen erlaubt, trotz seiner tödlichen Krankheit an der Mission STS-200 teilzunehmen.

Nach dem Start der Reparaturmission stellt sich heraus, dass die russische Raumfahrtbehörde wesentliche Details verschwiegen hat: Bei dem Satelliten handelt es sich um ein Relikt aus dem Kalten Krieg, welches mit sechs Atomraketen bestückt und darauf programmiert ist, im Fall einer Kursabweichung diese Raketen auf Ziele in den USA abzufeuern. Nach dem Zusammenstoß ihres Space Shuttles mit dem russischen Flugkörper wegen falscher Massedaten scheint zunächst alles verloren. Dann gelingt es Hawkins allerdings, den Satelliten per Handsteuerung mithilfe eines Flugmanövers in Richtung Mond zu schicken, wodurch er aus der Erdumlaufbahn geschleudert wird und für die Erde kein Risiko mehr darstellt. Der Haken an der Sache ist aber, dass er selbst mit dem Satelliten zum Mond fliegen muss, da dieser ansonsten den Kurs nicht halten würde. Hawkins opfert sich bereitwillig für diesen Zweck, da er aufgrund seiner Krebserkrankung auf der Erde ohnehin nicht mehr lange zu leben gehabt hätte. O’Neill und Corvin landen das Space Shuttle auf der Shuttle Landing Facility.

In der Endsequenz des Films sieht man Hawkins, wie er inmitten eines Havarie-Trümmerfeldes auf dem Mond sitzt, gegen einen Felsen gelehnt mit Blick Richtung Erde. Er hat es offenbar geschafft, den Satelliten auf dem Mond zu landen. Sein Gesicht kann man allerdings nicht sehen, vielmehr spiegelt sich in seinem Helmvisier die Erde, die er vor einer großen Katastrophe bewahrt hat.

Altersargument[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film zitierte unter anderem den 1998 erfolgten neuerlichen Raumflug des Raumfahrtpioniers John Glenn als öffentlich bekannten, lebenden Beweis der Möglichkeit, dass auch alte Menschen erfolgreich an Raumfahrten teilnehmen können.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde 2001 für den Oscar: Bester Tonschnitt nominiert. Er erhielt drei Nominierungen für den Saturn Award: Clint Eastwood als Schauspieler wie auch als Regisseur sowie als Bester Science-Fiction-Film.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Amüsant und tatsächlich originell ist der Einfall, Rentnerheroen zu rekrutieren und sie physischen Belastungstests auszusetzen, die realiter für sie nicht zu bestehen wären. Das ist Situationskomik, die funktioniert. […] So witzig die Grundannahme des Drehbuchs ist, so mangelt es in der Ausarbeitung doch an Straffheit, dramaturgischen Spitzen und vor allem an Spannung.“

Flemming Schock: Filmspiegel.de[3]

„Mit coolem Humor inszenierte Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller Clint Eastwood sein erstes Space-Abenteuer. In den Szenen im All verliert die Story zwar etwas an Bodenhaftung, aber die kantigen Astro-Senioren machen einfach Spaß.“

„Weniger ein dramatisches Weltraum-Abenteuer als eine sehnsüchtig-sentimentale Charakterstudie, die das Abenteuer der betagten Crew als Triumph des Individuums in der modernen Welt feiert.“

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der im Film zu sehenden Achterbahn handelt es sich um die Viper im Freizeitpark Six Flags Magic Mountain (Valencia, Kalifornien).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Space Cowboys. Jugendmedien­kommission.
  2. Space Cowboys auf fbw-filmbewertung.com
  3. Kritik auf Filmspiegel.de
  4. Space Cowboys. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 20. Januar 2022.
  5. Space Cowboys. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]