Spraitbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Spraitbach
Spraitbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spraitbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 53′ N, 9° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 539 m ü. NHN
Fläche: 12,39 km2
Einwohner: 3302 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 267 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 73565, 73568, 73577
Vorwahl: 07176
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 066
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
Webpräsenz: www.spraitbach.de
Bürgermeister: Ulrich Baum
Lage der Gemeinde Spraitbach im Ostalbkreis
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Über dieses Bild

Spraitbach ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spraitbach liegt auf einem Höhenrücken etwa 11 km nördlich von Schwäbisch Gmünd, 539 m über dem Meeresspiegel. In einer Talbucht, die von Süden in den Siedlungsbereich des Hauptortes hineinragt, entsteht der namengebende Spraitbach, der etwa drei Kilometer weiter südlich in die Lein entwässert. Die Gemeinde grenzt im Norden an Gschwend, im Osten an Ruppertshofen, im Süden an Durlangen und im Westen an Alfdorf im Rems-Murr-Kreis.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Spraitbach gehören die Dörfer Spraitbach und Hinterlintal, die Weiler Beutenhof, Hertighofen, Leinhäusle und Vorderlintal, die Höfe Berghaus, Beutenmühle, Eigenhof, Hegenreute, Heiligenbruck und Riedhaus und die Häuser Kohlgehau, Ölmühle, Schilpenbühl und Weggen-Ziegelhütte sowie die abgegangene Ortschaft Richenbach.[2]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spraitbach, das am 3. Januar 1296[4] erstmals urkundlich erwähnt wurde, gehörte ursprünglich zum Landgebiet der Reichsstadt Schwäbisch Gmünd. 1425 erscheint der Ort als eigene Pfarrei. Während des Bauernkriegs brennt die Michaelskirche 1525 ab. 1537 ließ die freie Reichsstadt Gmünd in Spraitbach eine Vogtei mit späterem Gerichtssitz errichten. Im Dreißigjährigen Krieg brannte das Dorf beinahe vollständig ab, weswegen es weiter westlich am heutigen Standort wieder aufgebaut wurde. Mit Gmünd kam der Ort im Zuge der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses Anfang des 19. Jahrhunderts zum Königreich Württemberg, wo er seit 1818 zum Oberamt Gmünd, ab 1934 dem Landkreis Schwäbisch Gmünd, zählte. 1855 gab es infolge einer Missernte eine große Hungersnot im Dorf. Seit 1914 ist Spraitbach ans Stromnetz angebunden. Zwischen 1955 und 1966 wurde der Ort flurbereinigt. Die Kreisreform 1973 brachte die Zugehörigkeit zum neuen Ostalbkreis. 1980 erschloss man das Neubaugebiet Trögle. Im Jahre 1996 feierte die Gemeinde das 700-jährige Bestehen. 1998 wurde das Baugebiet Trögle IV und 2007 Trögle V erschlossen. Zwischen 2000 und 2008 baute man das Gewerbegebiet Nassen-Lang.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen 1852 bis 1970 sind Volkszählungsergebnisse[6] und ab 1980 amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1852 744
1871 737
1880 783
1890 724
1900 714
1910 738
1925 775
1933 727
1939 678
Jahr Einwohnerzahlen
1950 960
1956 977
1961 1117
1970 1516
1980 2733
1990 3228
2000 3542
2010 3363
2015 3302

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche St. Blasius

In Spraitbach gibt es eine römisch-katholische und eine evangelische Kirche. Die evangelische Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbands Schwäbischer Wald mit Sitz in Mutlangen.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 14 Mitglieder an. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem Ergebnis[7]:

  • Freie Wählervereinigung: 7 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • CDU: 3 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich Baum wurde 2001 zum Bürgermeister gewählt, er bekleidet das Amt seit März 2002. Er wurde im Dezember 2009 wiedergewählt.[8] 2017 wurde Johannes Schurr als sein Nachfolger ins Amt des Bürgermeisters gewählt. Er tritt sein Amt im März 2018 an. [9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Grün eine silberne (weiße) Wellendeichsel.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spraitbach ist eine typische Wohngemeinde. Am Ort gibt es etwa 300 Arbeitsplätze, mehr als 1100 Arbeitnehmer verdienen ihren Lebensunterhalt außerhalb der Gemeinde.

Der Ort ist durch die Bundesstraße 298 (GaildorfSchwäbisch Gmünd) an das überregionale Straßennetz angebunden.

Der 1973 gegründete Spielfigurenhersteller Bullyland hat hier seinen Hauptsitz und betreibt das Firmenmuseum Bullyworld.

In Spraitbach gibt es eine Grundschule und einen Kindergarten. Die Hauptschule des Gemeindeverwaltungsverbands sowie eine Realschule befinden sich in Mutlangen. Weiterführende Schulen stehen in Schwäbisch Gmünd zur Verfügung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spraitbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 759–761
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Spraitbach.
  4. Konrad A. Theiss: „Kunst- und Kulturdenkmale im Ostalbkreis“, Aalen, 2000, S. 362
  5. http://www.spraitbach.de/fileadmin/Dateien/Statistiken_und_Ereignisse/Ereignis.pdf Geschichte Spraitbachs
  6. Volkszählungsergebnisse auf Leo-BW
  7. http://www.spraitbach.de/index.php?id=153
  8. https://www.schwaebische-post.de/account/login/?aid=457723
  9. https://remszeitung.de/2017/12/10/wahl-in-spraitbach-johannes-schurr-wird-buergermeister/